Hallo.
Nun, das glaube ich dir schon.
Das ist aber kein Wunder, wenn eben die ganze Kompexizität einer Gattung gar nicht ebkannt ist.
Dann definiert man eben mal eine Art
Zitat
Apothezien 1-2mm, flach schüsselförmig, grau, Sp. 8-9 x 2, auf Holz.
Dadrin stecken halt noch ein Dutzend weitere Arten, weil die Leute sich eben keine Gedanken gemacht haben über halwuschelig udn unwuschelig. Oder über das Färbeverhalten der Marginalzellen in KOH. Oder über Gestalt der Ascusbasis. Oder über den Vermorschungsgrad des Substrats. Oder über ein eventuell vorhandenes Subikulum. Oder Glaskörper.
Das sind ja alles Sachen, auf die muss man erst mal kommen und dazu braucht es eben Leute, die ganz genau hingucken und sich auch entsprechend spezialisieren.
Und klar: Natürlich meinte ich genau das: Sequenzierungen der Typusmaterialien. Und Sequenzierungen von Belegen zu weiteren Beschreibungen.
Mikroskopie ist toll und Sequenzierungen auch kein Allheilmittel, nur mit einem allein lässt sich heute kaum noch etwas reißen.
Dann ist es doch gut, wenn man die Mittel eben hat und auch nutzt.
Ein eigener provisorischer Schlüssel?
Das ist schon mal ein Anfang. Und würde - wenn der von dir kommt - schon mal viel bringen und vielen Leuten weiterhelfen.
Eine Monographie ist dann ein Lebenswerk.
Und wird auch nicht perfekt werden, egal wie akribisch man arbeitet. Aber es hilft nachfolgenden Generationen ungemein, einfach mal was solides in der Hand zu haben, eine verlässliche Basis mit der man arbeiten kann und die man weiter entwickeln kann.
Darum geht's ja in der Mykologie.
Aber lass dir nur Zeit. 
LG, pablo.