Beiträge von Beorn

    Hallo, Hans!


    Und Willkommen erstmal.
    Idealerweise kannst du für deine Frage ein eigenes Thema aufmachen, dann kommt mehr Resonanz zustande.


    Wenn du willst, kann ich das aber auch splitten.


    Mit den Bildern das hast du schon richtig gemacht, besser etwas zu viel als zu wenig.
    Es wird hier dennoch schwierig. Denn vom Pilz kann ich nicht viel erkennen.
    Der weiße belag ist aber Absicht, oder? Kalk?
    Das, was da rauswächst ist auf jeden Fall ein Pilz, und wenn der so über den Hauptstamm verteilt rauskommt, ist das für den Baum nie ein gutes Zeichen.
    Die Artbestimmung ist nicht so leicht, da muss man idealerweise auch ganz nah ran mit der Kamera um ein paar feinheiten sehen zu können.
    Es gibt so viele verschiedene holzbewohnende Porlinge...
    Das hier könnte schon auch ein Phellinus sein, erinnert vom Habitus aber eher an Arten wie zB Phellinus conchatus (Muschelförmiger Feuerschwamm). Allerdings nur so als ganz vage Idee, ist hlat nicht wirklich einfach mit diesen Pilzen.


    Für den Baum wird es aber kaum eine Rolle spielen, welche Art sich da nun breitgemacht hat.
    Leider weiß ich nicht, wie dem Baum da nun zu helfen ist.
    Im grunde wird's nicht viel anders sein als bei Menschen: Das Abwehrsystem des Baumes müsste man evrsuchen zu stärken. Guter Dünger vielleicht, ideale Wuchsbedingungen...
    Vielleicht ist die Ummantelung auch gar nicht so gut, die Rinde wird doch auch "atmen" wollen?
    Wenn das darunter zB immer feucht ist, setzt sich ein Pilz eher fest, schätze ich.
    Die Frage ist halt, ob das Mycel auch im kernholz sitzt. Dann wäre es wahrscheinlich schon kritisch. Aber solange der Baum noch lebt und Knospen treibt, kann man es ja weiter versuchen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Fredy!


    ich würde schon sagen, daß C. trogii auch zusammenwachsen kann. Aber eben anders. Also mehr in der Breite, oder (dort wo sie an Substratunterseiten resupinat auftritt) auch mal in der Vertikalen.
    Aber eben nicht so chaotisch und nicht an so dünnen Zweiglein.
    Ein passendes Bild von zusammenwachsenden C. trogii hatte ich mal >hier< reingestellt.



    LG, Pablo.

    Hi, Steffen!


    Schwierig. :)
    Der "Rötlingshabitus", bezw. "sieht ganz anders aus"...


    Die sehr dünnen Fruchtkörper, an einem dünnen Stöckchen rosettenartig verwachsen, die Poren wie mit braunem Staub eingepudert und recht langgezogen mit eher dünnen Röhrenwänden; die auf genau diese weise grauweiß ausgeblässte Oberseite - alle Funde, die mir mit dem Aussehen begegnet sind (sicher mehr als ein Dutzend) haben sich als C. gallica heruasgestellt (ist ja rasch überprüft).
    C. trogii finde ich: An dickem Substrat, mit gelblichen Oberseiten, dicken Porenwänden, recht hellen Poren und Röhren, insgesamt dickfleischiger, verwachsen ja, aber weniger rosettenartig (weil auch eben nicht an solchem dünnem Substrat).
    Hast du C. trogii schon mal so gefunden?


    PS.: Vielleicht hätte ich das jetzt nicht schreiben sollen...
    Habe ich trotzdem noch eine Chance auf eine Wette, Steffen?



    LG, pablo.

    Hallo, Leute!


    OK, kein Wunder. :)
    Es gibt so einige Fachgebiete, da steht man als begeisterter Laie vor nichts anderem als einem großen Bahnhof.
    Und wenn eine Gattung eben nicht gründlich bearbeitet ist, bzw. sich herausstellt, daß alles sehr viel komplexer ist, als man lange Zeit angenommen hat, dann stehen natürlich auch die verfasser und Herausgeber von zusammenfassenden Werken im regen, weil das, worauf sie sich verlassen hatten, so eben gar nicht stimmt.


    Gibt's nur bei Kleinpilzen wie Nectria?
    Von wegen.
    Die meisten Weichritterlinge sind unbestimmbar. Die Artengruppe, die FN unter Lentinellus flabelliformis s.l. zusammenfasst ist quasi unbearbeitet, wo diese in anderen Werken aufgeschlüsselt wird, kann man damit eigene Funde auch nicht bestimmen.
    Leccinum: Legt man einen Fund sowohl Jürgen Schreiner, als auch Peter Welt und Machiel Noorderloos vor, wird man insgesamt sechs unterschiedliche Bestimmungen erhalten. ;)
    Mit Inocybe fangen wir jetzt mal gar nicht an.
    Von Hyaloscyphaceae, Dermataceae oder gar Orbiliomycetes sollten wir besser auch nicht reden.


    Ist nicht weiter schlimm.
    Ich muss nicht alles bestimmen können.
    Aber ich bin froh, wenn es Leute gibt, die sich auch mit diesen "fragwürdigen" Gattungen und Familien beschäftigen. Und das möglichst ernsthaft tun.



    LG, pablo.

    Hallo, "halbverschwundene" Sonja.


    Aber schön, daß du nicht ganz verschwunden bist.
    Nur irgendwas hapert bei mir mit dem Link. Oder liegts am Browser? :/



    LG, pablo.

    Hallo.


    Und was könnte das nun für ein Substrat sein?
    Ich verstehe ja nicht wirklich was von Kohlenbeeren, hätte aber rein makroskopisch auch erstmal an H. cohaerens gedacht.
    Allerdings wage ich die nur zu bestimmen, wenn die auch an Buche wächst.


    Wolle eben mal noch ein Bild finden, fand dann aber was bei den Doppelpilzen (>Klick<) was mich zu einer weiteren Seite mit einem weiteren Schlüssel geführt hat. (>Klick<).
    Ich kannte bnisher auch nur die, die Hans auch verlinkt hat.



    LG, Pablo.

    Hallo, Juliane!


    Und zwar richtig Kaiserwetter. In dem Licht sieht die Welt glaich viel freundlicher aus.
    Da fühle ich mich auch gleich viel wohler, nachdem es in den Wochen davor meist gar kein Wetter hatte, sondern einfach nur graukalt war.


    Sehr schön. :)


    Zitat


    evt winzige eingetrocknete Gallertränen?


    Genau so isses. :thumbup:
    Zum letzten habe ich momentan mal keine sinnvolle Idee...


    PS.: Winterporling (Polyporus brumale) passt schon.
    Stereum ist männlich (oder neutrum?), daher hirsutum. Tramnetes ist weiblich, daher hirsuta.
    Wenn das also der ohne Röhren ist, dann der Stereum hirsutum.
    Da passt dann immerhin auch das Geschlecht bei den deutschen Namen.



    LG, pablo.

    Hallo, Magellan!


    Das ist ein toller Garten. Den würde ich mir auch gerne angucken. Auch wenn's unter Umständen schwierig wird, da nach Pilzen zu suchen. Es gibt sicher welche, auch interessante, aber die werden meist klein sein und man wird wohl schon etwas wunderlich wahrgenommen, wenn man auf diesen hübschen Wegen liegt und kleine Punkte an alten Blättern anguckt.


    Aber gleichwie: Die Anlage ist schön. Da mag man auch einfach mal durchlaufen und genießen.



    LG, Pablo.

    Hallo, gerd!


    Pablo, der Mann mit dem Hut, wird sich sicher auch noch persönlich melden. :giggle:


    Ja, das tut er. :)


    Alles Gute wünsche ich dir zu einer ziemlich runden Sache.
    Ganz eigennützig (in der Hoffnung auf noch viele schöne Treffen) wünsche ich dir weiterhin beste Gesundheit, Glück auf allen Wegen und Spaß mit den Pilzen. Neue Funde auch, denn etwas zu entdecken gibt es immer.


    Du bist einer derjenigen, die maßgelblich dafür verantwortlich sind, daß es bei mir nun teils so aussieht:

    Auch wenn du selbst nicht gerne am Mikro sitzt, aber auch hier profitiere ich von deinem Wissen und deiner Art, Pilze zu bearbeiten: Kritisch, akribisch, und immer dran bleiben.
    Dafür ein großes Dankeschön!



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Wunderbar, danke!
    Pilz weißfleischig, keine Linie zwischen Röhren und Hutfleisch, dafür eine dünne graue zwischen Hutfleisch und Hutbehaarung. Dann sieht man nun auch abstehende Haare auzf dem Hut und die Poren messen 2-3 / mm
    ---> Dein Pilz heißt Trametes hirsuta (Striegelige Tramete)
    Nicht ganz typisch ausgeprägt, aber wenn man die Fakten durchgeht, dann kommt man schon drauf. :thumbup:


    Stöckchen von oben und Stöckchen von unten nennt sich Coriolopsis gallica (dunkle Borstentramete).



    LG, Pablo.

    Hi.


    Schnittbild nicht vergessen, Juliane!
    Was man an der Abbruchstelle schon mal sehen kann: Fleisch = weiß.
    ---> Coriolopsis gallica
    Kann man noch Coriolopsis trogii ins Feld führen, passt aber auch nicht.


    Wenn ein Facebooknutzer einen solchen Pilz (mit so dickfleischigen Fruchtkörpern und an Laubholz) als Antrodia ramentacea bestimmt hat, hat er ihn eben fehlbestimmt.
    Die Art ist hier ebenso zu streichen.


    Der Baumstamm wurde natürlich gedreht, wenn die Poren nach oben zeigten.
    Solche Pilze reagieren geotrop, d.h. sie richten wenn möglich immer die Röhren nach unten aus.
    In dem Fall kann man aber durchaus davon ausgehen, daß hier einiges untypisch ausgeprägt ist. Zumal es der Pilz offenbar nciht geschafft hat, sein Wachstum an die Lageveränderung anzupassen.



    LG, pablo.

    Hallo, Juliane!


    Schwefelporling ist jedenfalls sicher. :thumbup:
    Zum ersten musst du in dem Fall mehr Infos rausrücken, das kann auch eine Art sein, die untypisch ausgeprägt ist.
    Antrodia ramentacea ist das nicht, das Substrat ist ja auf jeden Fall Laubholz (sieht nach Hainbuche aus).
    Was wir brauchen: Die Größe dieser Gestalten, die Größe der Poren, einen Gesamtüberblick, wie mögliche weietre Fruchtkörper an dem Substrat aussehen, eine Einschätzung wie weit die Hütchenbildung an ganz senkrechten Stellen geht, einen Blick auf diese Hütchen, ein Schnittbild und eine Einschätzung zur Konsistenz des Porlings.



    LG, Pablo.

    Hallo, Florian!


    Super, da ist es ja.
    Und wie ich erwartet hatte: Schon das Abstract musste ich zweimal lesen, um es ungefähr zu begreifen. ;)
    Ich denke das hat schon Hand und Fuß, was die da gemacht haben.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Oh, 25 Sekunden, das geht ja noch.
    Wenn ich meine Kamera zu Nachtaufnahmen (hier bitte Vorsicht walten lassen beim lesen und schreiben) veralnasse, dann dauerts mitunter bis zu einer Minute, daß da ein Bild entsteht.
    Allerdings kann ich auch kaum was selbst an den Einstellungen ändern.



    LG, Pablo.

    Hallo, INgo!


    An den von den Franzosen mag ich sogar gerne glauben.
    Der Tschechische... Kann sein, vielleicht auch nicht. Warum zeigen immer alle solche Pilze, ohne die relevanten merkmale mitzuliefern? Wenn da so eine Schicht zu sehen ist, dann fallen einfach mal ein ganzer Haufen Optionen weg.
    Skeletocuten in der Größe und mit solchen Poren gibt's nicht viel.
    Schnittbild...
    Ich glaube hier erkennt man's schon aus der Distanz:

    Draufklicken, dann höhere Auflösung. Der Fruchtkörper oben ist angeschnitten.


    LG, pablo.

    Hallo, Juliane!


    Mit Kaviar bist du wahrscheinlich nicht weit weg. Das sieht mir nach den Eiern irgendeiner Amphibienart aus.
    Passiert gelegentlich, daß es eine Kröte oder ein Molch zur Eiablage nicht mehr ins Wasser schafft. Das Resultet kann dann durchaus so aussehen, denke ich.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Dafür wären ja auch die Poren zu weit, oder?
    Den Fund in dem Link zweifele ich auch mal ganz dreist an. Mit nahezu irpicoid aufgespaltenem Hymenophor ist mir der noch nie begegnet.
    Will ich im Schnitt sehen, beide. Also auch den Fund auf den verlinkten Bildern.
    Ich glaube nämlich nciht, daß sich da eine dunkle Trennschicht zwischen Röhren und Hutfleisch findet.
    Und denke bei relativ festen Porlingen in Auwäldern mit solchen Farben und groben, teils länglichen oder irpicoiden Poren Antrodia malicola (Zimtbraune Tramete). Mit schönen (und Dämmrich - geprüften) Bildern von Anna >hier<.


    PS.: Auch wenn's unsicher ist, aber das wäre mir eine Wette wert. 5 gegen Bjerkandera fumosa würde ich schon setzen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Hörte ich "Schneeschmelze"? 8|
    Damit mag ich im Moment gar nichts zu tun haben.
    Obwohl... In den Höhenlagen des Odenwalds ist der Schnee noch nicht lange weg.
    Unten in der Ebene ist es momentan komisch. Heute nachmittag war ich noch ein wenig raus, Porlinge gucken. Das sieht aber ganz mau aus gerade. Viel überständiges Zeug, das sich nicht mitzunehmen lohnt. Oder zu Junges. Frühjahrslorcheln. Keine Rötlinge.
    Unter einem Ast ein Rudel riesige, breit aufgeflatschte Mollisias, auch schon am Zerfließen. Die Dasyscyphella an total morschem Eichenholz in Hülle und Fülle. Sehr hübsch.
    Laub habe ich nicht gewühlt, nur unterm Haselgebüsch ein wenig. Aber ohne Ciboria - Funderfolg.


    Ist schon wieder etwas trocken hier. Also vielleicht doch noch mal nach Schneeresten suchen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Tolle Pilze. :)
    Seticyphella / Flagelloscypha mag ich. Klein aber OHO!
    Den muss man auch erstmal bemerken, am besten ist da immer noch ein Signalpilz dabei, der einen veranlasst, das Stöckchen mitzunehmen.



    LG, pablo.

    Hallöle!


    Ui, die Bilder sind klasse. :)
    Schönes Licht, tolle Perspektiven.


    Samtige Tramete...
    Glaube ich im Moment nicht so richtig dran. Die Poren scheinen zu groß zu sein.
    Konsistenz wäre natürlich auch interessant, aber dazu müsste man sie selbst in der Hand halten...
    Du kannst ja mal den mitgenommenen Fruchtkörper bei Gelegenheit mal mit Skala ablichten, daß man einen Eindruck hat, wie viele Poren pro millimeter da zu sehen sind.
    Und Schnittbild kann auch nicht schaden. ;)



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ich glaube, das mit dem "Geruch" ist hier ein Übertragungsfehler. ;)
    Natürlich geht es um spezielle Botenstoffe, die eben in ihrer chemischen Struktur große Ähnlichkeit mit vielen Duftstoffen haben.
    Ob die aber - in unserem menschlichen Sinne - nach irgendwas riechen müssen, glaube ich nicht. Und das die Pflanze den Pilz "riecht" ist dann auch etwas irreführend. Aber das Gleichnis kommt dem tatsächlichen Sachverhalt wahrscheinlich am nächsten.
    Von einem Riechen wie mit einer Säugetiernase (also wie bei uns Menschen) kann da natürlich keine Rede sein.



    LG, pablo.

    Hallo, Ingo!


    Klar, die Funktionsweise dieser Kommunikation im einzelnen ist aus dem Artikel nicht zu entnehmen.
    Immerhin im letzten Absatz wird ein gewisser Einblick gewährt. Da gehe ich jetzt schon mal davon aus, daß der Versuchsaufbau unter Laborbedingungen stattfand, also Pflanze und PIlz vorher isoliert und dann in ein gereinigtes Substrat ausgebracht wurden.


    Die Funktionsweise an sich erscheint mir immerhin schlüssig:
    Pilz gibt Botenstoffe ins Erdreich ab, die die Pflanze erkennt und sich in der Ausrichtung ihres Wachstums daran orientiert.
    Warum nicht? Gefäßwachstum im menschlichen Körper funktioniert nach dem selben Prinzip: Zelle gibt Botenstoffe ab, Wandzellen der Blutgefäße reagieren darauf und entwickeln ein Äderchen für das anfragende Gewebe.
    Ganz grob vereinfacht.
    Kenne ich den genauen Prozess (welches Protein wird wo warum synthetisiert, wie nach außen transferiert, muss wo wie andocken um welchen Mecchanismus in Gang zu setzen)?
    Nö.
    Das ist Sache der Forscher und Chemiker.
    Die das dann auch entsprechend nachweisen müssen, das ist richtig.
    Aber würde ich versuchen, die eigentliche Arbeit zu lesen, ich verstünde wohl noch nicht mal das Vorwort. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ja, das mit dem Pilzezüchten ist so eine Sache.
    Klappt bei mir nur angelegentlich.
    Auch der Eselsdung, der bei mir noch rumliegt produziert nichts außer Unmengen von Podosporas und seltsame winzige Tintlinge.
    Ich wollte eigentlich da auch hübsche kleine Becherchen dran haben, aber Fehlanzeige.
    Eventuell sollte ich mir auch so ein Waldterrarium einrichten wie Tuppie.


    Früher als Kind habe ich Käfer gesammelt. lebendig, freilich.
    Die kamen auch in ein Terrarium, in dem ich eine Wald bzw. Wiesenladschaft nachgebaut hatte.
    Nach ein paar tagen kamen die, die sich nicht gegenseitig aufgegessen haben, wieder zurück in die Natur.
    So hab' ich's dann heute auch mit den Pilzen gemacht. ;)



    LG, pablo.