Beiträge von Beorn

    Hallo, Hans!


    Wow, was hast du mit deinen Bildern gemacht? Die sind ja noch mal viel besser geworden!
    Nun beneide ich dich nicht mehr nur um die Pilze, sondern auch um die Bilder. Was für eine Farbenpracht.


    Übrigens, zewimal Bestätigung für Stephan: Klar, 8-11 ist ein Chlorophyllum, bei der Hutbeschuppung und dem stark geselligen Wuchs dachte ich auch zuerst an >Chlorophyllum brunneum<. Das beste Merkmal ist da meiner Ansicht nach die Form der Stielbasis.
    31-33 hast du ja richtig als sein eher ungiftiges Brüderchen erkannt, eben auch mit der keuligen Stielbasis.


    Auch bei dem Träuschling schließe ich mich Stephan an. S. aurantiaca sollte eine andere Hutform haben, etwas robuster in der Statur auftreten und das Velum am Hut nicht so gleichmäßig wie ein Zahnrad verteilt sein.



    LG; Pablo.

    Hallo, Jens!


    Komplettes Schnittbild meint mitsamt der Stielbasis, die man bei der Pilzbestimmung immer mitnimmt und auch mit untersucht. Gerade bei Röhrlingen ist es ein beliebter Anfängerfehler, zur Bestimmung immer nur den halben Stiel anzugucken und sich dann zu wundern, daß man nicht zu einer Lösung kommt. ;)
    Nicht weiter schlimm, einfach beim nächsten mal den ganzen Pilz einpacken.


    Bei dem Filzröhrling sehe ich auf dem letzten Bild (Querschnitt) rotes Stielfleisch, zusammen mit dem kaum vorhandenen Blauen ergibt das den Gemeinen Rotfuß (Xerocomellus chrysenteron).
    Boletus erythropus (Flocki) stimmt auf jeden Fall,
    Die danach halte ich beide für Netzhexen (Boletus luridus). Da gibt es auch Formen mit rosa Hutfarben und das grobe, weitmaschige Netz schließt m.E. alle selteneren Verwandten (aus den neuen Gattungen Rubroboletus und Imperator) aus.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Der Filzröhrling gehört aller Wahrscheinlichkeit nach in die Gruppe um Xerocomellus engelii / communis (Eichenfilzröhrling).
    Auf den ersten Bildern hast du ihn so schon mitsamt Stielbasis präsentiert, aber dann ging was schief mit dem Schnittbild. Das sollte vom Scheitel zur Sohle gehen, und nicht einmal quer durch den Stiel. ;)
    Dort hättest du dann ganz unten im Stielfleisch winzige, rote Pünktchen gefunden.



    LG, pablo.

    Hallo, Tuppie!


    Starke Bilder!
    Zu beneiden bist du, mit so einer Masse an Pilzen. Du scheinst auf einem anderen, klimatisch benünstigten Kontinent zu leben. Hallo? Ist die Kurpfalz echt der letzte Fleck in Deutschland, wo die Pilze noch streiken?


    3 = Kammkoralle (Clavulina coralloides)
    5 = Gelber Knolli (Amanita citrina)
    8 = Netzhexe (Boletus luridus)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Die Arten aus der Gruppe um den Rötlichen lacktrichterling sind im Grunde nur mikroskopisch gegeneinander abzugrenzen. Ist aber nicht weiter schlimm: Keine giftigen Arten in der Gruppe. ;)
    Wichtig ist es hier, eben die Gattung sicher erkennen zu können und auch nicht irgendwelchen trichterlingen (Clitocybe) oder so auf den leim zu gehen.



    LG; pablo.

    Hallo.


    Klar, die Pilze direkt zum fachmann bringen ist erstmal das einzig wahre. Aber trotzdem wär's interessant und ein wenig drüber diskutieren schadet ja auch nicht, oder?



    LG; pablo.

    Hallo, Marion!


    Wenn das wirklich die selben sind (auch exakt der selbe Standort?), dann ist H. coccinea erst recht raus. Der Lamellenansatz passt nicht und auch die Farben nicht. Vor allkem die der Lamellen.
    Das heißt: Nun geht's los mit der Bestimmung. Stiel klebrig? Hut klebrig? Fleisch brüchig oder eher zäh elastisch? Lamellenansatz bei allen so (breite angewachsen)? Geschmack bitter oder mild? Geruch nach Honig oder Knoblauch?
    Mit einem guten Schlüssel (Boertmann!) sollte man dann schon zu einem Ergebnis kommen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Basti!


    In der Tat eine sehr schöne Sammlung und durchaus gut gelungene Bilder. :thumbup:
    Südpfalz, das ist ja gar nicht mal weit weg. ich rechne dann auch hier in der Kurpfalz mal mit baldigen Funden.


    So am Rande: Die Impressionen am Baustamm zeigen FomFoms (Fomes fomentarius) oben und unten Riesenporling (Meripilus giganteus).
    Der kleine dunkle Birkenpilz in der Mitte ist auch Leccinum scabrum, L. melaneum ist noch wesentlich dunkler, vor allem die Basisfarbe des Stieles unter den Schüppchen.
    Die weißen Birkenpilze sind nicht Leccinum holopus, sondern die weiße Form des Wollstieligen Rauhfußes (Leccinum cyaneobasileucum).
    Die Rotkappen danach hören auf den Namen Leccinum leucopodium / albostipitatum / rufum (weißstielige / Espenrotkappe). Da werden sicher irgendwelche Pappelgewächse in der Nähe sein.


    Bleibt noch ein Glückwunsch zu den tollen Funden!



    LG; Pablo.

    Hallo Stephan!


    Wenn du recht hast, muss ich mich entschuldigen, zur Wiedergutmachung ein paar getrocknete Steinpilze verschicken und mal zu einem Waldgang mit Erklärbär einladen. ;)
    Ich hoffe, wir werden es noch erfahren, vielleicht im Rahmen einer kleinen Vorstellung.



    LG; pablo.

    Hallo.


    Naja, typisch ist die so stark aufgreissene Kappe eigentlich für Xerocomellus chrysenteron (Gemeiner Rotfußröhrling) mindestens ebenso wie für den Düsteren Rotfuß (Xerocomellus porosporus) und oft auch für den Starkblauenden (Xerocomellus cisalpinus).
    Wichtig ist: Die Stielbasis muss mit und das Schnittbild muss auch durch diese gehen. Ein komplettes Schnittbild ist das A und O bei der Filzröhrlingsbestimmung. Alle anderen merkmale sind nett, aber ohne Schnittbild eben kaum für eine BEstimmung tauglich.


    Vom Gesamtbild schon am ehesten X. chrysenteron, aber eben mit vorbehalt (Braunes Stielfleisch an der Stielbasis? Rote Pünktchen? Starkes und Blauen der Stielrinde im Basisbereich?).


    Ich verschiebe das Thema auch mal zu den normalen Bestimmungsanfragen, irgendwie ist das im Bereich für Junge Mykologen gelandet.



    LG, Pablo.

    Hallo, Relaxo!


    Ich schließe mich Timo an, sowohl wwas die Bestimmung als auch was die weiteren Hinweise angeht.
    Außerdem hast du schon mal einiges richtig gemacht: Du warst dir beim Bestimmen unsicher, hast also lieber noch mal nachgefragt, als das Risiko des verzehrs einzugehen. :thumbup:
    Du hast dich beim ersten Sammeln sogleich auf die ungefährlichste Gruppe eingestellt, nämlich Röhrenpilze. :thumbup:
    Du hast dir auch andere Pilze angeguckt, um zu erfahren, ob das vielleicht giftige Pilze sein können. Denn auch das ist wichtig: Die gängigsten Giftpilze kennen lernen. :thumbup:
    Du hast erkannt, daß der Pilz auf den letzten Bildern irgendwie schwammig ist und komisch aussieht. Auch sehr wichtig, weil man muss ja auch wissen, wann ein Pilz zu alt zum essen ist.
    Direkt dazu ein Tip: Möglichst knackige, feste, frische Fruchtkörper sammeln, die halten meist auch einen Tag im Kühlschrank durch.


    Das mit den Bildern müsste gehen, wenn du sie im Forum direkt hochlädst. Dazu müssen die Bilder aber in der Regel verkleinert werden. Ein paar Infos findest du dazu auch im >Willkommensguide<.


    Was man für eine Betsimmung alles an Merkmalen braucht, fliegt einem ja nicht zu. Solches Wissen ist schließlich nicht angeboren. Einen Leitfaden findest du >hier<. Da muss nicht immer die ganze Liste abgearbeitet werden. Mit der Zeit bekommt man ein Gespür dafür, bei welcher Gruppe man welche Angaben braucht.


    Verzehrfreigaben bekommst du beim Pilzsachverständigen in der Nähe: Siehe Link in meiner Signatur ("PSV - Liste").



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Ein guter Test um Flämmlinge von Schüpplingen zu unterscheiden: KOH aufs Fleisch schmieren. Bei Gymnopilus wird's schwarz.
    Bittere Arten gibt es in beiden Gattungen. Ich gehe hier von einem Schüppling aus, bei Gymnopilus gibt es keinie Arten mit schleimiger Hutoberfläche und gleichzeitig vereinzelten, groben Schuppen.


    Aber welche Art du hier hast: Keiine Ahnung. Pleurozystiden muss man auf jeden Fall suchen, Bei den Sporen ist wichtig, ob ein Keimporus vorhanden ist, oder nicht (bzw. sehr undeutlich). Aber auch dann wird es teils noch recht schwierig. Ob an dem Fundort eine alte Brandstelle (kann auch mehrere Jahre alt und völlig überwachsen sein) vorhanden ist / war, wäre auch interessant.



    LG, pablo.

    Hallo, Ricolah!


    Waldchampignons (da gibt es mehrere Arten in der Gruppe) erkennst du an den mittelgroßen, meist eher schlanken Fruchtkörpern mit irgendwie braunschuppigem Hut und dem intensiven Röten im Schnitt. Daß die Lamellen auch erst rosa, dann braun sein müssen, sollte dabei klar sein (also Gattung muss sicher erkannt werden).
    Welche Art du genau gesammelt hast ist schwer zu klären, da muss in der Regel auch ein Mikroskop zum Einsatz kommen.
    Essbar wäre alle Waldchampi - Arten.


    Auch Safranschirmlinge gibt es drei Arten in Deutschland, eine ist zumindest schwach giftig.
    Deiner sollte >der hier< sein.


    Eine verzehrfreigabe bekommst du hier nicht, da musst du entweder selbst völlig sicher sein oder deine Funde zu einem PSV bringen, der die Pilze direkt begutachten kann (siehe Link in meiner Signatur).



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Weißsporer sind völlig heterogen.
    Dazu gehören total unterschiedliche Gattungen wie Saftlinge, Wulstlinge, Schirmlinge, Ritterlinge, Adermooslinge, Trichterlinge und ganz viele weitere. Aber zu erkennen, ob man es mit einem Hellsporer, einem Rosasporer oder einem Dunkelsporer zu tun hat, ist schon mal sehr hilfreich. Weil wenn man sicher einen Hellsporer vor sich hat, fallen ja gleich mal ein paar tausend Arten raus (also alle Rosa- und Dunkelsporer). Somit bleiben nur noch ein paar tausend Arten übrig.


    Mit den Helmlingen ist es dann auch nicht einfach, auch diese Gattung enthält enorm viele Arten (weit über hundert in Mitteleuropa), mit vielen sehr ähnlichen Arten.
    Speisepilze gibt es in der Gattung eigentlich nicht. Die einzige Art, die mir einfällt, die einigermaßen unkritisch als essbar zu bezeichnen wäre, wäre Mycena galericulata. Aber den als Speisepilz zu nehmen kommt nur in Frage, wenn man ihn eben auf Anhieb sicher erkennen kann. Also nicht nur die Gattung, sondern wirklich die Art (was auch nihct immer einfach ist). Bei den Helmlingen gibt es auch viele schwach bis extrem giftige Arten.



    LG; pablo.

    Hallo.


    Ja, Libelle hätte ich spontan auch gesagt. ich denke mir eine Alternative aus: Ein im Wind leicht flatterndes, von der Sonne beleuchtetes Spinnennetz.



    LG, pablo.

    MoinMoin!


    Wie sollte Melanophylllum haematospermum denn von außen aussehen?
    Ich kenne den nur so: Ein unscheinbares, mausgraues Pilzchen, daß sein Farbspiel erst beim Umdrehen preisgibt.
    Also aus meiner Sicht: Gar keine Zweifel.
    Bei den anderen beiden Arten kann ich an Nobis Einschätzung nur ein weiteres Häkchen dransetzen.



    LG, Pablo.

    Morgen, ihr Lieben!


    In der Tat, momentan ist es schwierig mit dem Rätsel, immer kommt irgendwas und drängt die Rätselei wieder in den Hintergrund.
    Aber, liebe Leute: Diese Runde bringen wir noch über die Bühne, vor einer Pause.
    Oder?
    Ich stelle mal die Trockenfrage, in Ermangelung besserer Ideen, dann sehen wir weiter.



    LG, Pablo.

    Moin!


    Sollen die Ideen hier einfach reingeschrieben werden oder lieber per PN?
    Ich meine, ich hätte zwar eine, aber ich kenne deine Rätsel. Die sind gut und haben es oft in sich.



    LG, Pablo.

    Hallo, der Herr.


    Also: Hutoberfläche hat was körnig - schuppiges, stark herablaufende Lamellen, Pilz ist nicht so ganz tief blutrot, Schuppen / Körnchen auf dem Hut von gleicher Farbe wie der Untergrund (nicht dunkler):
    Ich komme zu Hygrocybe cantharellus (Pfifferlingssaftling). :thumbup:



    LG; pablo.