Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Jan-Arne sagt selten was Falsches und auch hier ist es genau richtig.
    Manche Autoren sehen Mycena leucogala nur als dunkle Form oder Varietät von Mycena galopus, das kann man halten wie man will. Sofern es möglich ist, trenne ich die beiden. Ob dann als Mycena leucogala (wird bei mir so gehandhabt) oder als Mycena galopus var. nigra spielt keine große Rolle, eine Kartierungsdatenbank zB sollte beide Namen als Synonyme kennen.



    LG, Pablo.

    Hi.


    AHA, da wollte mich jemand testen. :evil:
    In dem Fall war es dann richtig, die anderen Fruchtkörper einfach nicht zu zeigen.
    Bestimmungstechnisch: Besser immer so viel wie möglich zeigen. Bei den meisten Pilzen ist es sehr gut, wenn man eine ganze Kollektion beurteilen kann. Da kann man auch mal ein wenig zusammenlegen um den Pilz in verschiedenen Ausprägungen und Altersstadien zu zeigen.
    Idealerweise sieht das dann ungefähr so aus:

    Das wäre Macrolepiota rhodosperma (Sternschuppiger Riesenschirmling) vom Wochenende.



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Genau, mit den Worten hast du auch mich beruhigt. :)
    Sehr schön geschrieben.
    Wenn dein Unbekannter an nadelholz wuchs, dann vergleiche mal mit Rhodonia placenta (Rosafarbener saftporling). Wenn Laubholz, dann beginnt das aufregende Spiel: Porlinge mikroskopieren und hoffen, daß sie nicht steril sind. :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Klar, es ist schon ein Batzen Geld. Aber das ist es wohl auch wert, wenn man sich mit der Gattung auseinandersetzen will.
    Er hat sich ja auch eine enorme Arbeit damit gemacht, das muss man auch sehen.
    Oder man greift halt auf Bibliotheken zurück, nur muss das Werk dann auch gerade anforderbar sein, wenn man mal zufällig einer Koralle begegnet.



    LG; pablo.

    Hallo.


    ich denke wie Ingo, daß das alles zusammengehört. Tendiere aber dazu, die befallenen, wuchsgestörten Exemplare mal außen vor zu lassen, solche Fruchtkörper sind bei Filzröhrlingen ohnehin nicht zu bestimmen. Aber so ein bisschen ein Problem haben die alle. Da ist Goldschimmel am Werk, möglicherweise noch andere Parasiten, die auch diese unregelmäßig verkruschtelten Hutoberflächen verursachen.


    Dennoch: Xerocomus bubalinus würde makroskopisch am besten passen. Die Hutoberfläche wirkt recht glatt, im Hut über den Röhren blaut es, unter der Huthaut ist es rosa, in der Stielbasis sind keine Punkte, sondern nur bräunliches Fleisch. Habitus geht auch in Ordnung.
    Mit einer Option auf Xerocomus communis / engelii wäre das jedenfalls mein Arbeitstitel.


    Einen neuen Stand habe ich nicht, obwohl es den sicher gibt. Mittlerweile werden ja allerhand Fruchtkörper, auch mit roten Pünktchen, als X. bubalinus bestimmt. In solchen Fällen will ich dann immer auch ein Stammmbäumchen sehen, mit einer Sequenz genau des Fundes. ;)
    Ansonsten orientiere ich mich an Ladurner & Simonini ((Fungi Europaei, Xerocomus) und der Originalbeschreibung. Das erscheint mir immerhin einigermaßen sicher.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Ackerschimrling (Macrolepiota excoriata) sollte eine viel hellere Hutschuppung haben. Die Schuppen hier erinnern stark an den Zitzen - Riesenschirmling (Macrolepiota mastoidea). Aber dazu passt der wenig prägnete Buckel in der Hutmitte nicht.
    Bei so einem Fund müsste man mal gucken, ob sich da makroskopisch noch was rausholen lässt. benennen kann ich den leider nur mit Macrolepiota species (eine Art der Gattung der Riesenschirmlinge).



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Peziza - Arten? Keine Ahnung. In Mitteleuropa so an die 40, 50 vielleicht?
    Ja, diese großsporige Art scheint ein Phantom zu sein. Aber wirklich viele Kollektionen habe ich auch nicht durchmikroskopiert. Aber schaden kann es ja nicht und geht im Grunde ja auch rasch. Wenn man ein taugliches Mikro hat. Aber wenigstens ungefähr abschätzen geht durchaus, auch mit einem Billigmikro. Hatte ich bis leztten herbst ja auch so gemacht.



    LG, pablo.

    Moin zusammen!


    Den Schirm hatte ich ja erst nach dem Pilze angucken gekauft. Da lief ich wieder richtung Altstadt und war überrascht, daß ich trotz Sonnenscheins klatschnass war. Hatte keine Ahnung wieso, aber es muss wohl zwischendurch geregnet haben. Die nassen Pilze auf den Bildern scheinen den Verdacht zu bestätigen. Als es dann wieder anfing zu tröpfeln, bbegann ich Schirm zu targen. Hatte die Kamara allerdings schon verpackt.


    Für die Pilze habe ich das Stadtgebiet Fulda gar nicht verlassen. Einige Funde stammen von dem Gelände unten am Fluss (Fulda), unterhalb des Pristerseminars und der Altstadt, das auch parkähnlich ist, jedenfalls mit Wiesenflächen und Bäumen um die Wasserarme herum.
    Anschließend bin ich am Dom vorbei hoch gelaufen zum Kloster Frauenberg. Dahinter ist eine Parkanlage (und einige schöne Friedhöfe) mit schönen, uralten Buchen. Und nebendran eine kleine Buntwiese. Der Untergrund ist sicher eher basisch als sauer und auch etwas lehmig. Ob aber durch Baumaßnahmen oder von Natur aus, das kann ich nicht sagen.



    LG; Pablo.

    Morgen!


    Ui, was für ein schönes, pilziges Pilzzeugs. :P
    Man möchte mal wieder dabei gewesen sein.
    Habt ihr Nummer 4 (Grünspanbecherling) mikroskopiert und die Sporen ausgemessen? Die Fruchtkörper hier sind so üppig und riesig, so habe ich den noch nie gesehen. Weil es gibt ja zwei Arten. Den Kleinsporigen und den Großsporigen. Bei mir kommt immer C. aeruginascens (kleinsporig) raus. Eure wären mal interessant, weil eben in Größe und Wuchsweise etwas abweichend.
    Nummer 9: Da müsst ihr sortieren. Das sind dann wahrscheinlich mehrere Arten. Was ich momentan nicht weiß: Kann der Eichelbewohner (batschiana) auch an Ästchen und der Ästchenbewohner (Rutstroemia firma) auch an Eicheln?
    Und dann gibt es noch den Blattstielbewohner (R. sydowiana), der kann aber m.W. nur an Blattstielen.
    Peziza nach Bildvergleich bestimmt? Warum diese Mühe. Auswürfeln ist genau so sicher und geht schneller. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Karl.


    Oh ja. :thumbup:
    Und idealerweise hätte man nun noch ein paar Weißstielige Stockschwämmchen und Gifthäublinge am Stumpf.
    Man muss schon wirklich aufpassen, wo man schnippelt. Aber dafür lohnt es sich. :P



    LG; pablo.

    Hallo, Jelena!


    Deine erste Dokumentation gefiel mir besser.
    Aber ist klar, das ist nicht einfach das richtige Maß zu finden.
    Ein paar Fruchtkörper aus so einer üppigen Kollektion kannst du schon umdrehen, von nah fotografieren und auch mitnehmen, selbst wenn du sie nicht essen willst.
    So nur von oben ist es sehr schwierig, die Pilze alleine einer Gattung zuzuordnen. Das liegt in der Natur der Sache: Pilze sind unheimlich vielfältig. Alleine in MItteleuropa gibt es viele tausend verschiedene Arten.
    Also nicht entmutigen lassen, wo's mal nicht auf Anhieb klappt. Wenn du an der Stelle nochmal vorbei kommst, kannst du mal zwei oder drei Fruchtkörper (möglcihst in verschiedenen Altersstufen) umdrehen und mitnehmen und noch BIlder von den Nahansichten machen.
    Ansonsten: Auf zum nächsten Fund.


    Und: In Hamburg findest du vielleicht Anschluss an ein paar Leute. >Klick<
    Das lohnt sich, wenn man da mal mit kann.


    PS.: Das sollte ich eigentlich nicht machen, was jetzt kommt. Weil es einen falschen Eindruck erweckt, wie man Pilze bestimmt.
    Aber falls du da nochmal vorbeikommst: Ich setze vorsichtig 3 Chips auf Lactarius controversus (Rosascheckiger Milchling). Und hoffe fast, daß ich unrecht habe, weil so sollte man wirklich keine Pilze bestimmen.



    LG, Pablo.

    Morgen!


    Zu dem Täubling Nummer 1: Russula sardonia begegnet mit hier immer wieder in den Sandkiefernwäldern. Die zitronengelben Lamellen finde ich vor allem bei jungen PIlzen auffällig, bei älteren ist das manchmal gar nicht mehr schön zu sehen.


    Kleiner Tip am Rande, wo es schon um die Unterscheidung Täubling vs. Ritterling geht:
    Bei allen Täublingen kannst du den Stiel durchbrechen wie ein Stück Styropor oder besser: Parmesankäse. Jedenfalls fasert da nichts längs der Stielrichtung auf beim Durchbrechen. Das machen Täublinge und Milchlinge so. Bei allen anderen Lamellenpilzen hast du da im Bruch immer irgendwelche Fasern besonders in der Stielrinde. Manchmal geht es bei anderen Pilzen auch gar nicht richtig zu brechen, weil der Stiel viel zu elastisch ist. Bei Täublingen und Milchlingen ist er ziemlich starr. Und wenn weich, dann meist hohl und wattig, bricht aber trotzdem quer durch ohne aufzufasern.



    LG, pablo.

    Hallo, Lea!


    Ich hoffe, du lebst dich langsam ein, verspeist ausreichend veganen Döner und vor allem: Hoffentlich hat die Schublade gehalten, die ich beim Zusammenbauen zerdonnert habe?


    Jedenfalls wollte ich mich nochmal bedanken, daß ich als Umzugshelfer eine schöne Exkursion ins malerische Fulda machen durfte. und ich glaube, irgendwann komme ich da mal wieder vorbei, wenn du nichts dagegen hast. Denn du wohnst wirklich schön dort.
    Nun sind mir zwei Dinge aufgefallen. Das eiine weißt su schon, nämlich daß ich nun alt genug bin um Schirm zu tragen.
    Das andere ist, daß ich keine Bilder der Stadt gemacht habe. nur eins abends aus deinem Fenster, um irgendwas an der Kamera zu testen.



    Dabei hat Fulda viel mehr zu bieten. Aber es ist ja so, daß alle wissen, daß meine Kamera ja nur dazu da ist, um Pilze aufzunehmen.
    Und die Pilze in Fulda wollen dich auch jerzlich willkommen heißen, habe ich den Eindruck.


    Agaricus squamuliferus ss. Ludwig = Weißschuppiger Blutegerling


    Ist wieder mal so ein Agaricus - Grenzbereich. Zumal mit den nicht ganz so intensiven Verfärbungen. Nach den meistenAutoren sollte das gleichzusetzen sein mit agaricus benesii, aber bei dem fetten Wuchs und dem Vorkommen in grasigem Parkgelände mag ich da eher Ludwig folgen.


    Amanita solitaria = Igelwulstling


    Clavuliopsis helvola = Goldgelbes Wiesenkeulchen

    vergesellschaftet mit Mycena spec.


    Cortinarius variicolor = Erdigriechender Klumpfuß


    Ein Stinkepilz. Aber nicht wirklich unangenehm, nicht wie Bocksdickfuß.


    Hygrocybe psittacina = Papageiensaftling


    Hygrophorus chrysodon = Goldzahnschneckling


    Hygrophorus eburneus = Elfenbeinschneckling


    Inocybe bongardii = Duftender Rißpilz




    Könnte man als Raumerfrischer aufstellen. Tolle Sache.


    Inocybe fuscidula = Braunstreifiger Rißpilz



    Danke an Ditte für den Hinweis trotz Zeitknappheit!


    Lactarius pallidus = Fleischblasser Milchling


    Psathyrella multipedata = Büscheliger Faserling


    Ramariopsis cf kunzei = vermutlich Weißliche Wiesenkoralle



    Mit der habe ich noch nicht ausdiskutiert.


    Suillus collinitus = Ringloser Butterpilz


    Tubaria dispersa = Gelbblättriger Trompetenschnitzling


    So.
    Die Steinpilze und Pfifferlinge musst du selber finden. ich hoffe, du bist schon dabei oder kommst in den nächsten tagen noch dazu, bevor das Semester los geht.
    Lass es dir gut gehen!



    LG, pablo.

    Hallo, Tuppie!


    Traumgarten!
    Auch wenn's natürlich schöner wäre, gesund zu sein, aber das zu sehen ist auch eine Wohltat.
    ich wünsche dir jedenfalls gute und rasche Besserung. Egal ob für den Wald oder um noch mehr Garten zu genießen.
    Ich habe ihn jedenfalls gerade sehr genossen.


    Den größeren Pilz finde ich übrigens ganz interessant. Hast du schon mal versucht den rauszukriegen?
    Die kleineren auf den ersten Bildern sind Flockige Trompetenschnitzlinge (Tubaria conspersa).



    LG, pablo.

    Hallo, Abeja!


    Genau, deine Geruchsbeschreibung ist eigentlich prima! :thumbup:
    Genau das empfinde ich meist auch: "Riecht ganz angenehm, aber nichts besonderes."
    Selten mal, daß ich beim Rubbeln an jungen Fruchtkörpern tatsächlich sowas wie "Wildhonig" rieche. Dafür aber bei alten Exemplaren gerne mal was Muffiges, wie oller Fisch fast. Aber das riecht man ja bei vielen vergehenden Pilzen.



    LG; pablo.