Hallo.
Es wird natürlich alles ein wenig vage, als da ja jeweils die Stielbasis fehlt. Somit haben wir kein vollständiges Schnittbild, was noch aufschlussreich hätte sein können.
Eine Unwägbarkeit: Xerocomellus cisalpinus kann auch mal ein paar rote Fasern im Stielfleisch haben. Wie weit sich das auswachsen kann, weiß ich nicht. Xerocomellus chrysenteron ist aber allgemein ein eher schwach blauender Pilz, normalerweise auch nur Poren und Röhren, seltener noch zögerlich das Hutfleisch im Schnitt und ganz selten mal (und dann sehr langsam) teile des Stielfleisches.
Ergo: Letztes Bild, beide Fruchtkörper können sehr gut X. cisalpinus sein.
zweites Bild: Sieht gar nicht wie einer der Rotfußröhrlinge aus, sondern eher wie ein Hortiboletus (Gartenröhrling). Da müsste man echt mehr vom Stiel sehen, vor allem die unetrste Stielbasis im Schnitt. Könnte sogar der Blassgelbbraune (Hortiboletus bubalinus) sein.
Erstes Bild: Ja, schon ziemlich sicher Xerocomelllus pruinatus. Aber auch da mit der Einschränkung: Das Fleisch erscheint sehr blass und die unterste Stielbasis sehen wir wieder nicht.
Übrigens: Filzröhrlinge: Alles, wass früher mal in der Sammelgattung "Xerocomus" zusammengefasst war.
Somit sind auch "Rotfußröhrlinge" (heutige Gattung Xerocomellus) Flizröhrlinge im weiteren Sinne.
Insofern kommt es auch drauf an, mit welchem Interesse man da ans Sammeln geht. Will man es tatsächlich auf sich nehmen, jeweils die Art möglichst exakt zu bestimmen, oder geht es mehr um den kulinarischen Aspekt? Denn wenn ich ein paar Filzröhrlinge zum Essen sammle, dann verzichte ich auch gerne auf die Bestimmung und gehe nur nach Knackigkeit und Frische der Fruchtkörper. ![]()
LG, Pablo.
