Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Super! Was für ein schönes Blau. :thumbup:
    Und dazu das kontrastierende rosa im Hutfleisch, in Verbindung mit der fleckigen, etwas verdallert wirkenden Hutoberfläche: Ich denke, so kann man den beruhigt als Vielfärbenden Birkenpilz abhaken.



    LG, Pablo.

    Hallo, Christoph!


    Ich denke, das ist eher eine farbarme Form, vielleicht weil der recht verdeckt aus einer Ritze in einer Böschung hervorkroch und der Hut anfangs auch noch mit einem Moospolster verdeckt war.
    Tendenziell würde ich ja das Vorkommen von mediterranen Arten in der Umgebung des Oberrheingrabens nicht ausschließen, aber außergewöhnlich wäre es schon. In dem Gebiet (südwestlicher Odenwald, nähe Schriesheim) ist die Art häufig, die Hutfarben ziemlich variabel und auch immer mal mit etwas gelb dabei (wenn auch nicht so ausgeprägt wie hier auf diesem Bild). Auch die oben gezeigte rosahütige Form stammt aus dem Gebiet.
    Bei Gelegenheit schaue ich da noch mal nach derart gelben Fruchtkörpern, mikroskopisch schient das ja nach Munoz leicht bestimmbar zu sein (Sporenquotient, fertilität der Stieloberfläche). :thumbup:



    LG; Pablo.

    Hallo, Tom!


    So rein vom Äußeren her sieht das nach dem Vielfärbenden Birkenpilz (Leccinum variicolor) aus.
    Beim Schnittbild sollte man darauf achten, den geasmten Fruchtkörper längs zu schneiden. Vom Hutscheitel bis zum untersten Ende der Stielbasis. Und bei Raufußröhrlingen einmal unmittelbar nach dem Schnitt ein Bild machen und dann noch eins 5 bis 10 Minuten später, um den verfärbungsverlauf zu beobachten.
    Ansonsten: Gute Dokumentation. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Hi.


    Klar ist in der Familie Vertrauen wichtig. :thumbup:
    Du hast ja auch oben geschrieben, daß ihr an einem Champignon zweifelt, wegen den zu hellen Lamellen. Das ist schon mal ein wichtiger Punkt, und manchmal haben Leute auch gewisse Erfahrungswerte, die zwar pilzkundlich nicht astrein sind, aber irgendwie eben doch funktionieren.
    Dennoch sind die Grundkenntnisse wichtig und geben Sicherheit, Vertrauen hin oder her. Es geht eben um die Gesundheit und es gibt auch >giftige Champignons<.
    Also: Wie Oehrling es schrieb, macht es Sinn, das bisherige Wissen zu hinterfragen, auszubauen und abzusichern.



    LG, Pablo.

    Tach.


    Da wäre noch eine ganz junge, frische Kollektion vom letzten Wochenende aus dem Kaiserstuhl an liegendem Rotbuchenstamm:



    So junge, noch fast komplett weiße und auch noch recht elastische Fruchtkörper mit nicht deutlich anliegend strähnigen Oberseiten (mehr flaumig) können schon Anlass zu verwechslungen mit zB Cartilosoma oder Antrodia - Arten geben. Aber auch da schwimmen meistens schon ein paar Sporen rum (die oft zu klein sind, aber eben schon mit der typischen cervina - Form) und zusammen mit der Hyphenstruktur hat man den Pilz schnell bestimmt.



    LG; Pablo.

    Hallo, Mina!


    bei Steinpilzen lasse ich den Schwamm dran, solange er fest (und weiß oder nur etwas gelblich) ist. Sobald die Röhren weich und gelb bis gelbgrünlich sind, kommen die weg (bzw. lasse ich solche Pilze eh meist stehen, aber das ist Geschmackssache und kann man ganz individuell so machen wie man mag).
    Aber auch ganz junge, feste und weiße Steinpilzröhren haben gebraten eine etwas andere Konsistenz als das übrige Fleisch, wobei sie bei mir normalerweise beim Braten nie schleimig werden (solange ich das nicht will), aber man merkt halt doch beim Kauen, daß es was anderes ist.


    Was die Böden betrifft: Die sind momentan mit Feuchtigkeit gesättigt. Grundgestein, Wurzeln und Pflanzen, Humus und (übrigens der mengenmäßig größte Wasserspeicher eines gesunden Waldbodens) Pilzmycelien halten die Feuchtigkeit jetzt lange Zeit fest. Also selbst wenn es jetzt 10 Tage nicht regnet, wird man zumindest an den feuchteren Stellen (zB entlang der Bächlein im Wald oder in flachen Tälern und Senken) immer noch Pilze finden können, weil die Böden weiterhin feucht genug sind.



    LG, pablo.

    Hallo, Norbert!


    Der Mehlräsling gehört zu den Arten, die recht anfällig für solche Verwachsungen sind. Also Lamellen / Hymenium da, wo es nicht hingehört (meistens auf dem Hut).
    Sieht aber hier besonders verwegen aus, wo alleine schon der Fruchtkörper duch den Untergrund so schepp gewachsen ist.



    LG; Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Auch wenn ich mit den Täublingen nach wie vor nicht viel anfangen kann, sind sie immer schön anzugucken. Und ab und an lerne ich da ja auch noch eine (möglichst einfache) Art dazu, aber man kann nicht alles intensiv angucken. Leider.
    Tolles mendax - Bild auch von einer schon makroskopisch absolut glaubhaften Kollektion. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Irgendwann komme ich auf dieses Angebot bestimmt zurück. :thumbup:
    Ob's in diesem Jahr noch klappt ist fraglich, bei allem, was ich noch so vor mir herschiebe kommt die Pilzzeit eh zu knapp.
    Andersrum gilt das aber auf jeden Fall auch, und wenn in diesem Herbst (September / Oktober) die Braunen Ritterlinge um Mannheim rum loslegen würde ich mich natürlich besonders über einen Besuch von dir freuen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Harald!


    Ja, schon, aber ausgehend von der Farbe der Stielspitzen (letztes Bild der ersten Kollektion) und weil die Fruchtkörper doch eher schmal gebaut sind und die Hüte so ganz ohne deutliches Velum, hatte ich mich doch eher für den Grünblättrigen als den Ziegelroten entschieden. Wobei es ja nun halt noch weitere Arten in der Gattung gibt, aber eben mit den neongelben, kalt-farbigen Stielspitzen meine ich, sollten die anderen Arten nicht in Frage kommen, oder?



    LG; Pablo.

    Hallo, Kitty!


    Das ist ein richtig schicker Fund. :thumbup:
    Die Art zu bestimmen ist bei diesen weißlichen Wiesenkeulchen schwierig, aber alle Arten sind recht selten und können als Anzeiger für ökologisch gesunde, nicht überdüngte und artenreiche Wiesen angesehen werden. Der Gattungsname dieser Arten ist Clavaria, für genauere Bestimmungen müsste man aber mehr von den PIlzen sehen und eventuell auch mikroskopieren.
    Jetz sag aber nicht, daß die bei dir im Garten wachsen. Weil das wäre famos und der Garten hätte sofort minestens 100 Ökologiepunkte verdient. :)



    LG; Pablo.

    Hallo, Mina!


    Folgende Anmerkungen bitte nicht nicht persönlich nehmen, weil sie sind nicht persönlich gemeint. Sondern einfach nur als ein paar Infos, die hoffentlich hilfreich sind für den Einstieg in die Pilzkunde und den sicheren Umgang mit Wildpilzen als kulinaische Bereicherung.
    Denn es hat sich eben herausgestellt, daß dein Vater absolut keine Ahnung von Pilzen hat (siehe Beitrag eins obendrüber), darum am besten nicht mehr auf Aussagen zur Verzehrbarkeit von der Seite verlassen. Solange man Täublinge mit Rotkappen verwechseltz, sollte man gar keine Pilze zum Essen sammeln. Nicht einen einzigen. Solange man Täublinge nicht von Champignons unterscheiden kann, sollte man zumindest keine Lamellenpilze zum Essen sammeln, denn das wäre ziemlich lebensgefährlich.


    Am besten wäre es hier tatsächlich, sich ein paar Grundlagen der Pilzkunde anzueignen.
    Angefangen mit einigen wirklich einfachen Einteilungen. Da geht es erstmal noch gar nicht darum, einzelne Arten zu erkennen, sondern Pilze grob in Gattungen oder auch Gattungsgruppen einordnen zu können.
    Also der Unterschied Lamellenpilz vs. Röhrenpilz sollte klar sein.
    Wenn man soweit ist, kann man sich idealerweise zunächst mit den Röhlingen etwas mehr beschäftigen, damit kann man sich immerhin nicht lebensgefährlich vergiften.
    Bei den Lamellenpilzen muss man dann schon etwas mehr ausholen und zB Hellsporer von Dunkelsporern unterscheiden, einen Ring beurteilen können (und wissen was das bedeutet), die Sache mit dem Lamellenansatz verstehen...
    Und zB solche Kniffe kennen, wie was Täublinge und Milchlinge von allen anderen Lamellenpilzen unterscheidet (nämlich das krümelig brechende und dabei nie auffasernde Stielfleisch).


    Insofern ist das auch völlig richtig, was du machst: Du willst etwas kennenlernen, suchst einen Einstieg, also suchst du nach Informationsquellen.
    Da ist ein Forum schon mal eine gute Adresse, idealerweise kann man hier deine Funde auch ein wenig besprechen und Tips für eigene, zukünftige Bestimmungen geben.
    Was du aber auf jeden Fall brauchen wirst, ist das eine oder andere Büchlein zum Einstieg, oder auch eine App deiner Wahl (wenn dir das eher liegt).
    Dazu kann es sich lohnen, auch im Forum ein wenig herumzustöbern, auch bei anderen Anfragen mitzulesen. Da ist viel Kram dabei, der dich am Anfang nicht interessieren muss, aber das kannst du leicht aussortieren (also alles, wo nur noch lateinisches Zeugs und Mikrokrempel stehen erstmal wieder wegklicken).


    Also keine Scheu, anfangs sind die Dinge nie einfach und wirken oft unübersichtlich, aber man muss sich eben erstmal rantrauen und reinfinden. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Tach.


    Ein paar Fruchtkörper fanden sich letztes Wochenende an verschiedenen Stellen im Kaiserstuhl, wo die Art nicht selten ist. Allerdings immer als Einzelfruchtkörper, von denen der hier der Hübscheste war:

    Bei so frischen Exemplaren kann man die Bestimmung ohne den Fruchtkörper abzumachen oder sonstwie zu beschädigen auch durch einen vorsichtigen griff unter den Hut sicher bestimmen: Das kleiige Velum bleibt einem wie Rahm an den Fingern hängen. ;)
    Fundort in diesem Fall war übrigens zum ersten Mal ein geschlossenes Waldstück auf basischem Lößboden unter Rotbuchen und Eichen und nicht mal in der Nähe eines Wegrandes. Ansonsten war das für mich immer ein "Parkplatz-, Wegrand-, Friedhofspilz".



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Nein.
    Pflanzen nehmen keine Giftstoffe aus Pilzmycelien auf. Das passiert nicht. Pilze sind nicht kontaktgiftig, wie schon festgestellt wurde.
    Die Pilze, die du zeigst, gehören nicht zu den Wulstlingen, können also auch nicht >sowas< sein. Selbst wenn: Auch Grüne Knollenblätterpilze sind völlig harmlos und nur für manche Säugetiertarten (zB Hund, Mensch) giftig, wenn sie in relevanten Mengen (ganz grob gesagt: mehr als 1Gramm) in den Verdauungstrakt geraten. Über das Gemüsebeet wissen wir nix, also auch nicht, ob das so im Freiland angesiedelt ist, daß von dort überhaupt Zugang für ein Mycel zu einem geeigneten Mykorrhizapartner besteht. Nur dann könnte es von ökologisch wichtigne Symbionten wie Knollenblätterpilzen überhaupt besiedelt werden.
    Aber da es hier eh um eine Art aus einer ganz anderen gattung geht: Sowohl Champignons (Agaricus) als auch Egerlingsschirmlinge (Leucoagaricus) sind Zersetzer. Diese erfüllen natürlich auch wichtige ökologische Funktionen (wie alle Pilze), in diesem Fall zersetzen sie den Humus in dem Beet, wandeln ihn um in Nährstoffe, die die Pflanzen besser verwerten können.



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Zwei von mehreren Dutzend Kollektionen aus dem Kaiserstuhl, alle in Laubwäldern (Rotbuche und Eiche) auf basischem Löß:


    Die zweite Kollektion ist stark ausgeblasst, aber dennoch nicht der "var. alba" zuzurechnen, weil eben stellenweise doch mit grünlichen, graugrünen bis ockergelben Flecken versehen.



    LG; Pablo.

    Hej.


    Hier mal noch ein ziemlich komisches Grüppchen:

    meiner Ansicht nach gehören der blasse und der braunhütige Fruchtkörper zum selben Mycel, bei beiden gab's nur ganz schwache rosa Verfärbungen unter der Huthaut und am Stiel-Hut-Übergang.



    LG; Pablo.

    Salut!


    Ein Grüppchen Fruchtkörper aus dem Kaiserstuhl, auf basischem Löß:

    Die waren zum Fundzeitpunkt zwar gut durchfeuchtet, standen aber schon eine Weile rum (siehe Struktur der Mäusezähnespuren) und hatten ein paar Witterungswechsel hinter sich. Daher die Verfärbung im Schnitt eben nicht mehr so intensiv.


    Und zwei Aufnahmen aus dem Odenwald vom vorletzten Jahr:





    LG; Pablo.

    Moin!


    Hier noch ein Fund aus der Viernheimer Heide:

    An einem morschen Kiefernstumpf ohne Fruchtkörper von Phaeolus schweinitzii im Umfeld. Aber Mycel des Braunporlings kann ja dennoch vorhanden sein.
    Wie so oft nur ein Einzelfruchtkörper, der auch nicht entnommen wurde, die Art ist aber aufgrund ihrer sehr charakteristischen Huthaut sicher zu bestimmen, auch ohne einen Fruchtkörper abzumachen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Wow, so viele bemerkenswerte Funde. :thumbup:
    Es lohnt sich halt auch, wenn man in einer Gruppe ein Gebiet untersucht; weil nicht nur mehr Augen mehr Pilze entdecken, sondern auch die Bestimmungsarbeit nachher sinnvoll aufgeteilt werden kann.
    8: Sollte zu den Dacrymycetaceae gehören, also Gallerttränenverwandschaft, in dem Fall wohl in die Gattung Calocera. Es könnten aufgedunsene und daher verblasste Calocera cornea (Laubholzhörnlinge) sein, aber möglich wäre auch >sowas<, das ich mal mit "Spatelförmiger Hörnling" übersetzen würde. An Nadelholz wär's dann natürlich am ehesten Calocera furcata.
    17: >FomPini<



    LG; pablo.