Beiträge von Beorn

    Salut, Ingo!


    Deine Schmetterlingstrameten sind beide auch eben solche. :thumbup:
    Ist halt eine recht variable Art.


    Schön, daß bei dir in den Laubwäldern auch was los ist. Ich habe gestern mal die Kiefernkontrolliert: Der Countdown läuft, wie es aussieht.
    Tricholoma imbricatum, die gehören hier normalerweise zu den ersten:


    Sind aber auch noch ganz schön lütt.
    Dafür gab's einen Haufen lecker frische Edelreizker, wenn die loslegen sind die interessanteren Arten auch nicht mehr weit.



    LG, Pablo.

    Moin allerseits!


    Die Frage ist doch: Was wollen wir eigentlich erreichen?
    Soll jemand auf einen Hinweis zur ökologischen Bedeutung der Pilze eher denken:
    "Aha, interessant, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Will ich in Zukunft mal mehr drauf achten."
    Oder eher:
    "..." (siehe oben)


    Das Bewusstsein für Umwelt und Ökologie zu wecken ist schon wichtig und richtig, nur mal ganz im ernst:
    Warum dreimal hintereinander die gleiche Kritik mit der gleichen Aussage und nur etwas anders formuliert? 8|
    Ich meine, da stand ja erstmal nichts Unfreundliches oder so, aber die Vehemenz, einen Sachverhalt mehrmals zu wiederholen ist halt jetzt nicht gerade - sagen wir - didaktisch klug, zumal kombiniert mit den (ebenfalls an sich richtigen) Hinweisen zur Verzehrbarkeit dieses Fundes und den (berechtigten) Warnungen zu den generellen Gefahren des Pilze-Essens. Da prasselt dann mehr auf einen unbedarften (aber möglicherweise durchaus interessierten) Einsteiger ein, als der vielleicht gerade aufzunehmen bereit ist.
    Es hätte mich auch genervt, wenn das mein Einstand in einem Forum gewesen wäre. Wobei ich mir die bedauerlichen Ausfälligkeiten im Nachgang wohl gespart hätte, aber das ist nochmal eine andere Geschichte.


    Also nur so als Idee von mir: Vielleicht wäre es zielführender im Sinne des Anliegens (Gesundheit der Sammler und ökologische Sensibilisierung) einen einmal gegebenen Hinweis nicht zu wiederholen, sondern bestenfalls zu ergänzen oder bei Nachfragen zu erklären. Selbst jemandem, der nicht so zerknautscht auf ein wenig "Manöverkritik" reagiert, würde es dann eventuell leichter fallen, sich mit eben den Anregungen auch zu befassen.



    LG, Pablo.

    Moin, Alina!


    Ich würde sagen, daß die Bilder 1, 2 & 6 bei Pilz nr. 1 Cortinarius alboviolaceus (= Weißvioletter Dickfuß) zeigen. :thumbup:
    Auf den Bildern 3, 4 & 5 dürfte nochmal eine andere Schleierlingsart zu sehen sein.
    Pilz 2 und Pilz 3 sollten ebenfalls Schleierlinge und auch aus der gattung der Gürtelfüße sein. Pilz 3 hat makroskopisch eine hohe Ähnlichkeit mit Cortinarius sertipes (Pappel - Gürtelfuß), aber leider gibt es gefühlt 100 Gürtelfüße mit zeimlich genau diesem Aussehen.
    Bei Pilz 2 ist der hygrophane, auffallend kontrastreich zum Stiel gefärbte Hut und der einigermaßen stämmige Habitus (für einen Wasserkopf / Gürtelfuß) interessant. Eine Idee habe ich dazu erstmal trotzdem nicht, aber den hätte ich wohl auch mitgenommen. Da würde vielleicht ein Schnittbild (einmal von einem jungen Exemplar mit noch geschlossenem Hut und einmal von einem älteren, schon sporenreifen Exemplar) weiter helfen, sowie ein noch näherer Blick aufs Velum bei einem ganz jungen Fruchtkörper, um die Farbe des Schleiers (ohne darin hängende Sporen) zu beurteilen.



    LG, Pablo.

    Guten Morgen!


    Ich bin skeptisch, ob die Erklärung zur Vergänglichkeit der Schuppen so funktioniert, Mischa. Es gibt ja ganz viele Pilzarten, die einen +/- erhöhten ph - Wert im Boden brauchen, um überhaupt Fruchtkörper zu bilden. Dabei wäre es ja eher ungünstig, wenn sich Teile der Fruchtkörper durch saures Milieu wieder zersetzen.
    Ich denke, hier ist es viel einfacher: Der ganze Pilz ist alt und schon diversen Witterungen ausgesetzt gewesen. Dann dürfen auch mal die Poren so weit sein (egal bei welcher Art der Gattung) und die Stielschuppen werden spärlich, wie bei mir die Kopfhaare. ;)


    Solche Exemplare sind dann aber durchaus schwierig anzusprechen, so auch hier. Leccinum holopus selbst ist dann auch eine recht schwierig abzugrenzende Art, da es halt auch weiße Formen vom normalen Birkenpilz (Leccinum scabrum) gibt und von weiteren Arten. Zudem muss L. holopus auch offenbar nicht immer weiß sein, und dann wird's knifflig. Auch Formen mit blauendem Stielfleisch soll es bei der Art geben dürfen und letztlich bin ich persönlich noch nicht mal sicher, ob das alles in ein einheitliches Artkonzept passt. Aber das müssen andere Leute klären.



    LG; Pablo.

    Hallo zusammen!


    Mal wegen diesem "Schreckgespenst" namens Fuchsbandwurm:
    Die Eier sollen also in der Luft rumfliegen und an Beeren und Pilzen hängen bleiben. Soweit so gut. Nur dann dürfte man ja absolut nur noch mit Atemschutz und keimfreiem Anzug in den Wald gehen.
    Heute zum Beispiel: Heute hatte ich kurz beim Atmen im Wald den Mund geöffnet. Später habe ich geschluckt. Müsste nun also des Fuchsbandwurmes sterben, wenn das tatsächlich so eine Gefahr wäre.


    Ist es aber zum Glück nicht, weil sonst wäre man ja jedes Mal tot, wenn man einen Wald betritt und dabei durch Nase oder Mund atmet. ;)



    LG; Pablo.

    Hallo, Leute!


    Ich wage zu wiedersprechen und schließe mich Andreas (Pilzmel) an: Melanoleuca sp., ein Weichritterling.
    Das Ding (oder vielleicht eher einige Arten mit dem Aussehen) kommen bei mir in der Ecke regelmäßig im +/- offenen Grasland vor. Erst heute hatte ich wieder so einen in der Hand und habe wieder mal überlagt, ob ich den mitnehme und mal durchleuchte. Hab's dann aber doch gelassen und lieber Reizker gesammelt. ;)
    Das ist doch wie mit vielen Pilzen: Was man schon oft in der Hand hatte, kann man durchaus mal auch am Foto erkennen. Und so schlecht sind die Bilder hier eigentlich nicht.


    Auf der anderen Seite: Besser einmal etwas zu vorsichtig gewesen, als nachher ein ernstes Problem zu spät behandelt zu haben.
    Aber das kann Peter schon selbst beurteilen, davon bin ich überzeugt. Das Vorgehen, wenn Mutter, Kind und Pilz bei ihm eintreffen, wird er handhaben wie jeder andere seriöse PSV auch. Aber mal schon vorab ein paar weitere Meinungen einzuholen, kann ja auch nicht schaden, und darum ging es hier. So jedenfalls hatte ich das verstanden.



    LG, Pablo.

    Salut!


    ...und ganz junge Eichenrotkappen (= Laubwaldrotkappen = Leccinum quercinum = Leccinum aurantiacum s.orig.) eben auch. ;)
    Ich denke, dieses Merkmal führt nicht weiter. Leccinum lecopodium (= Leccinum albostipitatum = Leccinum rufum = Leccinum aurantiacum s.auct. = Espenrotkappe) sollte durchgehend weiße Stielschuppen haben (nur selten bräunend bei manchen Wetterlagen) und eine etwas andere Hutfarbe.
    Die Stielschuppen sind leider hier nicht wirklich zu beurteilen, weil halt der halbe Pilz fehlt (komplette untere Stielhälfte).
    Was diese beiden Rotkappen im Nadelwald betrifft: Ich bin da nach wie vor skeptisch und würde mal gerne Bäumchen sehen, mit möglichst vielen Funden, den Sequenzen der Typi beider Arten und schönen, morphologischen Dokus.
    Ich kenne eine Art bei Kiefer mit richtig schön schwarzen Stielschuppen aber einer dunklen, satten Hutfarbe (wie eben L. aurantiacum), bei den Kollektionen mit rotbrauner Stielbeschuppung, die gerne mal als L. vulpinum oder L. piceinum verkauft werden, frage ich mich immer, ob nicht auch L. aurantiacum s.orig. auch bei Nadelbäumen wachsen kann. Das verfärbungsverhalten halte ich übrigens in der Gruppe nicht für zielführend, weil das auch bei L. aurantiacum s.orig. recht variabel sein kann.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Mit diesen gezahnten Rändern aber eben auch ein sehr schöner Pilz. :thumbup:
    Kompliziert sind sie aber auch, diese kleinen Becherchen. Da kann man schon mal (knapp) daneben liegen, aber ich find's klasse, wenn jemand überhaupt ein Auge dafür hat.


    Ich nehme das aber dennoch mal hier aus dem Portrait raus und gebe dem Thema eine eigene Identität bei den Bestimmungsanfragen.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Fällt mir gerade auf, daß ich da auch mal noch was dazustellen könnte:


    Fund vom September 2015, an Blattstielen von Eichenlaub, kollin (südöstlich von Heidelberg). Bei feuchter Witterung auf lehmigem Boden.



    LG, Pablo.

    Hej.


    Nö, der Grüne riecht wie alle anderen Schwefelköpfe auch: Irgendwie unbedeutend. ;)
    Nur schmecken tut er halt abscheulich (vor allem bitter nach ein paar Sekunden Kauzeit).



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Bei den Rutstroemias / Ciborias musst du näher ran, fürchte ich. Der auf dem Zweiglein könnte zB auch >Rutstroemia bolaris< sein, allerdings kenne ich die Art aus dem Frühjahr. Nächster Doppelgänger wäre Rutstroemia firma.


    2 ist mit den Farben eher Mycena leucogala (= Mycena galopus var. nigra)
    14 ist recht sicher >Mycena inclinata<



    LG, Pablo.

    Hallo, Uwe!


    Schwierig, weil eben doch recht angeknabbert. Und die Schneckenmarkierung auf der Endoperidie verschleiert etwas die Sichta uf's Peristom, also schwer zu erkennen, ob es da einen abgegrenzten Hof gibt oder nicht.
    Auch noch wichtig zu wissen: Ob die Endoperidie gestielt ist oder nicht, wozu man so einen Pilz am besten erstmal trocknet. Dabei sieht man ja auch gleich, ob die Lappen hygroskopisch sind. Das Ding scheint aber - mal gemessen an den Fichtennadeln - nicht gerade klein zu sein. Insofern - ganz vage Idee: Geastrum rufescens vielleicht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Makroskopisch sehen die schon aus wie imbricatum, finde ich. Auch die Farben der Hutoberfläche passen - zumindest nach Bild - in die Variationsbreite von imbricatum.
    Aber das ist "live" natürlich besser zu beurteilen, und von Geruch und Geschmack brauche ich gar nicht zu reden. Zumal wenn es da null Kiefer gab...
    Interessantes Ding jedenfalls. Guajak draufmachen wäre bestimmt aufschlussreich. Selbst wenn es nur zeigen würde, daß es in dem Fall nicht weiter hilft.



    LG; Pablo.

    Moin!


    Ziegelrote wären normalerweise etwas stämmiger im Wuchs, hätten Velumreste auf dem Hut und nicht so einen kalt - gelbgrünen Stiel.
    Insofern passt der Grünblättrige (Hypholoma fasciculare) schon besser.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Nuja, Pilzbestimmung ist halt keine demokratische Entscheidung. Der Pilz ist und bleibt die selbe Art, auch wenn 90% aller draufguckenden Leute anderer Meinung sind. ;)
    Darum ist das oben verschreibselte ja auch nur meine Einschätzung und keine Bestimmung. Falls du nachher damit zufällig bei der Pilzberatung des MAK (1730 bis 1830) auftauchst, dann käme man schon näher dran.


    Beim Schleierling kann ich nicht wirklich was sagen: Es gibt eine ganze Reihe Arten mit Grüntönen und gerandeter Knolle. Nur hatte ich daovn noch nix selbst in der Hand.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Schleierlinge sind oftmals sehr schwer zu bestimmen. Wichtig sind vor allem Schnittbilder, auch der Geruch (aufgeschnitten) wäre hier sehr interessant. Aber auch so sehe ich hier keine Schleiereulen. Das dürfte eine Art aus der Sektion "variecolores" sein, möglicherweise sogar Cortinarius variicolor selbst, bzw. dessen Laubwald - Zwilling Cartinarius nemoreus. Der würde angeschnitten stark erdartig, wie rote Beete, riechen.



    LG; Pablo.

    Hallo zusammen!


    Die Knolle ist auch bei >C. brunneum< nicht immer deutlich gerandet, aber die von C. rachodes ist doch etwas anders als bei diesem Fund. Dazu der ausgeprägt einfache Ring und der gedrungene Habitus: Ich meine da schon einen Gerandetknolligen zu sehen. Standort und Geruch sind nicht so wichtig zur Unterscheidung (beide Arten mögen nährstoffreichen Boden und riechen frisch lecker und oll eklig).


    Das Weiße auf dem Fleischroten gallerttrichter sollte einfach Sporenstaub sein, kein Schimmel. Der gehört ja zu den Heterobasidiomyceten, und da haben die meisten Arten weißliches Sporenpulver.


    Bei Phlegmacien (Klumpfüßen, Schleimköpfen) wie bei Schleierlingen generell sind solche auffälligen Tramafarben immer ein Warnzeichen. Schleierlinge, deren Fleisch nicht durchgehend weißlich (oder höchstens stellenweise violettlich) ist, gehören niemals in die Pfanne und sind entweder bekannt giftig, einige tödlich (Orellalin), oder immerhin stark verdächtig.



    LG; Pablo.

    Hallo, Verena!


    Ha, zumindest die Stelle kenne ich! Bin also quasi schon über ein mycel dieser Art drübergelatscht, nur Fruchtkörper habe ich noch nie gesehen. :)



    LG; Pablo.