Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Die Hüte sehen schon nach Lepista flaccida (Fuchsiger Röteltrichterling) aus. :gzwinkern:
    Ob die andere Hälfte der Fruchtkörper auch dazu passt, kann ich aber nicht beurteilen, denn auf den Bildern ist ja nur die eine Hälfte der Pilze zu sehen.
    Kann also schon sein, daß die Stiele nicht dazu passen und es noch was Anderes sein muss.


    Wenn's um Lepista flaccida geht, werde ich auch nimmer müde, auf >Clitocybe amoenolens< hinzuweisen.
    Ich möchte, daß der Erstnachweis für Deutschland (der mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren stattfinden wird) nicht anhand einer Vergiftung stattfindet, sondern durch einen aufmerksamen, vorsichtigen Sammler oder Pilzkundler.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Ich hatte Belis Kommentar nun auch nicht als "Verzehrfreigabe" verstanden. Sondern nur als generelle Information, daß die Art durchaus in manchen Quellen als "essbar" bzw. "bedingt essbar" geführt wird.
    Allerdings muss man schon aufpassen, denn solche Kommentare können auch mißverstanden werden, und dann bringen sich Leser womöglich in Schwierigkeiten bei mißglückten Kostversuchen. Bei Betty glaube ich aber, daß sie das schon richtig versteht, denn sie ist ja auch nicht gerade ganz neu im Pilzesammeln und hatte ja auch schon geschrieben, daß ein Verzehrr in dem Fall nicht in Frage kommt.


    Aber wo wir gerade beim Thema sind: Persönlich verspüre ich kein Interesse, diesen Pilz zu kosten. Auch wenn ich hin und wieder schon schöne Kollektionen gefunden habe.
    Eiine Dunstabzugshaube habe ich nämlich nicht in der Küche, mir wär's irgendwie zu unischer mit den Dämpfen. Vermutlich passiert in der Verdünnung eher wenig, aber ein ungutes Gefühl würde bleiben.

    Wobei zB das ebenfalls Dampflösliche Gyromitrin in verschiedenen Lorcheln noch problematischer sein dürfte, aber das ist wieder ein anderes Thema.



    LG; Pablo.

    Salut!


    OK, dann hat mich wohl dieses Velumband am Stiel etwas genarrt, das wie ein Ring aussieht. Und eben die Schwieirgkeit, daß ein älterer Fruchtkörper im Habitus eben auch so schlank daher kommen kann. Der frischere, jüngere Fruchtkörper ist auf jeden Fall keine "Holostropharia squamosa var. thrausta", da dürfte man schon "Leratiomyces ceres" (= Stropharia aurantiaca) dran schreiben. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Hallo, Emil!


    Wenn du vemeintliche costatas mit mehlartigem Geruch (auch schwach!) findest, dann vergleiche mal lieber mit den Arten aus der Gruppe um Clitocybe sinopica, Clitocybe squamulosa etc. Insbesondere Clitocybe squamulosa (mit eher schwachem mehlartigem Geruch) sollte erstaunlich ähnlich wie Clitocybe costata aussehen.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Deinen Fund hatte ich doch gar nicht in Frage gestellt, Lino. :gzwinkern:


    Hier in der Umgebung kommen ungefähr alle sechs heimischen Reizkerarten vor, Michael.

    An einigen Stellen sogar mehrere davon auf einem Fleck. Vielleicht haben wir mal Glück bei einer Tour und können uns die eine oder andere Art zusammen angucken.



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Bei den Champis sehe ich nur ein Bild, das andere fehlt.

    Was auf dem Bild zu sehen ist, ist alles zum verzehr schon wegen dem Alter der Fruchtkörper nicht geeignet. In dem Fall ist das sogar schon per Bild eindeutig erkennbar.

    Wiesenchampis (Agaricus campestris) sind das auf gar keinen Fall, denn dazu passt die Ringstruktur nicht.
    Pilze ohne Stielbasis bestimmen ist so ein wenig wie Autofahren ohne Motor, insofern kann man da keine Art eingrenzen (gilt natürlich auch für die unebstimmbaren - und ebenfalls überständigen - Schirmlingshüte). Aber ausgehend von Ringstruktur, HUtform und Struktur sowie Farbspektrum der Hutoberflächen wären bei den Champis aber Karbolegerlinge durchaus plausibel. Zudem die momentan ja ohnehin überall in reichlichen Massen umherstehen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Frank!


    Beim ersten passt die Hälfte des Fruchtkörpers zum Gemeinen Egerlingsschirmling (Leucoagaricus leucothites). Ob die andere Hälfte auch dazu passt, kann ich nicht beurteilen, weil die ja fehlt bzw. auf den Bildern nicht zu sehen ist. Je nach dem, wie die aussieht, kanns natürlich auch was Anderes sein.


    Das zweite ist einer der Trichterlinge aus der Artengruppe um Clitocybe phyllophila (Laubfreund - Trichterling).



    LG, Pablo.

    Hallo, Krissy!


    Stimmt. Bild braucht's schon, um überhaupt irgendwas einschätzen zu können.
    Wobei auch das nicht reichen wird, um dir da zum Verzehr zu- oder abzuraten.
    Denn das geht generell nicht übers Internet, um die Bekömmlichkeit von Pilzfruchtkörpern seriös beurteilen zu können, muss man die in der Hand halten können, weil da auch andere - nicht visuelle - Merkmale eine sehr wichtige Rolle spielen.

    Aber mit Bildern könnte man immerhin mal gucken, ob's bestimmungstechnisch mit der Krausen Glucke hinkommt oder nicht.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Podostroma dürfte mittlerweile wieder bei Trichoderma (= Hypocrea) eingemeindet sein.

    Ebenso wie die europäischen vertreter von "Podostroma" wie zB Podostroma alutacea (Ledergelbes Pustelkeulchen, übrigens ebenfalls giftig!).
    Die Stromata sehen halt anders aus als bei den "normalen" Hypocreas: Statt Polster- oder Kissenförmig eben keulenförmig. Das ist aber kein taxonomisch wirklich relevanter UNterschied, ansonsten sind die ziemlich gleich aufgebaut.

    "Trichoderma" waren früher die Nebenfruchtformen von Hypocrea s.l.

    Aber es gilt "one Fungus one Name", und der name Trichoderma ist wohl älter als Hypocrea, darum heißen inzwischen halt auch die Hauptfruchtformen so, wenn ich mir das richtig gemerkt habe.


    PS.: Deine Kritik an der taxonomischen grundlage (also: "Warum nicht der älteste, für eine Teleomorphe vergebene Name?") finde ich allerdings ebenfalls berechtigt, Stefan. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Dankeschön für die gewohnt gute Funddokumentation.

    Ich staune oft, wie du das so schnell immer schaffst, so viele Pilze zu finden, zu bestimmen und noch aussagekräftig makro- wie meist auch mikroskopisch zu dokumentieren.



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Tricholoma ustaloides müsste sehr bitter sein (ich hatte die Art noch nicht in der Hand). Tricholoma ustale schmeckt auf meiner Zunge aber bisweilen auch zumindest moderat bitter, ich kann nicht einschätzen, inieweit das bei beiden Arten variiert bzw. ob das ein verlässliches Merkmal sein könnte.



    LG, Pablo.

    Salut zusammen!


    Vorhin bei einem kurzen Faktencheck fand ich jedenfalls null Hinweise, daß dieser (übrigens wunderschöne!) Pilz kontaktgiftig wäre.
    Es gibt belastbare Berichte über vergiftungen in Japan und Korea, von denen einige sehr wenige einen tödlcihen Ausgang hatten.
    bei allen dokumentierten Vergiftungen, von denen ich eben gelesen habe, wurden die Pilze verzehrt, also in irgendeiner Form die Giftstoffe über das verdauungssystem in den Körper aufgenommen.
    Gefundene belastbare Berichte zu vergiftungen durch äußerlichen Kontakt / Anfassen: Null (in Zahlen: 0).

    Trichoderma (Hypocrea) cornu-damae ist sicherlich extrem giftig, aber es ist ein außerordentlich schöner Pilz, der als Speisepilz auch in Japan & Korea eigentlich gar nicht in Frage kommen dürfte (ähnelt nicht auch nur entfernt irgendeinem gängigen Speisepilz). Das Berühren des Pilzes dürfte kein Problem sein, aber wer's noch weiter recherchieren mag, möge einfach mal "Trichoderma cornu-damae toxicity" eingeben, da stößt man auf einige belastbare Studien / fachartikel.
    Mit der Chemie (Untersuchungen zu den Inhaltsstoffen) kann ich wenig anfangen, sehe aber bislang keinen grund zur Vermutung, daß dieser Pilz bei Hautkontakt auch nur annähernd ähnlich gefährlich wäre wie zB Blauer Eisenhut.



    LG; Pablo.

    Hallo, Black Lino!


    Ich finde schon, daß deine Edelreizker (Lactarius deliciosus) noch ein wenig anders aussehen als die von Michael.

    In den Farben satter, kräftiger, vielleicht sogar auf dem Hut zwischen den Zonierungen gefleckt bis gesprenkelt, also bei natürlichem Licht vermutlich eher so erstrahelnd:




    Das wären typische Edelreizker (Lactarius deliciosus).


    Michaels Pilze machen eher so was mit mehr pastelligen Farben, feineren Zonen und ohne fleckiges Durcheinander auf den Hüten:


    Das wären dagegen typische Lachsreizker (Lactarius salmonicolor).


    Ist natürlich schon so, daß es farblich nicht immer eindeutig ist, die Variationsbreiten überlappen. Wichtig ist darum immer auch die Mykorrhiza und die Beobachtung, wann (wie viele Minuten nach dem Schnitt) die Milch auf dem Fleisch von orange nach dunkelrot umfärbt.



    LG, Pablo.

    Tach!


    Es ist nur halt so, daß es auch Karbolchampis gibt, die nicht gilben und auch nicht auffallend nach Jod riechen.

    Das merkt man zwar bisweilen beim Erhitzen, aber das habe ich noch nicht ausprobiert - und scheint auch nicht extrem genug zu sein, denn sonst würden sich Leute nicht mit Karbolis vergiften.

    Die Champis hier kann ich nicht einschätzen, es können durchaus mehrere Arten da zu sehen sein.

    Wichtig sind da auch Standortaufnahmen, zudem muss man die Ringstruktur beurteilen können (Detailaufnahmen) und die Gattung ist blöderweise so problematisch, daß man oft noch Chemie und ein Mikroskop braucht, um Bestimmungen abzusichern. Insofern sind die halt auch als Speisepilze heikel, zumal da noch das Schwermetallproblem dazu kommt.


    Also trotz durchaus ordentlicher präsentation des Fundes (Super, mal gleich vorweg auch mit vollständigen Schnittbildern versorgt zu werden :thumbup::( Ich kann mich hier nicht zu einer Artbestimmung durchringen.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Ich find's ehlrich gesagt auch gerade für einsteiger schwierig zu beurteilen, was nun Lamellen und was Leisten sind.
    Darum halt auch der Hinweis auf die knautschige Konsistenz vom Falschen Pfifferling.
    Die Gabelungen sind allerdings auch nicht schlecht: Weil klar gibt es auch bei Pfifferlingen gegabelte Leisten, aber das sieht nir so schön regelmäßig und akkurat aus wie beim Falschen Pfifferling.
    Ist aber wie bei allem auch eine Sache der richtigen einschätzung, und da hilft nur: Pilze beobachten und üben.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Ich frage mich gerade, wie farbecht die Bilder wohl sind.
    Ob da nicht vielleicht massiv zu viel Rot und ein wenig zu viel blau und viel zu wenig gelb drin sein könnte. Weil da sind diese komisch rotbraunen Flecken auf den Poren: Wenn die tatsächlich irgendwie so rosagrau wären, dann wäre das etwas, das ein Butterpilz eher nicht so gut kann. Welche Farbe hat denn der HIntergrund, also das Handtuch?



    LG; Pablo.

    Hallo; Wastl!


    Es gibt eine ganze Armada an weißlichen Trichterlings - Arten. manche bekommt man über den Geruch noch einigermaßen eingegrenzt, teils auch über die ökologsichen Bedingungen. Oft aber ist da makroskopisch nichts raus zu holen, und man muss sich den mikroskopischen Merkmalen zuwenden.



    LG, Pablo.

    Tach!


    Beim zweiten spricht die Ringstruktur aus meiner Sicht stark gegen den erwähnten Ackerling.

    Wie man "squamosa var. thrausta" mikroskopisch von Leratiomyces ceres (= Stropharia aurantiaca) unetscheidet, müsste ich jetzt auch nachlesen, aber makroskopisch sind schon der Habitus (lang und dünn bei squamosa, eher gedrungen und kräftiger bei aurantiaca) und die Ringstruktur ziemlich schlagkräftige Argumente.

    Die Hutfarbe ist beim zweiten schon auch ein Argument gegen den Krönchenträuschling, da stimme ich Harald zu.



    LG, Pablo.

    N'abend!


    Um die Sporenpulverfarbe ging's mir nicht, die ist ja bei beiden Gattungen sehr ähnlich und auf dem Untergrund kaum zuzuordnen.
    Nur die violetten Schatten auf den Hüten haben mich irritiert. Uwes Einschätzung war für mich sehr interessant dabei, aber wenn er da kein Phlegmacium (Untergattung der Schleierlinge) drin ausmachen kann, dann wird's wohl ein Fälbling sein.



    LG; Pablo.

    Hallo zusammen!


    Solche "mickerigen Rötelritterlinge" können auch Lepista sordida (Schmutziger Rötelritterling) sein. Davon gibt es auch eine knallig violett gefärbte Form.

    Neben dem Habitus ist der Geruch ausschlaggebend: Lepista sordida unspezifisch und Lepista nuda nach Multivitaminsaft. Sporengröße geht schon auch zur Unterscheidung, aber ich denke mal, hier wird niemand mikroskopieren.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Sehe ich wie Beli.

    Natürlich ohne hierbei eine >verzehrempfehlung auszusprechen< (weil im Zweifel ist aussortieren immer besser, oder einen PSV konsultieren - siehe Link): Was anderes als Leccinum spec. (= irgendeine Raufußröhlings Art) wird hier nicht raus kommen. Also am besten Liste im Link aufrufen, einen PSV in der Nähe anrufen und rasch vobeigucken wenn möglich.

    Zur Art halte ich mich hier zurück ohne Pilze in Hand und Mikroskop, denn die weißen Raustielröhrlinge sind schwierig in der exakten bestimmung.



    LG, Pablo.

    Hallo, Klaus!


    benutzt du das Forum vom Rechner oder von einem telefonartigen Gerät aus? Und mit welchem Betriebssystem?
    Weil bei mir (PC, mit Windows) sind Konversationen standardmäßig ausgeblendet, die muss ich oben rechts anklicken um zu lesen.

    Theoretisch müsste oben links eine Schaltfläche sein, wo Forum steht, wenn man da klickt, dürfte man die normale Forenansicht haben.
    Mit Ei- oder Smartphone habe ich aber keine Ahnung, wie das da läuft.


    Du hast nicht zufällig einen Screenshot, um das Problem visuell zu verdeutlichen?



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Das würde ich auch so sehen wie RudiS.

    Wichtig ist einfach, daß man wirklcih jeden Fruchtkörper anguckt und immer auf die Stielschuppen unter dem Ring achtet.

    Die Ähnlichkeit mag auf den ersten Blick ja frappierend sein, aber der Blick auf den Stiel ist tatsächlich ein eindeutiges, hartes Merkmal. Es sei denn, man hätte Stockschwämmchen mit abgegriffenen bzw. sonstwie verwitterten Stielschuppen. In dem Fall spielt's aber keine Rolle, wenn die aussortiert werden, denn die wären dann wohl eh zu alt gewesen.
    Persönlich fühle ich mich beim Sammeln und Verzehren von Stockschwämmchen ebenso sicher wie bei Steinpilz, Pfifferling und so weiter.

    Man muss die Stockschwämmchen eben aufmerksam sammeln.



    LG, Pablo.