Hallo, Jörg!
Der Fahle ist zB so ein Pilz, den ich hier in meiner Gegend bislang vergeblich suche. Den verdallerten gibts, aber der Fahle scheint sehr rar zu sein.
So ist jedes Gebiet schon was Besonderes.
LG; Pablo.
Hallo, Jörg!
Der Fahle ist zB so ein Pilz, den ich hier in meiner Gegend bislang vergeblich suche. Den verdallerten gibts, aber der Fahle scheint sehr rar zu sein.
So ist jedes Gebiet schon was Besonderes.
LG; Pablo.
Hallo, Gena!
Haupterscheinungszeit von Pleurotus ostreatus (Austernseitling): Januar bis Dezember. Ausnahmen wären also nur Funde an den Tagen zwischen dem 31. Dezember und dem ersten Januar. ![]()
Keine Ahnung, wie es zu der Annahme kommt, daß das irgendwie ein "Winterpilz" wäre, weil das ja gar nicht stimmt. Das Mycel braucht einen gewissen Kältereiz (Temperaturen phasenweise unter 10° / 15° C sinkend), aber auch im Sommer ist es nachts ja mal frisch. Und die Zuchtbetriebe, die ganzjährig die Läden mit Seitlingen beliefern, kühlen ihre Substrate auch nicht auf unter null Grad runter, weil sonst das Pfund Austern im Sommer sowas um die 50 Eu kosten müsste.
LG; Pablo.
Servus!
Ich unterstütze Belis Vorschlag, und bin mir auch sehr sicher, daß Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz) goldrichtig ist.
LG; Pablo.
Hallo, Lars!
Ich nehme jetzt auch mal an, daß die ganz dreist vergesellschaftet wuchsen. Das macht die Dinge mitunter auch verwirrend.
Ich nehme jetzt mal nur Bezug auf den >Beitrag #80 in diesem Thema<, und versuchs mal mit durchgezählten Bildern:
Bild 1: glasklarer Sommersteini (Boletus aestivalis), das stand ja auch nie zur Debatte.
Bild 2: links der alte, morsch-weiche Soimmersteini, wo halt viele merkmale schon recht verwittert sind, unter anderem das Stielnetz und die Porenfarbe diesen komischen, rostroten Touch angenommen hat (siehe meinen Beitrag weiter oben). Rechts neben dem Steinpilz liegen zwei Filzröhrlinge.
Bild 3: Der alte Sommersteinpilz alleine, der auch auf Bild 2 schon zu sehen ist.
Bild 4: Sommersteinpilz rechts, und die beiden Filzröhrlinge diesmal links. Da erkennt man bei einem der Filzröhrlinge jetzt auch ein deutliches Blauen der ansonsten leuchtend gelben Poren. Wegen den leuchtend gelben Poren zusammen mit dem (wenn überhaupt) nur undeutlich längsfaserigen Stiel (an der Oberfläche) würde ich den Filzröhrling zu den Ziegenlippen (also Gattung Xerocomus s.str.) einordnen. Und nicht zu den Gartenröhrlingen (Gattung Hortiboletus, da wäre Hortiboletus engelii / Eichenfilzröhrling die Option). Die blauenden Poren zusammen mit dem Farbspektrum des Filzröhrlinges (Stieloberfläche und Hut) lassen mich am ehesten an die Ziegenlippe im strengen Sinne (Xerocomus subtomentosus) denken, dazu hatte ich weiter oben auch schon was geschrieben, glaube ich.
Auf den Bilder 5 & 6 sind dann die Schnittbilder des Sommersteinis zu sehen. Also warum ist das nun ein Sommersteinpilz, und kein Filzröhrling? Mit dem durchgehend weißen Fleisch wäre die Option bei den Filzern eben der Braune Filzröhrling (Xerocomus ferrugineus), oder der Mährische Röhrling (Aureoboletus moravicus). Beide blauen ja auch nicht, oder wenn dann nur X. ferrugineus und dann nur sehr schwach und zögerlich.
Aber: Auf Bild 5 sieht man auf der Stieloberfläche noch Reste einer Netzzeichnung, die nicht zum Formenspektrum der Filzröhrlinge gehört. Die können zwar auch Stielnetz, aber das sieht anders aus, denn das sind im Grunde rippen auf der Stieloberfläche, die sich netzartig verbinden, das Steinpilznetz hat mehr eine aderige, an der Stielspitze mehr aufliegende Struktur. Wenn du den Filzröhrling noch genauer angucken würdest, würdest du da auch eine gelbliche Stielspitze finden (blass zwar), selbst bei dem doch etwas ausgeblassten exemplar. Das gibt es bei Steinpilzen in der Form nicht. Ein wichtiges Merkmal sind dann abe auch noch die Poren: Und zwar sind die bei dem Steinpilz viel feiner, als sie bei einem Filzröhrlingsfruchtkörper im gleichen Altersstadium wären. Wenn ich das richtig erkenne, sind die Poren des Steinpilzes hier sogar noch feiner als bei dem Filzröhrling daneben, obwohl der Steinpilzfruchtkörper noch deutlich größer und älter ist (sicherlich auch weicher).
Soweit mal dazu, ich hoffe, daß das eine irgendwie nachvollziehbare Erklärung ist.
LG; Pablo.
Hi.
Haupterscheinungszeit von Pleurotus ostreatus (Austernseitling): Januar bis Dezember. ![]()
Die Fruchtkörper hier mit den deutlichen Stielchen und scheinbar recht dünnfleischig dürften aber schon ganz gut zu Lungenseitlingen (Pleurotus pulmonarius) passen.
Pilz 3 sieht tatsächlich makaber aus. Interessantes Ding, da habe ich keine Eingebung im Moment.
Den Filzröhrling (5) würde ich als Falschen Rotfuß (Xerocomellus porosporus) einordnen: Diese markante "dreifarbigkeit" (zur Basis hin graubraun, dann rote Zone, darüber gelb) kenne ich in der Form nur von der Art.
LG; Pablo.
Salve!
Stimmt, na klaro: Nur eine MArone, die anderen müssten auch Steinis sein.
Von den Sommersteinpilzen gibt's ja auch so eine dunkle Form, die da passen sollte.
LG; Pablo.
Bon Soir!
Genau, darum auch die einschränkung "auf meinem Monitor. Nun muss Ralf selbst beurteilen, wie das Fleisch gefärbt ist und die entsprechenden Schlüsse draus ziehen. ![]()
Medizinisch wäre ja die Geschmacksrichtung, die ich erwarten würde - geht aber auch über den geruch beim rubbeln der Stielbasis.
Bitter vermute ich eher nicht, denn die in Frage kommende Kandidaten hätten ja entweder keiine gelben Röhren, oder sollten spätestens im Schnitt irgendnwo blau werden.
Wegen der Geschmacksprobe: Ich habe den Verdacht (ohne es sicher sagen zu können), daß da schon ein leichter Schimmel auf den Poren liegt. Was dann vielleicht nicht unbedingt etwas wäre, wo ich selbst noch reinbeißen wollte. Wobei ich ja schon in ziemlich viel reinbeiße. ![]()
LG; Pablo.
Servus!
Beim ersten kommt das Fleisch im Hut und oberen Stielteil auf meinem Monitor gelblich an, im unteren Stielteil rosabräunlich. Darum aus meienr Sicht eher Ziegelippe (Xerocomus subtomentosus), das Fleisch vom Braunen (Xerocomus ferrugineus) wäre ja durchgehend weißlich.
Der zweite könnte ein Fahler Röhrling (Hemileccinum impolitum) sein, oder eben der Verdallerte (Hemileccinum depilatum). Die sind nicht immer einfach zu unterscheiden, ich hatte da auch schon den einen oder anderen Fund, wo es nur über die mikroskopische Struktur der Huthaut ging.
LG; Pablo.
Hallo, Münni!
Wenn du sicher bist, daß deine PIlze genießbar sind, ist das schon mal ein guter Ansatz.
Bei dem Angefragten wäre ich mir wegen dem Alter des Fruchtkörpers unsicher - das ist halt einer der Knackpunkte, weswegen es unmöglich ist, eriöse Verzehrempfehlungen übers Netz zu geben. Was die Bestimmung betrifft: Das sieht schon wie eine Art aus dem Birkenpilz - Umfeld aus. Oder, wie Heidi das schon richtig eingegrenzt hat: eben ein Rauhfußröhrling. Wenn die frisch sind, sind alle Arten theoretisch essbar (gut durchgegart vorausgesetzt).
Um die aber zu bestimmen, braucht es mindestens ein vollständiges Schnittbild, manchmal noch so einiges an Merkmalsbeobachtung mehr.
LG; Pablo.
Salve!
Nun geht's. ![]()
Ich sehe da schöne Maronen, richtig? Jedenfalls: Auf der Seite ist offenbar deutlich mehr Betrieb pilztechnisch als auf der RLP - Seite.
Das ist deutlich üppiger als gestern mit dem MAK.
LG; Pablo.
Hallo, Beli!
Stark. ![]()
Der kleine Risspilz erinnert mich makroskopisch an Inocybe furfurea, aber diese Risspilze muss man immer auch mikroskopisch angucken. Ich weiß zB nicht, wie viele andere Arten makroskopisch auch so aussehen.
Meine (von Ditte bestimmt) sehen jedenfalls extrem ähnlich:
Tricholoma scalpturatum sollte bei deinen Ritterlingen passen, so stark gilbend sehe ich Tricholoma argyraceum eigentlich nie, und für Tricholoma inocyboides sind die schon weider zu dunkel schuppig.
Die Schirmlinge dürften mit dem deutlichen, häutigen Ring Lepiota cristata sein, oder zumindest eine Art aus dem Formenkreis.
Manchmal riechen die nur sehr schwach, so daß man die in der Hand richtig zerreiben muss.
Der Milchling erinnert makroskopisch schon an Lactarius trivialis, der scharfe Geschmack kam bei meinen Funden immer erst nach ein paar Sekunden richtig raus, da muss man ein wenig abwarten. Wenn der ganz mild war und blieb - dann wär's echt komisch.
LG; Pablo.
Ahoi!
Bei den Scheidlingen würde ich mitgehen, Alex. ![]()
In den Rheinauen war ich heute kurz, Bilder zeige ich vielleicht später noch. Aber im grunde nur Gedöns an Holz, einen Fransigen und einen Täubling, die ich beide nicht fotografiert habe.
LG; Pablo.
Hallo, Lars!
Jou, der große mit dem weißen Fleisch ist auch ein Sommersteinpilz (Boletus aestivalis). Wenn die arg alt werden, können wie bei vielen Gelbporern die Poren auch mal so roströtlich angelaufen sein. Der andere sollte eine Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) sein. Da wäre in der Tat ein Schnittbild wichtig, aber mit den deutlich blauenden Röhren ist zB der Braune (Xerocomus ferrugineus) raus; Xerocomus silwoodensis hat ein anderes Farbspektrum und Xerocomus chrysonemus... Hätte halt gelbes Fleisch im Schnittbild unten in der Stielbasis. ![]()
LG; Pablo.
MoinMoin!
@ Lars: Das passt schon, das sind alles ganz typische Sommersteinis, die du gefunden hast. ![]()
Auch die Hutoberfläche ist ganz normal so, die reißt gerne mal auf und kann auch solche "Dellen" und Flecken haben. Der "Verdallerte Röhrling" (Hemileccinum depilatum) sieht da schon noch mal ein Stück anders aus, hat eine andere Struktur der Stieloberfläche, die Huthaut normalerweise nicht so aufreißend, die Poren sind auch ganz jung schon leuchtend gelb (nie weiß wie hier) und auch das Fleisch im stiel ist da nie so rein weiß wie bei den Steinis.
LG; Pablo.
Sera!
Oho, nicht schlecht! Netzhexen im Dossenwald habe ich noch nicht viele gesehen, und die Finferli mussten wohl raus, wenn die Mykorrhizabäume hinüber sind.
Aber das reizt echt, kommende Woche noch mal in die Heide zu gucken, zumal da gestern auch noch mal gut geduscht wurde.
LG; Pablo.
Salve!
Stimmt. Und ich finde auch: Du musst dich für nichts rechtfertigen, Maria. Das ist doch alles völlig in Ordnung so: Eine einschätzung schadet ja nicht, denn manchmal gibt es ja auch das Glück, daß jemand einen Pilz "erkennt" - freilich immer mit dem fotoimnetzbedingten Unsicherheitsbereich. Auch wenn oft nichts raus kommt, ist das doch besser, als einen Pilz gar nicht weiter beachtet zu haben.
An anderen Tagen hast du ja auch Belege eingesammelt, aber man kann das ja auch nicht auf die Spitze treiben, denn sonst ist die Wohnung irgendwann voll mit Herbarmaterial und man hat selbst keinen Platz mehr. Zudem: Wenn wie hier Leute drauf anspringen, und einen Fund spannend finden, dann hast du ja eine grobe Voreinschätzung, wenn du an der Stelle mal wieder passende Fruchtkörper findest, daß die was Besonderes sein könnten und ein Einsammeln sich lohnt.
Abgesehen davon macht's mir immer wieder Spaß, deine Funde anzugucken und auch solche Diskussionen wie hier mitzuverfolgen. Auch wenn ich nichts dazu schreibe, weil ich entweder nichts dazu weiß oder Andere schon geschrieben haben, was mir auch eingefallen wäre.
LG; Pablo.
MoinMoin!
Der Rotfuß könntre ganz gut ein Bereifter (Xerocomeellus pruinatus) sein, allerdings mit recht hohem Unsicherheitsbereich wegen fehlender stielbasis. Einheitlich gelbes Fleisch im Schnitt, Struktur der Huthaut und blauender Stiel weisen aber in die Richtung.
LG; Pablo.
Morgen!
Oder vielleicht auch beides?
Da sind einige Hüte dazwischen, die von der Schuppung her gar nicht wirklich an Chlorophyllum gemahnen.
Aber der Fruchtkörper auf dem Bild vor den Walderdbeeren hat so eine abgesetzte, klumpige Stielbasis, das wiederum kenne ich von Leucoagaricus - Arten in der Form nicht.
LG, Pablo.
Ahoi!
Die Safranschirmlinge sind schon welche aus der Verwandschaft von Chlorophyllum brunneum. "Gift - Riesenschirmling" ist halt so ein diffuser Begriff, der je nach Lust und Laune schon für eine ganze Reihe von (giftigen wie ungiftigen) Safranschirmlingen verwendet wurde.
Die recht kleinen, gedrungenen, gesellig wachsenden fruchtkörper mit den groben Hutschuppen passen da schon dazu, der Geruch ist für die Bestimmung irrelevant, weil Chlorophyllum brunneum s.l. genauso riecht wie alle anderen Chlorophyllum - Arten auch: Wenn Standort Müllkippe meistens nach Müll, wenn Standort Hundeklo meistens nach Hundeklo, wenn andere Standorte, dann anfangs angenehm, später nach nassem Hundefell und zuletzt nach Verwesung. ![]()
LG; Pablo.
Hallo, Beli!
Nicht nur danke für die Pilzbilder, sondern auch für die grandiose Landschaft! ![]()
Der Winterporling (Polyporus brumalis) ist glaube ich eher ein Sklerotienporling (Polyporus tuberaster): Kleine fruchtkörper mit abgewaschenen Schuppen können schon so aussehen. Wenn du da kräftig drückst, dann kommt bestimmt Wasser aus den Poren, oder? Das würde bei Polyporus brumalis nicht passieren, egal wie nass der ist.
LG; Pablo.
Hallo, Beli!
Wenn du auf Xerocomellus poederi hinaus wolltest: Den hatte ich auch noch nicht in der Hand, aber das sollte ein eher kleines Pilzchen mit auffallend langem Stiel sein.
Der hätte durchaus das zur Basis hin dunkelrote Stielfleisch, während Xerocomellus chryssenteron ganz unten in der Stielbasis nicht rot ist, sondern graugelb bis olivgrün.
Das ist hier aber schwer zu erkennen, man müsste die Stielbasis von mehreren, auch jüngeren Fruchtkörpern im Schnitt sehen.
Tendenziell wäre ich hier auch eher beim Gemeinen Rotfuß (Xerocomellus chrysenteron), aber das Problem bei poederi ist (wie bei einigen der in jüngerer Zeit beschriebenen Arten), daß der kaum jemandem bekannt ist und vermutlich bisher einfach nicht von chrysenteron getrennt wurde.
LG; Pablo.
Salut!
Wenn denn Neoboletus xanthopus tatsächlich was ganz Eigenes ist - also nicht nur eine Variation in der ITS von Neoboletus erythropus... Weil morphologisch kann ich da wirklich kein konstantes trennmerkmal ausmachen. Aber das wäre ja kein Einzelfall, solche "kryptischen" Arten gibt es in einigen Gattungen.
Kreuzungsversuche wären da ja sooooo interessant in diesen Fällen, wenn auch vom Aufwand her kaum möglich, gerade bei Mykorrhizapilzen.
LG, Pablo.
Ahoi!
So langsam kommt ein bisschen mehr, oder?
Die Kurznetzigen sind von der bekannten Stelle?
LG; Pablo.
MoinMoin!
Und da denk ich mir eben genau das: Wer zum Kuckuck ist Vanessa?
Jetzt hoffe ich, Vanessa möge dem Kuckuck nie beegegnen, und wünsche alles Gute und einen angenehmen Flug.
LG; Pablo.
Salut!
Naja... Ein halbes Schnittbild. ![]()
Die untere Stielhälfte hätte mich interessiert im Schnitt.
Schönfuß (Caloboletus calopus) denke ich auch deswegen nicht, weil da ja wenigstens ein Ansatz von einem Netz im Bereich der Stielspitze zu sehen sein müsste (aber: Vergrößerte Ansicht = feine, rote Flöckchen an der Stielspitze).
Maronen (Imleria badia) können im Hutfleisch schon mal recht kräftig blauen, aber ganz und gar nicht im Stielfleisch.
Was die Porenfarbe betrifft: Ich denke da in die selbe Richtung wie Stephan (Oehrling): Entweder war der Fruchtkörper schon ein weilchen vom Mycel getrennt, oder ist porentechnisch sonst irgendwie komisch verblasst. Das passiert aber beim Flocki auch immer wieder mal, wie bei so ziemlich allen Rotporern, daß die im Alter wieder zu gelb übergehen.
LG, Pablo.
