Salut!
Oder es könnte bei zweikernigen Mycelien noch so vage eine rolle spielen, von welchem Zellkern denn nun die ITS ausgelesen wird...
Aber wie Christoph schreibt, das sind ja alles nur Gedankenspiele, man muss schlichtweg mehr Daten sammeln.
Schade, daß es nicht sowas für Deutschland gibt, wie zB eine Uni / Institution, die (morphologisch gut dokumentierte!) Belege sammelt, Sequenzieren lässt und eine zentrale Datenbank pflegt (so ähnliche wie Unite.ee).
Material hätte ich ja...
Das mit dem Sporenquotienten zur Trennung von mendax und luridus funktioniert schon - nur muss man eben wirklich voll ausgereifte, am besten schon halb zerfallene Fruchtkörper nehmen. Bei so richtig ollen Matschkameraden wird's dann auch wirklich deutlich mit dem Quotienten:

Blöd nur, daß die Sporen auch bei überreifen luridus - Fruchtkörpern immer länger werden, und man dann bei argen Matschkameraden von luridus auch wieder (mit etwas geschickten Messungen) auf Sporenquotienten kommen kann, die mendax zuzuordnen wären.
Wenn man die Sporen von beiden kennt, erkennt man durchaus einen Unterschied (vorausgesetzt, man schätzt den Reifegrad der untersuchten fruchtkörper richtig ein), aber wenn man blind für alle weiteren merkmale nur nach sporengroße schlüsselt, kommt Glatteis raus. 
LG; Pablo.