Beiträge von Beorn

    Hallo, Jorge!


    Mal abgesehen davon, daß ich selbst kein Mikroskop besitze, und mir auch vorerst keines anschaffen werde:


    Ich finde die Idee ganz gut. In dem Rahmen, wie du es bechreibst, als weitere Rubrik unter "Wissenschaftliches" würde es bestimmt Sinn machen. Immerhin finden sich hier auch so etliche Themen zu dem Bereich. Insbesondere auch technische Fragen zu Mikroskopen an sich, Zubehör, dem Anfertigen und Einfärben von Präparaten usw.


    Der Übersichtlichkeit würde es sicher nicht schaden, das in der vorgeschlagenen Weise zu organisieren. Lediglich wenn es um Bestimmungen von Pilzen anhand von mikroskopischen Daten geht, wäre es wohl besser, diese Themen entweder im Bestimmungsbereich, oder natürlich im Bereich für coprophile Pilze einzustellen. Ich denke, daß dort die Anfragen einfach mehr Beachtung finden würden.


    Für die fachliche Qualität des Forums wäre aber ein Mikroskopie - Bereich sicherlich ein Zugewinn.


    LG, Beorn.

    Hallo. :)



    Aber wie kommt man ohne was zu wissen eigentlich auf Grünspan-Träuschling???


    Sowas in der Art dachte ich dann auch. In dem Zusammenhang ist das Bild von Jan - Arne aber ziemlich klasse, weil man hier wesentliche Unterscheidungsmerkmale super erkennen kann: Hutform, Hutbeschaffenheit, Farbgebung, Stielbeschaffenheit, Stielfarben, Habitus des gesamten Fruchtkörpers.


    Das sollte immerhin hilfreich für jedermann / -frau sein, der/die sich da eben nicht so auskennt. Dient alles dem Sammeln von Erkenntnissen. ;)


    LG, Beorn.

    Hallo!


    Die beiden ersten Bilder zeigen uralte, erfohrene und wieder aufgetaute Reizker (Gattung Lactarius). Die Zonierung des Hutes ist hier noch erkennbar, die bei einem Grünspanträuschling (Stropharia Aeruginosa) zB nicht da sein kann.


    Das dritte Bild...
    Sorry. Da habe ich keine Idee.



    VG, Beorn.

    Hallo, Icke!


    Komisches Ding.
    Meine Idee: Da hat jemand einen Fehler beim Verspeisen einer Walnuss gemacht. Die Schale aufgegessen und die Frucht weggeworfen, die dann mumifiziert ist. :/


    Kann aber auch etwas ganz anderes sein. ;)


    LG, Beorn.

    Hallo, Satansröhrling!


    Schade, daß es kein Bild von oben gibt.
    Eventuell könntest du mal in Richtung Trichterling vergleichen, irgendwie muss ich da gerade an einen massiv überdimensionierten Clitocybe Gibba denken. Eine ähnliche Art wäre uU. auch noch der fuchsige Rötelritterling, Lepista Flaccida. Aber auch der hätte dann wohl ein paar Wachstumshormone zuviel geschluckt. ;)


    Das aber nur so als Ideen, vielleicht hat da noch jemand weitere Tips.


    Edit:
    Hoppla, da ist ja ein Bild von oben. :thumbup:
    Ja, ockergelber Trichterling, Clitocybe Gibba gefällt mir ganz gut.


    noch ein Edit:
    Lepista Flaccida ist dennoch nicht aus dem Rennen. Ich denke, der bleibt eine ernstzunehmende Option. ;)



    LG, Beorn.

    Hallo, Emma!


    Grundsätzlich kannst du die Bezeichnung "Buchensteinpilz" verwenden, wie du willst. Es ist ja kein botanischer Begriff, hat also genau null taxonomische Relevanz.


    Wenn du aber von Boletus Aestivalis = Boletus Reticulatus (beide Bezeichnungen sind als Synonym im Gebrauch, wobei Reticulatus wohl die aktuellere Version ist), wirst du damit eine Pilzart meinen, die trivial unter dem Namen "Sommersteinpilz" bekannt ist. Gerne Darf man den auch "Buchensteinpilz" nennen. Oder "Flauschhutsteini" oder "Gallierverwechselsteini". Wirklich präzise ist wie immer nur der lateinische Begriff.


    Es wird davon ausgegangen, daß der Sommersteinpilz, Boletus Reticulatus (der übrigens auch im November vorkommen kann), verschiedene Laubbäume als Partner bevorzugt. Also nicht nur Buchen, sondern auch Eichen, Linden, und wohl noch einige andere. Ich selbst fand ihn auch schon in Mischwald mit überwiegend Fichten bzw Kiefern, wenigen Buchen.


    Natürlich kann auch ein "Fichtensteinpilz" ein "Buchensteinpilz" sein. Oder eben ein "Herrenpilz", "gemeiner Steinpilz", "Porcini", usw usw. Wenn es der selbe Pilz wie auf deinem Bild ist, ist es dann immer Boletus Edulis. Diese Art ist noch variabler als Boletus Reticulatus. Auch bei der Wahl des Baumpartners. Übrigens taucht Boletus Edulis auch schon mal im Mai und Juni auf. Wachstumsphasen können also nur grob zur Artunterscheidung herangezogen werden, dürfen aber nie ein Ausschlußkriterium darstellen. Die Bäume am Fundort sind für die Abgrenzung bedeutungslos.


    Wesentliche Unterschiede zwischen Reticulatus und Edulis


    Hutoberfläche:
    - bei Reticulatus matt, feinfilzig, samtig, erst bei viel Regen und im Alter teilweise glatt werdend. Bei Trockenheit und Hitze schnell feldrig aufplatzend.
    - bei Edulis stets glatt (Cave: Runzeln, Rillen, Dellen sind freilich trotzdem gerne dabei!), oft glänzend, beim Drüberstreichen speckig, aber nicht klebrig. Häufig ist der Hutrand deutlich heller gefärbt als der Rest.


    Stiel:
    - Bei Reticulatus dunkler, gerne wie der Hut gefärbt aber auch heller, meist mit stark ausgeprägtem Netz, welches sich oft bis zur Stielbasis hinunterziehen kann. Netz weißlich bis bräunlich.
    - Bei Edulis ist die Grundfarbe immer weiß, kann aber stark bräunlich überfasert sein. Meist heller als der Hut. Netz immer weiß, aber recht vergänglich, gerade bei älteren Pilzen nur noch im Bereich der Stielspitze zu finden. In der Regel feiner als bei Reticulatus.


    Fleisch:
    Hier gibt es eigentlich keine wesentlichen Unterschiede. Geruch und Geschmack ist bei beiden Arten spezifisch mit "Steinpilz" zu beschreiben. Der einzige Unterschied besteht in der Färbung des Fleisches direkt unter der Huthaut. Hier finden sich bei Edulis meist rosa Farbtöne; bei Reticulatus in der Regel nicht.



    Und Boletus Pinophilus sowie Boletus Aereus lassen wir jetzt mal außen vor. ;)



    LG, Beorn.

    Ah, ja...


    Ich sehe, was du meinst. Aber da ist ja ein Ring bei Dieters Pilz, und die Stelle ist, wenn ich das richtig sehe, keine Velumflocke, sondern eine Fraßstelle am Hut, durch die man die Lamellen darunter sehen kann.


    Übrigens gebe ich dir recht, daß die Zone oberhalb des Ringes kein sicheres Bestimmungszeichen ist. Zumindest nicht in diesem Fall. Bei der Unterscheidung A. Pantherina vs. A. Excelsa sieht das schon wieder ganz anders aus. ;)


    VG, Beorn.

    Hallo Rumpelrudi!


    Das mit der Festplatte ist echt zum Haareraufen.
    Aber das erinnert mich an etwas; Memo für mich selbst: Sicherungskopien anfertigen.


    Danke für dein Engagement und die Bilder. Daß du die Art favorisierst, kann ich gut verstehen. Da passt schon eine Menge. Interessanterweise finde ich beim ersten Bild auch die von Krieglsteiner als klassisch beschriebene Natterung über der tiefen Ringzone schon ganz schön deutlich. Beim zweiten Bild ist diese bestenfalls zu erahnen, dafür ist die Stielbeschaffenheit unter dem Ring wieder ganz anders, als bei dem Pilz von Dieter, und entspricht auch ganz gut Krieglsteiners Beschreibung. Was mir auf dem zweiten Bild auffällt sind die sehr gedrängt stehenden Lamellen, die ich auch weder bei Dieters Pilz noch bei A. Gemmata beobachten kann.


    Aber wie schon erwähnt:
    Ich kenne A. Eliae nicht von eigenen Funden. Daher kann ich ihn für Dieters Pilz nicht ausschließen. A. Gemmata finde ich dagegen recht häufig, kenne auch einigermaßen gut dessen Variationsbreite, daher halte ich den schon für wahrscheinlich.


    Aber Dieter wenn Dieter die Chance hat, den Pilz zu mikroskopieren, sollte das schon Klarheit schaffen. ;)


    LG, Beorn.

    Gerne.


    Ein bisschen Diskussion kann nie schaden.
    Ich nehme mir mal beide gezeigten Pilze getrennt vor.
    Junges Exemplar:
    Hier sollten sich bei einem Cortinarius doch in dem Alter entweder am Hutrand oder am Stiel zumindest Reste des Schleiers erkennen lassen. Aber da ist nichts. Die Lamellen sind weiß, bestenfalls cremefarben, was bei Cortinarien wohl nur im Baby - Stadium bei einzelnen Arten auftreten dürfte.


    Altes Exemplar:
    Auch hier sind keinerlei Schleierreste zu sehen. Was ebenfalls fehlt, sind Spuren von rostbraunem Sporenpulver am Stiel. Auch die Lamellen sind nach wie vor cremefarben, nur die Schneiden sind bräunlich. Wenn man sich hier den Hutrand ansieht, ist die Färbung auch nicht auf Sporenpulver zurückzuführen. Ich sehe da lediglich eine Alterserscheinung.


    Welche Zeichen könnten hier noch auf einen Schleierling schließen lassen? Noch dazu auf die oben erwähnte Art, die laut Krieglsteiner zumindest in BW als ausgestorben bzw. verschollen ist?


    In der Hoffnung, den Ball geschickt zurück gespielt zu haben,
    Beorn.

    Hallo!


    Schon krass...8|
    Von der Gattung hab' ich noch nie was gehört.
    Aber das wird mir sicher noch öfter passieren. ;)
    Da mache ich mich bei Gelegenheit mal schlau.


    Danke,
    Beorn.

    Hallo!


    Nee, der Dehnbare ist das nicht. Der ist ja eigentlich ganz gut zu erkennen, auch wenn die Mycenae ansonsten ganz schon schwierig sind.


    Mycena Epipterygia aus meinem Archiv:



    Aber da gibt es schon noch andere Arten in der Richtung. Ich bin auch mal auf Ingos weitere Ideen gespannt. ;)



    LG, Beorn.

    Hallo!


    Amanita Fulva geht meiner Ansicht nach gar nicht. Habitus, Stielbasis, Stielbeschaffenheit, Hutform, Ausprägung der Riefung, Vorhandensein von Velumresten...
    Da passt eigentlich garnichts.


    Amanita Eliae hatte ich eigentlich wegen Stielfarben und fehlender Natterung oberhalb der Ringzone ausgeschlossen. Aber gesichert ist das nicht, weil ich die Art noch nicht selbst in der Hand hatte. Da kenne ich einfach die Variationsbreite nicht.


    VG, Beorn.

    Hallo nochmal!


    Ich erwähne es gerne immer mal wieder: Auch wenn der Gute "Fichten"steinpilz heißt, ist der mindestens genauso häufig bei Laubbäumen (besonders gerne Rotbuchen) zu finden. ;)


    LG, Beorn.

    Hallo!


    Die Sporen von Citrina und Gemmata sollten sich mikroskopisch schon unterscheiden.
    A. Gemmata kann übrigens durchaus auch von schlankem Wuchs sein. Ein ideales Bild einer "schlanken Schönheit" habe ich leider nicht auf dem Rechner, aber vielleicht ginge das hier:

    Also der Wuchs bereitet mir am wenigsten Kopfzerbrechen. ;)


    Übrigens: Was du über die Knolle schreibst, passt sogar noch besser zu Gemmata. Bei Citrina ist die nämlcih normalerweise noch deutlich mächtiger.


    VG, Beorn.

    Hallo, Zecke!


    Die Hutfarbe und auch die Wuchsform hängen von vielen Faktoren ab. Das Alter ist nur einer davon. Taxonomisch gesehen sind die aber alle gleich, haben auch den selben genetischen Code.


    Farbe, Beschaffenheit der Oberflächen, Stieldicke (die tatsächlich manchmal an Steinpilze erinnern kann) sind auch abhängig vom Standort, "Substrat", Wetter, Bodenökologie, Bodenbewuchs...


    Maronen sind eben schon sehr variabel, und immer wieder für eine Überraschung gut.


    VG, Beorn.