Beiträge von Beorn

    Willkommen, Anne!


    Der Winter ist ein gut gewählter Zeitpunkt, um hier anzufangen. Immerhin sind nun wirklich vor allem die Hardcore - Freaks aktiv.
    Das verheißt Gutes.


    Viel Spaß, mach's dir gemütlich, Tee uns Schnaps gibt's am Stammtisch, Pilze wachsen hier im Forum überall.



    LG, Pablo.

    Soso.


    Und noch ein neuer, schöner Pilz. :thumbup:
    Günter, dein Urlaub ist eingetragen.
    Kann es vielleicht sein, daß du im ersten Tip bei der richtigen Gattung warst, und dann auf falsch verbessert hast? Also verschlimmbessert?
    Das wäre natürlich bitter.


    für einige fragen, die ihr erwägt habt zu stellen, musste ich erstmal bwergen zu rate ziehen.


    Hat der da auch was Handfestes gesagt, ob der Parasitische denn tatsächlich nebenher Mykorrhizen bilden kann?
    Das würde mich nämlich echt brennend interessieren. Weil wenn dem so wäre (also wenn es dafür auch belastbare Quellen gibt) dann muss ich das natürlich im Portrait dazuschreiben!!!


    Und nein, das ist jetzt nicht die offizielle erste Frage zur Runde 25.



    LG, Pablo.

    Hallo, Lara!


    Danke für den Bericht, das freut mich immer wieder von dir und Sonjka zu lesen. Ist der andere Hund (hier lässt mich wieder mein Namensgedächtnis im Stich) schon wieder weg?


    Noch ein paar Ideen zu den Pilzen:
    2. könnte Kreisel - Drüsling (Exidia recisa) sein
    3. Kohlenbeere (Hypoxylon, wahrscheinlich fragiforme) mit Nebenfruchtform (die plüschigen, hellgrauen Knubbel)
    4. bleibt auch im zweiten Bild ein Kartoffelbovist. Nur eben ziemlich ausgelutscht. Das schwarze Zeug ist ja die Sporenmasse. Die ist da einfach schon in alle Winde verstreut.
    6. ähm... keine Ahnung. Ganoderma spec?
    7. ich denke mal, das kommt zustande, wenn ein Pilz, der entweder mal ein angebrannter Rauchporling oder ein Schichtpilz werden will, noch ein ganzes Stück wachsen muss.



    LG, Pablo.

    Moin.


    Also ich kann mich irren, aber ich sehe auf dem zweiten Bild (Das von Jan - Arne auch bearbeitet wurde) eigentlich nur Hauptfruchtformen, also Gallertbecher.


    Auf dem ersten ist es schwer einzuschätzen, und auf dem dritten sind nur Nebenfruchtformen und eine angeschnittene HFF am obenren Bildrand.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan - Arne!


    Eine schöne Serie mit einem sehr guten Sammelsurium hast du hier zusammengestellt. Danke. :thumbup:


    Die Einzelfruchtkörper der Gallertträne fließen oft derartig zusammen und bilden dann solche Konglomerate. Wenn es jetzt ganz nass wir, dann verglibbert das Ganze zu richtig schon zähflüssigem Schleim.


    Einzig den gezonten Ohrlappenpilz mag ich nicht so ganz glauben. Der wirkt so ungezont. Und sind das unten drunter wirklich Runzeln und nicht vielmehr längliche Poren? Oder sogar sowas Leistenähnliches, was dann eher wieder bei Merulius (ehemals Phlebia) tremellosus erinnern würde.


    Aber egal, schön ist es allemal.



    LG, Pablo.

    Moin.


    Ich würde Daggi da ganz freie Hand lassen. Das nachgereichte Bild zeigt wohl nicht soooo viel, sehe ich wie Safran. Da wäre schon noch eine Frage drin. Aber die muss nicht kommen. Es wurden auch schon Runden nach nur einer oder zwei Fragen aufgelöst.


    Zur Hohlsteilfrage darf ich jetzt freilich gar nichts sagen...
    Auch wenn's mir schwer fällt.



    LG, Pablo.

    Hebeloma radicosum (Bull.) Ricken
    Marzipanfälbling
    Synonyme:
    - Agaricus radicosus Bull.
    - wurzelnder Fälbling


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Agaricales --> Strophariaceae --> Hebeloma --> Hebeloma radicosum



    Hut: bis 12 cm breit, jung halbkugelig, später deutlich konvex bis polsterförmig; dickfleischig; hellocker / cremefarben bis ockerbraun, teils mit Gelbtönen; jung überzogen mit weißlichem Velum, später bräunlichem, haarig faserigem Velum, das sich besonders am Hutrand lange hält und dort in Fransen und Fetzen herabhängt; ansonsten ist die Oberfläche meist schmierig bis schleimig


    Stiel: bis 20 cm lang, mit Wurzel bisweilen annähernd doppelt so lang; spindelig; voll, festfleischig; oberhalb des Ringes weißlich, darunter cremefarben bis beigebraun meist mit groben, abstehenden Schuppen; alt auch faserschuppig und schmutzigbraun; Basis gelegentlich etwas bräunend; Ring wattig / häutig, eher weißlich, alst mit braunem Sporenpulver bestäubt, recht beständig


    Lamellen: mäßig gedrängt, schmal angeheftet; jung cremefarben bis hellgrau, später beige bis bräunlich


    Fleisch: cremeweiß, fest; nicht verfärbend, nur in der Stielbasis teils dunkler; Geruch intensiv nach Marzipan bzw. Bittermandel ; Geschmack herb, bitter


    Speisewert: riecht zwar ganz lecker, schmeckt aber offenbar nicht. Auch nicht nach Marzipan und auch nicht als Dessert. Ergo: Kein Speisepilz.


    Sporenpulver: braun


    Vorkommen: weit verbreitet aber zerstreut und nur gebietsweise häufig; Mykorrhiza mit Laubbäumen, vorwiegend Buche


    Verwechslungen: Mit der beeindruckenden Wurzel, der Größe und dem ausgeprägten Geruch nach Marzipan eigentlich nicht zu verwechseln


    Wissenswertes: Die Lebensweise des Pilzes ist nicht abschließend geklärt. Zwar sind Fälblinge generell Symbionten, beim Marzipanfälbling wurde aber festgestellt, daß die Wurzel in vielen Fällen in ein Mäusenest reicht. Möglicherweise ernährt sich der Pilz dann (auch?) von deren Ausscheidungen.



    Bilder:







    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >/<

    Hallo, Holger!


    Daß die Stielschüppchen hier weiß sind, ist eben charakteristisch für die oben verlinkte Art.
    Andererseits kann sich jeder Pilz durch Frosteinwirkung verfärben. Oben auf deinen Bildern sehe ich allerdings nichts Ungewöhnliches. Da Raustielröhrlinge an sich auch alles andere als Frosttolerant sind, sieht man da auch viel eher andere Auswirkungen: Fleckige Porenschicht, extrem wabbeliges, wäßriges Fleisch. Schon nach kurzem Frost und anschließendem Auftauen fallen die Fruchtkörper aller Birkenpilz - Verwandten regelrecht in sich zusammen. Dabei zeigen sich dann natürlich auch schwarze Stellen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan - Arne!


    Das Erste dürfte die Ruine eines Beutelstäublings, Lycoperdon excipuliforme sein. Diese Mumien sind recht dauerhaft und die Art erscheint bei pasender Witterung nahezu ganzjährig.


    Das Zweite...
    Keine Ahnung. Aber die Hallimasch - Reste daneben auf dem Baumstumpf habe ich erkannt. Oder doch nicht? Vielleicht sind's auch vergangene Schwefelköpfe...



    LG, Pablo.

    Nochmal hallo!


    Yippieh, es geht weiter mit Pilzen!
    Und ich sehe mit Begeisterung, du findest jetzt auch Inoperculis. :thumbup:


    die Kohlenbeeren mit den weißen, winzigen Haarbüscheln gehören wohl so. Sehe ich auch öfter mal.
    Bei der Gallertträne melde ich mal Zweifel an und erwähne einen vagen Verdacht auf Schleimpilz.


    Nr. 8:
    Lachnum. Bei Berücksichtigung der doch recht deutlichen Verfärbungen vielleicht schon eher brevipilosum als impudicum?


    Nr. 9:
    Orbilia. Superbild das erste. Irre auch das eine quietschgelbe unter den ganzen fleischrosanen. Witterungsbedingte Verfärbungen? Oder sogar zwei verschiedene Arten?


    Spannend.



    LG, Pablo.

    Ah!


    Es geht ja noch weiter. Fortsetzungsroman? Dann bestelle ich gleich nochmal fünf Exemplare. :thumbup:


    Bitte daran denken, dem Werk auch einige dieser Aufnahmen beizufügen. Eben habe ich es ja auch im "schönste - Pilzphotos - Thread geschrieben": Das sind Kunstwerke. Sher schön hier die Verbindung, der Anachronismus zwischen warmen Farben, Sonnenlicht, und der Kälte durch Schnee und Eis, winterlich erstarrte Motive, still, unbewegt und gelichzeitig erfüllt mit einer wundersamen Dynamik durch KOntraste und Farbverläufe.


    Passt auch super zum Text. Eine Charakter- und Stimmungszeichnung ohne überflüssige Worte und Ausschmückungen.


    LG, Pablo.

    Hallo, Uli!


    Bitte sag' bescheid, wenn dein Buch ("Waldkönigs Wege" oÄ) veröffentlicht wird. Ich nehme fünf Exemplare.


    Steilporlinge zu bestimmen verweigere ich derzeit mit Ausnahme absolut eindeutiger Extremfälle. Sonst würde immer jemand sagen es ist falsch und das auch noch nachvollziehbar begründen. Und zwar ganz gleich, ob ich mich für brumalis oder arcularius entscheide. :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Uli, was für Farben!
    Das geht ja langsam schon in einen Bereich, wo es der Wirklichkeit noch zusätzliche Aspekte verleiht. Ohne dabei aber künstlich zu wirken. Also eine Erweiterung durch die Bildgestaltung und Fokussierung.
    Das ist dann wirklich Kunst.




    Verstehe ich richtig - das ist kein Pilz.


    Jein.
    Flechten sind schon Pilze. Sie vermehren sich durch Sporen, bilden dabei Asci, wie Schlauchpilze. Aber sie verzehren kein Substrat, sondern sind auf eine besondere Weise Symbionten: Sie "kultivieren" quasi Algen. Die wiederum können durch Photosynthese Nährstoffe erzeugen, die sie an die Pilze abgeben. Diese Verbindung zwischen Alge und Pilz ist dann die Flechte.



    LG, Pablo.

    Hallo, Günter!


    Super, das wird ein richtig prachtvolles Portrait. :thumbup:
    Wahrscheinlich findest du sie aber schneller als ich. Wenn du magst, kannst du sie auch selber hinzufügen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Fredy!


    Aber gerne! :thumbup:
    Superbilder vor allem auch von schön jungen Exemplaren. Die hatte ich schon wieder vergessen. Jetzt sind mal vier davon ins Portrait eingebunden, so haben hoffentlich alle was davon.


    Bei den Sporen hatte ich im Portrait ja die Werte aus dem Krieglsteiner übernommen. Allerings sind sie dort mit einer Länge von 14 bis 18 µm angegeben. Bei Matthias liegt der höchste Wert der Längsachse bei 10,9 µm. Das ist schon eine recht große Abweichung.


    Aber vielleicht lässt sich das ja noch klären. Vielleicht hat es ja auch was mit der Eichung zu tun, oder die Angaben in den GPBWs sind nicht ganz stimmig.



    LG, Pablo.

    Cortinarius praestans (Cordier) Gillet
    Schleiereule
    Synonyme:
    - Phlegmacium praestans (Cordier) M.M. Moser
    - Cortinarius infractus Berk.
    - Cortinarius berkeleyi Cooke
    - Cortinarius torvus var. berkeleyi (Cooke) Boud.
    - blaugestiefelter Schleimkopf


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Agaricales --> Cortinariaceae --> Cortinarius (--> Phlegmacium) --> Cortinarius praestans



    Hut: bis 20 (25) cm breit; dickfleischig; jung halbkugelig, alt immer mehr verflachend, zuletzt ganz ausgebreitet mit vertiefter Mitte; Hutrand zunehmend radialrunzlig; anfangs komplett mit weißlich –“ violettem Velum überzogen, das nach und nach aufreißt und die typischen, weißlichen Faser–œflecken–œ hinterlässt; im Alter sind diese Flecken oft komplett abgewaschen, meist bleiben aber zumindest am Hutrand noch weißliche, faserige Velumreste erhalten


    Stiel: bis 20 cm lang; voll, dickfleischig; zylindrisch, Basis deutlich keulig oder zwiebelig –“ keulig, bei jungen Pilzen geht die kugelige Stielbasis direkt in die Stielspitze über, was dem Stiel ein bauchiges Aussehen verleihen kann, zumal wenn das Velum noch komplett geschlossen ist. Stielfarbe: weißlich, überzogen mit silbrig –“ weißem Velum, das jung auch violett getönt sein kann; im Verlauf des Stielwachstums reißt das Velum in eine oder mehrere faserige Ringzonen auf, die bald vom Sporenpulver bräunlich bepudert sind


    Lamellen: relativ gedrängt, gerade bis ausgebuchtet angewachsen, Schneiden gekerbt; jung cremefarben bis grauviolett; bald hellbraun, zuletzt rostbraun, Schneiden meist heller


    Fleisch: weiß & fest; gelegentlich schwach violettlich bis violettbräunlich im oberen Stielbereich; ohne besonderen Geruch oder Geschmack, nur beim Trocknen oft mit der Zeit Schweißfußgeruch entwickelnd.


    Speisewert: sehr guter Speisepilz, der aber wegen seiner Seltenheit unbedingt geschont werden soll


    Sporenpulver: rostbraun; Sporen mandelförmig; 14-18 x 7,5-9 µm; unregelmäßig grobschollig ornamentiert


    Vorkommen: zerstreut, mäßig verbreitet und insgesamt selten; gesellig in Reihen oder Ringen auf Kalkböden (basisch bis neutral), an trockeneren Standorten; Mykorrhiza mit Laubbäumen, bevorzugt Buche; Bestand gilt in Deutschland als gefährdet (G3)!


    Verwechslungen: Theoretisch mit anderen großen Schleierlingen. Beachtet man aber die Größe, Farben (braun und weiß, nur jung gelegentlich violett überhaucht) und die charakteristischen weißen Faserschuppen auf dem Hut, ist eine Verwechslung so gut wie ausgeschlossen. Dennoch empfiehlt es sich, in der Gattung genau hinzusehen. Insbesondere, wenn man den Pilz zu –žkulinarischen Forschungszwecken–œ einsammeln will. Auch unter den großen und dickfleischigen Arten gibt es in der Gattung einige extrem giftige Vertreter.


    Wissenswertes: –žPilz des Jahres–œ 2010



    Bilder:





    Vielen Dank an Lycogala für die Bilder! :thumbup:






    Für diese Bilder ein herzliches Dankeschön an Fredy! :thumbup:



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Cortinarius polymorphus<

    Wegen meiner Assoziation? ;) *gggg*


    Aber nicht nur. Die Verbindung hatte ich als Junggeselle natürlich schon beim Auffinden der Fruchtkörper hergestellt. :evil:
    Ich glaube, anfangs habe ich sogar versucht, irgendwo Hinweise auf Hypholoma mamillata zu finden. :D
    Der dazu passende Trivialname wäre Pornopilz. Aber da landet man immer wieder bei der Hundsrute, Phallus impudicus und dem wolligen Scheidling, auch wenn Letzteres...
    Hilfe, das muss jetzt aufhören! Kopfkino aus!



    LG, Pablo.

    Hallo.



    (...) ich denke hier an den Winter-Trompetenschnitzling (Tubaria hiemalis). (...)


    Das allerdings wäre eher unwahrscheinlich. Tubaria hiemalis (= Tubaria furfuracea) sollte schon einen erkennbar gerieften Hutrand haben. Zudem dürften da keine Schüppchen auf der Huthaut sein; die rundliche Hutform käme so auch nur bei sehr jungen Basidiocarpien vor.
    Ein Trompetenschnitzling ohne gerieften Hutrand wäre noch T. praestans, der dem gemeinen oder Wintertrompetenschnitzling ansonsten recht ähnlich sein soll.


    Insgesamt wäre hier mE der verdacht auf Stockschwämmchen noch neheliegender. ;)



    LG, Pablo.



    Edit:
    Hoppla, Überschneidung. :)
    Naja, auch H. lateritium ist hier ja mehr ein Stochern im Nebel. Aber eine Hypholoma - Art halte ich für relativ wahrscheinlich. Dazu mal noch ein Bild von (scheinbar) direkt auf dem Boden wachsenden, stark hygrophanen Grünblättrigen Schwefelköpfen:


    nochmal Grüße. :)

    Hallo, Matthias!


    Super, danke! :thumbup:
    Jetzt habe ich mich gerade mal drangesetzt ein Portrait zusammenzubasteln, habe da aber ein kleines Problem:
    Nun gibt es hier ja ein schönes Sporenbild, das ich gerne verwendet hätte. Allerdings kommen mir jetzt doch leichte Zweifel, aber weniger an der Identität des Pilzes, sondern vielmehr an den Maßen. ;)
    In den GPBWs sind die Abmessungen der Sporen mit 14-17 x 7,5-9 µm angegeben. Darum mal die Frage, wie du da gemessen hast.
    Was wiederum gut passt ist das Aussehen: Mandelförmig und grobscholliges, unregelmäßiges Ornament.


    PS.:
    Das Portrait habe ich jetzt einfach mal erstellt, aber das Sporenbild vorerst mal noch nicht aufgenommen.
    >Cortinarius praestans<



    LG, Pablo.

    Hallo, Rudolf.


    Doch, die Bilder gehören eindeutig hier her, keine Sorge.;)
    Seiser Alm mit Langkofel?


    Sehr schön, so könnte man den Winter sogar genießen.



    LG, Pablo.