Beiträge von Beorn

    Moin, Leute!


    Schön. :thumbup: Denn am Stiel des Pilzes gibt es doch so viel zu entdecken. ;)


    Darum zunächst mal die Antwort auf die dritte Frage:


    Ist der Pilz an der Stielspitze fein weiß- bereift/-bepudert und hat einen schmutzig weißen Myzelfilz ?


    Ja, der bis zu 7 cm lange Stiel des gesuchten Pilzes ist an der Basis deutlich schmutzigweiß mit Mycelfilz überflauscht und die Stielspitze ist (meist, siehe Witterungsverhältnisse und Vergänglichkeit) fein weiß bereift. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Daggi!


    Das ist schon richtig, was du schreibst! :thumbup:
    Zu Quoten: Betrachte ich auch sehr skeptisch. Aber noch beunruhigender finde ich es, daß es anscheinend eben nicht über Selbstregulierung funktioniert. Im Gegenzug sind die Erfahrungen in skandinavischen Ländern zB, die eine Quote haben, durchaus positiv.
    Wenn es aber darum geht, noch mehr Bürokratie anzuhäufen, bekomme ich auch Bauchschmerzen. Edmund Stoiber möge es mir verzeihen, der sich ja in Brüssel durchaus viel Mühe gibt mit der Bürokratisierung der Entbürokratisierung.


    Und ja, Spiritualität halte ich durchaus für wichtig. Umso kritischer beurteile ich es, daß sich gerade die großen Kirchen davon mehr und mehr entfremden. Die evangelische Kirche will sich hauptsächlich als Action - Event vermarkten, die katholische Kirche klebt zwanghaft an eingestaubten Traditionen und hat in vielen Bereichen der Wirklichkeit längst den Rücken zugewand.


    Was nicht heißt, daß nicht in der Basisarbeit in vielen Kirchen wichtige Arbeit geleistet würde.


    Dennoch zeigen viele Punkte in letzter Zeit - nicht zuletzt der haarsträubende Umgang mit den Mißbrauchsopfern - daß die Kirche nicht nur Demut, sondern vor allem Reformen, und zwar strukturell wie geistig braucht. Und das halte ich - bei allem Respekt - auch mit dem neuen Papst für eher unwahrscheinlich.



    LG, Pablo.

    N'abend!


    Keine Sorge, Daggi.
    Deiner ist nicht der Einzige in der Gattung, der so aussieht. Auch einer von zweien. Auch viersporeige, die so aussehen, gibt es noch mehr als einen. Nach dem Stiel zu fragen, ist da nicht verkehrt. Aber ein anderes Merkmal als die Befaserung wäre wahrscheinlich aufschlussreicher. Auch wenn's dicht dran ist. :evil:



    Gut nacht, Pablo.

    Moin.


    Also ich bin enttäuscht. Ich wollte einen guten Papst, einen Papst mit Unterhaltungswert, Charisma, Schmiss und blutjung: Ich wollte Edmund Stoiber.


    Aber den wollte ich auch schon als Moderator für Wetten Dass... Zusammen mit Rudolf Scharping, ein großartiges Gespann. Und Silvio Berlusconi verkleidet als Michelle Hunziker darf Pausenclown spielen, damit der auch mal seine männliche Seite ausleben lernt.


    Der (Also Silvio Berlusconi) hätte natürlich auch einen guten Papst abgegeben. Aber anscheinend hat der gemeinsame Konten mit Joseph Blatter (kann passieren. Die sind doch verheiratet, oder?), darum geht das wohl nicht.


    Ich finde es ohnehin hochnotpeinlich für die katholische Kirche, daß da so wenig Führungspositionen mit Frauen besetzt sind. Um jetzt mal wieder ernst zu werden: Frauenquote in der EU, und das definitiv auch für den Vatikan.



    LG, Pablo.

    Hallo, Günter!


    Ich verstehe davon zwar auch nichts, aber Fredy.
    Vielleicht hilt dir ja >dieses Thema< weiter. ;)



    LG, Pablo.



    Edit:
    Wie sagt man? Schreiben zwei zur gleichen Zeit das selbe, bleiben sie noch ein Jahr im selben Forum zusammen. :thumbup:

    Moin.


    Mausmann, ich verstehe dein Problem.
    Mein Kopf raucht, aber bis auf die durchschnittliche Größe der Vertreter finde ich keinen Stichhaltigen, allgemeingültigen Unetrscheidungspunkt für zwei Gattungen, die ich mir gerade ansehe. Wobei ich denke, draußen im Feld wäre die Gattungszugehörigkeit in den meisten Fällen eigentlich klar... :(


    Ja, ist schwierig. Macht euch nicht wahnsinnig. Wir haben Zeit. Und bei schweren Pilzen gab es bisher immer die Möglichkeit zu einer vierten Frage.



    LG, Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Auch wenn dieser Pilz anscheinend hartnäckigen Widerstand gegen eine Betsimmung leistet:
    Deine Mikroaufnahemn sind mal richtig gut. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Kuschel!


    Ach, das darf dich nicht so pauschal vergrämen. Immerhin geht es hier ja um >Boletus reticulatus<. Ich fürchte, der könnte in der Gegend um Hamburg ohnehin etwas weniger vertreten sein als hier unten im Süden.
    Wenn ich deine Beiträge im letzten Jahr richtig verfolgt habe, tauchte bei dir ja zumeist >Boletus edulis< auf.
    Aber der kommt ja generell erst später zum Vorschein, nach meinen Erfahrungen der erste Schub erst so gegen Mitte bis Ende Juno, je nach Witterung.



    LG, Pablo.

    Hallo, Uli!



    Zur 14 bin ich deinem Link (danke) gefolgt, gestern gegen 21:00 und musste feststellen, das es in einer Fremdsprache erzeugt wurde, zudem überaus lang ist. Da kam eine große Müdigkeit über mich.


    Dann ging's dir wie mir. :D
    Das gehörte zu meiner Recherche zum Plüschknubbelpilz, der dann nachher eigentlich gar nichts mehr so richtig mit dem Artikel zu tun hatte. X/
    Leider geht mir das oft so, wen ich derartige Artikel durcharbeite. Auch hier muss ich gestehen, viele Passagen auch nur überflogen zu haben, bzw. nach Stichwörtern durchkämmt zu haben.


    Die Nummer 14 könnte aber vielleicht einen Extra - Beitrag im Bestimmungsforum wert sein. Möglicherweise zieht das die Aufmerksamkeit von Björn oder Toffel an, die hier wahrscheinlich weiterhelfen könnten.



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Gute Frage.
    Ich habe mich auch bemüht, sie so verwirrend wie möglich zu beantworten. Ich denke, bei diesem Pilz ist es schon ok, wenn da mal etwas Zeit vergeht, um gute Fragen zu überlegen. Und die doch sehr versiert geführte Diskussion bestätigt, daß hier einfach gründlich nachgedacht wurde. Respekt. :thumbup:


    Würde ich hier miträtseln, wäre ich mittlerweile auch in einer recht verzweifelten und verstörten Stimmung. Aber ihr seid auf einem guten Weg.



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Nach reiflicher und gründlicher Überlegung nun die Antwort auf die zweite Frage:


    Sind "verschiebbare/wegschiebbare" Lamellen ein charakteristisches Merkmal der Gattung des gesuchten Pilzes?


    Nein.
    Und weil ja klar ist, auf welche Gattung die Frage abzielt, hier nochmal der Hinweis, daß es darin ja durchaus zwei Vertreter gibt, die häufig auch zur zahlenmäßig überlegenen Nachbargattung gestellt werden, die eben zu - sagen wir - 99% dieses Merkmal nicht aufweist. Einer davon dürfte ausscheiden, der andere ließe sich durch den Geruch mit Sicherheit ausschließen oder bestätigen.



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Dann lasst mal die Lamellentrama außen vor. Das ist zwar für den gesuchten Pilz eindeutig, aber insgesamt für die Gattung zumindest in den Randbereichen umstritten.


    Zur Klärung der Gattung wären Annikas Fragen 7 bis 9 mindestens genauso aufschlussreich.


    Daß zum Stiel noch eine ganz andere Frage als der hohle Stiel zur Arteingrenzung sinnvoll wäre, habe ich jetzt nicht geschrieben. :whistling:
    Aber vorher könnte man schon noch einen etwas weiteren Rahmen abstecken. Geruch, Größe, Substrat/Mykorrhiza und eventuell SPP - Farbe wären da schon nicht schlecht. ;)


    Hübscher Avatar, Stefan. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Anna!



    Ob auf dem erste Bild mit dem warzigen Drüsling das Weiße auch eine weiße Variante der Exidia plana sein könnte, hatte ich mich auch schon gefragt... :thumbup:


    E. Thurentiana ist sicherlich eine gute Möglichkeit für den durchsichtigen, leicht bräunlichen Pilz auf Laubholz. Eventuell zeigen die Bilder hier aber doch zwei unterschiedliche Pilze. Das ist nicht auszuschließen, da es sich nicht um das gleiche Holzsstück handelt. Fundort war aber jeweils in ganz unmittelbarer Nähe voneinander, im selben Walldgebiet.


    Schon möglich, daß das auch zwei Arten sind. Die Ähnlichkeiten sind allerdings schon groß. Wobei auf dem ersten Bild die Entwicklung wohl dann weiter vorangeschritten wäre, als auf dem zweiten. Auch die Wuchsweise (eher dünnes Geäst, beides nicht auf dem Boden aufliegend, wenn ich das richtig sehe?) könnte ein Hinweis sein.



    Zu Problempilz 1: T. Aurantia erscheint mir auch als die beste Lösung für die gelben Bereiche, besonders in Anbetracht des Substrats. Nur die hellen gelblich-grünen Teile verwirren mich noch - kann das wirklich alles derselbe Pilz sein...? Da schien mir auch die Grundausformung bei den hellen Partien jeweils etwas anderes als bei den orangegelben Partien... :/


    Ja, dieses eher Knubbelige stört mich auch für T. mesenterica oder aurantia. Die Farbe weniger. Das Grünliche kann auch einfach eine Verfärbung zB durch leichten Algenbefall sein. Wobei ich nicht recht weiß, ob die entsprechenden Arten überhaupt dafür anfällig sind.
    Eventuell müsste man hier auch noch mal in Richtung Exidia oder auch (bei den knubbeligen Gelben) in Richtung Dacrymyces nachdenken.
    Wie schon erwähnt: Hier wäre interessant, was da eventuell noch so an Pilzen an dem Substrat zu sehen war.
    Wie wäre es da mal mit einer gesonderten Bestimmungsanfrage? Das würde sicher noch einige mehr qualifizierte Meinungen einbringen.



    Zu Problempilz 2: Den Laubholzhörnling hatte ich bei meinen Recherchen auch vom Aussehen her kurz im Verdacht, aber die Konsistenz des ganzen war wie bei einer Gallertträne und der Pilz ließ sich sehr leicht zerdrücken. hmmm. :/


    Das ist halt die Frage, inwiefern hier auch die Konsistenz den Witterungseinflüssen geschuldet ist. Immerhin wäre die Haupterscheinungszeit von C. cornea auch eher im Sommer und Herbst. Für Dacrymyces passt aber mE die Form überhaupt nicht. Leider fällt mir da außer Calocera kaum etwas zu ein. Am ehesten könnte hier auch noch über Tremella (mesenterica oder aurantia) nachgedacht werden.


    Noch eine separate Bestimmungsanfrage?
    Wäre wohl auch für die beiden letzten Problempilze Mittel der Wahl.



    LG, Pablo.


    du kennst dich mit pilzeln besser aus als mit vögeln :nana:


    *hust*
    Manchmal solltest du dann aber doch mit Groß-/Kleinschreibung arbeiten. Man könnte fast meinen, du benutzt hier zwei Verben. 8|


    Sonst könnte ich das jederzeit bestätigen: Mit Vögeln kenne ich mich wirklich nicht aus. Bei anderer Schreibweise verweigere ich jede verbale Auskunft. :whistling:



    LG, Pablo.

    Hallo, Annika!


    Nö, Urlaub erst in zwei Wochen. ;)
    Aber heute frei und die geplante Pilztour ist kurzfristig im Tiefschnee untergegangen.


    Aber bei dem Portrait hier muss auch erwähnt werden, daß ich ohne die Bestimmungshilfe von Ralf, Hartmut und Nobi aufgeschmissen gewesen wäre. Auch die vielen Trüffelexkursionen und Besprechnungen von Ralf und Björn haben hier wesentlichen Anteil. Das sollte mal noch erwähnt werden.


    Darum bitte ich hier die Kenner auch besonders um Kritik / Verbesserungsvorschläge, da ich unsicher bin, ob mein sehr dünnes Wissen und online - Recherchen gereicht haben, um ein einigermaßen stimmiges Portrait zu produzieren.



    LG, Pablo.

    Elaphomyces granulatus Fr.
    Warzige Hirschtrüffel
    Synonyme:
    - Lycoperdon cervinum L.
    - Hypogaeum cervinum (L.) Pers.
    - Scleroderma cervinum (L.) Pers.
    - Elaphomyces cervinus (L.) Schltdl.


    Ascomycota --> Eurotiomycetes --> Eurotiomycetidae --> Eurotiales --> Elaphomycetaceae --> Elaphomyces --> Elaphomyces granulatus



    Fruchtkörper: rundlich, oval bis bohnenförmig; bis ca. 3cm im Durchmesser; beigebraun, gelblichbraun oder ockerlich; fest, derb; Oberfläche mit feinen, vergänglichen Warzen und Pusteln bedeckt


    Fleisch: fest, zähelastisch; die Sporenmasse (Gleba) wird voneiner Hülle / Wand (Peridie) umschlossen, die aus zwei Schichten besteht: Eine festere, dünne Außenhaut und darunter eine dickere (2-3mm) Schicht, die nach außen zu weißlich, nach innen zur mehr oder weniger deutlich abgegrenzten Sporenmasse rosa bis graurosa oder rosabräunlich gefärbt ist. Diese Schicht ist regelmäßig und nicht granuliert wie zB bei Elaphomyces muricatus


    Sporenmasse: wattig, deutlich weicher als die Hülle (Peridie); anfangs rosalich mit rosabräunlichen oder grulichen Einlagerungen, später dunkel graubraun bis schwarz
    Sporenbilder (Danke, Hartmut):

    Bildautor: Hartmut Schubert "Harzpilzchen"

    Bildautor: Hartmut Schubert "Harzpilzchen"


    Vorkommen: Weit verbreitet und häufig, prinzipiell ganzjährig allerdings häufiger in der warmen Jahreszeit; häufig in Symbiose mit Fichte, aber auch mit anderen Laub –“ und Nadelbäumen; unterirdisch.
    Die für Menschen ungenießbaren Hirschtrüffeln werden von Wildschweinen gerne gefressen (was auch die Verbreitung der Sporen gewährleistet). Beim Aufwühlen des Waldbodens durch die Schwarzkittel werden die Trüffeln an die Oberfläche geholt. Die von den Schweinen übersehenen Fruchtkörper sind dann an solchen Wühlstellen zu entdecken.
    Noch nicht ausgegrabene Hirschtrüffeln könnten aber auch durch Zungenkernkeulen angezeugt sein, diese wachsen nämlich oberirdisch


    Speisewert: kein Speisepilz; ungenießbar
    >über Hirschtrüffeln als Aphrodisiaka<


    Verwechslungen: Mit anderen hypogäisch (unterirdisch) lebenden Pilzen. Zu beachten ist hier immer die Oberflächenbeschaffenheit so wie Beschaffenheit von Peridie (Schale) und Gleba (Sporenmasse). Weitere Unterscheidungskriterien sind Fundort, Geruch und Mikromerkmale (zB ob die Sporen an Basidien oder in Asci sitzen)


    Wissenswertes: Die deutsche Bezeichnung –žTrüffel–œ könnte man als eine Art Überbegriff für eine Vielzahl an Gattungen verstehen. Ähnlichkeiten sind hier oft nur äußerlich, viele Arten, die im trivialen Sprachgebrauch unter den Begriff –žTrüffel–œ fallen, sind von Grund auf verschieden. So gehören die –žechten–œ Trüffeln, wie zB die hochgeschätzte Perigordtrüffel zu den Pezizomycetes (Becherlingsartige), einer ganz anderen Klasse der Schlauchpilze. In manchen Gegenden werden sogar Ständerpilze wie der Kartoffelbovist (Scleroderma citrinum) oder der Erbsenstreuling (Pisolithus arhizus) umgangssprachlich als Trüffel bezeichnet.
    Darüber hinaus gibt es auch noch wirklich unterirdisch lebende Trüffelartige, die zu den Ständerpilzen zählen, wie zB Pilze der Gattung Rhizopogon (Wurzeltrüffel) und Melanogaster (Schleimtrüffeln)
    Die Fruchtkörper der Hirschtrüffeln werden gelegentlich von >Zungenkernkeulen (Elaphocordiceps)< befallen. Mit etwas Glück macht man so zwei schöne Funde auf ein Mal.



    Bilder:






    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Elaphomyces muricatus<
    >Rhizopogon obtextus<
    >Tuber aestivum<
    >Scleroderma citrinum<


    >Sporenvergleich Elaphomyces<


    Zum Schmökern:
    >Trüffel Vol.?<
    >Trüffel Vol.III<
    >Trüffel Vol. IV<
    >Trüffel Vol. V<
    >Trüffel Vol. VI<
    >Trüffel Vol. VII<
    >Trüffel Vol. VIII<

    Hallo, Kuschel!


    Oh ja, die sind pfiffig, die Vögel. Möglicherweise - das solltest du in deine Forschungen mit einbeziehen - beobachtet Felix dich aber insgeheim genau so, wie du sie / ihn beobachtest. Überleg doch mal, was du ei der Arbeit so alles angestellt hast, wo Felix also den Schneelawinnen - Trick gelernt haben könnte.


    Bewundernswert übrigens, wie du zugleich Kundenberatung am Telefon und wissenschaftliche Studien der Ornithologie durchführen kannst. Ich zB wäre da hoffnungslos verloren bei dem Versuch, mein Alar aufzuspalten.



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Wieder einmal bin ich ziemlich beeindruckt, was für hübsche Dinger auf eher unhübschem Geköddel wachsen. Und diese Sporen... Herrlich. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hi!


    Also eigentlich hatten wir Kirsche ja schon. Aber eben nur als Totholz. Der folgende Fund lebt aber noch:


    Insgesamt zeigten sich etliche Bäume mit dieser Rinde und solchem Wuchs in dem Wald. Die meisten unten am BAch, aber eben einige auch etwas weiter oben. Mitten im Wald. Und ganz schön groß. In der Größe jedenfalls habe ich Wildkirschen noch nie wahr genommen.


    Vielleicht doch was anderes?



    LG, Pablo.

    Hallo, Michael!


    So ist das nun. Da muss man auch mal Dampf ablassen, das gehört dazu. Also Scheißtag. Das kann man dann auch ruhig dreimal sagen oder laut rausschreien.


    Aber das Leben geht weiter, zum Glück in diesem Fall. Und Daggi hat völlig recht: Autos sind Blech und Blech ist ersetzbar. Zum Glück gibt es Versicherungen. Ich habe auch etliche Jahre ohne Rostlaube überlebt. Aber wenn man mal dran gewöhnt ist, dann fehlt es.


    Ich bin jedenfalls froh, daß du fit bist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Annika!


    14? 8|
    Das ist schon stattlich. Und die Gelenke sind noch in Ordnung? Die von meinen Eltern hatte schon mit 4 Probleme im Schulterbereich. Dank Diät und Grünlippmuschel und viel Schwimmen geht es aber mittlerweile ganz gut.


    Aber solange das Baden noch Spaß macht, ist wohl alles ok.


    LG, Pablo.

    Craterellus tubaeformis (Fr.) Quel.
    Trompetenpfifferling / durchbohrter Leistling / Herbstpfifferling / Tompiffge
    Synonyme:
    - Cantharellus tubaeformis Fr.
    - Cantharellus tubaeformis var. subramosus (Bres.) Cetto
    - Cantharellus cantharelloides (Quel)
    - Cantharellus infundibuliformis (Scpo.) Fr.
    - Cantharellus xanthopus (Pers.) Duby (?!?)


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Cantharellales --> Cantharellaceae --> Craterellus --> Craterellus tubaeformis



    Hut: bis 6 cm breit; jung gerne knopfig; später ausgebreitet, flatterig –“ wellig, bald tief trichterförmig, häufig mit regelrechtem Loch in der Mitte, welches bis zur Stielbasis durchlaufen kann; Oberfläche radialfaserig, längsrunzelig; fein flockig bis schuppig, selten ganz verkahlend; Hutrand unregelmäßig wellig, bei ausgewachsenen Exemplaren oft ausgefranst oder fein gezähnt; graubraun, gelbbraun, gelbgrau, ockerlich oder selten auch leuchtend gelb


    Stiel: bis 8 cm lang, hohl, unregelmäßig geformt: zusammengedrückt oval, wellig verdreht, bisweilen fast faltig; bei büscheligen Vorkommen oft mehrere Stiele zusammenwachsend; Oberfläche glatt bis speckig länzend, längsfaserig; cremegelb, gelbgrau, goldgelb und / oder mit ockerlichen bis bräunlichen Farbtönen


    Leisten: aderig, dick, entfernt stehend, weit herablaufend, gegabelt, teils anastomosierend; nicht vom Hut bzw. Stiel ablösbar; insgesamt deutlich ausgeprägt ( ---> niemals glatt unterm Hut); blass cremegelb bis leuchtend gelb, auch gelbbraun oder grau bzw. grau bis weißlich bereift


    Fleisch: dünn, elastisch, biegsam; weißlich bis gelblich; ohne Verfärbungen (erst beim Trocknen allmählich schwärzend); Geschmack mild, unbedeutend; geruchslos bis schwach aromatisch –“ fruchtig, alt muffig; im Stiel längsfaserig


    Speisewert: ausgezeichneter Speisepilz; hervoragend als Dörrpilz geeignet


    Sporenpulver: weißlich


    Vorkommen: weit verbreitet und häufig; Sommer bis Spätherbst, bei günstiger Witterung noch bis in den Winter hinein zu finden; sehr gesellig bis teilweise rasig wachsend, auch büschelig, gerne auch in Reihen, Ringen und Teppichen auftretend; Symbiose mit Laub –“ und Nadelbäumen, meistens mit Fichte


    Verwechslungen: Mittlerweile wird der starkriechende Leistling bzw. goldstieleige Leistling (Craterellus lutescens, syn. Craterellus aurora) als eine eigene Art angesehen, die sich in erster Linie durch die glatte bis runzlige Fruchtschicht unterscheidet. Niemals hat Craterellus lutescens ausgepräte Leisten. Geruch und Farben (insbesondere Stiel) werden oft als Unterscheidungskriterien geführt, sind aber nicht verlässlich, da die Variationsbreite von C. tubaeformis in diesen Punkten die von C. lutescens einschließt.
    Die Krause Kraterelle (Pseudocraterellus undulatus) ist mehr graubraun gefärbt, vor allem zeigt sie nie lebhaft goldgelbe Stiele. Sie erreicht nicht die Größe von C. tubaeformis und hat wie C. lutescens ein glattes bis nur schwach runzliges Hymenophor (Fruchtschicht). Meist sind ihre Hüte tatsächlich stark gekraust.
    Der schwärzende Pfifferling (Cantharellus melanoxeros) hat bisweilen einen ähnlichen Habitus, wird aber durchschnittlich größer und bildet robustere Basidiocarpien. Seine Farben sind meist blasser und das Fleisch schwärzt nach einiger Zeit deutlich im Schnitt. Die Leisten sind hier zumindest bei reifen Fruchtkörpern stark ausgeprägt und laufen sehr weit herab, bisweilen bis zur Stielbasis.
    Manche Autoren (und auch SpeciesFungorum) unterscheiden noch eine weitere Art: Cantharellus ianthoxanthus mit kleineren Basidiocarpien, undeutlicher bis fehlender Schwarzverfärbung und weniger ausgeprägten Leisten. Auch diese Art würde sich von C. tubaeformis durch kräftigere Fruchtkörper und blassere Farben unterscheiden.
    Der samtige Leistling (Cantharellus friesii) bildet ebenfalls robustere Fruchtkörper mit weniger elastischem Fleisch. Er ist meist deutlich orange gefärbt.
    Das wohl giftige Grüngelbe Gallertköpfchen (Leotia lubrica) unterscheidet sich dur elastischeres, wässriges Fleisch und meist flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Inneren (Vgl. dazu auch Walter Pätzolds "Selbst Sortierende Pilzpfanne"). Es hat keinerlei Leisten und nie einen faserigen, rauhen Hut.


    Wissenswertes: Tompiffge mit komplett gelben Fruchtkörpern, also auch gelber Hutoberfläche, wurden teilweise als eine Variation Beschrieben: Cantharellus tubaeformis var. lutescens. Diese Farbausprägung liegt allerdings in der natürlichen Variationsbreite von C. tubaeformis.
    Als noch verwirrender stellte sich die Unterscheidung nach dem Geruch heraus. So wurde der starkriechende Leistling zunächst als C. xanthopus beschrieben. Eigentlich müsste dieses Taxon nun also zum starkriechenden = goldstieligen Leistling (Craterellus lutescens) gehören. Sobald aber C. xanthopus einen Leistling mit zwar deutlichem, fruchtigem Geruch nach Aprikosen o.Ä. beschreibt, der zugleich ausgeprägte Leisten hat, müsste das Taxon als Synonym zu C. tubaeformis gehören.
    Bisher hatte ich das Glück, keinen solchen Pilz mit starkem Geruch und glattem bis nur leicht runzligem Hymenophor zu finden. ;)



    Bilder:





    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Craterellus lutescens = Goldstieliger Leistling<
    >Pseudocraterellus undulatus = Krause Kraterelle<
    >Cantharellus ianthinoxanthus = Kaum Schwärzender Pfifferling<
    >Cantharellus melanoxeros = Schwärzender Pfifferling<
    >Cantharellus friesii = Samtiger Leistling<
    >Leotia lubrica = Grüngelbes Gallertköpfchen<