Beiträge von Beorn

    Russula virescens (Schaeff.) Fr.
    Grüngefelderter Täubling / Krokodil
    Synonyme:
    - Agaricus virescens Schaeff.


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Russulales --> Russulaceae --> Russula --> Russula virescens



    Hut: bis 15 cm breit, dickfleischig, hart aber spröde; jung fast halbkugelig, später polsterförmig bis flach ausgebreitet; Oberfläche trocken; spangrün, grasgrün, blaugrün, blassgrün, bisweilen auch mit weißlichen Schattierungen, alt oft mit ockergelblichen oder ockerbraunen Einmischungen, niemals mit rötlichen und / oder violettlichen Farbtönen; Huthaut mehr oder weniger gut (meist aber zumindest bis ca.1/4) abziehbar; jung noch zusammenhängend / schorfig, bald vom Rand her mehr und mehr feldrig –“ rissig aufspringend (–žKrokodilhaut–œ); Rand nur im Alter gerieft bis radialrissig


    Stiel: bis 10 cm lang; zylindrisch, Basis oft verjüngt; weiß, Basis im Alter und an Fraßstellen gelegentlich braunfleckig; voll, jung sehr fest, im Alter brüchiger und wattig ausgestopft


    Lamellen: relativ weit stehend; breit angewachsen; brüchig, spröde; weiß, im Alter cremefarben; gelegentlich braun fleckend


    Fleisch: anfangs fest, später locker; brüchig, spröde; weiß, im Alter oder bei Verletzungen (Parasitenbefall, Fraßstellen) etwas bräunend; Geruch unbedeutend, mild, beim Trocknen leicht käseartig; Geschmack angenehm nussig


    Speisewert: sehr lecker, aber vielerorts selten und schonenswert


    Sporenpulver: weiß; Sporen elliptisch; 6,5-9 x 5,5-7 µm


    Vorkommen: weit verbreitet aber eher zerstreut bis selten vorkommend; Sommer bis Herbst; Symbiose mit Laubbäumen, in erster Linie Buche und Eiche (vereinzelt wird auch über Mykorrhiza mit Nadelbäumen (Tanne, Fichte) berichtet; nicht gesellig


    Verwechslungen: In erster Linie mit anderen Täublingen. So kann zB der Frauentäubling (Russula cyanoxantha) auch eine aufgesprungene Huthaut aufweisen, hat aber immer biegsame Lamellen. Und die Hutoberfläche weist gewöhnlich irgendwo violettliche Farbtöne auf. Der grasgrüne Täubling (Russula aeruginosa) hat eine nicht so aufreißende Huthaut.
    Speisepilzsammler sollten gerade beim Sammeln junger Fruchtkörper genau hinschauen, um Verwechslungen mit dem grünen Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) auszuschließen.
    Ebenfalls auf den ersten Blick kann der Grüne Anistrichterling (Clitocybe odora) aussehen, der aber kein brüchiges Fleisch und keine brüchigen Lamellen hat (Vgl. "Täublingsregel 2"). Außerdem riecht der nach Anis.
    In Nordamerika existieren weitere, sehr ähnliche Arten, so daß dort eine exakte Bestimmung teils nur mit Mikroskop möglich ist


    Wissenswertes: Täublingsregel 1: mild schmeckende Arten sind essbar, bitter oder scharf schmeckende Arten sind für die Küche ungeeignet oder giftig
    Täublingsregel 2: Täublinge unterscheiden sich von anderen Gattungen durch brüchiges Fleisch, das besonders im Stiel keinesfalls längsfaserig ist, sondern sich wie guter Parmesankäse brechen lässt. Ebenfalls brüchig sind die Lamellen (Ausnahme: Gruppe um den Frauentäubling, R. cyanoxantha); Fleisch und Lamellen sondern keinerlei Flüssigkeit ab (Unterscheidungen zu den Milchlingen)



    Bilder:





    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Russula aeruginea<
    >Russula parazurea<
    >Russula cyanoxantha<
    >Amanita phalloides<
    >Clitocybe odora<

    Ah!


    Noch ein Liebhaber der Zigarillos? :)
    Der war zum Mitnehmen schon drei Wochen davor nichts mehr, als ich ihn zum ersten Mal gefunden hatte.
    Da war er auch noch größer. Knappe Handspanne so etwa. Also musste ich nochmal hin mit Kamera. Das war drei Wochen später, da war er dann schon etwas zusammengeschrumpelt, aber immer noch beeindruckend.
    Also bitte keine Respektlosigkeiten diesem Pilz gegenüber. Es ist eben ein Methusalem. ;)



    LG, Pablo.

    Ja bitte!
    ...ich war sicher, hier schon den neuen Pilz anzutreffen...8|


    Ich fast auch. Aber dann kam eine Frage dazwischen.
    Danach gebe ich ja prinzipiell immer noch etwas Zeit, um die richtigen Antworten nochmal durch falsche zu ersetzen.


    Wo ist Kuschel? Die wollte sich um die die nächste Runde kümmern (und um Daggis Unterwäsche, wenn ich das richtig gelesen habe).


    Also Auflösung gegen 22hundert Uhr? Passt das?
    Ich hätte zur Not auch noch ein Bild vom aktuellen Pilz. War eigentlich das ursprüngliche Rätselbild, aber irgendwie fand ich das zu leicht und irgendwie grausam:

    Auch wenn hoher Nikotinkonsum eine Erklärung für Freakwachstum sein könnte.



    LG, Pablo.

    Hi!


    Wie steht ihr eigentlich zum Auflösen?
    So wie ich das mitbekommen habe, brauchen wir ja auf Peri und Safran nicht zu warten.
    Fehlten noch zwei, die entweder keinen Tip abgegeben haben oder noch revisieren könnten. Aber auch die würden sich viellelicht auch leiber ein neues Folterinstrument anschauen, statt sich weiter mit diesem Dings hier zu langweilen.



    LG, Pablo.

    Agaricomycetes
    --------> Incertae sedis
    -------->--------> Polyporales
    -------->-------->--------> Fomitopsidaceae
    -------->-------->-------->--------> Antrodia = Braunfäuletrameten
    -------->-------->-------->--------> >Antrodia serialis = Reihige Braunfäuletramete<
    -------->-------->-------->--------> >Antrodia sinuosa = Knotige Braunfäuletramete<
    -------->-------->-------->--------> >Antrodia xantha = Gelbe Braunfäuletramete<
    -------->-------->-------->--------> Auriporia = Goldporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Auriporia aurulenta = Duftender Goldporling<
    -------->-------->-------->--------> Cartilosoma = Weichtrameten
    -------->-------->-------->--------> >Cartilosoma rene-hentic = Ockerweiße Weichtramete<
    -------->-------->-------->--------> Daedalea = Wirrlinge
    -------->-------->-------->--------> >Daedalea quercina = Eichenwirrling<
    -------->-------->-------->--------> Fomitopsis = Harte Baumschwämme
    -------->-------->-------->--------> >Fomitopsis pinicola = Rotrandiger Baumschwamm<
    -------->-------->-------->--------> Grifola = Klapperschwamm
    -------->-------->-------->--------> >Grifola frondosa = Klapperschwamm<
    -------->-------->-------->--------> Laetiporus = Gelbporling
    -------->-------->-------->--------> >Laetiporus sulphureus = Schwefelporling<
    -------->-------->-------->--------> Phaeolus = Braunporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Phaeolus spadiceus / Phaeolus schweinitzii = Kiefern - Braunporling<
    -------->-------->-------->--------> Piptoporus
    -------->-------->-------->--------> >Piptoporus betulinus = Birkenporling<
    -------->-------->--------> Ganodermataceae
    -------->-------->-------->--------> Ganoderma = Lackporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Ganoderma applanatum = Flacher Lackporling<
    -------->-------->-------->--------> >Ganoderma australe (adspersum) = Wulstiger Lackporling<
    -------->-------->-------->--------> >Ganoderma carnosum = Dunkler Tannen - Lackporling<
    -------->-------->-------->--------> >Ganoderma lucidum = Glänzender Lackporling<
    -------->-------->-------->--------> >Ganoderma resinaceum = Harziger Lackporling<
    -------->-------->--------> Meripilaceae
    -------->-------->-------->--------> Meripilus = Riesenporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Meripilus giganteus = Riesenporling<
    -------->-------->--------> Meruliaceae
    -------->-------->-------->--------> Bjerkandera = Rauchporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Bjerkandera adusta = Angebrannter Rauchporling<
    -------->-------->-------->--------> >Bjerkandera fumosa = Graugelber Rauchporling<
    -------->-------->-------->--------> Ceriporia = Wachsporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Ceriporia purpurea = Purpurroter Wachsporling<
    -------->-------->-------->--------> >Ceriporia reticulata = Netziger Wachsporling<
    -------->-------->-------->--------> Hyphoderma = "Rindenpilze"
    -------->-------->-------->--------> >Hyphoderma mutatum = Veränderlicher Rindenpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Hyphoderma roseocremeum = Rosafleckiger Rindenpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Hyphoderma setigerum = Feinborstiger Rindenpilz<
    -------->-------->-------->--------> Irpex
    -------->-------->-------->--------> >Irpex lacteus = Milchweißer Eggenpilz<
    -------->-------->-------->--------> Mycoacia siehe Phlebia
    -------->-------->-------->--------> Phlebia = Kammpilze
    -------->-------->-------->--------> >Phlebia aurea = Goldgelber Fadenstachelpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Phlebia lilascens = Lilafärbender Kammpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Phlebia livida = Bleifarbiger Kammpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Phlebia nothofagi = Scheinbuchen - Fadenstachelpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Phlebia radiata = Orangeroter Kammpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Phlebia rufa = Rötender Kammpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Phlebia subochracea = Ockergelber Kammpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Phlebia tremellosa = Gallertfleischiger Fältling<
    -------->-------->-------->--------> >Phlebia uda = Wachsgelber Fadenstachelpilz<
    -------->-------->-------->--------> Sarcodontia = "Goldbärtchen"
    -------->-------->-------->--------> >Sarcodontia crocea = Apfelbaum - Stachelbart<
    -------->-------->--------> Phaenerochaetaceae
    -------->-------->-------->--------> Hapalopilus = Weichporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Hapalopilus nidulans (= Hapalopilus rutilans) = Zimtfarbener Weichporling<
    -------->-------->-------->--------> Phanerochaete = Zystidenkrusten
    -------->-------->-------->--------> >Phanerochaete cumulodentata (= P. raduloides) = Raspelzahn - Zystidenkruste<
    -------->-------->-------->--------> Phlebiopsis = Zystidenkammpilze
    -------->-------->-------->--------> >Phlebiopsis gigantea = Großer Zystiden-Kammpilz<
    -------->-------->-------->--------> Terana
    -------->-------->-------->--------> >Terana caerulea = Blauer Rindenpilz<
    -------->-------->--------> Polyporaceae
    -------->-------->-------->--------> Coriolopsis = Borstentrameten
    -------->-------->-------->--------> >Coriolopsis gallica = Braune Bortstentramete<
    -------->-------->-------->--------> >Coriolopsis (Trametes) trogii = Blasse Borstentramete<
    -------->-------->-------->--------> Daedaleopsis = Blättertrameten
    -------->-------->-------->--------> >Daedaleopsis confragosa = Rötende Tramete<
    -------->-------->-------->--------> >Daedaleopsis tricolor = Dreifarbige Tramete<
    -------->-------->-------->--------> Fomes = Zunderschwämme
    -------->-------->-------->--------> >Fomes fomentarius = Zunderschwamm<
    -------->-------->-------->--------> Hexagonia = Wabenschwämme
    -------->-------->-------->--------> >Hexagonia nitida = Südlicher Wabenschwamm<
    -------->-------->-------->--------> Lentinus = Sägeblättlinge
    -------->-------->-------->--------> >Lentinus cyathiformis = Becherförmiger Sägeblättling<
    -------->-------->-------->--------> >Lentinus strigosus = Borstiger Knäueling<
    -------->-------->-------->--------> >Lentinus tigrinus = Getigerter Sägeblättling<
    -------->-------->-------->--------> Lenzites = Blättlinge
    -------->-------->-------->--------> >Lenzites betulina = Birken - Blättling<
    -------->-------->-------->--------> >Lenzites warnieri = Auen - Blättling<
    -------->-------->-------->--------> Neolentinus = Sägeblättlinge
    -------->-------->-------->--------> >Neolentinus adhaerens = Harziger Sägeblättling<
    -------->-------->-------->--------> >Neolentinus lepideus = Schuppiger Sägeblättling<
    -------->-------->-------->--------> Panus = Knäuelinge
    -------->-------->-------->--------> >Panus conchatus = Veränderlicher Knäueling<
    -------->-------->-------->--------> Parmastomyces siehe Sarcoporia
    -------->-------->-------->--------> Perenniporia = Baumschwämme
    -------->-------->-------->--------> >Perenniporia fraxinea = Eschen - Baumschwamm<
    -------->-------->-------->--------> >Polyporus = Stielporlinge<
    -------->-------->-------->--------> >Polyporus alveolaris (mori) = Bienenwabenporling<
    -------->-------->-------->--------> >Polyporus arcularius = Weitlöchriger Porling<
    -------->-------->-------->--------> >Polyporus badius = Kastanienbrauner Stielporling<
    -------->-------->-------->--------> >Polyporus brumalis = Winter - Stielporling<
    -------->-------->-------->--------> >Polyporus ciliatus = Maiporling<
    -------->-------->-------->--------> >Polyporus squamosus = Schuppiger Porling<
    -------->-------->-------->--------> >Polyporus tuberaster = Sklerotienporling<
    -------->-------->-------->--------> >Polyporus umbellatus = Eichhase<
    -------->-------->-------->--------> >Polyporus varius / leptocephalus = Löwengelber Stielporling<
    -------->-------->-------->--------> Pycnoporus = Zinnobertrameten
    -------->-------->-------->--------> >Pycnoporus cinnabarinus = Zinnoberporling<
    -------->-------->-------->--------> Rhodonia = Resupinat-Saftporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Rhodonia placenta = Rosafarbener Saftporling<
    -------->-------->-------->--------> Sarcoporia
    -------->-------->-------->--------> >Sarcoporia pylospora = Zartrandiger Weichporling<
    -------->-------->-------->--------> Skeletocutis = Knorpelporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Skeletocutis nivea = Kleinporiger Knorpelporling<
    -------->-------->-------->--------> Skeletocutis vulgaris & Skeletocutis lenis: Siehe Sidera
    -------->-------->-------->--------> Trametes = Echte Trameten
    -------->-------->-------->--------> >Trametes cervina = Hirschbraune Tramete<
    -------->-------->-------->--------> >Trametes gibbosa = Buckeltramete<
    -------->-------->-------->--------> >Trametes hirsuta = Striegelige Tramete<
    -------->-------->-------->--------> >Trametes ochracea = Ockerfarbene Tramete<
    -------->-------->-------->--------> >Trametes pubescens = Samtige Tramete<
    -------->-------->-------->--------> >Trametes suaveolens = Anistramete<
    -------->-------->-------->--------> >Trametes versicolor = Schmetterlingstramete<
    -------->--------> Gloeophyllales
    -------->-------->--------> Gloeophyllaceae
    -------->-------->-------->--------> Gloeophyllum = Blättlinge
    -------->-------->-------->--------> >Gloeophyllum abietinum = Tannenblättling<
    -------->-------->-------->--------> >Gloeophyllum odoratum = Fenchelporling<
    -------->-------->-------->--------> >Gloeophyllum sepiarum = Zaunblättling<
    -------->-------->-------->--------> >Gloeophyllum trabeum = Balkenblättling<
    -------->--------> Hymenochaetales
    -------->-------->--------> Hymenochaetaceae
    -------->-------->-------->--------> Hymenochaete = Borstenscheiben
    -------->-------->-------->--------> >Hymenochaete rubiginosa = Umberbraune Borstenscheibe<
    -------->-------->-------->--------> Inonotus = Schillerporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Inonotus dryadeus = Tropfender Schillerporling<
    -------->-------->-------->--------> >Inonotus hispidus = Zottiger Schillerporling<
    -------->-------->-------->--------> Phellinus = Feuerschwämme
    -------->-------->-------->--------> >Phellinus contiguus = Zusammenhängender Feuerschwamm<
    -------->-------->-------->--------> >Phellinus igniarius = Weiden - Feuerschwamm<
    -------->-------->--------> Rickenellaceae
    -------->-------->-------->--------> Resinicium = Harzrindenpilze
    -------->-------->-------->--------> >Resinicium bicolor = Harzzahn<
    -------->-------->-------->--------> Rickenella = Heftnabelinge
    -------->-------->-------->--------> >Rickenella fibula = Orangeroter Heftnabeling<
    -------->-------->-------->--------> >Rickenella swartzii = Violettstieliger Heftnabeling<
    -------->-------->-------->--------> Sidera = Kristallknorpelporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Sidera vulgaris = Gemeiner Kristallknorpelporling<
    -------->-------->--------> Schizoporaceae
    -------->-------->-------->--------> Basidioradulum = Reibeisenrindenpilze
    -------->-------->-------->--------> >Basidioradulum radula = Reibeisen - Rindenpilz<
    -------->-------->-------->--------> Hyphodontia = Zähnchenrindenpilze
    -------->-------->-------->--------> >Hyphodontia alutaria = Ledergelber Zähnchenrindenpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Hyphodontia barba-jovis (Kneiffiella barba-jovis) = Jupiterbart<
    -------->-------->-------->--------> >Hyphodontia pallidula = Blässlicher Zähnchenrindenpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Hyphodontia spathulata (Xylodon spathulatus) = Plattzahniger Zähnchenrindenpilz<
    -------->-------->-------->--------> Kneiffiella: siehe Hyphodontia
    -------->-------->-------->--------> Schizopora = Spaltporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Schizopora flavipora = Gelbporiger Spaaltporling<
    -------->-------->-------->--------> >Schizopora radula = Raduloider Spaltporlinge<
    -------->-------->-------->--------> Xylodon: siehe Hyphodontia
    -------->--------> Thelephorales
    -------->-------->--------> Bankeraceae
    -------->-------->-------->--------> Phellodon = Duftstachelinge
    -------->-------->-------->--------> >Phellodon confluens = Verwachsener Duftstacheling<
    -------->-------->-------->--------> >Phellodon niger = Schwarzer Duftsstacheling<
    -------->--------> Trechisporales
    -------->-------->--------> Hydnodontaceae
    -------->-------->-------->--------> Sistotremastrum = Scheinschütterzähne
    -------->-------->-------->--------> >Sistotremastrum niveocremeum = Cremeweißer Scheinschütterzahn<
    -------->-------->--------> Trechisporaceae
    -------->-------->-------->--------> Trechispora = Stachelsporlinge
    -------->-------->-------->--------> >Trechispora mollusca = Schneeweißer Stachelsporling<
    --------> Auriculariomycetidae
    -------->--------> Auriculariales
    -------->-------->--------> Auriculariaceae
    -------->-------->-------->--------> Auricularia = Ohrenpilze
    -------->-------->-------->--------> >Auricularia auricula-judae = Judasohr<
    -------->-------->-------->--------> >Auricularia mesenterica = Gezonter Ohrlappenpilz<
    --------> Phallomycetidae
    -------->--------> Geastrales
    -------->-------->--------> Geastraceae
    -------->-------->-------->--------> Geastrum = Erdsterne
    -------->-------->-------->--------> >Geastrum fimbriatum = Bewimperter Erdstern<
    -------->-------->-------->--------> >Geastrum triplex = Halskrausen - Erdstern<
    -------->-------->-------->--------> Myriostoma
    -------->-------->-------->--------> >Myriostoma coliforme = Sieberdstern<
    -------->--------> Gomphales
    -------->-------->--------> Gomphaceae
    -------->-------->-------->--------> Gomphus
    -------->-------->-------->--------> >Gomphus clavatus = Schweinsohr<
    -------->--------> Hysterangiales
    -------->-------->--------> Hysterangiaceae
    -------->-------->-------->--------> Phallogaster
    -------->-------->-------->--------> >Phallogaster saccatus = Beutelförmige Gallertnuss<
    -------->--------> Phallales
    -------->-------->--------> Phallaceae
    -------->-------->-------->--------> Clathrus = Gitterlinge
    -------->-------->-------->--------> >Clathrus archeri = Tintenfischpilz<
    -------->-------->-------->--------> >Clathrus ruber = Roter Gitterling<
    -------->-------->-------->--------> Mutinus = Rutenpilze
    -------->-------->-------->--------> >Mutinus caninus = Hundsrute<
    -------->-------->-------->--------> Phallus = Stinkmorcheln
    -------->-------->-------->--------> >Phallus impudicus = Stinkmorchel<



    Atractiellomycetes
    --------> Incertae sedis
    -------->--------> Atractiellales
    -------->-------->--------> Phleogenaceae
    -------->-------->-------->--------> Phleogena
    -------->-------->-------->--------> >Phleogena faginea = Buchen - Hütchenträger<



    Dacrymycetes
    --------> Incertae sedis
    -------->--------> Dacrymycetales
    -------->-------->--------> Dacrymycetaceae
    -------->-------->-------->--------> Dacrymyces = Gallerttränen
    -------->-------->-------->--------> >Dacrymyces lacrymalis = ???<
    -------->-------->-------->--------> >Dacrymyces minor = Winzige Gallertträne<
    -------->-------->-------->--------> >Dacrymyces stillatus = Zerfließende Gallertträne<


    Microbotryomycetes
    --------> ?
    -------->--------> Heterogastridiales
    -------->-------->--------> Heterogastridiaceae
    -------->-------->-------->--------> Heterogastridium
    -------->-------->-------->--------> >Heterogastridium pycnidioideum<


    Tremellomycetes
    --------> Tremellomycetidae
    -------->--------> Tremellales
    -------->-------->--------> Aporpiaceae
    -------->-------->-------->--------> Aporpium
    -------->-------->-------->--------> >Aporpium canescens = Bräunender Phragmobasidienporling<
    -------->-------->--------> Exidiaceae
    -------->-------->-------->--------> Stypella
    -------->-------->-------->--------> >Stypella vermiformis = Körnige Zystiden - Wachskruste<
    -------->-------->--------> Tremellaceae
    -------->-------->-------->--------> Tremella = Zitterlinge
    -------->-------->-------->--------> >Tremella aurantia = Gelber Schichtpilz-Zitterling<
    -------->-------->-------->--------> >Tremella encephala = Weißkerniger Zitterling<
    -------->-------->-------->--------> >Tremella foliacea = Rotbrauner Zitterling<
    -------->-------->-------->--------> >Tremella mesenterica = Goldgelber Zitterling<
    -------->-------->-------->--------> >Tremella polyporina = Porlings - Zitterling<




    [hr]



    Kleine Zeichenerklärung:


    Ständerpilze


    Klasse (–ž-etes–œ)
    --------> Unterklasse (–ž-etidae–œ)
    -------->--------> Ordnung (–ž-ales–œ)
    -------->-------->--------> Familie (–ž-eae–œ)
    -------->-------->-------->--------> Gattung
    -------->-------->-------->--------> >Art<

    Hallo, Ingo!


    Danke für den Kommentar! :thumbup:
    Zunächst mal habe ich die "selten im Sommer und Herbst" - Zeile rausgeschmissen.


    Zur Unterscheidung mit dem Mäuseschwanz habe ich mal alles Verwirrende ebenfalls rausgenommen. Und dafür mal einfach vorwitzig auf deinen Beitrag hingewiesen. ;)
    Der Auftrag an mich lautet: Mäuseschwanz finden, genau angucken, Portrait basteln und Unterschiede aktualisieren. Das mit der Stielbeschaffenheit stammt aus den GPBWs:

    Zitat


    Stiel (...) graurötlich, unten dunkelbraun, auf ganzer Länge feinzottig, mit kahler, langer Wurzel.


    G. J. Krieglsteiner; Die Großpilze Baden - Württembergs; Band 3; Seite 133


    Interessanterweise erinnert mich deine Beschreibung zu Baeospora myosura (steht bei Krieglsteiner übrigens auch "myosurus") an das, was im großen BLV steht. Den habe ich zwar nicht vorliegen, hatte aber nach dem ersten Fund schon mit Anna zusammen die beiden in eben dem Buch verglichen.


    Verwirrend...
    Muss ich mir selbst einfach mal im Feld angucken.



    LG, Pablo.

    Hallo, Parasol!


    Jau, 10 cm muss es heißen. Ist verbessert, danke. :thumbup:
    10 Meter wäre schon ein wahrer Gigant. :D



    Hallo, Anna!


    Danke. :)
    Übrigens: Nein, mit 10 Meter langem Stiel würde ich den auch nicht sammeln. Das wäre mir zu nervig abzuschleppen.


    Wo sind nun deine Bilder? Wir haben den doch nun zweimal zusammen gefunden, und ich weiß genau, daß deine Bilder besser sind als meine. :)
    ...ah. Ihr habt wohl nur den kleinen Apple dabei in Dresden?



    LG, Pablo.

    Hallo, Sebastian.


    Doch, könntest du. Da bin ich ganz sicher. Als ich den gefunden habe, wusste ich auch schon im ersten Moment, was es ist. Aber etwas verblüfft war ich doch. Einfach mal die Auflösung abwarten. Im Portrait ist auch eine Gesamtansicht des hier vielgehassten Exemplares drin. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Eike!


    Klar gibt's Verbesserungspotential. Aber macht doch nichts, immerhin zeigst du Bilder, die sind schön und oft auch spannend. Schade, daß es nichts genaueres zum ersten Pilz gibt. Der sieht spannend aus. ;)


    Versuch doch mal, die Kamera beim Knipsen irgendwo abzulegen: Auf einem Baumstumpf oder Stein oder Ast in der Nähe. Schon durch eine ruhige Position kommt viel Schärfe rein. Und ruhig auch einfach viele Bilder machen, auch wenn da viel Ausschuss dabei ist, ein paar werden immer brauchbar.


    Was deine Bilder aber eigentlich auch sind (also brauchbar) da sieht man oft wesentlich schlechtere Bilder. Auch meine waren anfangs wesentlich gruseliger.


    Hat deine Kamera eigentlich eine benutzerfreundliche Makrofunktion? Die hilft da nämlich sehr, dann kanns du an kleine Pilze auch mal schön nah rangehen (zB der Helmling auf der Kokosnuss im anderen Thema). Wie gesagt: Kamera irgendwo stabil ablegen und etwas Zeit lassen. Das wird bei dir bald noch besser werden, da bin ich ganz sicher.


    Bist ja auch mit Leuten wie Hartmut Schubert zB unterwegs, der ja großartige Bilder macht. Da am besten auch mal auf die Finger schauen.



    LG, Pablo.

    Danke!


    Eröffnen wir nun also die erste Runde "Wünsch-Dir-Was" mit der
    Antwort auf die dritte Frage:


    hat der Pilz weit herablaufende Leisten ?


    Ja, so was macht der eigentlich immer, dieser Pilz.
    Selbst das hier gezeigte Exemplar des gesuchten Pilzes kann das:

    Auch wenn die Leisten etwas komisch verschrumpelt sind. Aber daß der abgebildete Pilz etwas wunderlich ausgeprägt ist, habt ihr ja schon festgestellt. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Naja, wer weiß?


    Möglicherweise läd ja jemand ein Eselsohr - Katapult mit Kohlenbeeren und fährt somit harte Geschütze auf. Da heißt es, auf Nummer Sicher zu gehen.
    Wer weiß schon, wozu diese Pilzverrückten so alles in der Lage sind.



    LG, Pablo.

    Strobilurus esculentus (Wulfen) Singer
    Fichtenzapfenrübling / Fichtenzapfen - Nagelschwamm
    Synonyme:
    - Agaricus esculentus Wulfen
    - Collybia esculenta (Wulfen) P. Kumm.
    - Marasmius esculentus (Wulfen) P. Karst.
    - Pseudohiatula esculenta (Wulfen) Singer
    - Pseudohiatula conigena var. esculenta (Wulfen) M.M. Moser
    - Strobilurus esculentus var. griseus Metrod


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Agaricales --> Physalacriaceae --> Strobilurus --> Strobilurus esculentus



    Hut: bis 4 cm breit, glatt bis etwas speckig glänzend; Hutrand garnicht bis kurz und fein gerieft; dunkel schokoladenbraun über graubraun bis grau (var. griseus) oder fast weißlich (wenn frisch aus dem Erdreich hervortretend; ältere Exemplare mit fast flach ausgebreiteten Hüten, ganz jung nur mit weißen Knöpfchen, dann meist auch noch unter der Erdoberfläche


    Stiel: überirdisch bis 10 cm lang; glatt, meist glänzig, enghohl, zäh; fuchsig braun bis ockerlich mit hellerer Spitze (diese meist sogar cremeweiß); unterirdisch mit weißlicher, faserfilziger Scheinwurzel, die sich meist gewunden bis zu 10 cm weit durch den Waldboden zieht bis zu einem (oft vergrabenen) Fichtenzapfen.
    Natürlich kann S. esculentus auch aus nicht vergrabenen Fruchtkörpern wachsen, in dem Fall reduziert sich die Pseudorhiza (Wurzel) auf wenige Millimeter. Allerdings sind in dem Fall die ganzen Fruchtkörper kleiner und blasser.


    Lamellen: weißlich bis grau, recht eng stehend, untermischt, fast frei


    Fleisch: sehr dünnfleischig, im Stiel zäh; weißlich bis graulich; Geruch unbedeutend bis angenehm, Geschmack mild


    Speisewert: essbar


    Sporenpulver: weißlich bis cremefarben


    Vorkommen: weit verbreitet und häufig, im Fichten- und Fichtenmischwald auf / an Fichtenzapfen (auch ganz oder teilweise vergrabenen); ganzjährig, am häufigsten im Frühjahr und bei günstiger Witterung auch im Winter


    Verwechslungen: Der Mäuseschwanz – Rübling (Baeospora myosura) ist nicht nur wegen dem Substrat besonders ähnlich. Dazu vergleiche auch die Diskussion ab >Ingos Kommentar<.
    Ganz grob lässt sich sagen, daß B. myosura in Hut, Stiel und Lamellen einheitlicher gefärbt ist und mehr auf offen liegenden Zapfen vorkommt. Somit hat er auch nicht diese langen, kriechenden Wurzeln und die Hüte schirmen schneller auf, sind also nicht so winzig knopfförmig, wie bei den durch die Erde kriechenden S. esculentus. Zudem ist das Sporenpulver von Baeospora amyloid, verfärbt sich also mit der Zugabe von melzer schwarzblau. (Danke an Peter für den Hinweis!)
    Der Fichtenzapfen – Helmling (Mycena strobilicola) hat eine andere Hutform (glockig bis flach kegelig) und unterscheidet sich durch seinen ausgeprägten Chlorgeruch.
    Es gibt noch etliche im Aussehen ähnliche Pilze, die allerdings nicht direkt an Fichtenzapfen wachsen.
    Der bittere (Strobilurus tenacellus) und der milde Kiefernzapfenrübling (Strobilurus stephanocystis) wachsen auf Kiefernzapfen


    Wissenswertes: Im Frühjahr gibt es bisweilen Massenfruktifikationen, so daß ganze Waldareale mit dem Pilz zugewachsen erscheinen. In solchen Fällen könnte sich ein Sammeln zu Speisezwecken fast lohnen–¦



    Bilder:





    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Strobilurus stephanocystis = Milder Kiefernzapfenrübling<
    >Strobilurus tenacellus = Bitterer Kiefernzapfenrübling<
    >Baeospora myosura = Mäuseschwanz - Rübling<
    >Mycena strobilicola = Fichtenzapfenhelmling<

    Nabend!


    Trotzdem wäre eine Frage nicht verkehrt. Die könnte ja auch noch schnell mal eben beantwortet werden und morgen gegen früheren abend dann die Auflösung...


    Könnte natürlich auch die Fruchtschicht sein. Oder spezielle Bewohner, die der Pilz häufig aufweist. Oder eine ganz besondere Sporenform. Kleopatraförmig zB oder Taubengeschmack.



    LG, Pablo.


    PS.:
    Vielleicht wäre es auch besser, wenn jemand schon für die nächste Runde einspringen könnte. Ansonsten müssten wir da bis spätestens Samstag abend zur Auflösung kommen, weil ab Sonntag bin ich erstmal bis nach Ostern weg und ohne Netz.
    Natürlich könntet ihr weiterrätseln. Ich würde mich solange abmelden. Die Links zu den einzelnen Runden ergänze ich, wenn ich wieder im Lande bin. Das Punktetoll von Uli kann dazu bestimmt weitergereicht werden.
    Wenn Interesse besteht, frage ich ihn mal.



    LG, Pablo.

    Ganoderma applanatum (Pers.) Pat.
    Flacher Lackporling / Malerpilz
    Synonyme:
    - Polyporus applanatus (Pers.) Wallr.
    - Fomes applanatus (Pers.) Fr.
    - Polyporus concentricus Cooke
    - Ganoderma lipsiense (Batsch.) G.F. Atk.
    - Ganoderma megaloma (Lev.) Bres.
    - Ganoderma leucophaeum (Mont.) Pat.
    - Ganoderma incrassatum (Berk.) Bres.
    - Ganoderma gelsicola (Berl.) Sacc.
    - Ganoderma flabelliforme Murrill


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Ganodermataceae --> Ganoderma --> Ganoderma applanatum



    Fruchtkörper: mehrjährig, konsolenförmig, ungestielt; teilweise ziemlich groß: bis 75 cm lang und bis zu 40 cm vom Substrat abstehend, dabei aber eher flach bleibend (an Ansatzstelle bis max. 10 cm dick); Kruste meist deutlich dünner als 1mm und damit eindrückbar, Oberfläche glatt, wellig bis runzelig oder buckelig; gerne mit braunem Sporenpulver belegt; oben auf dem Substrat aufsitzende Fruchkörper können auch dick und knollig sein, ebenso Fruchtkörper, die auf vergrabenem Holz wachsen und sich erst durch eine Erdschicht nach oben arbeiten müssen; wie bei vielen mehrjährigen Pilzfruchtkörpern kann der flache Lackporling auf Lageveränderungen des Substrats reagieren: Stürzt ein bewachsener Baum zB um, so werden an den alten Fruchtkörpern neue Konsolen gebildet, deren Porenschicht wieder geotrop nach unten weist.
    Auch wird G. applanaum gerne von den Larven der Zitzengallenfliege (Agathomya wankowiczi) befallen. Diese bilden besonders im Bereich der Fruchtschicht rundliche Verwachsungen, die dem Pilz ein sonderbares, aber auch unverwechselbares Aussehen verleihen.


    Poren: Porenmündungen rundlich, sehr fein (4-6 pro mm); kakaobraun aber von einer beständigen, weißlichen Schicht überzogen, die sich mit einem Messer, manchmal auch einem Fingernagel weggkratzen lässt (Ursprung des Namens –žMalerpilz–œ)
    Im Schnitt erkennt man bei älteren Exemplaren oft mehrere Röhrenschichten, die jeweils bis max. 2 cm dick sind und durch dünne, dunkelbraune Schichten von Fruchtfleisch voneinander abgegrenzt sind; bei besonders alten fruchtkörpern mit vielen übereinanderliegenden Röhrenschichten fehlt das Hutfleisch bisweilen völlig, dafür sind die alten Porenschichten stark von weißlichem Mycel durchzogen.


    Fleisch: faserig, recht fest und zäh, aber gerade bei frischen Pilzen verformbar; milchkaffeebraun bis rostbraun, oft mit weißlichen Fasern oder Klumpen durchwachsen


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: braun; Sporen doppelwandig, Exospor glatt, hyalin, mit ausgestülptem oder eingedrücktem Apex; Endospor braun, warzig; Wegen der unterschiedlichen Ausprägung des Exospors messe ich am liebsten das Endospor, da zeigen sich Sporenlängen von bis zu 8 µm aber nicht darüber.


    Vorkommen: Ganzjährig, weit verbreitet und häufig, quasi überall anzutreffen; gewaltiges Substratspektrum, meist aber an Laubholz in unterschiedlichsten Vermorschungszuständen (am liebsten Buche) aber auch an Nadelholz.


    Verwechslungen: mit anderen großen, mehrjährigen Porlingen.
    Besonders ähnlich und oft mit Sicherheit nur mikroskopisch zu unterscheiden ist der Wulstige Lackporling (Ganoderma australe).
    Die größeren Sporen von Ganoderma australe sind das sicherste Merkmal, die Fleischfarbe (satt rotbraun ohne weiße Flecken bei G. australe), die Dicke der Hutkruste (bei G. australe ausgewachsen meist über 1mm dick) uind die Wuchsform können aber zu einer ganz guten Vorbestimmung im Feld taugen.
    Der kupferrote Lackporling (Ganoderma pfeifferi) unterscheidet sich durch die harzhaltige Hutkruste (brutzelt und schmilzt beim Anzünden).
    Ebenso unterscheiden sich auch Lackporlinge aus der Gruppe um Ganoderma lucidum (Glänzender Lackporling), die zudem noch idR. gestielt sind.
    Der Zunderschwamm (Fomes fomentarius) hat weißes Sporenpulver, ebenso der Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola), der ebenfalls eine harzhaltige Hutkruste hat, und der Eschenbaumschwamm (perenniporia fraxinea), der zudem noch helleres Fleisch besitzt.
    Feuerschwämme wie zB der Weiden - Feuerschwamm (Phellinus igniarius s.l.) unterscheiden sich durch dunklere Fleisch- und Porenfarben, kompaktere (härtere) Trama und mikroskopisch natürlich durch ganz andere Sporen und meist Setae im Hymenium.


    Wissenswertes: Beim Zeichnen von Karikaturen, Bildern, Aktdarstellungen usw. auf der Porenschicht des flachen Lackporlings handelt es sich nicht um eine Verfärbung. Man entfernt hier nur den weißen Belag auf den Poren, so daß die Farbe darunter (braun) zum Vorschein kommt.
    Die weltweite verbreitung der Art ist strittig. Auf anderen Kontinenten kommen Sippen vor, die sich teils von Ganoderma applanatum nur in kleinen Details unterscheiden. Der Status dieser Arten oder Formen ist nicht in allen Fällen geklärt, in Mitteleuropa allerdings ist die Art gut anzusprechen.



    Bilder:

    Bildautor: mentor1010

    Bildautor: mentor1010

    Bildautor: mentor1010

    Bildautor: mentor1010
    Vielen Dank für die tollen Bilder! :thumbup:






    Sporen mit Billigmikro:


    Sporen mit normalem Mikro:

    Sporen von Ganoderma australe zum Vergleich:


    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Ganoderma australe = Wulstiger Lackporling<
    >Ganoderma pfeifferi = Rötlicher Lackporling<
    >Fomes fomentarius = Zunderschwamm<
    >Fomitopsis pinicola = Rotrandiger Baumschwamm<
    >Phellinus igniarius = Weiden - Feuerschwamm<
    >Perenniporia fraxinea = Eschen - Baumschwamm<

    Hallo, Ralf!


    Eigentlich ist das doch gar nicht schlecht?
    Ich photographiere zwar nicht durch eine Stereolupe (und meine Bilder sind auch nicht besonders gut), aber bei Makroaufnahmen ist es doch eigentlich immer so, daß man nur einen recht kleinen Schärfebereich hat. Das meiste außen rum ist unscharf. Bei deinen Bildern ist es eben nicht nur unscharf, sondern auch schwarz. Was aber nichts macht, weil du ja nur den Bereich in der Mitte brauchst.


    Zum Vergleich mal zwei Bilder von mir; Modell ist Neodasyscypha cerina.


    A: Das Gesamtbild, natürlich auf eine forumsgeeignete Größe verkleinert:


    B: Der Bildausschnitt mit der besten Schärfe. Der ist nun in der Originalauflösung:



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan - Arne!


    Wie ist denn der Maßstab?
    Nach dieser Betrachtung könnte der Filz für das Subikulum von B. pallescens eigentlich schon zu grob sein.


    Ich denke auch, daß Björn da andere Faktoren im Sinn hat, wenn er von "unwahrscheinlich" spricht. Was ich mir vorstellen könnte: B. pallescens sitzt nach meiner Erfahrung nur auf entrindetem Material, das auch idR. recht dick ist. Vom Substrat habe ich das bisher auch nur auf Buche gefunden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Noch ein "Danke" für den Beitrag.
    Wie übersetzt sich Trichopeziza noch gleich? Glashaarbecherchen?
    Steht jedenfalls auch schon seit einiger Zeit auf meiner "Will - Finden - Liste".



    LG, Pablo.

    Hallo, Eike!


    Von mir auch noch ein Glückwunsch an den schönen Neufund!
    Es spielt ja auch nicht so eine große Rolle, ob der nun selten oder nur kaum dokumentiert ist.
    Ich freue mich zB auch, wenn ich eine häufige Art zum ersten Mal finde, einfach weil es für mich spannend und neu ist.



    Hallo, Jule!


    Du hast natürlich recht.
    In Bezug auf viele eher unscheinbare Arten zeigen die Verbreitungskarten eben eher das Vorkommen der jeweiligen Spezialisten an. ;)
    Umso aufregender, daß hier aus so vielen Bereichen ganz unterschiedliche Pilze vorgestellt werden. Das macht es leichter, die Augen offen zu halten.


    LG, Pablo.

    Ahoj!


    Ob ich mich vielleicht noch zurückziehen muss?
    Nach den letzten Rätsel - Verwirrungen gehts mir fast wie Jorge: Angst. :shy:
    Vielleicht sollte ich auch einen Helm mitbringen. Und eine kugelsichere Weste.



    LG, Pablo.