Beiträge von Beorn

    Hallo, HoBis!


    Wenn ich auch nur den Ansatz einer Idee hätte, hätte ich längst was geschrieben. Aber diese becherförmigen Gestalten sind für mich als reinen Makroskopiker im ersten Lehrjahr der Pilzkunde ein Buch mit 777 Siegeln.


    Zu deinem habe ich aber sehr wohl eine Idee, Mausmann. Zarko sei dank. Und wenn es der ist, dann wäre es ein ziemlicher Hammer. Vergleiche mal mit der >Beutelförmigen Gallertnuss<.



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Auch wenn die jetzt sehr graublättrig aussehen, wage ich nicht, deiner Bestimmung (oder Erratung) zu wiedersprechen. Denn wir wissen ja nun, wie sehr die Farben da auf Bildern täuschen können. Immerhin ist der Grünblättrige ja auch ein klassischer Gartenpilz und darf ansonsten auch absolut so aussehen, wie du ihn hier zeigst.


    Edit:
    Natürlich will ich keinesfalls Günters Einwand wiedersprechen. Bei Schwefelköpfen wiederspreche ich niemals mehr irgend jemandem.



    LG, Pablo.

    Tremella aurantia Schwein.
    Gelber Schichtpilz-Zitterling
    Synonyme:
    - Naematelia aurantia (Schwein.) Burt


    Basidiomycota --> Tremellomycetes --> Incertae sedis --> Tremellales --> Tremellaceae --> Tremella --> Tremella aurantia



    Fruchtkörper: In Färbung und Wuchs dem Goldgelben Zitterling (Tremella mesenterica) sehr ähnlich: Blassgelb bis kräftig gelb; lappig gewunden oder gefaltet, jung etwas knubbeliger; mehr oder weniger glasig / durchscheinend; bei Trockenheit zusammenschrumpelnd und dann hart und eher spröde um bei Durchfeuchtung wieder –žaufzublühen–œ.


    Fleisch: dünn, gallertig –“ weich, blassgelblich bis orangegelb, ohne besonderen Geruch


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weiß


    Vorkommen: Ganzjährig aber wohl nicht häufig an dicken (liegenden) Stämmen und Stümpfen von Laubholz; der Goldgelbe Zitterling befällt das Mycel des Striegeligen Schichtpilzes (Stereum hirsutum); vorhandene Fruchtkörper des Wirtes am selben Substrat sind damit ein wichtiges Bestimmungskriterium falls vorhanden


    Verwechslungen: Vor allem mit dem Goldgelben Zitterling (Tremella mesenterica), der im Aussehen nahezu identisch ist, aber auf dem Mycel von Zystidienrindenpilzen (Peniophora) parasitiert. Tr. mesenterica kommt oft auf eher dünnem, meist kaum mehr als armdickem Substrat vor. Ein weiteres Merkmal sind die deutlich kleineren Sporen von Tr. aurantia.
    Die Riesen –“ Gallertträne (Dacrymyces chrysospermus) kann ebenfalls täuschend ähnlich sehen, wächst aber an Nadelholz und parasitiert keine anderen Pilze.


    Wissenswertes: Alle Arten der Gattung Tremella (Zitterlinge) parasitieren andere holzbewohnende Pilze. Dabei müssen vom Wirt keine Fruchtkörper sichtbar sein, da die Zitterlinge das Mycel befallen.



    Bilder:





    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Tremella mesenterica<
    >Dacrymyces chrysospermus<

    Hallo!


    Wenn ihr die Trichterlinge aus Ulis >neuestem Thema< gesehen habt: Das ist jetzt ungefähr so, wie ich mir Cl. costata vorstelle. Hilft aber alles nix. Bei mir kommt jetzt ein Fragezeichen dran und es werden weiter fleißig Trichterlinge geguckt. Irgendwann kommen auch mal eindeutige Exemplare als Aufhänger.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Das freut. Immerhin ist es der erste Gewinn für mich.
    Aber ich bin sicher, die holst du dir früher oder später zurück.



    Hallo, Christian!


    Vielleicht hättest du etwas niedriger einsteigen sollen. ;)
    All - In wären bei dir ja 100 Chips (die jeder hier quasi mit der Anmeldung erhält).



    LG, Pablo.

    Hallo, Uli!


    So langsam, zum ende der Hauptsaison zeigt sich, daß sogar diese kaum ernst zu nehmenden großen Pilze mit Hut und Stiel auf deinen Bildern einen gewissen Reiz darstellen.
    Hut ab. Die Farben der Saftlinge werden mich heute nacht in meine Träume begleiten. Da freue ich mich drauf.


    Mit dem Trichterling habe ich aber ein Problem, wenn der jetzt als Cl. gibba bezeichnet wird. So durften meine kürzlich ja nicht heißen, weil nämlich da wie hier der Stiel dem Hut eher gleichfarben war. Meine laufen derzeit unter Clitocybe cf costata.


    Der Schleimpilz Nr. 14 ist Ceratiomyxa fruticulosa var. poroides.
    17 erinnert mich irgendwie an helle Waldfreundrüblinge



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Hübscher Link, Ingo. Danke!
    Wobei ich ja bei den Psilocyben auch ganz gerne bei entoloma.nl stöbere.


    Aber mal was anderes: Ich habe zwar keine Ahnung, frage mich aber, warum das nicht Agrocybe pediades s.l. sein kann?



    LG, Pablo.

    Ah!


    Hallo, ihr seid ja wieder da!
    Schön. Ich weiß gar nicht, was du hast?
    Hier war doch gar nichts los. Es auch auch eigentlich niemand Pilze gefunden. Und für euch war das Wasser doch eine Glückssache. Die Fähre von Korsika dürfte ja nun einfach bis zu eurem Haus gefahren sein?


    Hier der einzige, wirklich wesentliche Fund der Zeit:



    Bis bald (hoffe ich mal), Pablo.

    Hallo!


    Ich gehe mit (in der Hoffnung, daß das geklärt wird: Pilz samt Stielbasis ausbuddeln und längst durchschneiden oder 2 Tage warten).
    5 Chips auf Coprinus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Hm, ja, das ist zu verwirrend. Ich habe irgendwie versucht, den Geruch dieses Pilzes in seine Details zu zerlegen. Daß da dann eher Fenchel drin war als Anis / Bittermandel / Marzipan liegt daran, daß der original - Marzipan Geruch bei mir pilzmäßig belegt ist mit dem wurzelnden Fälbling.


    Wie komme ich jetzt auf Apfel? Keine Ahnung. Das ist wie mit diesen Assoziationaprotokollen. In dem Fall soll es nur eine Komponente des gesamten Geruchs zu beschreiben versuchen. Denn der "richtige" Apfelgeruch ist schon was ganz anderes, klar.


    Weia, ich muss hier aufhören. Sonst macht mich meine Nase noch fertig. :rolleyes:
    Ich fürchte, ich habe mich selbst verwirrt.


    [hr]


    Mausmann, das muss man nicht präzisieren. Irgendwie maukig eben. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Joli!



    Wie bereitet man denn die Hexeneier von der Stinkmorchel zu?


    Gar nicht. Die isst man roh, und zwar nur den inneren Teil, der später mal der Stiel werden will. Schmeckt nach Radieschen, sehr erfrischend. In diesem Sommer hatte ich vor, mal genug davon zu sammeln, daß man einen kleinen Salat damit basteln kann. Mal sehen wie das wird. Bislang habe ich nur auf Pilztouren ab und an eins genascht, so als Erfrischung zwischendurch.


    Wie ganau das funzt, hat Peter >hier< mal sehr schön dargestellt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Tja, was an den M und L - Pilzen spermatisch sein soll, das verstehe ich auch nicht so ganz. Schwimmbadbecher riecht nach Schwimmbad, RiMuMos gelegentlich auch und ansonsten eher nussig bis schweißfüßig wenn angetrocknet. Erinnert mich bisweilen ganz entfernt an Steinpilz (auch so ein nahezu unbeschreiblicher Geruch).


    Bittermandel hat was Säuerliches, meine ich, was bei mir auch oft eine Assoziation zu Apfel auslöst. Mir ist das schon manchmal rätselhaft, aber die Geruchsausbildung ist ohnehin sehr komplex. Weil eigenltich ja alles immer eine Kombination von verschiedenen Nuancen ist.


    Und die die Trichterlinge sind immerhin nicht selten. Da kommen noch genug Funde, um das zu überprüfen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mausmann!


    Da müsste man mal wieder auch gruppenmäßig drüber nachdenken, denke ich. Ich hatte ohnehin vor, mal irgendwie noch ein wenig die Werbetrommel für mehr Mitarbeit bei den Portraits zu rühren. Da könnte man nochmal einen Thread mit Infos, Hilfestellungen, Anleitungen und anschließender Diskussion zu Verbesserungen einrichten (und irgendwie sticky machen). Mal sehen. Nur nicht zu hastig, Humm-Homm...


    Einen möglichst gängigen deutschen Namen schreibe ich ja immer dazu, muss aber zugeben, daß ich selbst mich auch nicht durch die einzelnen Unterforen (nach Ordnungen unterteilt) klicke, sondern immer über die Übersichtstafel (siehe Link in Signatur) gehe. Und da ließe sich ja einfach noch eine alphabetische Liste dranhängen. So viel mehr Arbeit ist das auch nicht, dann hat man alle Arten auf einen Blick.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Nachdem ich die oben genannten Kandidaten so nach und nach ausgestrichen habe (wunderliche Dinger dabei, zu denen es teils fast nichts an Infos gibt), bleibt eigentlich nur Cl. costata übrig. Schön.
    Weder Cl. gibba noch Cl. costata habe ich bisher bestimmt, insofern ist es mit der Geruchseinordnung natürlich schwierig.
    Irgendein Pilzbuch hat mir früher mal Cl. gibba als Verwechslungskandidat zu L. flaccida unterjubeln wollen. Wie soll das denn gehen, wenn die hier schon zu fett für gibba sind?


    Ok, den Geruch speichere ich mal gedanklich ab zum Vergleichen mit zukünftigen Funden. Auch wenn Bittermandel da für meine Nase jatzt nur eine Nebenkomponente war. Aber den großen mit Nippel kenne ich ja auch nicht, fällt mir gerade auf...



    LG, Pablo.

    Hallo, Manfred!


    Pilz 1 könnte mit Vorbehalt der Eichen - Schillerporling sein. Der wäre recht selten, ich selbst habe ihn noch nicht gefunden. Vielleicht schaltet sich da noch ein Kenner ein.


    Bei Pilz 3 (meinst du den mit Pilz 2? Denn der eigentliche Pilz 2 ist ja klar) muss ich auch passen. Da kommen einfach zu viele Arten in Frage...


    Pilz 5 kannst du eigenltich als Polyporus brumalis (Winterporling) abheften.



    LG, Pablo.

    Verstehe.


    Das hat mir auch schon zu denken gegeben. Für Viele Pilzliebhaber wirkt wahrscheinlich auch schon die Übersicht Ständerpilze recht unübersichtlich. Vielleicht sollte ich da neben der systematischen Version mal noch eine alphabetische anbieten. Aber wie soll man das ordnen? Nach lateinischen Namen? Die kennen ja auch viele nicht. Nach deutschen Namen macht auch wenig Sinn, das ist oft zu vage...



    LG, pablo.

    Hallo, Stephan!


    Stimmt, jetzt wo du's sagst, da war ja was.
    Weißt du noch, was da rauskam? Ich meine mich dunkel zu erinnern, daß das auch Strobilurus war.



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Beim ersten Pilz köpnnte aber auch ganz gut ein Tintling aus der Gegend um C. micaceus rauskommen.


    Beim letzten kann ich an G. aquosus gar nicht so recht glauben. Die sind doch viel zu dürr...



    LG, pablo.

    Hallo, Ingo!


    Ob wir vielleicht Stephan (Oehrling) zum Mitspielen anstacheln können?


    Weiße Dachpilze, na klar! Und graue natürlich auch, von schwarzen ganz zu schweigen. Aber es ist ja noch nicht mal sicher, ob das nun zwei Pilze sind oder doch nur eine Art. Wenn letzteres, dann bin ich jedenfalls ganz bei dir und Toffel.


    Lieber würde ich ja eine Wette auf den Karibik - Pilz von Sven Littkowski abschließen. :)



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Inonotus denke ich auch beim ersten Bild. Da sollte man auch das Substrat kennen, also an was für einem Baum der wuchs.
    Die orangeroten Kammpilze (Phlebia radiata, Bilder 2 & 4) sind sicher, ebenso der striegelige Schichtpilz (Stereum hirsutum) im letzten Bild.
    Bei dem Stielporling denke ich ebenfalls an Polyporus brumalis. Der muss auch nicht zwangsläufig im Winter wachsen. Und der Helmling (Mycena) auf dem zweiten Bild müsste auch mal genauer untersucht werden: Worauf der wächst, wann er wächst, wie groß er ist, wie er riecht und was der sonst noch so kann (Farbwechsel bei Ärgern bzw. Saft absondern).



    LG, Pablo.

    Boletus luridus Schaeff.
    Netzstieliger Hexenröhrling, Netzhexe
    Synonyme:
    -Suillellus luridus (Schaeff.) Murrill


    - Boletus erythrenteron Bezdek
    - Boletus luridus var. erythrenteron (Bezdek) Pilat & Dermek
    - Boletus luridus var. erythroteron in Engel et al.
    - Boletus luridus var. rubriceps (Maire) Dermek
    - Boletus luridus f. primulicolor Simonini
    - Boletus subvescus J.F. Gmel.



    Familie: Boletaceae
    Ordnung: Boletales
    Klasse: Agaricomycetes


    Hut: jung fein filzig bis samtig, später teils verkahlend; farblich sehr variabel, meist in hellen Braun- und Olivtönen, aber auch mit gelben und rosa Farben oder in dunklerem Braun, bisweilen auch grauweißlich; Bei Berührung blauend


    Stiel: variabel geformt, bauchig –“ keulig bis zylindrisch; meist mit bräunlicher, gelblicher oder rötlicher, kräftiger Netzzeichnung auf in der oberen Stielhälfte gelbem, zur Basis hin mehr und mehr rotem oder rotbraunem Grund, im Alter auch mit komplett rotem Stiel; Netzzeichnung seltener nur rudimentär an der Stielspitze; Stieloberfläche auf Druck intensiv blauend; Hyphen der Sielbasis stark amyloid (schwarzblau verfärbend mit Iodlösungen, zB Melzer)


    Röhren: gelb, alt olivgelb; bei Verletzung stark blauend; Poren fein, jung gleichfarben, bald aber orangerot bis rot, bei Druck stark blauend; Röhrenboden meist orangerot bis rot, was sich am besten nach dem Ablösen der Röhren vom Hut beobachten lässt, aber auch in einem Hutschnitt zu erkennen ist als sog. Bataille –“ Linie; der Röhrenboden kann selten auch gelb sein


    Fleisch: jung fest aber recht schnell weich und gerne von Parasiten befallen; gelblich, in der Stielbasis oft rötlich, selten im ganzen Fruchtkörper komplett rot (f. erythrenteron); im Schnitt sofort stark baluend; Hyphen der Stielbasis stark amyloid


    Speisewert: roh auf jeden Fall giftig. Bis vor einigen Jahren existierte das Märchen, daß B. luridus mit Alkohol zusammen giftig wäre. Das beruht aber entweder auf individuellen Unverträglichkeiten oder auf verwechslungen mit dem Ochsenröhrling (Boletus torosus), der im Gegensatz zu B. luridus tatsächlich Coprin enthält (Giftstoff, der den Alkoholabbau behindert). Inzwischen ist bekannt, daß B. luridus wohl ähnliche Inhaltsstoffe (Involutin) enthält, wie der Kahle Krempling (Paxillus involutus). Ob diese Stoffe verantwortlich sind für das Eintreten des Paxillus –“ Syndroms (schwere allergische Reaktionen mit Hämolyse bei regelmäßigem Verzehr größerer Mengen) ist noch nicht abschließend geklärt.
    Schade wäre es, wenn diese Vergiftungserscheinungen auch von B. luridus ausgelöst werden können, da der Pilz gut erhitzt ein ausgezeichneter Speisepilz wäre.


    Sporenpulver: olivbraun; Sporen ca. 12-14 x 5-6 µm; Q ca. 2,0-2,5


    Vorkommen: Mai bis Oktober; auf Kalkböden häufig, in gegenden mit sauren Böden kaum verbreitet, dort nur an mit Kalk angereicherten Sekundärstandorten wie Parks, Gärten, Friedhöfen, Weg- und Straßenrändern; Mykorrhiza überwiegend mit Laubbäumen, seltener mit Nadelbäumen, dabei aber nicht wählerisch, auf offenen Grasflächen sogar mit Sonnenröschen (siehe unten Kommentar von Andreas Kunze).


    Verwechslungen: Die Abgrenzung von Boletus mendax (Abweichender Hexenröhrling) ist nicht einfach. Die Hutfarben (eher rötlich oder rosabräunlich bei B. mendax), Stielfarben (lebhaft rot bei B. mendax) und Ausprägung des Stielnetzes (schwach, nur Stielspitze bei B. mendax) geben zwar Hinweise, aber es gibt hier wohl Überschneidungen. Die Sporengröße und vor allem Sporenform (Q ca. 2,5-2,9) ist ein sicheres Trennmerkmal, wenn man nicht über entsprechende Erfahrung verfügt.
    Der Satansröhrling (Boletus satanas) blaut viel schwächer und insbesondere nie an der Hutoberfläche.
    Der Ochsenröhrling kann ähnlich sehen, hat aber auffallend schweres Fleisch und wird mit einem irgendwie unangenehmen Geruch beschrieben.
    Im Mittelmeerraum wächst der Büschelige Hexenröhrling (Boletus permagnificus), der sich durch inamyloide Hyphen der Stielbasis unterscheidet, meist rothütig erscheint, gelegentlich Tropfen an Poren und Stielspitze absondert und meist büschelig und mit wurzelndem Stiel auftritt.
    Ebenfalls mediterran beheimatet ist der Täuschende Hexenröhrling (Boletus comptus), der nur ein rudimentäres oder gar kein Stielnetz bildet, weniger rötliche Poren entwickelt, wenig Rottöne am Stiel zeigt und eine meist deutlich spindelige bis wurzelnde Stielbasis besitzt.
    Der Blaufleckende Purpurröhrling( Boletus rhodopurpureus) hat ein meist feineres Netz und immer einen gelben Röhrenboden.
    Der Gelbhütige Purpurröhrling (Boletus luteocupreus) unterscheidet sich durch sein eher feines, von anfang an rötliches Stielnetz.
    Der Schönfußröhrling (Boletus calopus) ist eine Art mit bitterem Geschmack und immer gelben Poren.
    Der Flockenstielige Hexenröhrling hat immer einen gelben Röhrenboden, sein Stiel ist ungenetzt, die Amylonreaktion negativ.


    Anmerkungen: Zu Boletus luridus wurden diverse Formen teilweise als Varietäten oder sogar eigene Arten beschrieben. Diese sind größtenteils in die Variationsbreite von B. luridus s.str. einzugliedern (siehe dazu oben unter Synonymie). Erwähnenswert wären hier die var. erythrenteron mit kirschrotem Fleisch im gesamten Fruchtkörper, die f. primulicolor mit komplett gelbem Fruchtkörper (von B. gabretae durch Ökologie und Amylonreaktion abzugrenzen) und die f. rubriceps mit komplett rotem Hut.
    Insgesamt ist B. luridus ein ähnlich vielseitiges Chamäleon wie Boletus erythropus (Flocki), mit immenser Variationsbreite in Hutfarben und Wuchsform, Ausprägung der Bataille –“ Linie und Ausprägung des Stielnetzes.
    Vielfach wird von einer weiteren Art berichtet, die zunächst als eine Variation von B. luridus beschrieben wurde, später Artrang erhielt.
    Die Rede ist von Boletus caucasicus (Kaukasischer Hexenröhrling), der aber schwach definiert und nicht klar einzugrenzen ist. Der Status dieser vermeintlichen Art ist ungeklärt.
    Unterscheiden soll sie sich von B. luridus vor allem durch den immer gelben Röhrenboden und die negative Amylonreaktion.



    Bilder:






    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Boletus mendax = Abweichender Hexenröhrling<
    >Boletus satanas = Satansröhrling<
    >Boletus torosus = Ochsenröhrling<
    >Boletus permagnificus = Büscheliger Hexenröhrling<
    >Boletus rhodopurpureus = Blaufleckender Purpurröhrling<
    >Boletus luteocupreus = Gelbhütiger Purpurröhrling<
    >Boletus comptus = Täuschender Hexenröhrling<
    >Boletus calopus = Schönfußröhrling<
    >Boletus erythropus = Flockenstieliger Hexenröhrling<

    Hallo, Ingo!


    Welch Verlockung. ;)
    Allerdings hat ja der größte Scheidling schon eine sehr Vergängliche Scheide und ist auch farblich sehr variabel. Und der erste Pilz ist ja für mich auch viel eher ein Scheidling als ein Dachpilz.


    Hmmmm, Zweifel.


    Das Problem: Ich weiß ja nicht, wo ich die Chips wieder reinhole, die ich laufend an dich verliere. Ansonsten wettet ja niemand gegen mich.
    Vielleicht sollte man ja einführen, daß man mit Pilzportraits Chips verdienen kann? :)



    LG, Pablo.

    Hallo, DonArnesto & Ingo & Toffel!


    Speciosa = gloiocephala, oder?
    Hm, wenn die Größenangabe nich wäre, hätte ich beinahe noch was auf den Mausgrauen Scheidling, V. murinella gesetzt, den ich auch schon auf Rindenmulch gefunden habe. Zumindest beim "ersten" Pilz. Ist aber schon etwas groß geraten.


    Allerdings: Warum soll das andere nicht doch Pluteus cervinus s.l. sein? Vielleicht ist da ein alter Fichtenstumpf im Boden?


    Ist schon schwierig in so mitgenommenem Zustand mit den Pilzen. :/



    LG, Pablo.