Beiträge von Beorn

    Hallo, Hannes!


    Und ich denke, der neben dem Hellhütigen, also der Aufgeschnittene, ist genau die selbe Art.
    Aber recht hast du: Das ist schon ziemlich spekulativ.
    Nur gefällt mir irgendwie das Schnittbild nicht für eine Netzhexe. Irgendwas ist da komisch.
    Also bleibt nur zu hoffen, daß die Shcnecken bis morgen noch was übriglassen, daß man den (oder die beiden) nochmal genauer anschauen kann.
    So ungewöhnlich wäre es ja nicht, daß verschiedene Boleten mal an einer Stelle durcheinanderwachsen. Wobei ich ja vorsorglich mal noch nicht wetten will, erst recht nicht gegen deine und Rudis Erfahrung. Das wäre heikel, und es ist auch schon recht spät am abend. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Glückspilz!


    Dacht ich's doch. :thumbup:
    Und was für Prachtexemplare.
    Hoffentlich halten die noch zwei Wochen, bittebittebittebitte....


    Ansonsten bleibe ich nächstes Jahr in Rufbereitschaft.
    Übrigens: Du weißt ja sicher, daß es zu der Art auch schon ein sehr schönes >Portrait< gibt, das sich über weitere, sehr schöne Bilder freut? :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Hannes!


    Ein Schnittbild ist doch da?
    Jedenfalls gehe ich mal davon aus, daß der aufgeschnittene links unten auf den Bildern 3 und 4 der selbe ist wie der linke auf dem letzten Bild.
    Und das ist keine Netzhexe: Es blaut anders und da ist auch nichts rotes in der Stielbasis. Die Poren sind irgendwie ziemlich arg zu dunkel und auch nicht heller zum Hutrand hin.
    Wenn also B. satanas rausfällt (wenn...), dann wären doch nach dem Schnittbild und der Hutfarbe, die sich da andeutet (müsste man mal komplett sehen) eigentlich nur noch B. legaliae und B. rubrosanguineus im Rennen?
    Und fragt mich jetzt bitte nicht nach den deutschen Namen der beiden. Die müsste ich jetzt nämlich erst nachgockeln.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Der erste ist klar. :thumbup:


    Beim Zweiten wäre es schön, wenn du wenigstens im Stiel gelbliches Fleisch finden könntest. Und das Basalmycel sollte weißlich sein, keinesfalls gelblich. Das sieht mämlich auf dem zweiten Bild vom zweiten Pilz etwas verwirrend aus. Wenn das Fleisch komplett weiß ist, kann man das eventuell mit dem Alter erklären. Gelbes Basalmycel nicht. Dann müsste wohl eine andere Lösung her.



    LG, Pablo.

    Ja sowas. 8|


    Das habe ich vor lauter Pilze um die Augen glatt überlesen.
    Macht mal jemand da einen Gratulationsthread auf, damit das hier nicht den Rahmen sprengt? Sonst stehen hier gleich an die Hundert Glückwünsche und die Pilze sind beleidigt. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Uli!


    Bild 3 und Bild 4 sind gleich?
    E.: Nee, quatsch. Bild 4 hat ja Schnittbilder von den Anderen dabei. Leider zu weit weg um zu sehen, ob da eine rote Linie zwischen Hut und Röhren ist.
    Egal, jedenfalls wirst du bei den meisten (Vielleicht bei allen) einen orangenen oder rötlichen Röhrenboden finden. Dazu einfach mal einen Teil des Schwammes vom Hut lösen. Das wären dann die >Netzhexen<.
    Da wird mittlerweile auch noch eine weitere Art abgetrennt, die oft keinen rötlichen Röhrenboden hat. Genaueres dazu weiß ich nicht.


    Da ist aber noch was anderes:
    Bild 3 und 4, links unten der Aufgeschnittene und der daneben. Das könnte noch was Anderes sein. Ich sage jetzt nicht laut "Satan", dazu ist der Stiel auf dem letzten Bild (da ist der ja auch zu sehen, linker Pilz) wohl nicht klar genug gefärbt. Allerdings gibt es da noch einige hochinteressante Rotporer mit Netz, hellem Hut und eher weißlichem, schwächer blauendem Fleisch.
    Den müsste man mal genauer ansehen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mausmann!


    Interessant. Ich werde da mal verstärkt drauf achten. Das "Röten" an Schneckenfraßstellen ist ja bekannt, das meine ich auch nicht.
    Variabel ist er in jeder Hinsicht. Da ist dieser eine Fund aus Hornberg, bestimmt von Anna und mir, wenn auch mit "cf":

    Eine sehr crasse Trockenform. Der blaute übrigens lustigerweise beim Rumdrücken an Hut und Stiel auch kaum noch und zeigte beim Durchschneiden rotes Fleisch in der Stielbasis, das aber rasch blau überfärbte.


    [hr]


    Hallo, Georg!


    Es geht nicht um die Verfärbung des Hutfleisches, sondern um die Verfärbungen oben auf der Huthaut selbst. Frische Exemplare vom Schwarzblauenden werden da sofort blau, wenn man sie einfach nur antippt. Bei deinem würde man schon kräftiger kratzen oder drücken müssen. Aber wenn du beim Kratzen das Hutfleisch siehst, dann war's zu viel. ;)



    LG, Pablo.

    Nochmal Hi.


    Ich bleibe mal noch skeptisch. Gerade der Habitus ist doch eigentlich gängig für den Schwarzblauenden. Die meisten, die ich finde, sind irgendwie wurzelnd, der Stiel gerne mal etwas verdickt und auch der abhängende, lange eingerollte Hutrand ist schon immer dabei. Hier mal der passende Habitus:

    Ist zwar die var. mougeotii mit rosafarbenem Hut, aber sonst passts. Die hat ohnehin keine taxonomische Relevanz.


    Klar, die Hutfarben passen schon sehr gut zu den B. fragrans - Bildern bei Boris Assyov. Aber zum Schwarzblauenden doch auch.


    Bleibt die Verfärbung, die beim Fund von Georg irgendwie ungewöhnlich ist. Allerdings sind gerade bei der Trockenheit immer mal wieder Exemplare aufgetaucht, die gerade äußerlich recht wenig verfärben wollten.


    Mit der Geruchsdefinition kann ich momentan wenig anfangen. Boris Assyov schreibt von "fruchtigem" Geruch, wobei das ja offenbar recht variabel wäre...


    Ich schlage mal vor, daß Georg den Hut nimmt, und einfach mal mit dem Fingernagel ordentlich drüberkratzt. Allerdings ist der Hut eventuell auch wenn's doch ein Schwarzblauender ist schon zu alt, um noch zu verfärben. Aber ein Versuch würde nicht schaden.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Bei den stark herablaufenden Stacheln ist es sogar der Echte Semmelstoppelpilz (Hydnum repandum s.str.). Damit umschiffen wir die leidige Unterschiedung zwischen H. rufescens und H. ellipsosporum. :evil:


    Glückwunsch! :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Das wäre eine Idee. Wenn ich mir die >Beschreibung< ansehe, wäre eine recht sichere Unterscheidung möglich, wenn man am Hut rumkratzt. Der müsste bei B. pulverulentus ja blau verfärben.
    Der Geruch könnte ja bei einem so vermadeten Exemplar schwierig zu beurteilen sein.


    Ist B. fragrans eigentlich für Deutschland überhaupt schon nachgewiesen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Hannes!


    Nach den Diskussionen der jüngsten Vergangenheit hätte ich zumindest den ersten mal so angesprochen, wie du.
    Aber Schnitt wäre schon nicht schlecht, und auch mal Drücken außen am Stiel. Besonders bei Nr. 2.


    Edit:
    Ihr zwo vor mir. :)

    Zitat


    im Schnitt total vermadet


    steht doch oben. ;)
    Darum hat er sich das Schnittbild wohl gespart, weil man eh nix drauf sieht. Ergo: Frische Fruchtkörper müssen her.



    LG, Pablo.

    Jou.


    Das sollte recht sicher der >Schwarzblauende< sein. :thumbup:
    Obwohl die sehr dezenten Verfärbungen komisch sind, aber das ist oft auf Alter, Parasitenbefall und Witterungsumstände zurückzuführen. Röten tut der aber nach meinen Erfahrungen garnicht. Rötliches Fleisch im Alter in der Stielbasis mal ausgenommen.
    Hast du den schonmal rötend gefunden, Mausmann?
    Oder eine belastbare Quelle dafür?


    Ansonsten hätte ich die Färbung hier ebenfalls mal mit Befall durch irgendwelche Parasiten (Bakterien, Pilze) erklärt. ;)



    LG, Pablo.

    Neolentinus lepideus (Fr.) Redhead & Ginns
    Schuppiger Sägeblättling
    Synonyme:
    - Agaricus lepideus Fr.
    - Agaricus cyprinus Batsch
    - Agaricus serpentiformis Batsch
    - Agaricus polymorphus Pers.
    - Lentinus lepideus (Fr.) Fr.
    - Lentinus lepideus var. contiguus (Fr.) Rea
    - Lentinus lepideus var. hibernicus McArdle
    - Lentinus sitaneus Fr.
    - Lentinus gallicus Quel.
    - Lentinus domesticus P. Karst.
    - Lentinus magnus Peck
    - Lentinus platensis Speg.
    - Lentinus spretus Peck
    - Panus lepideus (Fr.) Corner
    - Neolentinus suffrutescens (Brot.) T.W. May & A.E. Wood


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Incertae sedis --> Polyporales --> Polyporaceae --> Neolentinus --> Neolentinus lepideus



    Hut: bis 15 cm breit; jung konvex oder halbkugelig, später ausgebreitet und oft mit vertiefter Mitte; Hutrand lange eingerollt oder eingebogen; jung weißlich, später auch gelbweißlich oder blass holzfarben; mit groben, meist abstehenden Schuppen, die zur Hutmitte prominenter werden; Schuppen meist bräunlich; recht massiv und dickfleischig


    Stiel: in Länge und Ansatz am Hut recht variabel (zentrisch oder seitständig); meist zylindrisch, recht kräftig, oft wurzelnd; cremeweißlich bis gelblich oder hellbräunlich, zur Stielbasis im Alter auch dunkelbraun bis schwärzlich; Stielbasis gilbend oder bräunend; auf ganzer Länge mit vergänglichen, groben, bräunlichen Schuppen


    Lamellen: cremeweiß bis cremegelb; ausgebuchtet angewachsen bis kurz herablaufend; mit gezähnter bis gesägter Schneide; bis 1 cm breit


    Fleisch: jung weißlich, später gelbweiß bis bräunlich, vor allem zur Stielbasis hin im Alter immer dunkler bis fast schwarzbraun; jung weich, später zäh, zuletzt holzig; im Schnitt oft nach einiger Zeit gilbend bis bräunend, vor allem im Bereich der Stielbasis; Geruch nach Apfel (manchmal auch mit einem Hauch Bittermandel), Geschmack mild bis säuerlich


    Speisewert: jung essbar, aber wegen des zähen Fleisches und Bitterkeit beim Kochen kaum verwertbar


    Sporenpulver: weißlich, cremefarben bis blass ockerlich


    Vorkommen: zerstreut und nicht sehr häufig; hauptsächlich in den Sommermonaten; meist an eher sonnigen Standorten als Totholzzersetzer an Nadelholz; Braunfäuleerreger; meist an liegenden Stämmen und Stümpfen, aber auch an verbautem Holz


    Verwechslungen:Sehr ähnlich kann der Getigerte Sägeblättling aussehen, der aber meist in Auwäldern und nur an Laubhbolz vorkommt. Seine Schuppen sind außerdem feiner (haarig / faserig) und die Fruchtkörper durchschnittlich weniger groß und massiv.
    Der Harzige Sägeblättling klebt beim Anfassen an den Fingern fest (und sieht auch sonst etwas anders aus).
    Der Berindete Seitling hat keine gesägten Lamellenschneiden und eine (wenn überhaupt) weniger deutliche, vor allem nicht so abstehende Hutschuppung


    Wissenswertes: Die var. hibernicus ist eine Wuchsform unter Lichausschluss, bei der der Pilz hutlose Stiele mit Verzweigungen hervorbringt, die einen halben Meter lang werden können. Zu bewundern wäre das auf Holz zB in Kellern oder Bergwerken



    Bilder:






    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Lentinus tigrinus = Getigerter Sägeblättling<
    >Neolentinus adhaerens = Harziger Sägeblättling<
    >Pleurotus dryinus<

    Hallo, Markus!


    Also ich stand heute morgen kurz davor ins Auto zu hopsen und eine längere Fahrt zu machen. ;)
    Das muss aber noch ein wenig warten. Lass bitte einen Pilz oder so stehen für in zwei Wochen!



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Dann schwenke ich auch um auf die Idee von Alex und Mausmann.
    Die für den Braunporling passenden Häärchen sind ja auch nicht zu erkennen, den Riesenporling kenne ich im Jungzustand nicht, aber wenn ihr den so schon gesehen habt, dann passt's sicher.



    LG, Pablo.

    Hallo, Harry!


    In der Tat, ein immer wieder aufregendes Verwirrspiel. ;)
    Natürlich sollte man auch X. chrysonemus nicht vergessen, der wohl auch einen gerippten Stiel, gelbliches Basismycel und gelbliches Fleisch (nur im Stiel) haben soll. Vgl dazu auch Jürgen Schreiner bei den >Doppelpilzen<.


    Apropos: Die Beschreibung zu X. ferrugineus bei >Boris Asymov< passt dann auch ganz gut, mit beflocktem bis rippigem Stiel.


    Wie sagt man so schön: "Einer von diesen Filzröhrlingen". :D



    LG, Pablo.

    Hallo, Harry!


    rein weißes Fleisch ohne Gelbtöne und nicht blauend sollte schon zu X. ferrugineus passen. Das Basismycel sollte dann gelblich sein. Was mich irritiert, sind die Flöckchen am Stiel, der sollte zur Stielspitze eher netzig gerippt sein. Hier mal ein schlechtes Bild von X. ferrugineus (Brauner Filzröhrling) aus meinem Fundus:


    Da verstehe ich die Abgrenzungen und Variationsbreiten in der Gruppe noch zu wenig. Bin mal gespannt, ob Jürgen sich zu dem Fund noch meldet.



    LG, Pablo.

    Hallo, Merlin.


    Der sieht auch schon ein bisschen zu alt aus. Da schmecken die höchstens noch nach Tofu.


    Aber deine Geschichte hat mich auf eine Idee gebracht: In Biersud einlegen. Ruhig mal längere Zeit durchkochen (wird außer Bier auch noch Essig brauchen) und ordentlich würzen.


    Einen Versuch wär's mal wert, wenn's nix ist, dann war's eben nix. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    Leider noch nichts. Aber sie liegen in den Startlöchern, das kann man sogar riechen. An eine Schubkarre war heute allerdings nicht zu denken. Neben vielen Milliarden Samtiger Schichtpilze und ungefähr 1/3 so vielen Kartoffelbovisten gab es noch genau 6 andere Pilze: Einen Roßhaarschwindling, einen Frauentäubling, einen unbestimmten scharf aussehenden Täubling und das hier:



    Rosafarbener Saftporling, Rhodonia placenta



    Schuppige Sägeblättlinge, Neolentinus lepideus



    ? ?, ? ?


    Die Steinpilze dann wohl ab dem Wochenende wieder. Also wenn ich weg bin. :D



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Danke, Pablo! Gibt es denn deiner Meinung nach irgendwelche makroskopischen Merkmale Rillstielige und Lungenseitlinge auseinander zu halten. Im coventgarden steht, dass beim Rillstieligen die Fruchtkörper charakteristisch trompetenförmig wären, weshalb ich bei Marios Bild spontan an diese gedacht hätte ... :/


    Also ich dachte bei Marios Bild sowas wie: "Hübsch, Seitlinge!"
    Wahrscheinlich können die Arten hin und wieder auch so wachsen, wie sie es lt. Literatur sollten, meiner Erfahrung nach sind sie aber im Normalfall anders geformt und kaum zu unterscheiden. Deutlicher Anisgeruch wäre ein Zeichen für den Lungenseitling, deutlich striegelige Stielbasis ein Zeichen für den Austernseitling, Füllhornförmige Fruchtkörper ein Zeichen für den Rillstieligen.
    Ich hatte schon Fruchtkörper, die alle hier genannten Merkmale aufwiesen. :evil:
    Fazit: Auseinanderhalten? Makroskopisch? Keine Ahnung. Ich denke, meistens nicht.


    LG, Pablo.