Beiträge von Beorn

    Hallo, Joli!


    Ja, eine Art aus der Gruppe um den Heringstäubling (R. xerampelina) war zumindest eine vage Idee. Jodoform - Täubling (R. turci) rauschte mir auch noch durch den Kopf, aber im Grunde genommen bin ich planlos. Das kann für mich alles Mögliche sein. Jedenfalls gehört er nicht zu dem ca. halben Dutzend Täublingsarten, die ich sicher ansprechen kann.



    LG, Pablo.

    Hi!


    Das denke ich ja auch, daß der Parasitische den Kartoffelbovist nicht völlig ausnuckelt und zum Absterben bringt. Aber er will ja auch nicht, daß er ganz reif wird. Denn ein reifer Fruchtkörßer wird ja auch von der Nährstoffversorgung abgekoppelt. Aber so weit ist der im Bild oben nicht. Also alles in Plan. :thumbup:


    Daß viele S.c. - Fruchtkörper länger leben als der Parasit an ihnen, glaube ich sofort. Immerhin ist der Parasitische eng mit den Filzröhrlingen verwand. Was bedeutet, daß er ebenfalls bestimmte Parasiten aus der Schimmelpilz - Gruppe fürchten muss. Der Kartoffelbovist scheint da bessere Resistenzen zu haben.

    Das Bild ist nicht so toll, aber ich hoffe, man erkennt die verschimmelten Leichen der Parasitischen, während die Kartoffelboviste noch fit sind.
    Was natürlich nichts über den Zustand der eigentlichen Pilze aussagt. Womöglich wird das Mycel des Parasitischen munter weiter an dem des Kartoffelbovists nuckeln, um möglichst bald neue FK bilden zu können.



    LG, Pablo.

    Hallo Zusammen!


    Jetzt bin ich irgendwie erleichtert. Auch wenn ich bei c am skeptischsten war, ob die auch bei X. communis unterzubringen ist. Insgesamt freue ich mich aber, daß b schon tatsächlich X. rubellus ist, sonst wäre ich an den beiden Arten wahrscheinlich verzweifelt.


    Also speziell dir, Jürgen, einen herzlichen Dank für deine Einschätzung. :thumbup:


    Denn mal ehrlich: Bis vor kaum einem Jahr habe ich Filzröhrlinge auch nach der Nobi - Methode definiert. Dafür sind für mich aber kleine schwarze Punkte unter dem SAmmelnamen "Pyreno" zusammengefasst. Ändert sich vielleicht, wenn ich mir mal ein Mikro zulege. Oder ich lege Huthauthyphen von Filzröhrlingen unter die Linsen.


    Alex, natürlich kenne ich die Seite von Boris Assyov. Die hat mir schon oft sehr geholfen und ist es immer wieder wert, erwähnt zu werden. Auch wenn ich der Ansicht bin, daß dort die Raustielröhrlinge ebenso detailliert besprochen werden sollten, wie die übrigen Boletaceae.
    Aber das ist ein anderes (unendliches) Thema...


    Grüße und Danke,
    Pablo.

    Hallo, Patrick!


    Die Stieloberfläche passt in der Tat nicht wirklich zu Schmierröhrlingen. Und wenn da keine Kiefer oder Lärche war, sieht's noch schlechter aus. Du könntest mal überprüfen, ob da irgendwo rosa oder braunrosa Farben im Fleisch unter der Huthaut sind. Die sollten beim Goldporigen Röhrling (Aureoboletus gentilis) immer vorhanden sein.


    Hallo, Mario!


    Warum sollte die Hutfarbe nicht passen?
    >Vgl. viertes Bild von oben, rechter Fruchtkörper<
    Anhängselröhrlinge sollten schon etwas blauen. Zumindest der Echte (B. appendiculatus).



    LG, Pablo.

    Hallo, Patrick!


    Pilz 2 ist richtig bestimmt.
    Pilz drei wirst du wahrscheinlich unter Kiefern gefunden haben, und die Art wirst du wahrscheinlich bei den Schmierröhrlingen (Suillus) finden. Die Stieloberfläche und die Stielbasis wären dann noch interessant.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hannes!


    Die Seite ist mir bestens bekannt. Nach einigem Einlesen geht es sogar mit den englischen Fachbegriffen...
    Allerdings hat die Aufstellung bei den Filzröhrling dort auch einige kleine Schwächen. Ist aber insgesamt noch besser, als jede Literatur, die ich habe.
    Eine hervorragende Alternative ist da die Arbeit von Thomas Rödig (siehe Anhang). Leider ist der Schlüssel stark an Mikromerkmalen orientiert. Ist aber bei einer Gattung mit optisch so variablen Arten auch irgendwie nachvollziehbar.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    An einem Waldweg zeigten sich heute mehrere Kollektionen an Filzern, die mich natürlich wie immer ärgern wollen.
    Gefunden in der Oberrheinebene nähe Viernheim auf sandigem (wohl auch saurem) Boden. Insgesamt verteilt auf eine Wegstrecke von kaum hundert Metern bei Buchen und Eichen (also immer gleiche Ökologie, außer bei der ersten Kollektion, da waren auch Kiefern anwesend). Dabei immer so ein bisschen im Kraut (bevorzugt autschige Brennesseln) und direkt am Weg wachsend, der nicht gekalkt, aber irgendwie natürlich feuchter als der Rest des Waldes war.
    Die Gemeinsamkeiten:
    Alle zeigten Rosatöne unter der Huthaut
    Alle blauten nach dem gleichen Muster: Zögerlich auf Druck an Röhren und Poren, etwas weniger zögerlich auf Druck am Stiel, allmählich überall im Schnitt bei jüngeren FK (ausgehend vom Hutflaisch über dem Röhrenboden und Stielmitte), bei älteren FK im Schnitt kaum blauend.
    Das Fleisch an sich ist bei allen FK aus allen Kollektionen cremegelblich im Hut und zur Stielbasis hin intensiver gelb. Ist auf den Photos blöd, der Makromodus killt mir immer wieder Gelbtöne, die ich dann mühsam wieder reinbasteln muss. Bild b4 zB ist ohne Makromodus, nur nachgeschärft und minimal verdunkelt, ansonsten unbearbeitet). Basismycelfilz überall cremegelb.


    Die Unterschiede jetzt mit den Bildern.



    Kollektion 1 besteht aus zwei Pilzen, die im Abstand von knapp zwei Metern standen. Beide eher älter, aber irgendwie doch recht ähnlich, mit dem Unterschied, daß der erste deutliche Pünktchen in der Stielbasis besitzt, der zweite keine erkennen lässt (auch nicht mit Lupe).


    a1:

    a2:

    a3:

    a4:

    a5:

    a6:

    a7:

    a8:


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    Kollektion 2 halte ich eigentlich für absolut klassische rubellusse. Aber wer weiß? Immerhin verfärbten die schneller blau, hatten deutlich beflockte Stiele und dafür garkeine roten Pünktchen in der Stielbasis.
    Zurückgelegte Wegstrecke von Kollektion 1: So etwa 20 Meter.


    b1:

    b2:

    b3:

    b4:

    b5:


    [hr]


    Die dritte Kollektion ist vielleicht die komischste. So einen büscheligen Wuchs habe ich bei Filzern bisher selten beobachtet. Außerdem sind die deutlich heller als die anderen, die Huthaut kaum eingerissen, rote Punkte in der Stielbasis Fehlanzeige, rosa Linie unter der Huthaut nur sehr dünn, Stiele nahezu ohne Rottöne, ansonsten alles wie gehabt. Zurückgelegte Wegstrecke von Kollektion 2 aus etwa 40 bis 50 Meter.


    c1:

    c2:

    c3:

    c4:


    [hr]


    Die vierte und letzte Kollektion ist vor allem wegen dem Dunkelhütigen mittendrin witzig, den ich erstmal für einen pruinatus hielt. Aber hier hat die gesamte Kollektion wieder schöne rote Pünktchen in der Stielbasis; die älteren Exemplare gleichen sehr stark dem allerersten Pilz (a1 bis a4). Zurückgelegte Wegstrecke von Kollektion 3 aus: Keine 20 Meter.


    d1:

    d2:

    d3:


    [hr]


    So. Das also ist mein Problem. Beinahe bin ich ja schon versucht, sämtliche Pilze als Blutrote Filzröhrlinge (X. rubellus) oder als Eichenfilzer (X. communis / engelii) anzusprechen.
    Oder vielleicht doch nicht?
    Alles irgendwie was anderes?



    LG, Pablo.

    Hallo, Jani!


    Wurzelnder Bitterröhrling ist richtig.
    Die anderen sind Champignons aus der Gilbegruppe. Also nach *** oder *** riechende Arten um den Schafchampignon (Agaricus arvensis). Das ist eine sehr schwierige Gruppe, wo genauere Bestimmungsversuche oft in eine Sackgasse oder zu Agaricus urinascens s.l. (Großsporiger Egerling im weiteren Sinne) führen.


    Edit: Ok, ich bin ruhig, Harry. Mach du mal, ich kümmer mich um meine Bestimmungsanfrage. :D



    LG, Pablo.

    Hallo, Rene!


    Den Filzröhrling kann ich dir auch bestätigen!
    Das rote Stielfleisch ist hier schon sehr eindeutig.


    @ Hannes:
    Ach wo, ist doch nicht schlimm. Um bei Marios Pilz auf den cisalpinus zu kommen, muss man wohl schon Jürgen sein. ;)
    Wart mal ab, bis mein Filzgedöns für's Forum fertig ist. Kommt demnächst. :D



    LG, Pablo.

    Moin.


    Da ist er wieder. Auch im Odenwald, aber an anderer Stelle und dafür sogar recht zahlreich. Ein besonders frivoles Exemplar habe ich mal abgelichtet:


    Und mitsamt Wirt durchgeschnibbelt:


    Wobei ich möglicherweise den falschen Bovist erwischt habe. Die hier schon fast reifen Sporen machen nachdenklich. Aber möglicherweise zapft der Parasit beide Fruchtkörper von S. citrinum an, so daß einer dann schon zur Reife kommen kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Ich weiß es echt nicht, ob der pruinatus auch im Hut blauen darf. Selbst habe ich ihn das noch nie machen sehen, aber das muss nicht viel heißen.



    jetzt handelt es sich um ein Junger Exemplar viell. ist da das Rote Stielfleisch noch nicht so augeprägt.


    Grübel -Grübel


    Ich grübel ja mit, zumal ich selbst heute einige Filzer - Kollektionen angeschaut habe, und (wieder mal) nicht schlau draus werde. Daß bei chrysenteron mal das rote Stielfleisch bei jungen Pilzen nicht ausgeprägt ist, ist klar. Aber für so jung halte ich deinen nicht.
    Hast du den Fruchtkörper noch? Du könntest mal mit der Lupe in der Stielbasis nach roten Pünktchen suchen. Ich habe so den Verdacht, daß Eichenfilzer (X. communis) hier durchaus auch eine Lösung sein könnte.


    Aber wenn ich mir da mein derzeitiges Problem anschaue: Der muss die Punkte offenbar auch nicht immer haben. Nur wenn welche da wären, wäre die Abgrenzung zu chrysenteron und pruinatus einfacher.



    LG, Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Das liest sich so, als würdest du noch die Ruhe vor dem Strum genießen: Den noch nicht wirklich massenhaften Funden gebührend Zeit widmen ohne das Gefühl zu haben, in der Artenflut zu ertrinken. :evil:


    Da fühlt man sich do als reiner Makroskopiker unbesorgt, denn die Sachen, die zur Klärung unbedingt ein Mikro brauchen, kann man getrost noch stehen lassen, und weiterhin über die fehlenden Dickröhrlinge und Wulstlinge jammern.


    Aber Ende der Ironie.
    Dein Beitrag ist echt atemberaubend. Vergleichbares gab's hier bislang fast nur bei den Pilzfestivals von Björn und Ralf zu sehen (vor allem wegen der Mikrobilder!). Hut ab und bitte mehr davon!



    LG, Pablo.

    Hallo, Eike!


    Da schließe ich mich voll und ganz Manuela an.
    Du wirst das schaffen und es ist richtig, daß du deine Prioritäten setzt. Und umso mehr freuen wir uns, wenn wir dich ab und an mal lesen dürfen. Ein Mykologie - Studium ist natürlich ein hohes Ziel. Dafür drücke ich die Daumen. In deinem Alter hatte ich jedenfalls keine so klaren Pläne und auch nicht deine Durchsetzungskraft, meine Ziele so konsequent zu verfolgen. Hut ab!


    ...und in deiner Sig ist ein o zu viel. Nämlich hier: Pseudoombrophila :evil:



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Naja, wieso auch ärgern? Der Gelbporige ist ja auch noch mal ein wesentlich spektakulärer Fund als eine "ordinäre" (tschuldigung :shy: ) Eichen- oder Laubwaldrotkappe.


    Apropos Eichen- Laubwald- aurantiacum- quercinum- Espen- Weißstielige- albostipitatum- usw Gedöns:
    Irgendwie steige ich in dem Gedöns längst nicht mehr durch. Bei allen mir zugänglichen Quellen (die leider recht spärlich sind), steht immer irgendwie was Anderes. An was soll man sich da eigentlich wirklich halten? Auch der Schlüssel auf der Seite von M. Noorderloos scheint mir irgendwie in wesentlichen Punkten nicht ganz zu passen. Auch auf der Seite von B. Assyov (meine Lieblings - Boletaceae - Onlinequelle) liegt die Gattung ja irgendwie im Dunkeln und endet beim Verweis auf Entoloma.nl.


    Gibt es zu der Gattung irgendwo eine möglichst aktuelle Monographie bzw. wirklich verlässliche Literatur, was nun was ist und wie zu unterscheiden?
    Es wäre einfach zu schön, da irgendwie durchblicken zu können. Immerhin ist die Gattung nicht so wirklich umfangreich, es gibt eine Reihe recht konstanter Makromerkmale zu einzelnen Arten, mikroskopisch scheint auch einiges möglich zu sein (auch wenn das mir momentan noch nicht weiterhilft). Verwirrung scheint doch vor allem die Benennung zu erzeugen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Andre!


    In der Tat, sehr stilsichere und schöne Bilder mal wieder. Danke!
    Deine beiden ersten Filzröhrlinge (von dir vermutete X. porosporus) sehen für mich so von außen nach recht typischen X. chrysenteron aus. Der auf dem vorletzten Bild ist eine Art aus der subtomentosus - Gruppe.


    LG, Pablo.

    Morgen, Ralf!


    Danke, das ist er. Äh... Sie natürlich. :thumbup:
    Also immerhin werden die Raupen da, wo die Eier jetzt kleben, so schnell keinen Baum zum Kahlfressen finden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Landlady!


    Ob jetzt das Eine oder das Andere: Eine Kostprobe habe ich ja schon genommen, aber eben so, wie ich einen unbekannten Pilz koste. Ich könnte mir schon vorstellen, daß sich daraus was Leckeres machen lässt.
    Wie erwähnt ist das ganze Tal voll von diesen Büschen, die dort wild wachsen. Und da das Tal sozusagen mein Garten ist, muss ich da dann mal ernten und ausprobieren, was sich damit so alles anstellen lässt. :P



    LG, Pablo.

    Hi, Andre!


    Ich erkenne es immer noch nicht. Vielleicht brauche ich eine neue Brille. Macht aber nichts. Kann ja auch mal schwach ausgeprägt sein, bei älteren Echten Steinpilzen ist ja auch oft keins mehr da.
    Und eigentlich hatte ich ja in Richtung Fahler Röhrling nachgedacht. Der darf aber nicht blauen. Also hast du wohl durchaus richtig bestimmt.
    Der Rest ist Zurücklehnen und genießen. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Stoppel!


    Ein sehr schöner Vergleich. :thumbup:
    Da hat schon jedes der Bilder was für sich, aber die dann nach drei Tagen so unzerfressen wiederzufinden, das ist schon was Besonderes.


    Aber: Wo ist denn das Stielnetz? Nur auf den Bildern nicht zu sehen, oder war da gar keins? :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo Zusammen und Hallo an die Falterfans!


    Da würde mich mal interessieren, wer da im Südalpenraum wohl gerade ein knapp 2 cm breites Gelege oben an die Balkonbedachung geklebt hat:




    LG, Pablo.