Hallo, Jürgen!
Um dir das fehlende Prozentpünktchen zu holen, löst du noch das VP (Teilvelum, die etwas verrupfte Haut über den Lamellen) vom Hutrand. Die wird an der Oberseite (also zu den Lamellen hin) gerieft sein und später einmal, wenn der Pilz weiter wächst, als Ring am Stiel bleiben.
Dann schaust du dir noch die Knolle (ups? Wo ist sie denn?) an, stellst fest, daß die keinesfalls bescheidet ist und auch nicht eingepfropft und auch nicht von auffälligen Wülsten (Bergsteigersöckchen) gesäumt ist.
Klar, mit etwas Erfahrung erkennt man hier sofort die Rötung, den Habitus, die Farben, die Beschaffenheit von Huthaut, Stiel, Velum usw und packt sich das zum späteren verzehr in die Pfanne.
Aber das kommt mit der Zeit. Für den Anfang ist es schon am besten, sich wirklich alle Merkmale immer wieder anzuschauen um die Sicherheit zu gewinnen.
Übrigens: Huthaut abziehen scheint sich wirklich zu lohnen.
Hatte ich doch heute erstmalig etwas Bauchweh nach dem Genuß ungepellter Perlpilze. Ist mir bislang noch nie passiert. kann auch was Anderes sein, aber sicher ist sicher.
LG, Pablo.