Beiträge von Beorn

    Hallo, Michael.


    Das sind zwei ganz verschiedene Arten. Der Herbst - Rotfuß heißt Xerocomus pruinatus. Manchmal wird er auch Stattlicher Rotfuß oder Bereifter Rotfuß genannt. Der Letzte Name ist neben dem lateinischen wohl der sinnigste, weil er auch mal sehr zierlich sein kann und auch im Frühjahr vorkommt.


    Was du gefunden hast ist ein anderer Pilz aus der selben Gattung, den ich auch gerne mal finden würde. :)



    LG, pablo.


    Dass der Dunkelviolette Schleierling nicht gut schmeckt, würde ich bestätigen, ich habe ihn vor ein paar Tagen probiert.


    Ach echt?
    Ich hatte den vor zwei Wochen auch mal probiert und fand ihn eigentlch ganz ok. Nichts besonderes, aber sicher auch nicht total untoll. Allerdings hatte ich ihn in einem Mischgericht und es waren auch Steinpilze dabei. Beim nächsten Mal teste ich den solo...



    LG, pablo.

    Der Klugscheiß-Modus kann natürlich auch nach hinten losgehen, lang-lang ist's her mit dem Latinum. Aber "forma" ist doch femininum; müsste es nicht forma esculenta heißen? :evil:


    Theoretisch.
    Zwar ist mein Latinum auch lang, lang her (und du als Biologin wahrscheinlich noch besser drin als ich), aber wenn sich "esculentus" auf Xerocomusw beziehen soll, dann müsste es doch passen, oder?
    Also Xerocomus forma esculentus?
    Nee. Quatsch, das liest sich auch blöd.
    Machen wir doch einfach Xerocomus esculentus draus. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Der Falsche Pfifferling ist schon ein Falscher Pfifferling. Man glaubt oft nicht, wie variabel diese Art ist. Darum wurde diese auch zwischenzeitlich immer mal wieder aufgespalten, allerdings nicht nach Wuchstypen, sondern nach marginal abweichenden Sporengrößen. X/
    Also machen wir das mal zu >Hygrophoropsis aurantiaca s.l.<.


    Zum Zweiten:
    Sicher, daß das alles die selbe Art ist? 8|
    Die, bei denen ich Stiele und Lamellen sehe, sind schon violettliche Schwindlinge. Die fanden Anna, Stefan und ich auch kürzlich. Aber an einen besonderen Geruch kann ich mich nicht erinnern. Seltsamerweise erinnern mich die Hüte auf dem letten Bild aber irgendwie an ausgeblasste Rettichhelmlinge...


    Zum Dritten:
    Ich persönlich habe keine Ahnung, wie Lerchensporn riecht. Aber ich meine schon mal Lerchenspornraslinge gefunden zu haben. Die rochen teils schwach nach nichts, teils beim Zerreiben nach einer Telefonzelle, in der eine stark parfümierte Prostituierte, die eben an der Frittenbude sich übergeben hat, den Geruch mit einer Zigarette zu übertünchen versucht.
    Also vergleiche mal unverbindlich mit Lyophyllum connatum oder mit dem >Pilz mit dem Anna sich gerade herumschlägt< oder mit weiteren weißen Trichterlingen vor denen ich aber tunlichst reißaus nehme.


    So, genug Verwirrung gestiftet.



    LG, pablo.

    Hallo, Verena!


    Koralle? Kein Plan. Unter wasser kenne ich mich nicht aus.
    Schön, interessanter Rotfuß. Lustige Brauntöne im Hutfleisch. Gemeint ist aber immer ein Längsschnitt durch den gesamten Fruchtkörper. Das Stielfleisch, auch das in der Stielbasis, gibt da entscheidende Hinweise.
    Macht aber nichts, der ist auf jeden Fall eine "forma esculentus".
    Beim nächsten einfach mal reingucken, da tut sich eine interessante Gattung voller Verzweiflung und Verwirrung auf. :evil:



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    Müde...
    Das zeigt ein erfüllts Wochenende an. :thumbup:
    Find ich toll, daß ihr so einen Spaß zusammen hattet. Da bin ich natürlich noch neidischer, als auf eire tollen Funde.


    Apropos:
    Nr. 32 hätte man mal durchschneiden müssen, der wäre nach einigen Minuten grünblau in der Stielbasis geworden, und heißt Wollstieliger Raufuß (Leccinum cyaneobasileucum).
    38 bis 40 stimmt. :thumbup: Ein ausnehmend schöner Pilz, odr?
    41 ist ein Zitterzahn (Pseudohydnum gelatinosum)
    42 ist interessant. Und der fuchst mich jetzt auch. Sapperlott... Vielleicht auch einfach nur ein Flocki?
    Der Saftling ist der Schwärzende (Hygrocybe conica).



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Auch ich halte das für A. sylvaticus (nicht sylvicola, das wäre der Dünnfleischige Anisegerling).
    Das hat allerdings nichts mit der Größe zu tun. Da gibt es für beide Arten einen recht großen Überschneidungsbereich. Ich hätte mich da in erster Linie an das Knöllchen gehalten. Leider hat Hans (Lechner Johann) neulich mal einen Pilz gezeigt, der ein ebensolches Knöllchen hatte und sich als A. langei entpuppte. Such das Thema am besten über das Profil von Hans, da hat auch Gerd einiges zu geschrieben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Benni!


    Na, und ob die röten. Schau dir mal die Stielrinde an, da wo du sie durchgeschnitten hast.
    Und gewöhne dir bitte an, die Pilze komplett vorzustellen. Also einen Fruchtkörper immer mit Hut, Stiel und Stielbasis Das Durcheinander in dem Korb kannst du dafür ruhig weglassen.
    Insgesamt spricht viel für Macrolepiota mastoidea s.l.
    Aber eben nicht alles. Die Stiele auf dem Korb - Bild sehen völlig glatt aus. Auf dem Mini - Bild dagegen deutet sich eine Natterung an. Und genau die sollten die schon haben, zumindest eine feine.
    Die Hüte, die man von oben sehen kann, zeigen dafür ein sehr klassisches mastoidea - Profil.


    Hilft aber leider nix, weil man ja keinen einzigen Pilz als Ganzen beurteilen kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Bilgraka!


    Das "Sie" ist absolut unnötig. So alt bin ich nicht und auch nicht so besonders oder ehrwürdig oder sowas. ;)
    Und auch ich bin noch ein Lernender. Der gezeigte Pilz ist interessant, aber ohne den selbst in der Hand zu halten, möchte ich mich da wirklich nicht festlegen.
    Das ist leider oft so, daß man einen Fruchtkörper sieht und sich nicht entscheiden kann, in welche Richtung das geht. Denn so sind sie, unsere geliebten Pilze: Irgendwie manchmal recht wiederspenstig und individuell.



    LG, Pablo.

    Hallo, Verena!


    Perfekt, das macht Spaß, bei dir mitzugehen. Das sprüht von Begeisterung so wie die schönen Bilder von Farben sprühen. Und Witz ist da drin, Pfeffer kommt nicht nur vom Röhrling.
    Wenn du so weiter machst mit der Bestimmerei, bekommst du bald Anfragen zur Bestimmungshilfe von Björn und Ingo. :D


    Zu den Filzröhrlingen: Immer durchschneiden. Ohne Schnittbild geht da nix. Deine sind wohl trotzdem Bereifte Rotfüße (Xerocomus pruinatus).
    Dein Perlpilz oder Grauer Wulstling ist ein astreiner Perlpilz. Da musst du nicht ärgern und auf Verfärbung warten. das macht der nämlich so nicht. Der verfärbt ganz langsam und allmählich, am Stiel, an Fraßstellen und an Madengängen. Oder an der Glatze, wenn er einen Sonnenbrand bekommt. Dann sieht er oben so aus wie deiner.


    Die Sache mit den Champis ist eine recht schwierige. Klar sind das Anischampis. Aber da gibt es so einige Arten. Neben dem Dünnfleischigen kann es auch der Schiefknollige (A. essettei) sein (auch wenn die oft synonymisiert werden). Und wenn das Dingens so groß ist, kommt noch die eine oder andere Art aus der Schafegerlings - verwandschaft in Frage. So zB der Weißhaarige Egerling (Agaricus leucotrichus).
    Das ist dann aber alles schon recht speziell, soweit steige ich selbst eigentlich gar nicht durch.



    LG und bitte merh so Zeugs,
    Pablo.


    Das Problem bei meiner billig Kamera ist, dass ohne Blitz die Bilder total unscharf und verschwommen sind.


    Das ist wahrscheinlich ein Problem, das ein Stativ lösen würde. Oder irgendein stativähnliches Gedöns. Das sind bei mir wahlweise der Waldboden, mein Schuh, ein Stein, ein Ast, eine Baumwurzel oder mein Pilzkorb. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Bilgraka!


    Die ersten sind schon Pfifferlinge, am ehesten wohl Amethystflockige (Cantharellus amethysteus).
    Der kleine Fruchtkörper ist ziemlich zerfleddert, da macht eine Bestimmung eigentlich keinen Sinn mehr. Also fort damit, und schönere Exemplare des Rötlichen Lacktrichterlings (Laccaria laccata s.l.) suchen.


    Der vermeintliche Anischampignon bereitet mir Kopfzerbrechen. Von Habitus (Wuchsform, Stieloberfläche usw.) fällt mir gerade so gar keine passende Art ein. Die Lamellen sind auch irgendie ziemlich hell. "Champignon" (Agaricus spec.) ist zwar wahrscheinlich, aber man sollte auch einen Egerlingsschirmling (Leucoagaricus spec.) noch im Auge behalten. Dann müssten wir über den Geruch aber nochmal reden.


    Generell gehören zur Champi - Bestimmung noch viel mehr Details, als du hier zeigst. U.a. Schnittbild, Standortbeschreibung, Bild am Standort, mehrere Exemplare aus verschiedenen Altersstufen etc...



    LG, pablo.

    Moin!


    Aber sicher gibt es Champis mit Ring am Stiel. Sogar eine ganze Menge.
    Mich deucht, hier ginge es aber um den Unterschied zwischen Knollis und Egerlingsschirmlingen.
    Das ist so ganz einfach nicht zu erklären. Wenn man aber unter Knolli nur die drei hier vorkommenden tödlich giftigen Arten versteht, dann ist es wiedrum recht simpel und genau so wie Daggi schreibt:
    Der Kegelhütige, der Grüne und der Frühlingsknollenblätterpilz haben alle eine Scheide um die Stielbasis herum.



    LG, pablo.

    Hallo, Uliko!


    Der erste ist ein Faserling mit Verdacht zum Huthaarmürbling (Psathyrella conopilus).
    Der zweite ist ein Schleimpilz, und zwar die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica).
    Das dritte sind Falsche Pfifferlinge (Hygrophoropsis aurantiaca).



    LG, Pablo.

    Hallo, Merlin!


    Nee, besser nicht von unten knipsen, sondern einfach mal ohne Blitz. ;)
    Ich glaub auch nicht ans Weißstielige. Hier ist eine Referenz für dich:


    Den Mohrenkopf nehme ich dir dafür einfach mal so ab.


    Über den Bluthelmling müssen wir nochmal reden, Nobi. Ich dachte so vor mich hin, rötliche Schneiden habe nur der Kleine Blutmilchhelmling bzw. Purpurschneidige Helmling. Also M. sanguinolenta.


    Das auf Merlins Bild sieht für mich rein optisch schon sehr nach dem Großen Blumilchhelmling, also M. haematopus aus. Bei dem habe ich noch nie getönte Lamellenschneiden gefunden. Auch wenn es das lt. GPBWs wohl als sehr seltenes Phänomen geben soll.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Wie Alex schon sagte: Ein Fälbling (Hebel's Oma).
    Mehr ist da kaum rauszuholen.
    Das liegt gar nicht mal an dir usc, sondern einfach daran, daß die Gattung ganz schön knifflig ist. Nicht so übel wie die Nachbargattung der Schleierlinge, aber eben schon schwierig.


    Das mit dem Abschneiden ist Quatsch. Das Mycel interessiert es nicht, ob der FK abgschnitten oder rausgedreht wird.



    LG, Pablo.

    Hallo, Helmut und Magic!


    Darum habe ich ja oben auch die beiden Portraits verlinkt. Zur weiteren Recherche, ganz bequem online erreichbar. :)


    PS.: Sehr lecker übrigens auch zu Wild wie Rehrücken oder Hirschgulasch: Maronen- / Maronensauce! :P



    LG, Pablo.

    Hallo, Lilly!


    Boletus calopus (Schönfußröhrling) ist ein Gelbporer.
    Boletus luridus (Netzhexe) ist ein Rotporer, der aber gerade im Alter wieder oft zu orangegelb, gelb oder olivgelb wechselt. Zudem ist B. luridus ein klassischer Garten - und Parkbewohner, der selten im Wald vorkommt. B. calopus allerdings kommt fast ausschließlich in Waldgesellschaften vor; Linde ist zudem kein gängiger Mykorrhiza - Partner von B. calopus.


    Am einfachsten schaust du mal, ob da bei mittelalten Pilzen irgendwo rötliche Farben unten am Schwamm sind.
    Daß da ein Stielnetz vorhanden ist, setze ich eben mal voraus.


    Zwei Links noch:
    >Boletus calopus<
    >Boletus luridus<



    LG, Pablo.