Hallo, Hans!
Das sieht mir auch ganz stark nach dem Dünnfleischigen aus.
Das mit der Form der Stielbasis hat ja auch Emil schon gut beschrieben. 
Der Synonymisierung schließe ich mich persönlich nicht an. Ich denke schon, daß das zwei gute Arten sind, die sich auch makroskopisch meist schon gut abgrenzen lassen.
Natürlich kann bei A. essettei die Knolle mal untypisch ausgeprägt sein.
Aber dazu kommen ja noch weitere Unterschiedungsmerkmale:
- Lamellenfarbe
- Intensität der Gilbung
- Habitus der Fruchtkörper
- Geruch
Beim Geruch müsstest du dich jetzt auch entscheiden:
Ouzo riecht doch schon anders als Marzipan, oder?
Also Ouzo = Anis = sylvicola
Marzipan = Marzipan = essettei
Aber jetzt kommt der Haken:
Wenn du die gestern gefunden hast, kann auch alles wieder ganz anders sein. Weil: Kaltes Wetter.
Erstens ist A. sylvicola schon eher eine Sommerart, während der häufigere A. essettei auch gelegentlich noch später im Jahr vorkommt.
Dann sind gerade bei Champignons die Merkmale Geruch und Gilbung bei kaltem Wetter nicht mehr sicher zu beurteilen.
Insofern kann das auch ein starker Gilber sein, der eben wegen dem Wetter nicht mehr gelb wird.
Ist ja bei Karbolis auch so: Temperaturen einige Tage nie über 10 ° ---> das Ding gilbt fast nicht mehr. Auch nicht in der Knolle.
Also doch ein schwieriger Fall.
Weil: A. sylvicola ist eher ein Laubwaldbewohner, Fichtenwald wäre ein typisches Habitat für A. essettei (den ich allerdings auch immer mal wieder in reinem Laubwald finde).
Portrait zu den beiden Arten findest du, odr? 
LG, pablo.