Hallo, Gabi!
Danke für den ausführlichen Bericht. 
So kann man sich das alles sehr gut vorstellen. Und warte mal ab, wahrscheinlich wird es nicht lange dauern, und du nimmst guten Gewissens die ersten Lamellenpilze zum Verzehr mit nach hause. Denn auch da gibt es etliche gut und sicher zu erkennende Arten.
Zu den Eselsohren und den Bildern:
Richtig erkannt, das erste Bild zeigt kein Eselsohr, sondern einen Becherling aus der Gattung Peziza. Wahrscheinlich Peziza varia (Veränderlicher Becherling), aber den Fund habe ich nicht mikroskopiert, und es gibt noch einige Arten, die absolut genauso aussehen können.
Das zweite Bild zeigt durchaus ein Eselsohr (Otidea onotica), wenn auch etwas älter und nicht so schön wie auf dem Bild von Emil.
Theoretisch könnte eine Peziza sogar noch ähnlicher sehen, und das Problem dabei ist folgendes: Alle Arten der Gattung Peziza gelten als ungenießbar, giftverdächtig oder schwach giftig.
Zur Unterscheidung ist wichtig, ob die Fruchtkörper geschlitzt sind, oder der obere Rand durchläuft. Das zu erkennen ist gerade bei älteren, verwachsenen oder angeknabberten Fruchtkörpern nicht immer einfach.
Die Farbe ist auch wichtig, kann aber sehr stark variieren.
Beim echten Eselsohr ist aber immer irgendwo "Morgenröte" dabei. Also ein Rosa Schimmer. Der ist meist innen an den Fruchtkörpern, auf Emils Bild sieht man es ganz toll.
Diese Farbe gibt es bei Peziza nicht und auch nicht bei anderen Öhrlingen. Denn auch in der Gattung gibt es noch einige sehr ähnliche Arten, die aber verzehrtechnisch harmlos wären.
LG, pablo.