Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Ich glaube, Hallimasch - arten sind die einzigen, die so fette Überdauerungsmycelstränge bilden.
    Winterporling sollte passen, wenn die Poren unter dem Hut recht weit sind. Wären sie ganz fein, dann hätten wir es mit einem Maiporling (Polyporus ciliatus) zu tun, der den Kalender nicht gelesen hat.


    Die Lamellen bei Porlingen sind aber natürlich keine Lamellen. Aber das sind Spitzfindigkeiten, die momentan nicht so wichtig sind. Sonst könnte ich jetzt noch erzählen, daß auch "klassische" Lamellenpilze zu den Porlingen gerechnet werden (zB Sägeblättlinge), oder Lamellenpilze wie Heftnabelinge zu den Borstenscheiblingsartigen, porlingsähnliche Pilze wie Stachelbärte allerdings Sprödblättler sind, also eher mit den Täublingen und Milchlingen verwand. :evil:
    Aber am besten vergisst du das alles ganz schnell wieder. Das kommt so nach und nach, erstmal ist es ja viel interessanter, Pilze zu finden, zu bestimmen und mal nach optischen Merkmalen einzuordnen.



    LG, pablo.

    Hallo, Netti!


    Jou, etwas unscharf, der Orangeseitling, macht aber nichts. Ist ja ansonsten gut zu erkennen. Ein sehr schöner Fund und wirklich nicht häufig.


    a = Eine Gallertträne (Gattung Dacrymyces)
    b = Richtig, Rhizomorphen vom Hallimasch. :thumbup:
    c = Schmetterlingstramete. Nr. 2 im ersten Beitrag auch. Ein Blilck auf die Unterseite schadet allerdings nie. ;)
    d = Sommertrüffel (Tuber aestivans)?
    h = Kann ich den noch von oben sehen?


    nochmal zur 6 im ersten Beitrag:
    Wenn (längliche) Poren, dann Buckeltramete (Tametes gibbosa), was momentan mein Favorit wäre. Wenn die Unterseite ungefähr so aussieht wie Pilz h in der Fortsetzung, dann Birkenblättling (Lenzites betulinus).


    Übrigens gibt es so einige Porlinge mit lamelloider (Lamellenartigem) oder daedaloider (Labyrinthischem) Fruchtschicht.



    LG, pablo.

    Hallo. Inken.



    Mal an alle, die 13 erkannt haben: ist das sowas, was man auf einmal kapiert und dann sicher ist, oder bleibt da so ein " Das könnte es evtl. irgendwie sein" ?


    Also nach dem Zusatzhinweis war es jedenfalls entsetzlich klar.
    Beinahe peinlich war's.



    LG, Pablo.

    Hallo, Netti!


    Ja wie: Sporenabdruck aber keine Bilder vom Orangeseitling? Der ist doch so ein schönes Motiv. ;)


    Xylaria longipes kannst du aus meiner sicht ruhig stehen lassen. Die Ausprägung ist da schon sehr typisch. Vielleicht auch mal einen oder zwei Fruchtkörper längs durchschneiden. Die Vielgestlate (X. polymorpha) hat bis zur Stielbasis Petithecien (also wie kleine, hohle Warzen: Das sind die Einzelfruchtkörper) in der Stielrinde. Der Stiel der Langstieligen Holzkeule ist infertil (hat also nicht diese kleinen hohlen Kügelchen eingelagert.


    Danke für's mitnehmen. :thumbup:



    LG, pablo.

    Hallo.



    Damit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, oder?


    Ja, jedenfalls bei mehr als 98,99% für Samtfußrübling (Flammulina velutipes s.l.). :thumbup:
    Der Rest ist die übliche Ungenauigkeit bei Bestimmung über Bild. Die ist eigentlich immer drin.


    Übrigens: Hut ist zumindest jung auch immer samtig bereift. Später bei Nässe schmierig. Die Farben sind recht variabel, die hier sind eben etwas blass.



    LG, Pablo.

    Moin, Uli!


    Doch ist der Mast gegenüber der Galeonsfigur etwas unterdimensioniert.
    Wenn das mal keine Unwucht beim Eintritt in rauhe Gewässer gibt.
    Freilich, den Namen der Blauschwarzen Meerjungfrau wüsste man gerne. Aber vielleicht ist's ja ein Relikt der Vergangenheit, nicht mehr erkennbar, irgendein alter Mythos eines Piratenschrecks.


    Schöne Bilder. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hi.


    So irgendwie hat das auch was von einem Zeichentrickfilm.
    Ich glaube, diese Brille werde ich mal vergrößern und als Poster im Bad meiner Eltern aufhängen.
    Die finden bestimmt auch, daß das eine sehr, sehr gute Idee ist. :thumbup:



    LG, pablo.

    Hallo, Emil!


    Ich kenne den ja auch noch nicht lange, und das mit den verschiedenen Gerüchen hat mich da auch schon ab und an verwirrt. So intensiv wie den Mehlräsling kenne ich ihn zwar nicht, aber es geht schon bisweilen in die Richtung. Es macht auch einen Unterschied, ob der Pilz unverletzt oder verletzt ist. War der Mehlgeruch jetzt beim unverletzten Pilz? Und Bittermandel + Kakao dann beim Durchschneiden? Oder war's umgekehrt?
    Vielleicht findet ja noch der Supernase Ingo (Wagner) den Weg hier hin. Was er über Gerüche schreibt, ist immer wieder sehr lesenswert.


    Buntstielhelmling (Mycena inclinata) riecht für mich eigentlich nicht wirklich mehlig, sondern mehr noch ranziger Butter. Aber auch nicht immer sehr ausgeprägt.



    LG, pablo.

    Hallo, Andreas!


    Das kann ja fast gar nicht sein. 8|
    Haben wir alle so gepennt? Immerhin hat Markus noch ein waches Auge. :thumbup:


    Alles Gute, ein möglichst stressfreies, gesundes und in jeder Hinsicht erfolgreiches Jahr wünsche ich dir.
    Und wünsche uns allen, daß du weiter viel Freude mit unserem Forum hast und dir der Betrieb somit leicht von der Hand geht. ;)


    Ein Bild spare ich mir mal, das kannst du besser. Hoffentlich findest du viele schöne Raritäten (nicht nur Pilze), die sich in Szene setzen lassen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Emil!


    Super, daß du dich bei dem Projekt auch beteiligst! :thumbup:
    Famose Sache und gleich mit einem Portrait zu einem vielgefragten, aber dennoch auch nicht ganz einfachen Pilz.
    Hut ab, das ist stark gemacht und sogar mit Mikrodaten.
    Ein wenig nachbessern müssen wir hier wohl, aber das ist normal. Macht ja auch nichts, passiert bei anderen Portraits ja auch.


    Zunächst mal müsstest du den Pilz etwas größer machen. Wenn der genug zu essen hat, ist es schon der größte Ackerling. Hutbreiten um 10 cm sind keine Seltenheit. Auch etwas mehr kann wohl in Ausnahmefällen möglich sein. Insgesamt ist der kräftige Habitus der Art ja auch ein gutes Erkennungsmerkmal, hast du ja geschrieben.
    Darum hätte ich auch bei deinem ersten Bild (wenn ich es so als Bestimmungsanfrage gesehen hätte) auch erstmal Zweifel angemeldet. Den Hellen Ackerling (Agrocybe dura) gibt's ja auch mit Ring. Wäre hier aber auch wieder ungewöhnlich stark ausgeprägt.
    Aber Agrocybe praecox ist offenbar ein regelrechtes Chamäleon. Wenn er nicht einigermaßen typisch ausgeprät ist, kann's mit der Bestimmung ohne Mikro schon mal knifflig werden.


    Reden müssten wir auch noch mal über den Geruch. Mehlig: Ok. So riecht der oft, insbesondere beim Rumkratzen und Drücken. Aber ranzig? Also irgendwie wie diverse Trichterlinge (Ranziger, Kleinsporiger Mehltrichterling usw), oder wie Gifthäubling, oder wie Buntstielhelmling?
    Das hätte ich noch nie gerochen. Dafür rieche ich oft Bittermandel, besonders bei jungen, frischen Fruchtkörpern.


    Ich füge mal noch ein paar Bilder an, so zur Unterstützung.
    Ein ganz typisches Habitat im Frühjahr, immer sucht man RiMuMos und findet Voreilende Ackerlinge, meist gesellig, groß und gedrungen im Habitus:


    Irgendwie machen die das recht gerne, daß der Ring am Hutrand hängen bleibt. Jedenfalls bei mir. Das sieht manchmal schon komisch aus dann:


    Angeblich ist er aber häufiger mit Ring zu finden:


    Noch ein Bild vom Sporenabwurf:



    LG, pablo.

    Hallo, Craterelle!


    Sieht schon sehr nach Samtfüßchen aus. Auch wenn's nicht ideal zu erkennen ist, aber kein Wunder, wenn die da oben sitzen.
    Probier's ruhig mal aus, Messer an Besenstiel binden und ein paar Fruchtkörper zur Probe pflücken.


    Viele Alternativen bleiben aber nicht.
    Der Baum ist keine Ulme oder? Ulmenblätter sehen ja schon recht speziell aus. Also Roßkastanie? Oder Edelkastanie?
    Spielt aber letztlich keine Rolle, Samtfüße kommen an so ziemlich jedem Laubholz vor.
    Und nach Vergrößern glaube ich eigentlich nicht an Hypsizygus ulmarius (Ulmenrasling).



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Ich bin ein Fan der PdS! Nur daß das mal nun nicht falsch rüberkommt. Gerade wenn man sich auf dem Gebiet nicht so auskennt. Solche Bilderbücher sind wunderbar zum Einstieg. Die atuelleren Namen findet man dann ja leicht im Netz. Oder hier: Einfach Ingo W. fragen. AiB ist da übrigens auch toll und eine prima Ergänzung. Und natürlich auch nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber wer ist das schon?
    Und falsche Bilder gibt's nicht nur im Netz. ;)


    Ok, dann streiche ich oben auch alles durch. Niemand hat was gesagt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Hui, ich sehe, es ist kompliziert. Komplizierter jedenfalls, als es die Pilze der Schweiz erscheinen lassen. Aber das ist ja nichts Neues.
    Danke für die Erklärungen.


    Aber...

    Erinnert mich ja ein wenig an die Rätsel-15 mit dem Raupen-Gnolm.
    Hat die eigentlich jemand raus? Ich frage das mal hier, wo uns Anna nicht erwischt (sonst kommen die fürchterlich wachsamen "Stink-Augen" wieder).


    Hmmmm, ob das wirklich so eine gute Idee ist? Ich halte Anna und ihr Rätsel für so gerissen, daß die uns auch hier schnell auf den Füßen steht.
    Da sage ich lieber nichts zu.
    :whistling:



    LG, pablo.

    Hallo, Ingo!


    Zumal dieser Disney - Dackel offenbar Fichten - Stöckchen holt.
    Das macht H. calyculus ja nicht, oder?
    Genausowenig wie irgendwelche Bisporellas.


    Und: Ist H. calyculus das Selbe wie H. conscriptus? Jedenfalls meint das Speciesfungorum zu mir. Und Hymenoscyphus serotinus auch? Davon sagt nämlich SF nichts. Meine ich aber mal irgendwo so gelesen zu haben.


    Jedenfalls: Diese ganzen Hymenoscyphen hätten dann aber keine weißliche Trama und auch kein dunkles Stielchen, oder?



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ramaria stricta hört sich gut an.
    Da müsste man aber noch zB ein Auge auf Ramaria abietina (Grünende Fichtenkoralle) oder ein paar andere Arten werfen.
    Wenn du das mit den hartschaligen Bovisten künftig genauer wissen willst, Birki, kommst du ums Aufschneiden nicht rum. bei der Oberflächentextur hier würde ich aber schon zum Dickschaligen (S. citrinum) tendieren.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Das ist ja doof jetzt. Was mache ich dann mit meinen ganzen nur makroskopisch bestimmten B. citrinas? Um sie in dei Tonne zu kloppen, sind mir die zu hübsch.


    Ein paar Gedanken zur deutschen Übersetzung des Gattungsnamen:
    Reisigbecherchen passt nicht. Steht zwar so in vielen Büchern, geht aber gar nicht, da schon B. citrina mindestens genauso oft an dickem Substrat wächst. Andere Arten aus der Gattung sowieso. Also B. subpallida und B. pallescens (die beiden traue ich mich jedenfalls noch, einigermaßen sicher makroskopisch anzusprechen) jedenfalls sitzen nach meiner Erfahrung nur an dickem Substrat.


    Statt Bisporella einfach Bisporella zu sagen wäre auch schade und viel zu wenig verwirrend.
    Also habe ich mal ein paar Sporenbilder angeschaut und festgestellt, daß das mit dem Einschnüren anscheinend alle Arten machen. Mehr oder weniger. Also basteln die aus einer Spore quasi zwei? Dann käme daher der lateinische Gattungsname?
    Jedenfalls habe ich beschlossen, daß als deutscher Gattungsname das schöne Wort Doppelsporbecherchen zu prägen ist. Passt dann ja zum universalen Merkmal, passt zum wissenschaftlichen Namen, ist prägnant und hört sich noch gut an.
    Damit habe ich im alphabetischen Index schon mal gleich angefangen.



    LG, Pablo.

    Moin!


    Wegen dem bitteren Geschmack von S. serotina: Das muss ich definitiv mal ausprobieren. Da ich auch jemanden kenne, die die Pilze sehr gerne isst, vermute ich schon, daß es hier ähnlich wie mit vielen anderen Arten ist: Was alt wird, wird bitter.


    Muss jetzt nur noch welche einsammeln. Dann Experiment. :P
    Obwohl bei mir noch einige andere Experimente austehen, wie M. galericulata (Rosablättriger Helmling) und P. candolleana (Behangener Faserling). Aber die gibt's ja im Moment nicht.



    LG, pablo.

    Hi.



    Meine Austern, sind aber Austern oder?


    Das wird sich so freilich nicht wirklich aufklären lassen.
    Zeig mal alle Stiele und jeweils die Hut Ober- und Unterseiten en detail.
    Ich glaube, einige Austern könnten schon dabei sein. Und ansonsten sind da wohl auch Gelbstielige Muschelseitlinge zu sehen.



    LG, pablo.

    Moin.


    Nachtrag:
    >Observationes mycologicae<
    Das sollte - zumindest in Auszügen - die Originalbeschreibung sein.
    Insofern korrekt:
    "pileo aurantio - fulvo" = "Goldfuchsiger Hut" Das beinhaltet auch Rottöne.
    Damit kann man das "selten" oben eigentlich streichen, weil A. muscaria var. formosa im Sinne dieser Beschreibung eigentlich ein Massenpilz ist.
    Wäre der in dem Fall von A. muscaria s.str. zu trennen? Ich behaupte: Auf gar keinen Fall! Dann würde ich auch SpeciesFungorum folgen, und A. muscaria var. formosa lediglich als Synonym zu A. muscaria s.str. gelten lassen.


    Will ich aber nicht.
    Wie oben erwähnt, auch diese teilweise (aber nicht vollständig) gelben Flockis sind nach meiner ganz individuellen Einschätzung Boletus erythropus s.str. Und die ganz Gelben eben was anderes.


    Ich tendiere jetzt ernsthaft dazu, das hier ebenso zu handhaben.
    Wenn rotes Pigment innerhalb eines Mycels = 0 (und zwar konstant, jedes Jahr und alle Fruchtkörper des Mycels betreffend), dann eigenständig. Wenn irgendwo Rottöne, dann normaler Fliegenpilz.
    Dem zu folgen oder nicht steht jedem frei. Das hier ist kein wissenschaftlicher Aufsatz und meine persönliche Meinung in keinem Fall bindend.


    Berücksichtigen sollte man allerdings, daß zwischen einem Fliegenpilz mit teilweisem (oder alters-, standort-, witterungsbedingtem) Pigmentausfall und einem mit konstant fehlendem Pigment schon ein Unterschied besteht.


    Womit wir beim generellen Problem wären:
    Wirklich verlässliche Beschreibungen habe ich bislang noch nicht gefunden. Teils geistert da sogar die Ansicht durch's Netz, A. muscaria var. formosa hätte gar keinen gelben Hut, sondern würde sich durch gelbes Velum unterscheiden.
    "verrucis laxis subflavescentibus"
    So ganz reicht da mein Latein nicht, aber "flavescens" wäre gilbend, "verrucis laxis" wollen wohl "Hutschuppen" sein.
    Lateiner voraus!
    Bitte übersetzen!


    In der Beschreibung des Stiels ist ebenfalls von einer gilbenden Oberfläche und gelblichen Farbtönen zu lesen.
    gelbliches Velum kommt wie bei einigen Amaniten ja auch beim Fliegenpilz gelegentlich vor.
    Wenn hier aber eine Art mit konstant gelbem Velum und orangegelben Hutfarben (wie variabel?) beschrieben wird, dann ist der oben vorgestellte Pilz nicht A. muscaria var. formosa, sondern irgend was anderes.
    Fragt sich nur was?


    In Nordamerika gibt es noch die Amanita muscaria var. guessowii, die nach recht weit geprägtem Verständnis der hier vorgestellten "var. formosa" teilweise entspricht (teilweise, weil eben auch mit Rot- / Orangetönen) und auch oft synonymisiert wurde / wird.



    Fazit:
    Ein Haufen Recherchearbeit ohne befriedigendes Ergebnis.
    ich hoffe, daß der oben vorgestellte Pilz auch im nächsten Jahr standorttreu bleibt. Dann wird der noch sorgfältiger auseinandergenommen.
    Leider beliebt der, die meisten Fruchtkörper auf einem Forstweg zu bilden. So blieb mir von diesem Jahr nur ein grausligen Bild aus strömendem Regen von ein paar Resten:


    Oben baue ich mal etwas um.



    LG, pablo.