Beiträge von Klaus009

    Björn: Bei Nr. 22 schließe ich mich Karls Frage an. Sollte es sich beim Substrat um Eiche handeln, die Frkp. einjährig, auffällig leicht sein und einen mehr oder weniger auffälligen Geruch aufweisen, dürfte es sich um G. resinaceum handeln. Im Gegensatz zu G. pfeifferi eine sich deutlich ausbreitende Porlingsart.

    Joe: Die Keulchen (13) sind 2013 in MYCOTAXON von Ibai Olariaga zu Typhula contorta umkombiniert worden. Begründung siehe dort (z.B. über CyberLiber).

    Schöne Grüße,

    Klaus

    Hallo Christoph,

    bei Asturnatura denke ich immer an wunderschöne Schlauchpilze .... Das hängt mit AscoFrance zusammen, wo diese tolle Seite des öfteren angeführt wird. Danke für den Hinweis. Spannend ist das allemal. Mein Vorteil bestand wahrscheinlich darin, dass ich von Galerinen wirklich keine große Ahnung habe (und auch weiterhin einen großen Bogen um sie machen werde;-)) Aber Thorbens super dokumentierter Fund sah von vornherein schon so interessant aus, dass man dem kaum 'entkommen' konnte.' Meist endet das dann im Fiasko ...Diesmal dann zumindest mit einem NRW-Neufund :-)

    Liebe Grüße und keep on rockin',

    Klaus

    Hallo Christoph,

    nur eine kurze Frage "Galerina clavus sieht aber makroskopisch anders aus". Auf welche Abbildungen bzw. Dokus beziehst du dich dabei? Man findet ja kaum etwas zu diesem Taxon. Was Erhard im Pilzkompendium unter Galerina aff. clavus abbildet, sieht, wie ich finde, Thorbens Pilz schon ziemlich ähnlich. Passt auch gut zur beschriebenen Ökologie. Aber ich habe, ehrlich gesagt, von Häublingen keine große Ahnung. Und wenn man den Aufsatz von Matheny et al. (2014) durchliest, weiß man hinterher weniger als man vorher zu wissen glaubte ... Den Typus von Romagnesi gibt es nicht mehr ... Und dass selbst dieser geniale Mykologe bei diesem Pilzchen nicht so genau wusste, wo es hingehört, beruhigt ja auch irgendwie. Beschrieben hat er es als Galerina clavus, übrigens mit Sporenmaßen, die gut zu Thorbens Fund passen (im Gegensatz zur Beschreibung bei Matheny et al.), dann in der Flore analytique zusammen mit Robert Kühner zu Naucoria c. umkombiniert. Jetzt dann eben Romagnesiella ...

    Am besten passt der Schlußsatz bei Matheny et al.: "Additional morphological and molecular study is required to unravel the taxonomic relationships of these

    variously interpreted collections to Romagnesiella." Kommt mir so bekannt vor ;-)

    Dann schlage ich Thorben mal vor, den Thread umzubennen in "Winziger Lamellenpilz im Nebel" ...

    Schöne Grüße,

    Klaus

    MathenyMoreauetal2014Crassisporium_RomagnesiellaSyst_Biodivonline.pdf


    Hallo Björn,


    noch eine kurze Frage dazu: Wonach hast die die Art bestimmt? Gibt es zu Vala/Leucostoma irgendwas aktuelleres? Ich sehe gerade, Vera Hayova verweist im AF-Forum auf Stoykovs Diaporthales-Mono von 2012. In Bulgarisch, na ja. Ansonsten kenne ich nur den Schlüssel in Hilber, O.&R. & M. Enderle (1982/83). Da wird als Substrat für L. auerswaldii allerdings neben Prunus auch noch Alnus, Cerasus, Fagus, Quercus und Rhamnus angegeben. Ihre beschriebenen Kollektionen wuchsen aber alle auf Prunus...
    Interessanterweise gibt Nitschke, der ja immerhin für die Typusbeschreibung zuständig ist, als vorrangiges Substrat Frangula an und Sporengrößen von 12-22 x 2,5-3. Schon eine leicht eigenartige Gattung, egal ob Leucostoma oder Valsa ...
    LG Klaus


    Hallo Jan-Arne


    Das sieht ja auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus. Das bringt mich bestimmt weiter. Mindestens wieder einige Stunden Arbeit. Gottseidank kennst Du Dich auf fremden Baustellen so gut aus.


    Besten Dank und Gruss
    Marco


    Hallo Marco,
    da ich gerade über den Begriff "langhalsiger Pyrenomycet" gestolpert bin: Jan-Arne hat dich ja schon auf diese 'Baustelle' hingewiesen, die allerdings wirklich mehr als komplex ist. Lentomitella kanst du vergessen, weil die zylindrische bis subzylindrische Sporen hat, die zudem bei den meisten Arten noch leicht gestreift sind. Auf den ersten Blick sieht dein Fund ziemlich nach Ceratostomella aus, wovon ich aus eigener Erfahrung bislang nur C. rostrata kenne. Die hat allerdings suballantoide Sporen von 4,5-6 - 1,5-2. Eine Art mit den von dir angegebenen Sporenmaßen findet man in dem Schlüssel von Réblová leider nicht. Am besten machst du dir selbst ein Bild: Réblová, M.: Molecular systematics of Ceratostomella sensu lato and morphologically similar fungi.- Mycologia 98(1): 68-93 (2006). PDF habe ich davon leider keines, ist aber über http://www.cybertruffle.org.uk/cyberliber/ leicht zu finden.
    Schöne Grüße,
    Klaus


    Und wie!!! Immerhin erst der (vermutlich) zweite und dritte Nachweis für D. Dank Thorbens Adleraugen ;)
    In pilze-deutschland.de fehlt das Taxon bislang übrigens noch.
    Schöne Grüße, Klaus

    Zitat von pid='374955


    sicherheitshalber nochmal: Das war keine Bestimmung, lediglich eine erste Vermutung, ausschließlich auf die makroskopischen Merkmale bezogen. Zum Bestimmen sollte der Fund schon mikroskopiert werden.


    Da der von Florian ins Spiel gebrachte Vorschlag bereits von Thorben umgesetzt worden ist, melde ich mich also mal. Erstmal zur "Betreff-Umänderung" in "keinen Schimmer und auch kein Schimmel". Um ein klares Bestimmungsergebnis zu bekommen, müsste sowas natürlich mikroskopiert werden. Rein makroskopisch sieht der Fund sehr stark nach Pterula gracilis aus. Es gibt aber verwandte, ähnlich aussehende Arten, die allesamt sehr selten sind. Wenn du das mikroskopierst, sollte auf jeden Fall ein dimitisches Hyphensystem erkennbar sein, typisch für die Gattung Pterula. Für eventuelle weitere Fragen schicke ich dir mal meine Mailanschrift.
    Schöne Grüße, Klaus

    Hallo Bernd, stimmt. Hätte ich mir vorher mal komplett durchlesen sollen ... Besonders das, was Jaques Fournier auf AscoFrance dazu schreibt. Danach kann es sich bei deinem Pilz ja eigentlich nur um C. putaminum handeln.
    An fehlender Literatur fällt mir auf Anhieb nur der erste Berlese-Band ein. Dadurch wird sich aber an der Bestimmung kaum was ändern.
    Also: Jaques' RAt folgen: Pfirsiche essen und die Kerne im Garten deponieren.
    Schöne Grüße, Klaus


    Hallo Bernd, schönes Porträt einer interessanten Art.
    Nicht, dass ich Caryospora putaminum kennen würde, aber es gibt in Barrs Arbeit über nordamerikanische Massariaceen (1979)
    einen Caryospora-Schlüssel, wonach u.a. Sporen- und Ascusgröße unterscheiden. Kann ich dir gerne schicken, komme ich aber erst morgen zu. Ach ja, danach sollte der hier vorgestellte Pilz Caryospora callicarpa heißen. LAut Barr: achtsporige Asci, ca. 250 x 65, Ascosporen (60) 85-117 x (20)32-52 (57). C. putaminum: ein-, zwei-, drei- oder viersporige Asci (selten achtsporig), 125-260 x 50-70, Ascosporen (50) 80-120 (150) x (35) 40-54 (64). Witzigerweise steht danach als Substrat: on peach endocarps. Ist letztendlich auch nur Holz, aber wer weiß ... Und wenn ich Berlese (1894) nachsehe, sind die beiden Arten da auch nicht so weit voneinander entfernt. Die Sporenanzahl wird garnicht erwähnt. Und vom Substrat her würde da wiederum C. putaminum besser auf dein Porträt passen. Wäre ja auch schade, wenn es so einfach wäre. Mach dir am besten selbst ein Bild (und schreib dann einen Aufsatz darüber;-).
    Schöne Grüße, Klaus

    Hallo Bernd,
    Karl hat ja schon alles gesagt, was die angebliche –˜Vielsporigkeit–™ von Eutypella angeht. Dein Fund sollte schon in Richtung Diatrypella gehen. Früher wäre er wahrscheinlich als D. tocciaeana bestimmt worden, vor allem wegen des Substrats. Mittlerweile ist dies ein Synonym von D. favacea. Ebenso wie D. verruciformis. Zumindest laut Index.
    Ich weiß nicht, ob die Gattung schonmal sequenziert worden ist (?). Ansonsten hält sich bei manchen noch die Auffassung: Funde an Birke = D. favacea, Funde an Eiche, Erle, Hasel, Hainbuche = D. verruciformis. Mikroskopisch tut sich da nicht viel.
    Die Asci kann man auf den Bildern leider nicht komplett sehen; sie sollten aber auf jeden Fall langgestielt sein. Und Paraphysen sollten vorhanden sein.
    Die J+-Reaktion verstehe ich nicht; sehe sie aber auch nicht unbedingt. Ansonsten halte ich mich von Pilzen mit allantoiden Sporen im Bereich 6-8 1-2 µm eher fern ...
    Schöne Grüße,
    Klaus

    Und falls jemand den vergeblich in der NRW-Checkliste suchen sollte: Der heißt mittlerweile (wieder) Phellinus pomaceus. Eigentlich schon seit 1799, auch wenn Persoon mit der Gattung Phellinus noch nichts am Hut hatte. Ist ja auch eigentlich der passendere Name ...


    Schöne Grüße, Klaus

    Hallo Fionn,
     
    danke für die Ergänzungen zum abgebildeten Fund. Das würde tatsächlich einiges erklären. Der deutsche Name erklärt sich dann auch, zumindest seine Herkunft. Sinn macht er eher nicht, was aber beim Versuch, irgendwie hinter diese Gattung zu kommen, das geringste Problem ist.
    Ich habe gerade auch deinen Typhula-Thread gesehen. Wie dir ja bereits mitgeteilt wurde, sind diese Gebilde tatsächlich Sklerotien, und zwar die von T. phacorrhiza. Die findet man häufiger als die Keulchen (eher im Herbst) und scheinen gerade ziemlich häufig zu sein. Typisch ist dieser winzige Stiel, mit denen sie an den Blättern befestigt sind.
     
    Schöne Grüße und weiterhin viel Erfolg bei der Keulchensuche,
    Klaus

    Hallo (Vorname?? wäre nicht schlecht),


    vorweg: Als –šabsoluten Spezi–™ würde ich mich schonmal nicht bezeichnen, da Ceratellopsis zu den Gattungen gehört, die –“je tiefer man einzudringen glaubt- immer mysteriöser werden. Mehr Fragen als Antworten...
    Kurzantwort: Ohne Mikromerkmale kann man dazu leider nichts sagen, nicht mal, ob es sich tatsächlich um die vermutete Gattung handelt.
    Etwas ausführlicher: Schon makroskopisch ist eine Beurteilung schwierig. Ceratellopsis wächst immer negativ geotrop, was bei einigen Keulchen auf den Bildern für mich unklar ist. Oder es handelt sich um bereits trockene Exemplare?
    Verglichen mit der Typusbeschreibung von C. corneri (Berthier 1976) fehlt die typische Spitze; außerdem wird dort ein sehr kurzer oder komplett fehlender Stiel erwähnt. Der sieht bei den meisten Fruchtkörpern auf deinen Bilder doch anders aus. Mich würde interessieren, woher der deutsche Name kommt. Von Wacholder ist beim Typus nämlich nicht die Rede. Berthier gibt als Substrat an: gefällter Baum und setzt in Klammern –šNadelbaum–™, allerdings mit Fragezeichen.
    Ich kenne ansonsten bislang nur noch den Fund von Wolfgang Beyer (ZMykol 65/1), der sich auf einem Kiefernzweig befand.
    Zu C. sagittiformis: Von Corner als sagittaeformis zur Gattung Ceratellopsis umkombiniert, auf der dänischen Seite als C. sagettiformis bezeichnet. Otto hat zwar mal gesungen –žDänen lügen nicht–œ, aber in diesem Fall bin ich ziemlich sicher;-) Was dort sozusagen zur lignicolen Art gemacht wird, hat Patouillard als Pistillaria sagittiformis beschrieben und als Substrat Moose (Barbula, Hypnum) sowie trockene Salbeiblätter angegeben. Wie kommt da Wacholder ins Spiel?
    Um das jetzt nicht zum Roman werden zu lassen: Aufgrund des Substrats kann man hier also leider nichts Definitives sagen, auch nicht halbwegs. Es gibt sicher eine ganze Reihe –šJuniperus-affiner–™ Arten; dass darunter auch Keulchen sind, glaube ich nicht.
     
    Schöne Grüße,
    [font="Times New Roman"]Klaus[/font]


    Hallo Björn,


    wenn ich NRW lese, muss ich mich natürlich melden ;) Schöner Fund. Den kannst du auf jeden Fall abhaken. Hier ein paar Vergleichsbilder von Fredis HP https://www.fredis-pilzseite.de/foto-nitschkia-cupularis/
    Als Nitschkia schon gut an den Perithezien zu erkennen, die in jungem Zustand meist kugelig sind und dann 'kollabieren'. Und mit diesen Sporenmaßen und den vier Guttulen kann es sich nur um N. cupularis handeln.
    Schöne Grüße, Klaus

    Hallo Pablo,
     
    ja, den Artikel habe ich in der letzten Woche im SZ-Magazin gelesen und mich gefragt, ob der gute Max Scharnigg schonmal was von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie gehört hat. Ist vielleicht etwas zuviel verlangt, aber bei der Süddeutschen eigentlich Standard. NA ja. So klingt dann manches etwas reißerisch. Kaum ein Wort darüber, dass kalkreiche Böden schonmal keine schlechte Voraussetzung für Hypogäen darstellen, die man im übrigen auch ohne Hund finden kann. Ich nicht, aber Gerhard Gross, der schon in den 80ern in der ZMykol spannende Artikel über hypogäische Arten geschrieben hat. So empfiehlt sich auch der –šAtlas der Pilze des Saarlandes–™, in dem ein Teil seiner Funde geführt wird. Alles wahrscheinlich deutlich vor Herrn Scharniggs Zeit. Aber auf Gunnar Hensels Seite im Netz hätte er ja vielleicht kommen können. Na ja, immerhin 5 Seiten über Pilze, ehe ich hier weiter herummäkel ... Wenn man das Kleingedruckte am Schluss liest, weiß man, worum es wie immer geht...
     
    Schöne Grüße und danke fürs Reinstellen,
    Klaus

    Hallo Ralf,
    danke für die Hinweise. Ich werde jetzt mal auf die Suche gehen, wie denn die 'richtige' M. persoonii aussehen soll.
    Ansonsten begrüße ich den nächsten Neuzugang auf der NRW-Checkliste.
    Schöne Grüße,
    Klaus


    Hallo Thorben,


    wenn ich das richtig erkenne, ist die Netzornamentation unvollständig. Dann wäre es M. rickii.
    M. persoonii hat ein vollständiges Netzornament.


    [font="Times New Roman"]Hallo Thorben, hallo Ralf,[/font]
    [font="Times New Roman"] [/font]
    [font="Times New Roman"]Schöner Fund, dazu ausführlich dokumentiert. Für mich sieht das wie M. persoonii aus; ich halte mich da aber gerne raus und verweise nur auf den Aufsatz von Jürgen Häffner im –žRheinland-Pfälzischen Pilz Journal–œ 4 (2) (1995) zu dieser Gattung, inkl. Schlüssel. Die Sporen, die er da zu M. persoonii abbildet, passen meiner Meinung nach gut zu der Kollektion aus Witten. Ich habe allerdings auch nie so richtig den Unterschied zwischen persoonii und rickii verstanden[/font] :( [font="Times New Roman"]Was Nico Van Vooren nämlich in den Cahiers de la FMBDS (2014/S.70) zu M. rickii abbildet, sieht für mich nach der Abbildung von M. persoonii im Pilz Journal aus. Leicht verwirrend ...[/font]
    [font="Times New Roman"]Jürgen Häffner schreibt dazu unter M. rickii:–œ... Die Differenzierung des Sporenornaments läßz sich nachvollziehen. Fädig verlängerte, bis über doppelt so lange, relativ schmalere Grate wie bei M. persoonii kommen nicht vor...–œ[/font]
    [font="Times New Roman"]Bei manchen der hier abgebildeten Sporen passt das, bei anderen nicht.[/font]
    [font="Times New Roman"] [/font]
    [font="Times New Roman"]Hier der Link:[/font]
    http://ag-pilzkunde-vulkaneifel.de/files/94_6.pdf
    [font="Times New Roman"]Auf der Seite 11 des pdf fängt Jürgens Aufsatz über die Gattungen Marcelleina und Greleta an.[/font]
    [font="Times New Roman"]Viel Spaß noch beim Bestimmen,[/font]
    [font="Times New Roman"]Klaus[/font]
    [font="Times New Roman"]P.S. M. rickii wäre mir natürlich deutlich lieber, wenn ich an die NRW-Checkliste denke ;) [/font]


    Hallo,


    mal ne Frage. Cudoniella ist warum raus?


    l.g.
    Stefan



    Hallo Mario,
     
    was die ciborioiden, eguttulaten Sporen angeht, ist das sicher keine schlechte Option. Nur muss ich ehrlich zugeben, dass ich bereits nach den Makrobildern alles andere als eine Sclerotiniacee ausgeschlossen hatte und auch weiterhin ausschließe. Typisch ist zum einen diese Braunfärbung, und zum anderen vor allem der zur Basis hin fast schwärzende Stiel, was mit der teilweisen Sklerotinisierung/Stromatisierung –“keine Ahnung, wie man das eindeutschen kann- des Substrats zu tun hat. Die Ciboria-Arten bilden ja keine Sklerotien aus, wie dies z.B. die Myriosclerotinias machen.
    Gerade zur Zeit kann man ganz gut Ciboria conformata (früher mal Rutstroemia) finden. Auf alten Erlenblättern und ebenso im Sumpf wie der hier abgebildete Fund. Selbst die Apothezien sehen ziemlich ähnlich aus. Die Sporen auch; sie sind allerdings 10-12 x 5-5,5 µmgroß.
     
    Schöne Grüße,
    [font="Times New Roman"]Klaus[/font]

    Hallo Dieter,


    schöner Pilz und dazu noch gut dokumentiert. Zuerst die gute Nachricht: Bei der Gattung müsste es sich um Ciboria handeln. Eguttulate, eiförmige Sporen, Textura globosa, dazu das makroskopische Aussehen, Vorkommen auf Pflanzenresten.
    Jetzt die schlechte: Bei Funden auf Fichtennadeln ist die Auswahl stark eingeschränkt. Kirschstein hat 1906 einen Fund aus dem Groß-Behnitzre Park (25.5.04) auf diesem Substrat als Ciboria acicola beschrieben, ABER die Sporengröße gibt er mit 8-10 x 3-4 an... Ansonsten finde ich nur noch einen Hinweis auf einen Fund von Rostrup (in: Buchwald 1947) mit Sporen von 10-12 x 4-4,5 µm. Frag mich nicht, wie das passen soll.
    Falls die Sporen also nicht noch plötzlich einen Schub bekommen sollten –“eher unwahrscheinlich-, oder das Substrat sich verwandeln sollte –“ebenfalls unwahrscheinlich-, kommt der gut dokumentierte Fund erstmal in die Schublade mit dem ? drauf.
    Aber vielleicht hat jemand ja noch eine andere Idee??


    Schöne Grüße,
    Klaus