Beiträge von bwergen

    Also die fasciculare war zwar in der Nähe, aber das, was Ralf eingesammelt hatte, waren definitiv und 100% alles Graublättrige Schwefelköpfe. Vom Stiel, der Hutoberfläche, Hutfarbe usw. sind die schon relativ leicht kenntlich, vor allem, wenn man sie schon hunderte Male gesehen hat (ich hab sie alle schon gesehen).
    Schüpplinge, Stockschwämmchen oder sonstige, büschelig wachsende Holzpilze scheiden ebenfalls aus. Vielleicht lag es ja am Wind: Da die grünblättrigen in der Nähe waren, ist der Bitterstoff durch die Luft gewirbelt worden und hat sich auf den feuchten Hüten des graublättrigen abgesetzt...wäre doch mal eine Theorie :D


    naja, für Ralf trotzdem ne bittere Pille ^^


    Ne, das sind ALLES Glimmertintlinge (Coprinellus micaceus), man sieht bis fast überall den glimmerigen Hut. Der Faltentintling sieht mehr grau aus, bildet wesentlich größere, dickfleischigere Fruchtkörper. Das bedeutet auch, dass diese im Alter nicht derart dünn zerfließen, damit ist auch das einzige Bild, wo die Fk von unten abgelichtet wurden, recht klar zu deuten.


    lg björn


    Geb mich ja schon geschlagen.. bei den Gallertpilzen (Schlauchpilze, Drüslinge, Zitterlinge, Becherlinge und wie sie alle noch so heissen) fehlt mir noch einiges an Wissen ;o)
    Aber ich lerne gern dazu :)


    Gruß
    Petra


    Das kann man wiederum nur, wenn man die Pilze selbst in natura sieht und kennenlernt. Ist immer noch die beste Methode, um daraus Erfahrung zu gewinnen, und die wiederum kann ja dann in einem Forum wie diesem hier von Vorteil sein ;)


    Wir lernen übrigens ALLE dazu.


    lg björn


    Beide sind völlig falsch. Das ist eine Ascocoryne, und zwar sehr wahrscheinlich Ascocoryne sarcoides. Ich sags deshalb nochmal damit hier keine falschen Vorstellungen von diesem ansonsten gut kenntlichen Schlauchpilz entstehen (sry aber meine Schlauchpilze lasse ich mir nicht zu Drüslingen verarbeiten :D :D)


    lg björn

    Sieht für mich nach einem Rosa Rettichhelmling (Mycena rosea) aus, dieser kennzeichnet sich durch überwiegend rosafarbene Hutoberseite, ebenfalls schwach rosalich getönte Lamellen und vor allem einen hellen, nach unten verbreiterten Stiel.


    lg björn

    Einen späten Guten Abend an alle Leser,


    hier präsentieren wir euch nun den 5. Teil der Serie, welchen eben den 5. gemeinsamen Ausflug (Melanie, Rada, ich) behandelt. Melanie war zwar leider nicht bei jedem Ausflug dabei, wie schon gesagt, wir hätten sicherlich noch mehr gefunden, wäre sie dabeigewesen. Dieses Mal allerdings waren Rada und ich "auswärts" unterwegs, und zwar zu Besuch bei Melanie bei Radevormwald (Oberbergisches Land). Wie sich zeigen wird, gabs auch hier einige für uns neue Arten. Ich werd zu einigen noch ein paar Anmerkungen dazu schreiben, damit ihr mit den Fotos etwas anfangen könnt ;)


    Der zweite Teil von Pilzfestival 4 wird noch nachgeholt. Hierzu liegen noch 2 Arten in meinem Sammelkasten, die noch auf das Mikroskop warten. Also müsst ihr euch nochwas gedulden ;)



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    Gewöhnlicher Orangebecherling, Aleuria aurantia [Funde: 8 (2004, 2010, 2011)]


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    Schopftintling, Coprinus comatus


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    Strohblasser Schüppling, Pholiota gummosa


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    ascocorynecylichnium1b.jpg
    Fleischroter Gallertbecher, Ascocoryne sarcoides
    Anmerkung: Die keuligen, ebenfalls violetten Fruchtkörper gehören zu einer Nebenfruchtform, Coryne dubia, an. Bei der sehr ähnlichen Ascocoryne cylichnium wurde diese Nebenfruchtform noch nicht beobachtet. Weitere Unterscheidungsmerkmale zwischen den beiden Arten sind nur mikroskopisch zu beobachten.


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    Lecker Helmlingsburger


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    Dünnstieliger Helmkreisling, Cudoniella aciculare
    Anmerkung: Die Fruchtkörper werden bis etwa 15 (20) mm hoch und der knopfartige Kopfteil bis etwa 8 (15) mm breit. Anfangs sind die Pilzchen weißlich, sie fangen allerdings relativ schnell an, schwarz zu flecken und sind im Alter bisweilen komplett schwarz gefärbt. Auf Holz in Nadelwäldern, gut erkennbare Art.


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    Netzsporiger Moosbecherling, Lamprospora retinosa [Funde: 3 (alle 2011)]
    Anmerkung: leg. B. Wergen. Bei Radevormwald gelang also nun auch ein Fund des bereits zweimal im Bergischen Land gefundenen, bis 1 mm breiten Netzsporigen Moosbecherlings. Ich würd sagen, die EM kann beginnen :D


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    "Sporenfresser", Octospora phagospora [Funde: 3 (2010, 2011)]
    Anmerkung: leg. B. Wergen. Sehr typisch sind hier die relativ blassen, bis max. 1,5 mm breiten Fruchtkörper ohne Rand sowie die warzig strukturierten Sporen, welche zuerst zu 8, dann zu 4 im Ascus liegen.


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    Viersporiger Moosbecherling, Octospora tetraspora [pers. Erstfund]
    Anmerkung: leg. B. Wergen. Erstfund für Bergisches/Oberbergisches Land. In der Literatur stößt man hier auf einige Widersprüche. Zum einen nutze ich einen holländischen Schlüssel, der bisher relativ zuverlässig war und auch immer sein wird, aber auf der anderen Seite gibt es mit Herrn Benkert einen relativ professionellen Experten auf dem Gebiet der Moosbecherlinge. Dessen Beitrag in der Österreichischen Zeitschrift für Mykologie (1998) weist darauf hin, dass unterschiedliche Octospora-Sippen viersporige Asci ausbilden können, u.a. auch Octospora leucoloma, O. axillaris usw. Folgt man seinem Schlüssel, so kommt man unweigerlich zu einer "Octospora leucoloma var. tetraspora", deren Standort aber bei Bryum argenteum sein soll, was hier definitiv nicht nachgewiesen werden konnte. Stattdessen handelt es sich um ein noch unbestimmtes "Sternmoos", welches auch in meinem holländischen Schlüssel für die Octospora tetraspora angegeben wird. Ich folge dieser Auffassung hier und benenne die Art entsprechend. Es müssten allerdings weitere Untersuchungen folgen, um die 4sporigen Sippen zu kennzeichnen.


    Die hier gezeigte Art fällt durch 0,5-1,5 mm breite, orangegelbe Fruchtkörper mit fransigem Rand und spindelig-verbeulten Sporen von über 24, aber unter 30 µm Länge auf.


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    Zierliche Koralle, Ramaria gracilis [pers. Erstfund]
    Anmerkung: leg. R. Dahlheuser. Gute Kennzeichen sind die filigrane Struktur sowie der deutlich wahrnehmbare Anisgeruch.


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    Grünspanträuschling, Stropharia aeruginosa


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    Wiesen-Schaumzikade, Philaenus spumarius



    Zum Abschluss dieser Serie an euch beide, Melanie und Ralf, meinen großen Dank, dass ihr es überhaupt ausgehalten habt, mit mir durch den Dreck zu kriechen, bis die Knie aufgeweicht und die Knochen abgeschabt waren :D Jedenfalls hoffe ich, dass auf dem Bild unten zu erkennen ist, was ich ausdrücken wollte :) :)


    Danke auch an alle Leser. Tolles Publikum seid ihr. Auch für euch gelte dieses Foto ;)


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    lg björn

    Hallo,


    tut mir leid, aber die Pilze auf den Bildern sind viel zu klein. Die musst du FORMATFÜLLEND abbilden. Sonst können die Leuts hier nix damit anfangen.


    Trotzdem, wie sonst auch immer, erkenne ich hier etwas:


    1. Clitocybe vibecina kann durchaus sein, leider kommen noch gut 2-3 weitere Arten in Frage.


    2. Rhodocollybia butyracea var. asema, Horngrauer Rübling. Ein Risspilz hätte einen längsfaserigen Stiel.


    3. Gymnopilus penetrans, Geflecktblättriger Flämmling.


    4. Hypholoma capnoides, Rauchblättriger Schwefelkopf.


    lg björn

    Ich sach dir mal wat: Nimm die Griffel aus den Fotos. Das sieht "..." aus. Man man.:cursing: :D


    So, kleiner Pilz: Glockendüngerling (Panaeolus papilionaceus), den du zuletzt leider völlig selbst unkenntlich gemacht hast, eigentlich ein netter Versuch, meine Kompetenz herauszufordern...wie auch immer :D


    Den großen Pilz haben meine Vorredner schon korrekt erkannt.


    lg björn

    Größenangaben sind fast irrelevant, ein Macrolepiota dürfte das aufgrund der Beschuppung nicht sein. Falls doch, müsste ich mich schon schwer täuschen. Aber kannst Du uns vielleicht den Gefallen tun, und das Ding mal von unten fotografieren? Man sollte den Stielring und die Lamellen sehen können.


    lg björn

    Jo den einen oder anderen Becherling (Peziza) kann ich zwar aus Erfahrung makroskopisch ansprechen, aber hier der sieht weder flach aus (Peziza depressa) noch sonderlich einheitlich braun (Peziza badia).


    Demzufolge hier vielleicht noch Peziza badiofuscoides in Frage käme. Das wiederum muss man dann mikroskopieren, um es genau sagen zu können ;)


    lg björn

    Ich weiß gar nicht, was ihr alle habt, die Pilze sind bis auf Bild 4 einfach erkennbar!:D [nehmt's mir nicht übel, ist nicht ganz ernst gemeint]


    Also:


    1. Knopfstieliger Rübling (Gymnopus confluens), relativ sicher!


    2. Napfstieliger Risspilz (Inocybe napipes), nicht ganz so sicher, muss mikroskopiert werden, Standort Nadelwald? Könnte hinhauen. [ein Risspilz ist es 100%]


    3. + 5. Hallimasch (Armillaria mellea s.l.)


    4. müsstest du vielleicht nochmal was besser abbilden und was dazu sagen, sonst gehts nicht.


    lg björn

    Also Schnecklinge sind nicht gerade mein Spezialgebiet, hab davon bis jetzt nur 10 oder so selbst gefunden...ich denke mal, der Vergleich mit dem Waldschneckling (Hygrophorus nemoreus) wäre nicht so schlecht ;)


    lg björn

    Also für mich ist das S. areolatum. Warum? Vergleichsweise dünnschalig UND rötet beim Überschneiden. Die Oberfläche ist zudem nicht typisch S.citrina-artig.


    lg björn


    Uwe: schau dir S. verrucosum nochmal an. Die ist gestielt.

    Ähm könntest du so nett sein, und vielleicht auch den Stiel abbilden? Das wäre ganz cool hier glaub ich, weil sonst ist das echt Raterei. Was ich aber vermute ist, dass es ein Weichritterling (Melanoleuca) sein könnte.


    Die zweite Art ist Rhodocollybia butyracea var. asema. Den Rotstieligen Rübling habt ihr in meinem Beitrag über die Jülicher Pilzausstellung gesehen (falls nicht, nachholen!).:D


    lg björn

    Die letzten Sonntage oder Samstage haben wir, also Rada und ich, jeweils für eine etwas ausführlichere Exkursion genutzt. So auch diesen Sonntag. Rada versucht mich schon seit einigen Tagen darauf vorzubereiten, dass sehr bald weniger Arten neu sein werden, rein logisch gesehen dürfte er auch recht haben. Allerdings tut das den tollen Funden, die wir auch heute wieder gemacht haben, überhaupt keinen Abbruch. Im Gegenteil. Ich versuche zu beweisen, dass es "hinter" unseren weitgehend bekannten Arten noch weitere gibt, die es noch zu suchen und zu finden gilt. Und wieder einmal konnte ich diese Vermutung zeigen. Ich lass einfach die Bilder sprechen. Ihr müsst euch folgende Situation angucken: vor euch liegen mehrere winzige, bis 1,5 mm breite Scheibchen, die sich zwischen den Moosen aus der Erde gedrückt haben. Die sehen, wenn man sie sich so anguckt, alle gleich aus, vielleicht der eine mit mehr Gelb- und der andere mit mehr Orangetönen. Was sich dann aber unter dem Mikroskop abgespielt hat, war ein reines Schauspiel. Ja, man kann auch mit Freudentränen noch mikroskopieren, wenngleich es schwerer fällt :D es war einfach zu geil, um wahr zu sein...und das Beste ist: Es ist WAHR :cool:


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    Fliegenpilz, Amanita muscaria


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    Violetter Lacktrichterling, Laccaria amethystea


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    Geschmückter Helmling, Mycena amicta


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    Kleingabelzahnmoosbecherling, Lamprospora dicranellae
    [leg. R. Dahlheuser, Funde: 2 (2011)]


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    Netzsporiger Moosbecherling, Lamprospora retinosa
    [leg. B. Wergen, Funde: 2 (2011)]


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    ramsbottomiamacracantha.jpg
    Sternsporiger Moosbecherling, Ramsbottomia macracantha
    [leg. R. Dahlheuser, Funde: 1 (2011)]



    Ich hoffe, die Bilder gefallen euch ;)


    lg björn

    Relativ eingetrocknete Fruchtkörper, aber allem Anschein nach handelt es sich um einen Helmling: Büschelig, zäh, Lamellen mehr oder weniger weißlich, Helmlingshabitus.


    Dem Aussehen nach würde ich hier den Rosablättrigen Helmling (Mycena galericulata) vermuten. Im frischen Zustand ist der besser erkennbar :D


    lg björn

    Hallo,


    also wenn ichs richtig sehe, hat der ja weißes Sporenpulver und ist auch noch beringt. Anscheinend hast Du hier einen Dunklen Hallimasch (Armillaria ostoyae) gefunden.


    Zu den Hallimaschen (Armillaria) ist folgendes zu sagen: Zur Zeit gibt es dort etwa 5-6 Arten, die recht variabel in Form und Farbe sind und sich z.T. nur mikroskopisch unterscheiden. Ich halte das für relativ übertrieben, daraus so viele Arten zu machen, aber was solls.


    lg björn[hr]