2. Geselliger Braunhaarborstling
Trichophaea hybrida (Sowerby) T. Schumach. 1988
Beschreibung: Fruchtkörper 2-7 mm breit, anfangs kugelig bis halbkugelig mit eingebogenem Rand, dann ausgebreitet becherförmig, meist nicht flach scheibenförmig, im Alter jedoch oft auch verbogen, insbesondere bei Unebenheit des Untergrunds, stiellos dem Substrat aufsitzend. Hymenium blass graubraun bis grau, grauweißlich. Rand und Außenseite mit filzigen, bräunlichen Haaren besetzt.
Sporen 21,5-25x10-11 µm, elliptisch bis spindelig-elliptisch, z.T. auch unregelmäßig einseitig ausgebeult, selbst unter x1000 relativ glatt erscheinend, mit Baumwollblau jedoch ganz fein punktiert, hyalin, mit mehreren größeren oder kleineren Tropfen komplett gefüllt, etwas dickwandig. Asci 200-300x12-16 µm, achtsporig. Paraphysen 2-3 µm dick, an der Spitze leicht bis 4,5 µm verdickt, hyalin, septiert. Haare 400-550 µm lang, braun, dickwandig, teilweise eingeschnürt (durch Trockenheit?).
Fundort: 21.09.2011, Bergisches Land, an moosiger und nackter Erde an einem etwas erhöhten Wegrand.
Verbreitung: sehr häufig.
Bemerkung: Trichophaea hybrida ist von allen Braunhaarborstlingen die häufigste Art. Sie ist von Trichophaea pseudogregaria (siehe 1.) makroskopisch nicht zu unterscheiden. Mikroskopisch grenzt sie sich jedoch durch unregelmäßig spindelige Sporen mit ganz fein punktierter Oberfläche deutlich ab.



3. Woolhope's Braunhaarborstling
Trichophaea woolhopeia (Cooke & W. Phillips) Boud. 1885
Beschreibung: Fruchtkörper 2-8 mm breit, anfangs halbkugelig mehr oder weniger geschlossen, dann relativ früh flach scheibenförmig ausgebreitet, Rand kaum aufgebogen, stiellos dem Substrat aufsitzend. Hymenium blass graubraun bis grauweißlich. Rand und Außenseite mit bräunlichen, filzigen Haaren dicht besetzt, bei genauerem Hinschauen ist der innere Rand mit dunkelbraunen, der äußere Rand mit hellbräunlichen Haaren versehen.
Sporen 18-22x14-15,5 µm, breitelliptisch bis fast subglobos, hyalin, selbst unter x1000 und Baumwollblau völlig glatt, mit einem großen Tropfen und oft an einer Seite mit einem weiteren, wesentlich kleineren Tropfen. Asci 200-260x18-23 µm, achtsporig. Paraphysen 3-3,5 µm dick, an der Spitze bis über 8 µm langsam verdickt, septiert, hyalin. Haare 150-210 µm lang, braun, septiert und dickwandig, zwischen diesen Haaren mit vielen keuligen, kurzzelligen Objekten von bis 35 µm Länge, diese blassbräunlich und weniger dickwandig.
Fundort: 21.09.2011, Bergisches Land, auf kalkhaltiger, nackter Erde an einem steilen Wegrand, gesellig wachsend.
Verbreitung: weniger häufig als Trichophaea hybrida (siehe 2.), jedoch nach unseren (Rada und meiner) Beobachtungen bei immer noch fast jeder Exkursion auf der Fundliste.
Bemerkungen: Die hier beschriebene Art weist auch bei älteren Fruchtkörpern einen meist zweifarbigen Rand auf, der durch unterschiedliche Haardichte und den unterschiedlich geformten und gefärbten Zelltypen zustande kommt. Durch die breitelliptischen Sporen ist diese Art mikroskopisch auf den ersten Blick unverkennbar.


Das wars fürs erste. Weitere Arten werden in diesem Beitrag entsprechend vorgestellt, wenn sie denn gefunden werden 
Bei Fragen => PN an mich oder direkt hier in diesem Beitrag.
lg björn