Beiträge von bwergen


    Hallo!
    Ist der Seitling nicht eher ein Stummelfüßchen?
    Ich denke mal in die Richtung crepidotus ,da der Pilz diese schöne Muschelform hat.Eventuell crepidotus versutus.Ich habe das leider nicht in meiner Lektüre.
    Gruß Jens


    Da kann ich 3 Gegenargumente ansetzen:


    1. Lamellen sind hier weiß, Stummelfüßchen haben, wenn sie denn so groß sein sollten, mindestens blass braune Lamellen.


    2. Der Fruchtkörper ist zu groß (Stummelfüßchen: Hut 5-20, bei C. mollis im Extremfall bis 30 mm).


    3. Zusammengezogener Stiel mit an diesem herablaufenden, rilligen Lamellen (Stummelfüßchen eher fächerförmig mit flachem, oft filzigen "Stielteil").


    lg björn


    Hatte in der Tat heuer im August in der Nähe Buchenschleimrüblinge... Anbei die Fotos (vom 12.08.). Verändern die sich wirklich so in diese Richtung beim Älterwerden? Hatte diesmal nur Fruchtkörper vom Aussehen wie auf den aktuellen Fotos...


    Jo, das tun sie. Es sind alte Buchen-Schleimrüblinge (Oudemansiella mucida), man erkennt noch die abrupt knollige Stielbasis, die im übrigen auch dunkler ist als der restliche Stiel. Der Hut hat natürlich seine weiße Farbe verloren...


    Ich versuche noch drüber nachzudenken, was das komische Korallending da sein soll. Jedenfalls fällt mir keine Art ein, die derartige Fruchtkörper bildet. Es gibt sehr wohl eine Ramaria testaceoflava mit vergleichsweise groben Verzweigungen und gelbbraunen Fruchtkörpern. Insgesamt passt dein Fund aber nicht zu dieser Art. Weiterhin gibt es noch Arten der Gattung Clavariadelphus (Herkuleskeule, Abgestutzte Keule) und Macrotyphula (Röhrige Keule) mit sehr ähnlicher Fruchtkörperbildung, allerdings nicht/kaum büschelig wachsend. Makroskopisch kommt dein Fund der Zungen-Keule (Clavariadelphus ligula) am nächsten, diese besiedelt bisweilen massenhaft Nadelwaldboden, wächst manchmal auch zu mehreren zusammen, allerdings wäre büschelig auch hier eher eine Ausnahmeerscheinung. Dein Fund bleibt womöglich ein Rätsel :D


    lg björn


    Ja das ist schon gar nicht soo verkehrt, allerdings hat diese Art hier mehr graubraune Lamellen, einen kegelig-glockigen Hut, ist sehr zerbrechlich und irgendwie "faserig". Deshalb auch der Name "Faserling" (Psathyrella). Ich denke, den Rosaton, den du da siehst, kommt nur von den Lamellenschneiden. Kannst du vllt mal gucken, ob diese rötlich gefärbt sind (Lupe)?


    lg björn

    Ehrlich gesagt, glaube ich nicht an eine Unterscheidungsmöglichkeit anhand der Wuchshöhe, ich denke eher, dass P. apidosa einen wesentlich schleimigeren Hut aufweist als es bei P. aurivella der Fall ist. Weitere Merkmale sind nur mikroskopisch zu sehen: P. apidosa, P. jahnii und weitere ähnliche Arten haben andere Sporengrößen.


    lg björn

    Hallo und, wieder mal, einen späten guten Abend allerseits :D


    ich möchte euch hier meine kleine "Vorlesungsreihe" über die Mikroskopie in der Mykologie vorstellen, und zwar handelt es sich deshalb um eine "Vorlesungsreihe", weil sie in der hier dargestellten Form auch in der Pilz-AG Jülich (Link siehe unten) zu sehen sein wird (ab Monat November). Da natürlich nicht jeder den Weg ins Rheinland antreten kann, werd ich euch hier soweit es denn geht auf dem Laufenden halten und von mir angefertigte Materialien präsentieren, die eigentlich so nur in meiner Powerpoint-Präsentation vorhanden sind. Ich weiß natürlich, dass ich nicht jeden von euch ansprechen kann, wenngleich das eines meiner Ziele sein wird. Viele fragen sich vielleicht, warum man sich überhaupt einen solchen Aufwand macht, sich stundenlang hinters Mikroskop setzt, sich die Haare zu Berge rauft, Bücher wälzt, Schlüssel durchforstet, um nach Unmengen verflossener Zeit sagen zu können: "JEAH, das ist Ramsbottomia crechqueraultii!" Für Außenstehende ein einziges Dilemma und sicherlich ein Hinweis darauf, dass man längst nicht mehr Bewohner dieses Planeten zu sein scheint. Aber halt: Hat da nicht ein gewisser Herr Galilei ähnliche Dinge zu hören bekommen, als er seine Theorie über das kopernikanische Weltbild postulierte? Abstrakte, heutzutage sagt man "abgefahrene" Sachen wurden doch schon immer kritisch beäugt, wenn nicht gar missverstanden. Den Bezug zu den Pilzen sehe ich hier ähnlich: Die "Masse" spielt mit Maronen, Pfifferlingen, Steinpilzen oder Parasolen herum, verspeist diese, leckt die letzten Pilzknochen ab und beurteilt zum Schluss wohlbeleibt die Mahlzeit. Na gut, nicht dass ich das auch schon hinter mir hätte, aber als Speisepilzler kann man mich nun wirklich nicht bezeichnen...wie dann?


    Hier kommt sodann die Unterscheidung zwischen "mycophag" und "mycophil" ins Spiel. Der Mycophage ist jemand, der sich einen Korb oder eine Tüte nimmt, 2 Stunden in den Wald geht und mit einer nie dagewesenen Speisepilzausbeute zurückkommt, von dem er einen Teil am selben Tag zubereitet, einen anderen einfriert oder trocknet. Der Mycophile ist dagegen einer, der ein winziges Plastikböxchen einpackt, 10 Stunden in den Wald geht, und mit kaum mehr zurückkommt, als er auf dem Hinweg dabei hatte...komisch :/


    Zur Erklärung: Der Mycophile betrachtet die Pilzwelt nicht kulinarisch, sondern wissenschaftlich. Aaah, daher ist dieser Beitrag auch in diesem Unterforum? Falsch, der ist deshalb hier drin, damit die meisten meinen Mist hier nicht lesen müssen, weil sie sowieso denken, "der mit seinem Wissenschaftsgedöne". Naja, gerade das versuche ich zu ändern, denn auch Wissenschaft kann auf ein allgemein verständliches Level gebracht werden, sodass jeder etwas davon hat:


    1. Der Mycophage, der ab sofort seine Steinpilze mit Geselligen Braunhaarborstlingen würzt.
    2. Der Mycophile, der sich und seine eigenen Funde nochmals bestätigt sieht.
    3. Rada, dessen Sucht nach Erweiterung schreit.


    Jedenfalls möchte ich euch mit der "Vorlesungsreihe" eine kleine Freude machen und euch gleichzeitig entführen in die Welt der Mikroskopie ;)


    Deshalb gibt es hier schonmal einen kleinen Vorgeschmack:


    copyofdiesporenderpilze.jpg


    lg björn[hr]
    Link zur Pilz-AG Jülich:


    Pilz AG VHS Jülich


    Sehr informativer und gut geschriebener Beitrag!
    Danke!:thumbup:


    Tatsächlich: Björn gehört im Forum wohl zu den Jüngsten. Wenn es dagegen um seine Myko-Erfahrung geht, ist er ein absoluter Oldie. Für seine Bereitschaft, sein Wissen und seine Freude mit uns zu teilen, vor allem aber für die Fähigkeit, uns die Augen für die Schönheit des Kleinen zu öffnen, muss ich ihm glatt ein Sternchen verleihen.


    Danke, dryocopus, obwohl "Oldie" macht mich irgendwie doch alt :D


    ich hoffe, ich kann dazu beitragen, dass die Welt der Pilze nicht auf Fliegenpilz, Pfifferling und Marone beschränkt bleibt, sondern dass es darüber hinaus ganz andere Dinge gibt, die zwar den Speisezweck nicht erfüllen, jedoch ihre Aufgabe in der Natur haben, und sei es nur im Bereich eines Mikrokosmos, der von uns Menschen wenig beachtet wird und dessen Schönheit sich nur denen preisgibt, die sich ihm zuwenden und die ihm seine Geheimnisse entlocken wollen.


    Das war doch mal ein Satz...:D

    2. Geselliger Braunhaarborstling
    Trichophaea hybrida (Sowerby) T. Schumach. 1988


    Beschreibung: Fruchtkörper 2-7 mm breit, anfangs kugelig bis halbkugelig mit eingebogenem Rand, dann ausgebreitet becherförmig, meist nicht flach scheibenförmig, im Alter jedoch oft auch verbogen, insbesondere bei Unebenheit des Untergrunds, stiellos dem Substrat aufsitzend. Hymenium blass graubraun bis grau, grauweißlich. Rand und Außenseite mit filzigen, bräunlichen Haaren besetzt.
    Sporen 21,5-25x10-11 µm, elliptisch bis spindelig-elliptisch, z.T. auch unregelmäßig einseitig ausgebeult, selbst unter x1000 relativ glatt erscheinend, mit Baumwollblau jedoch ganz fein punktiert, hyalin, mit mehreren größeren oder kleineren Tropfen komplett gefüllt, etwas dickwandig. Asci 200-300x12-16 µm, achtsporig. Paraphysen 2-3 µm dick, an der Spitze leicht bis 4,5 µm verdickt, hyalin, septiert. Haare 400-550 µm lang, braun, dickwandig, teilweise eingeschnürt (durch Trockenheit?).
    Fundort: 21.09.2011, Bergisches Land, an moosiger und nackter Erde an einem etwas erhöhten Wegrand.
    Verbreitung: sehr häufig.
    Bemerkung: Trichophaea hybrida ist von allen Braunhaarborstlingen die häufigste Art. Sie ist von Trichophaea pseudogregaria (siehe 1.) makroskopisch nicht zu unterscheiden. Mikroskopisch grenzt sie sich jedoch durch unregelmäßig spindelige Sporen mit ganz fein punktierter Oberfläche deutlich ab.


    trichophaeahybrida4.jpg


    trichophaeahybrida2c.jpg


    trichophaeahybrida2d.jpg



    3. Woolhope's Braunhaarborstling
    Trichophaea woolhopeia (Cooke & W. Phillips) Boud. 1885


    Beschreibung: Fruchtkörper 2-8 mm breit, anfangs halbkugelig mehr oder weniger geschlossen, dann relativ früh flach scheibenförmig ausgebreitet, Rand kaum aufgebogen, stiellos dem Substrat aufsitzend. Hymenium blass graubraun bis grauweißlich. Rand und Außenseite mit bräunlichen, filzigen Haaren dicht besetzt, bei genauerem Hinschauen ist der innere Rand mit dunkelbraunen, der äußere Rand mit hellbräunlichen Haaren versehen.
    Sporen 18-22x14-15,5 µm, breitelliptisch bis fast subglobos, hyalin, selbst unter x1000 und Baumwollblau völlig glatt, mit einem großen Tropfen und oft an einer Seite mit einem weiteren, wesentlich kleineren Tropfen. Asci 200-260x18-23 µm, achtsporig. Paraphysen 3-3,5 µm dick, an der Spitze bis über 8 µm langsam verdickt, septiert, hyalin. Haare 150-210 µm lang, braun, septiert und dickwandig, zwischen diesen Haaren mit vielen keuligen, kurzzelligen Objekten von bis 35 µm Länge, diese blassbräunlich und weniger dickwandig.
    Fundort: 21.09.2011, Bergisches Land, auf kalkhaltiger, nackter Erde an einem steilen Wegrand, gesellig wachsend.
    Verbreitung: weniger häufig als Trichophaea hybrida (siehe 2.), jedoch nach unseren (Rada und meiner) Beobachtungen bei immer noch fast jeder Exkursion auf der Fundliste.
    Bemerkungen: Die hier beschriebene Art weist auch bei älteren Fruchtkörpern einen meist zweifarbigen Rand auf, der durch unterschiedliche Haardichte und den unterschiedlich geformten und gefärbten Zelltypen zustande kommt. Durch die breitelliptischen Sporen ist diese Art mikroskopisch auf den ersten Blick unverkennbar.


    trichophaeawoolhopeia3b.jpg


    trichophaeawoolhopeia1f.jpg


    Das wars fürs erste. Weitere Arten werden in diesem Beitrag entsprechend vorgestellt, wenn sie denn gefunden werden ;)


    Bei Fragen => PN an mich oder direkt hier in diesem Beitrag.


    lg björn

    Es gilt eine ganz wichtige Regel, die du hier einfach mal so vergessen hast: Man beachtet bei Lamellenpilze immer die Lamellenfarbe, im besten Fall auch die Sporenpulverfarbe. Kannst du die Lamellenfarbe deines "Helmlings" beschreiben? Vielleicht kommst du selbst drauf, ob deine Gattungsbestimmung so korrekt ist oder ob nicht doch vielleicht was anderes in Frage kommt ;)


    dein erster Pilz ist ein Seitling, möglicherweise in Richtung Pleurotus pulmonarius gehend.


    lg björn

    Ich sag jetzt mal nur was zu den Becherlingen:


    Dem Aussehen nach ist das Peziza micropus. Die Art wächst an Holz, dann auch gerne an umgefallenen Baumstämmen von Prunus, Betula usw. Kennzeichnet sich nach meinen Beobachtungen durch eine lehmbraune Färbung mit gezacktem Rand und relativ dünnen, bis max. 50 mm breiten Fruchtkörpern.


    lg björn

    Guten Abend allerseits,


    ob man so spät am Abend überhaupt noch derartiges wie das hier in sich reinsaugen kann, bleibt dahingestellt. Ich werd versuchen, nicht allzu viel in die Theorie zu gehen ;) wenn ihr Fragen habt, so könnt ihr diese wie immer gerne stellen.


    Was ich hier kurz vorstellen möchte, ist ein heutiger Fund des Gemeinen Moosbecherlings, Octospora humosa. Die Art tauchte bereits im letzten Jahr (2010, leg./det. bwergen) in der Drover Heide auf und wurde in diesem Jahr von Rada und mir erstmals im Bergischen Land nachgewiesen (dort in einer Karrenfurche innerhalb eines Nadelwaldes, zusammen mit Scutellinia cejpii und Lamprospora retinosa). Insgesamt gibt es also jetzt 3 Funde an 2 verschiedenen Fundstellen (für das südliche NRW vermutlich Erstnachweise).


    octosporahumosa2.jpg


    octosporahumosa1f.jpg


    Kurzbeschreibung:
    Fruchtkörper 2-9 (12) mm breit, flach scheiben- bis tellerförmig mit leicht aufgebogenem, fransigen Rand, orangerötlich bis leuchtend rot, Rand etwas heller, stiellos dem Erdboden aufsitzend und unterirdisch mit den Wurzeln des Begleitmooses verbunden.
    Sporen 22-24x12-13 µm, elliptisch mit abgerundeten Enden, jeweils mit 2 deutlichen Tropfen, glatt, hyalin. Asci achtsporig. Paraphysen 3,5-4,5 µm dick, gegen die Spitze deutlich gebogen, vereinzelt septiert und mit orangegelblichem Pigment gefüllt.


    Standort: Auf Erdboden zwischen unterschiedlichen Moosarten, selbst größere Fruchtkörper sind oft erst nach genauem Hingucken erkennbar, da zwischen den Moosen versteckt, gesellig wachsend.
    Drover Heide, südl. NRW, 17.10.2011.


    Verbreitung: Der Gemeine Moosbecherling zählt sicherlich zu den häufigeren Arten der Gattung Octospora.


    Die Art kennzeichnet sich durch recht große, freudig rot gefärbte Fruchtkörper mit fransigem Rand. Mikroskopisch ist sie an den abgerundet-elliptischen, zweitropfigen Sporen und den gebogenen Paraphysen gut erkennbar. Die Gattung Octospora beinhaltet in Mitteleuropa aktuell etwa 30 Arten, von denen in den letzten 10 Jahren einige neue hinzugekommen sind (beschrieben vor allem von D. Benkert in der Zeitschrift für Mykologie).


    Für Speisezwecke ist diese Art nicht geeignet.

    Systematische Einordnung:
    Octospora (Moosbecherlinge)
    Pyronemataceae (Borstlingsverwandte)
    Pezizales (Becherlingsartige)
    Pezizomycotina
    Ascomycota (Schlauchpilze)


    lg björn


    Wir hatten noch keinen Frost. Pilze gibt es ohne Ende.
    Auch die Becherlinge sind noch frisch und munter.
    Jetzt solls Wetter schlechter werden, heißt aber auch wärmer.


    Sieht also gut aus.


    Also hier gab es schon einige Male nachts leichten Frost (~-1 Grad). Das scheint den Becherlingen oder generell den Pilzen aber nichts auszumachen. Ich freue mich auf nächsten Samstag ;)


    lg björn


    Hey Björn,


    danke für die Bilder und Erklärungen. Wie immer TOP.:thumbup:


    Ja, und für Nachschub ist schon gesorgt, steht aber noch im Wald.:D


    Ich halte mir den nächsten Samstag bereits frei. So wie es aussieht, habe ich da wieder den ganzen Tag Zeit, da meine Freundin erst übernächstes WE wieder da ist ;)


    wie sieht es denn derzeit bei dir aus? Ich war heute in der Drover Heide bei mir in der Eifel und da gabs nicht sonderlich viel, außer einigen Fruchtkörpern von Octospora humosa (die aber sehr schön waren).


    lg björn


    Hallo Allerseits,


    ein Riesen-Krempentrichterling/Aspropaxillus giganteus Syn.: Leucopaxillus candidus kann es nicht zufällig sein? Ich frage nur, weil ich gerade zufällig über den gestolpert bin.


    Grüße
    Charleston


    Ne, der hätte nicht derart viel Schmutz auf dem Hut und die Abbruchstellen sehen anders aus (siehe z.B. am Hut). Das ergibt insgesamt das Bild eines Milchlings oder Täublings. Da dieser hier anscheinend auch noch milcht, dürfte es wohl klar Lactarius vellereus sein.


    Zudem: Der Rand eines Krempenritterlings ist ganz ordentlich eingekrempelt!


    lg björn


    ..also wenn ich die mit dem Buckel sehe denke ich immer erstmal an den
    Brennenden Ritterling (Tricholoma virgatum), allerdings habe ich nicht viel Erfahrung mit diesen Ritterlingen


    Gruß


    Der sieht allerdings nochmal ne deutliche Ecke anders aus. Hab die ganzen grauen Ritterlinge alle schon in natura gesehen ;)


    lg björn


    Herzlichen Dank an alle!
    Das waren schon gute Hinweise. Von der Gattung scheint es ja einige ähnliche Arten, auch an Juniperus zu geben, z.B. Gymnosporangium clavariiforme. Lassen sich die Arten anhand von Fotos auseinander halten ?


    Gruß, Danny Wolff


    Entsprechende Experten könnten das vielleicht. Hierzu muss gesagt werden, dass die sog. Pucciniomycotina (Rostpilze) den Ständerpilzen (Basidiomycota) unterstehen, prinzipiell also "höhere Pilze" sind. Ich hab mir aus diesem Grund auch einige der Arten genauer angeguckt, aber fasziniert haben sie mich nicht besonders ;)


    lg björn


    hallo,


    kann jetzt nicht ganz folgen, ist die nr1 jetzt lepista nuda?
    selber hätte ich ihn für lepista personata gehalten.


    Um ehrlich zu sein, ich sehe hier auch keine Lepista nuda...oder ist unter den vielen Bildern noch eins von einer Lepista? Die einzige, die dargestellt zu sein scheint, dürfte Lepista personata sein.


    lg björn

    Tatsächlich, eine Schleiereule (Cortinarius praetans). Glückwunsch zu diesem besonderen Fund. Die Art ist essbar, allerdings gibt es hier keine Freigabe für den Verzehr.


    lg björn

    Das dürften Rehbraune Dachpilze (Pluteus cervinus) sein. Erkennbar an den rosafarbenen, freien (d.h. nicht am Stiel angewachsen) Lamellen, dem hirschbraunen Hut sowie dem Vorkommen an Holz.
    lg björn