Beiträge von bwergen
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hallo Björnich hab grad das Problem das ich keinen Octospora humosa hier finde....liegts an mir?
Mfg Sven
Was heißt finden? Wo finden? google? Der müsste zig Bilder ausspucken

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Deine Fruchtkörper passen bestens zum Goldschüppling (=Glimmerschüppling, Goldfarbener Glimmerschüppling). Da würd ich mir keine Sorgen machen

lg björn
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Ich befürchte dein Helmling wird nicht bestimmbar sein, denn ohne Geruch (der hier entscheidend sein könnte, sofern er erkannt wird) sowie ohne Lamellenansicht (Lamellenschneiden gefärbt? evtl. sogar olivgrünlich? => M. olivaceomarginata, dieser meistens heller) ist nix zu machen.
M. stipata kann schon hinkommen, muss aber nicht, da es noch zahlreiche weitere, ähnliche Helmlinge gibt.
lg björn
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Hallo Emma,in Frage kommen könnte der Grubige Schleimrübling ( Xerula radicata ).
Seine "kleine Ausgabe" die auf Buchenästchen wächst ist der
Buchenwald-Wasserfuß ( Hydropus subalpinus ) und sieht dem o.g. ähnlich.Gruß
Mit genügend Fantasie, ja

Xerula radicata, Grubiger Schleimrübling.
lg björn
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Hi,Bild 1 ist eventuell ein Zinnober-Täubling Russula amarissima (der ist bitter und die Farben bei Täublingen variieren ja sowieso sehr.)
Aber warte mal ab was Björn dazu meint.
gruss
siriusAlso ich bin absolut kein Täublingsexperte, ich kann im Prinzip nur das wiedergeben, was ich bisher über Täublinge gelernt habe, und das sind Jahr für Jahr Bruchstücke, die dazu kommen und das Puzzle nur mühsam vervollständigen. Irgendwann in den nächsten Jahren werde ich mich mal intensiv mit Russulaceae beschäftigen. Man kann eben unmöglich alles machen, selbst in 15 Jahren nicht

R. amarissima ist das nicht. Diese Fruchtkörper sind viel zu klein dafür. Ich glaub eher, dass man in Richtung Russula nauseosa denken sollte, diese Art ist typisch für Nadelwälder und deren Hutrand ist gerieft (sieht man hier auch). Problem: Diese Art ist farblich sehr sehr variabel, sie ist in der Hutmitte meist dunkler, kann aber auch sehr stark ausblassen.
lg björn
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Danke schon mal für die Antworten!...
Bestimmungen sind meiner Einschätzung nach alle korrekt... Hat zum zweiten keiner eine Idee?
Lg schmidltuxBis jetzt bin ich in der Annahme, dass es Hypholoma capnoides ist, wenngleich die Stiele relativ robust zu sein scheinen. Andere Merkmale passen aber (wuchsen doch büschelig oder)?
lg björn
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[1] Polyporus badius, Kastanienbrauner Stielporling
[2] Lepista saeva, Lilastiel-Rötelritterling[3] Psathyrella sp., Faserling
lg björn
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Schöne Bilder, Nando.
[1] Octospora humosa.
Wenn du möchtest, kannst du mir davon was zuschicken, ich hätte Interesse daran. Nicht nur, um zu überprüfen, ob es auch wirklich O. humosa ist (das ist relativ wahrscheinlich), sondern um Material für einen Beitrag in einer Fachzeitschrift anzulegen.
lg björn
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Hallo Björn,
"keine Alternative" bezieht sich auf den hier gezeigten, völlig typischen Fruchtkörper und auf sonst nichts. Soll also nicht heißen, dass es keine anderen Arten in der Gattung gäbe. Aber vielleicht kannst du ja mit einer Pterulaart aufwarten, die genauso aussieht, wie die gezeigte, aber trotzdem einen andere Art darstellt?
Grüße
hübchenJoa, schau dir mal P. subulata an. Ich hab keineswegs die Bestimmung in Frage gestellt, ich bin klar für P. multifida, aber die Aussage nach der Alternative würde ich mir nochmal überlegen

lg björn
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Hallo Birgit,herzlich Willkommen und viel Spaß hier bei uns im Forum!

Ich denke das es sich hier um einen Tintling handelt. Sieht irgendwie aus wie der Specht-Tintling ( Coprinus picaceus ). - Kann mich auch irren.
Liebe Grüße
SabineTust du

Sieht nach einer Art Hasenpfoten-Tintling (Coprinellus lagopus) aus. Da gibt es einige Arten, die sich makroskopisch ähnlich sehen, aber in diese Gruppe würd ich ihn stecken.
lg björn
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solange du die Knollenblätterpilze sicher erkennst finde ich eine geschmacksprobe nicht schlimm, ausspucken ist wichtig! [hr]
hi Björn,gib mir mal einen Tipp an was du die Nummer 3 erkannt hast?! Mit Geschmack wäre es einfach gewesen

Geschmack ist fast unnötig, Bild [3.1] zeigt am Hutrand helle, velumartige Überreste sowie einen rotbraunen Hut, wie er für H. lateritium typisch wäre. Bild [3.2] zeigt dazu noch büschelig zusammengewachsene Fruchtkörper => H. lateritium.
lg björn
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Hört mal, habt ihr alle was auf den Augen? :D:D
Phaeolepiota aurea, Goldschüppling
lg björn
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[1] Blutmilchpilz, Lycogala epidendrum
[3] Ziegelroter Schwefelkopf, Hypholoma lateritium
[4] Laccaria sp (evtl. Laccaria tetraspora)lg björn
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Hallo,
das stimmt alles. Deine Pterula multifida ist doch ganz typisch, finde ich, da gibt es keine Alternative. Hast du mal dran gerochen? Der Geruch ist ja sehr aufdringlich.
3. Das ist ein Pappelschüppling, Pholiota populnea.
Grüße
hübchenKeine Alternative? Die Gattung Pterula ist weitreichend diffus und deren Arten sind wenig untersucht worden. Wieviele Arten es hier gibt, kann ich derzeit nicht wirklich sagen, mir schwirrt was von 30-40 Arten im Kopf rum, ich müsste mal nen Schlüssel dazu raussuchen, ich glaub der hatte für Europa wesentlich weniger Arten aufgeführt. Es gibt sonst kaum zugängliche Literatur, und wenn, dann werden nur P. multifida und P. gracilis dargestellt.
Es gibt eine ähnliche Pterula subulata, welche jedoch etwas andersartige Verzweigungen und eine etwas bräunlichere Färbung aufweist. Sie riecht außerdem nicht derart unangenehm.
lg björn
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Sehr schön, Ralf, ich freue mich schon auf den übernächsten Freitag, dann geht die Post ab würd ich sagen...so nach einem Erstfund müssten doch eigentlich noch weitere folgen

lg björn
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Interessante Diskussion.Allerdings halte ich, aus evolutionärer Sicht, eher These 1 in etwas abgeänderter Form für wahrscheinlicher.
Ohne den Mykorrhizapartner (MP) dürfte ein Primärmyzel nur schwerlich in der Lage sein, über eine längeren Zeitraum zu bestehen oder gar sich auszubreiten. Es bekommt ja erst durch die Verbindung mit dem MP de notwendigen Assimilate. Wenn ein "schwarzes" und ein "weißes" Primärmyzel verschmelzen sollen, müssen sie ja zunächst miteinander in Kontakt treten. Und das geht nur über die Ausbreitung des Myzels.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine weiße und eine schwarze Spore so dicht nebeneinander landen, dass sie sich ohne große Ausbreitung treffen, verschmelzen, und erst dann Verbindung mit dem MP aufnehmen halte ich für gering.Der " Denkfehler" bei Björns These1 liegt m.E. darin, dass er dafür 2 unterschiedliche MP voraussetzt, was aber ja nicht der Fall sein kann, und auch nicht sein muss.
Sowohl die schwarze Spore, als auch die weiße Spore können durchaus im Wurzelbereich ein und desselben MP landen, jedoch räumlich mehrere Meter voneinander getrennt sein.
Sie können eine Verbindung mit dem MP eingehen und sich ausbreiten, sind aber nicht in der Lage zu fruktifizieren. Das geht eben erst, wenn sie verschmelzen.Das hätte aus evolutionärer Sicht den Vorteil, dass ein schwarzes Myzel auch lange Zeit existieren kann, ohne Fruchtkörper auszubilden und vieleicht erst nach Jahren mit einem dann "gelandeten" weißen Myzel verschmelzen kann. Oder umgekehrt natürlich.
Ergo halte ich die Abfolge: Primärmyzel - Symbiose - Sekundärmyzel für, aus evlutionärer Sicht, wahrscheinlicher.
Hallo Rada,
evolutionär betrachtet fällt natürlich nochmal ein ganz anderes Licht auf die hier vorliegende Problematik. Die Hypothese 1 geht von einem "worst case" aus, in dem zwei Einkernmyzelien einer Art bereits einen Mykorrhiza-Partner haben. Ihre Verschmelzung wäre insofern unlogisch, aber natürlich nicht unmöglich. Hierzu könnte man weiter subhypothetisch argumentieren:
(i) Eines der beiden Einkernmyzelien bricht die Verbindung zum Mykorrhizapartner ab und verschmilzt sodann mit dem jeweils anderen Einkernmyzel. Es liegt eine ganz normale, 'einfache' Mykorrhiza vor und es entstehen bei entsprechender Witterung Fruchtkörper.
(ii) Die Verbindung zu den Mykorrhiza-Partnern bleibt weiterhin aufrecht, und die Einkernmyzelien verschmelzen. Das daraufhin entstehende Zweikernmyzel hat 2 unterschiedliche Mykorrhizapartner [dieser Fall war derjenige, der in Hypothese 1 ausgeschlossen werden sollte].
(iii) Ein Einkernmyzel geht eine Verbindung mit einer Pflanze ein, und wartet solange auf ein gegengeschlechtliches Einkernmyzel, bis es mit diesem verschmelzen kann. Erst dann entstehen Fruchtkörper [Radas Vermutung].Evolutionär betrachtet erscheint Möglichkeit (iii) die beste zu sein, Möglichkeit (i) kommt zu einem ähnlichen Ergebnis, nur dass hier potentiell sogar noch der zukünftige Mykorrhiza-Partner ausgesucht werden könnte, was wiederum ein Vorteil verschaffen würde (ein kranker, bald sterbender Baum z.B. würde auch einen sterbenden Pilz zur Folge haben).
Der Pilz arbeitet prophylaktisch, in dem er das Problem des langen 'Wartens' auf eine zweite Spore einfach umgeht, denn er produziert ja massenweise Sporen, die sich in extra dafür angelegten Fruchtschichten befinden, welche möglichst effizient strukturiert sind, sodass ein Maximum an Sporen produziert werden kann. Da die Sporen dann auch noch so leicht sind, dass sie problemlos mit dem Wind fortgetragen werden können, entstehen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in nächster Umgebung neue Myzelien, selbst wenn davon ein Großteil warum auch immer fehlschlagen sollte (Sporen fallen ins Wasser, auf ungeeigneten Boden, werden eingeatmet, gefressen usw.).
Theoretisch könnte man das weiterspinnen und davon ausgehen, dass die Individuen des Systems 'Natur' ausschließlich auf ihren eigenen Vorteil ausgerichtet sind. Die Evolution ist ihr Werkzeug, um diese Individuen gegeneinander auszuspielen und somit weiterzuentwickeln. Entsprechend haben auch Pilze ihre Evolution hinter sich und zu einem festen Bestandteil unserer Natur geworden, ihnen werden Aufgaben zugeschrieben, die lebenserhaltend sind für das komplette Ökosystem.
lg björn
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...weils mich interessiert:Björn, warum nicht natternstieliger Schwefelkopf?
Danke und Gruss
Günter
Ich hab nicht gesagt, dass es nicht H. marginatum ist, ich hab nur angemerkt, dass die Fruchtkörper, wie sie hier gefunden wurden, sowie auch der Standort (gerne an Stümpfen von Nadelhölzern) von der 'Norm' abweichen. Das ist zunächst mal ein Grund für eine genauere mikroskopische (und makroskopische) Analyse. Dann wird schon festgestellt werden können, was genau es ist, und wenn am Ende H. marginatum dabei rauskommt, dann wissen wir, wie variabel diese Art ist.
Fazit: Wir können nicht dümmer werden, sondern nur weniger dumm.lg björn
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Hypholoma marginatum = Natternstieliger Schwefelkopf.
Genau die auf den Bildern abgebildete Art hatte ich 2001 auch mal, damals wusste ich damit nichts anzufangen. Nach H. marginatum sieht mir das eigentlich nicht aus, man müsste das Teil mal mikroskopieren um es genauer rauszufinden.
lg björn
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Grünspanträuschling vielleicht? Kannst ja mal googlen, ob der zu deinem Fund passt.
lg björn
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Sry hatte das hier vergessen:
Zitat
Dieter Benkert & Emiel Brouwer. Persoonia 18(3): 381-391. 2004.This article presents an overview of remarkable findings of bryoparasitic Pezizales in the Netherlands collected in the period 1995-2002. These collections provide further insight into the distribution, ecology, morphology and host relationships of the species described, some of which represent unknown taxa. Three new species are described, primarily or exclusively based on collections from the Netherlands: Octospora neerlandica, O. fissidentis and O. nemoralis. The following connections with host-mosses were observed: Tortula ruralis s.str., T. ruraliformis, T. virescens with O. neerlandica, and Fissidens bryoides with O. fissidentis as well as O. nemoralis. As a result of the intensive field survey, the number of species known from the Netherlands has increased from 14 to 40. This indicates that current knowledge on the distribution of bryoparasitic Pezizales is very incomplete in many countries.
Das ist die Zusammenfassung des Artikels von BENKERT & Brouwer 2004 in der Fachzeitschrift Persoonia.
lg björn
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Also [4] kann ich dir schonmal verraten: Grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare).
lg björn
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So es gibt etwas Neues vom Rand der Mykologie, von dem wir nun endgültig heruntergefallen zu sein scheinen. Mit freundlicher Unterstützung in Sachen Bestimmung der noch unbenannten Octospora kann ich nun alle Arten mit Namen aufführen.
Stattlicher Rotfußröhrling, Xerocomus pruinatus [pers. Erstfund, Erstfund für Berg.Land]
Kennzeichen: Fruchtkörper mit bis zu 60 mm breiten Hüten und relativ stämmigen Stielen (Durchmesser >10 mm), Hutoberfläche fein filzig, stellenweise schwach rissig, an Fraßstellen und den Rissen deutlich rötend. Röhren schmutzig gelblich, auf Druck leicht blauend. Stiel ohne Rottöne, dafür bräunlich längsfaserig auf blassbräunlichem Grund. Fleisch weiß, nur stellenweise blauend.
Sporen mit undeutlicher Längsrillung (x1000 Ölimmersion!), apikulat, blassbraun (X. porosporus: Sporen glatt, dunkelbraun).
Fundort: 22.10.11, Bergisches Land, bei Picea.
Orangeroter Schildborstling, Scutellinia umbrorum [pers. Erstfund, Erstfund für Berg.Land]
Kennzeichen: Fruchtkörper 5-12 mm breit, anfangs kugelig, dann schüsselförmig, im Alter flach tellerförmig ausgebreitet, freudig orangerot mit dunklen, bis 1 mm langen Haaren.
Sporen breitelliptisch, hyalin, Oberfläche grobwarzig, Warzen bis 1 µm hoch und bis 2,5 µm breit, unregelmäßig, bei genauem Hinschauen untereinander "vernetzt". Asci achtsporig. Haare 800-1200 µm, relativ dicht und zahlreich, basal bisweilen miteinander verwachsen (!, siehe Fotos).
Fundort: 22.10.11, Bergisches Land, auf nackter Erde und sehr morschem Holz in einer versumpften Karrenfurche.
Octospora fissidentis Benkert & Brouwer 2004 [pers. Erstfund, Erstfund für Berg.Land, Erstfund für NRW, Erstfund für Deutschland]ZitatBeschreibung des Fundes vom 22.10.11:
Fruchtkörper 0,4-1,2 mm breit, anfangs becherförmig, dann flach linsenförmig ausgebreitet, stiellos dem Substrat aufsitzend; Hymenium anfangs blass, später orangegelblich. Rand und Außenseite mit hyphenartigen Haaren von bis 120 µm Länge, diese hyalin.
Sporen 16-21,5x8,5-10,5 µm, unregelmäßig elliptisch mit etwas verjüngten Enden, oft einseitig etwas ausgebeult, hyalin, regelmäßig mit 2 Tropfen, nur etwa 4-8% der Sporen mit einem großen Tropfen, etwas dickwandig; Oberfläche mit isolierten, teilweise zusammengesetzten Warzen, vereinzelte Sporen mit unregelmäßig ausgeweiteter Ornamentation, Warzen gewöhnlich bis 0,5 µm hoch und breit. Asci 130-160x11-13 µm, achtsporig, zylindrisch mit unregelmäßig 'moniliformer' Basis, Sporen uniseriat. Paraphysen 3,5 µm, apikal bis 4 µm dick, in der obersten Zelle mit blass gelblich bis orangegelblichem Pigment, septiert, an den Septen nicht eingeschnürt. Haare hyalin, 5-7 µm dick und bis 120 µm lang, hyalin, unauffällig.
Fundort: 22.10.11, Bergisches Land bei Unterbörsch, 3 Fruchtkörper an einem bis 80 ° steil aufragenden Bachufer, parasitisch an Rhizoiden von Fissidens bryoides, leg. B. Wergen, det. D. Benkert.
Bemerkungen: Die Art wurde 2004 von BENKERT&BROUWER erstmalig in den Niederlanden beschrieben. Da ich den Artikel nicht zur Verfügung hatte und der Moosbecherling bis dato nicht wieder aufgetaucht ist, war eine Bestimmung von meiner Position aus nicht möglich. Herr Benkert war sehr überrascht, dass er dem kleinen Fruchtkörper tatsächlich einen Namen geben konnte.
Damit haben Rada und ich jetzt schonmal definitiv einen Erstfund für Deutschland!In endloser Freude,
björn
