Deine Tochter und Du solltet euch von heute an lieber erfreuen am Anblick dieser schönen Pilzchen ![]()
Beiträge von bwergen
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Sieht aus wie ein Rettichfälbling (Hebeloma sinapizans), da hast du ihn zwar mehrfach übergeschnitten, aber das eigentliche Merkmal, welches man nur im Querschnitt erkennt, ist trotzdem nicht erkennbar. Dazu musst du den Fruchtkörper genau in der Mitte durchschneiden.
lg björn
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Hi,
ich schließe mich meinen Vorrednern im Großen und Ganzen an. Die erste Art scheint eine Agaricaceae zu sein, vielleicht irgendwas Richtung Leucoagaricus. Dafür würde auch die Oberseite sprechen. Ich hab die Art schonmal irgendwo gesehen und versuche grad nur, mich zu erinnern. Ich meld mich hier heute Abend vielleicht nochmal.
lg björn
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Hi,
da würde ich mir keine Sorgen machen, es gibt keine giftigen Erdsterne. Zwar kann deine Tochter die Sporen eingeatmet haben, doch wäre auch dies wenig schädlich (die Luft ist sowieso voller Sporen, der Mensch verkraftet sowas).
lg björn
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Hast du auch ein Bild? oder sehe ich das jetzt nur nicht?
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Hi,
schaut nach Lepista saeva aus, Lilastiel-Rötelritterling

lg björn
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Ich glaube, hier wird man vielleicht nicht direkt zur Art kommen, aber ich kann dir sagen, dass dies ein Faserling (Psathyrella) ist. Es könnte sein, dass es P. conopilus ist, aber auch sämtliche andere Arten kämen noch in Frage, die man nur mikroskopisch voneinander unterscheiden kann.
lg björn
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Wow danke Björn
Ja wenn du mal Zeit und Lust hast ein "Winterpilz-Tutorial" zu verfassen, ich würde es auf jeden Fall gerne und interessiert lesen - so wie deine anderen Beiträge (z.B. über das Mikroskopieren) auch
Oh Gott, 'Winterpilz-Tutorial', wenn ich schon daran denke, was das für eine Arbeit ist

gerne werde ich aber so etwas in der Art machen, ich hatte mit Rada sowieso vor, den Winter durchzuarbeiten, und da wird es garantiert nicht nur Schnee schneien, sondern auch Pilze regnen

wird aber wohl sehr fachspezifisch, darauf möchte ich hinweisen. Fliegenpilz und Co. werden es hier dann nicht geben

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Hallohabe schon viel von Hallimasch gehört und gelesen aber noch nie gesammelt,
sind das welche??????
Von unten konnte ich nicht knippsen, Akku war alle!:(Karen
Jetzt stürzt auch noch der Explorer ab!
Der Hallimasch-Bot zeigt keinerlei Reaktionen...dafür aber der Tintlings-Bot: Glimmertintling (Coprinellus micaceus) wär hierfür eine gute Alternative (mal vom ähnlichen C. truncatum, welcher eher einzeln wächst, abgesehen).
lg björn
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Naja sagen wir es mal so: Hallimasch-Anfragen sind hier relativ häufig, schon fast so häufig, dass man wirklich bald nen Bot programmieren könnte, der beim Erkennen eines Hallimasch-Fotos sofort entsprechende Antworten produziert

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Hallo Björn,
Dank dir nochmal für deine Superschnelle Hilfe, das mit den Fotos vom giftigen ist bei Wikipedia auch schlecht gelöst deshalb war ich auch immer sehr vorsichtig was ich esse wenn die Spur einer Verwechslung möglich war.
Ich habe es schon mal geschrieben und muß nach wie vor zum Ausdruck bringen dass kein Pilzbuch der Welt euer Forum ersetzen kann.
gruß PeterJa, wikipedia hinkt, was Pilze angeht, der Forschung dem Wissen noch weit hinterher. Ich beobachte das schon eine Weile und es gibt in den letzten Jahren aber einen Anstieg an Informationen, der durchaus positiv ist. Ob diese Infos jetzt alle so korrekt sind, kann ich nicht beurteilen, Stichproben haben aber ergeben, dass z.T. erhebliche Mängel nicht nur in der Vollständigkeit, sondern auch in taxonomischen Angaben und aktuellen Erfahrungen vorhanden sind. So ausweiten kann man das System auch nur mit zahlreichen Spezialisten, die nichts besseres am Tag zu tun haben als wikipedia einen Pilzkopf zu schneiden.
lg björn
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Hi
Input: Pilz bestimmen!
Output: Hallimasch, Armillaria mellea
Antwort generiert in: 0,4 Sek.lg björn (der Foren-Roboter)
[sry aber nach der Themenüberschrift musste ich mir das erlauben :D]
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Diese Art sollte etwas kleiner oder sogar ähnlich groß wie der Parasol sein und nicht derart 'grazil'. Da ich diese Art noch nie gesehen habe, und sie mir auf Bildern auch noch nicht wirklich begegnet ist, kann ich dir die konkreten Merkmale dieser Art auch nicht genau erklären, dazu müsste ich sie mal selbst finden. Derzeit gehe ich davon aus, dass es M. venenata so nicht gibt, sondern dass sie lediglich erzeugt worden ist, nachdem ein Safranschirmling oder dessen nächster Verwandter Chl. brunneum aufgrund einer Unverdaulichkeit zu Vergiftungsfällen geführt hat.
Der derzeitige Stand der Dinge sollte so aussehen:
1. Alle Macrolepiota-Arten sind essbar.
2. Arten der Gattung Chlorophyllum (Safran-Schirmling, Garten-Riesenschirmling) sind mit Bedacht zu genießen, da sie wie oben bereits erwähnt schwer verdaulich sein können).lg björn
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Je größer es wird, desto größer ist auch die Chance, daß die Richtige (Spore) fürs Leben daherkommt, mit der man verschmelzen kann (bzw natürlich mit dem Myzel, das aus ihr wächst).Gute Erklärung

Hier tauchen wir aber bald irgendwo ein, wo es derzeit sicher einige Forschungen gibt, um herauszufinden, wie und von was sich Pilze genau ernähren. Dazu gibt es ganz verrückte Sachen: Von Austernseitlingen weiß man, dass extra angelegte Hyphenenden mit einer apikalen Gelschicht in der Lage sind, Nematoden (Mikro-Organismen) einzufangen und sich somit zusätzliche Energie zu beschaffen. Bei vielen Rindenpilzen gibt es derart ähnliche Strukturen, die möglicherweise ebenfalls diesen Existenzgrund haben.
Bei verschiedenen Arten kann man solche Keimvorgänge auch direkt unter dem Mikroskop betrachten. Insbesondere die Sporen einiger Schlauchpilze neigen sehr auffällig dazu, direkt auszukeimen, sobald sie den Fruchtkörper verlassen. Somit sieht man bereits bei der Bestimmung unter dem Mikro keimende Sporen, obwohl diese sich im Wasser befinden. Ich gehe derzeit mal davon aus, dass Hyphen bestimmter Pilzarten auch in der Lage sein könnten, Mikroorganismen in der Erde zu absorbieren. Davon gibt es im besagten Kubikzentimeter (ich weiß du sagtest Quadrat-) schließlich mehr als genug.
lg björn
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Fk = Abk. für 'Fruchtkörper'. Also genau das, was man an der Oberfläche vom Pilz erkennen kann.
Bäume sind hier fast belanglos, alle 3 Arten sind relativ anspruchslos.
lg björn
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Wooow...das ging schnell, na zumindest hatte ich ja 4 richtig eingeschätzt

Danke Björn
Grüßli
MoDas ist doch gut, immer weiter so

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Hi,
ähm, aufgrund der Fotoqualität komme ich zum Schluss, dass zwar drei unterschiedliche Arten dargestellt sein könnten, diese aber kaum bestimmbar sind. Es kommen für die Fk, von denen da am meisten rumzuliegen scheinen (ja, scheinbar liegen die wahllos rum), einige Arten der Gattung Weichritterling (Melanoleuca) sowie Gymnopus in Frage. Ich hab gequält versucht, irgendein Merkmal aus den Bildern zu ziehen, aber nicht eine Hutoberfläche konnte ich im guten Licht erkennen. Das Licht ist grausig, tut mir leid, aber ich kann dazu nicht viel sagen.
Pilz 2 sieht wie ein Schleierling (Cortinarius) aus, vielleicht mal wieder C. anomalus, und der letzte auf dem letzten Bild könnte wieder ein Weichritterling (Melanoleuca) sein, aber leider ist auch hier kaum was erkennbar (hier liegt das aber auch an dem Alter der Fk).
Vielleicht guckt da ein anderer durch.
lg björn
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[1-2] Austernseitling, Pleurotus ostreatus (scheinbar eher noch die Sommerform als die Winterform)
[3-4] Nebelkappe, Clitocybe nebularis
[5] Rosa Rettichhelmling, Mycena rosea
[6-7] Beringter Flämmling, Gymnopilus junonius
[8-9] Parasol, Macrolepiota procera
[10] Langstieliger Knoblauchschwindling, Mycetinis alliaceus
[11] Flaschenstäubling, Lycoperdon perlatum
lg björn
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Hi
[1.1-2] Nebelkappe, Clitocybe nebularis
[2] möglicherweise Falscher Pfifferling, Hygrophoropsis aurantiaca
[3.1?, 3.2] Da man die Fk nicht genau erkennen kann, könnten mehrere Arten in Frage kommen, insbesondere M. konradii und M. gracilenta. Die Schuppen von M. konradii neigen eher dazu, im Zentrum eine größere Fläche zu bilden und der Hutoberfläche ein sternförmiges Muster zu verleihen.
[3.3] Parasol, Macrolepiota procera
lg björn
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Achso, du hast das Prinzip 'Mykorrhiza' überhaupt noch gar nicht verstanden. Du denkst, die Sporen müssten unbedingt in eine Wurzel eindringen, und das wiederum ginge ja nur, wenn die Wurzelrinde verletzt ist.
Das ist aber nicht so. Die Sporen fallen auf Erdboden, und bilden ein Primärmyzel aus. Dieses verschmilzt zu einem Sekundärmyzel wie oben erklärt. Die Frage war ja, ab wann ein Pilz in der Lage ist, eine Verbindung mit einer Pflanze einzugehen.
Eine andere Sache ist aber die Entstehung einer Mykorrhiza. Vorweg: Es gibt zwei Arten von Mykorrhiza:
1. Ektomykorrhiza: Hyphen des Pilzmyzels dringen in die obere Schicht der Wurzeln, aber nicht in die Zellen der Wurzel ein.
2. Endomykorrhiza: Hyphen des Pilzmyzels dringen in die obere Schicht und weiter auch in die Zellen selbst ein.
Beide Mykorrhiza-Sorten bringen dem Pilz Zucker (aus Photosynthese gewonnen) und dem Baum Wasser mit darin gelösten Salzen, da das Pilzmyzel sehr viel feiner und weitreichender ist das die Wurzeln der Pflanze. Der Pilz selbst ist ja bekanntlich nicht in der Lage, seinen Lebenshaushalt anhand der Photosynthese zu unterhalten. Also ist er auf den Baum angewiesen. Der Baum ist nicht direkt an den Pilz gebunden, wächst aber wesentlich schneller und bleibt auf Dauer gesünder als andere Bäume.
Das bedeutet: Nicht die Sporen dringen in die Wurzeln ein, sondern die Hyphen. Und die sind fein genug, dass sie zwischen die Wurzelzellen 'passen'.
lg björn
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Also du willst was über Winterpilze wissen, die nicht Austernseitling, Samtfußrübling usw. heißen?
Es gibt eine ganze Menge Winterpilze, sie alle aufzuführen, wäre nicht besonders hilfreich, denke ich.
Besonders erfolgreich wird man werden, wenn man sich abgestorbene Äste oder prinzipiell abgestorbenes, pflanzliches Material anguckt. Z.B. findet man eine ganze Reihe von Porlingen (Phellinus igniarius, Phellinus trivialis, Phellinus pomaceus, Phellinus punctatus, div. Inonotus-Arten, Ceriporia, Ceriporiopsis gilvescens, Trametes versicolor, Trametes multicolor, Trametes gibbosa, Schizopora paradoxa usw) und Schicht- und Rindenpilze (Hymenochaete rubiginosa, Hymenochaete tabacina, Plicaturopsis crispa, Auriculariopsis ampla, div. Athelia, Hyphoderma, Hyphodontia arguta usw.).
An Fallopia findet man zur Winterzeit einen kleinen Lamellenpilz: Hohenbuehelia cyphelliformis, ein 'Muschelseitling'.
Dazu kannst du eine Menge Schlauchpilze finden, insbesondere aus dem Bereich der Kernpilze. Häufig sind Hypoxylon fuscum, Hypoxylon fragiforme, Annulohypoxylon multiforme und A. serpens, Diatrype disciformis, Diatrype bullata, Diatrype stigma, Eutypa maura, Massarina inquinans usw.).
Sind alles Winterpilze, wenn du dich dafür näher interessiert, ich helfe dir sehr gerne weiter mit Bildern und ausführlichen Infos.
lg björn
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Bild [1.1-3] ist tatsächlich ein Samtfußrübling (Flammulina velutipes), auch wenn das Foto von weitem aussieht, als würde es einen Schwefelporling zeigen

Bild [2] ist schlecht erkennbar, die abgebildeten Pilzfruchtkörper scheinen aber keine Samtfußrüblinge zu sein. Das sieht von weitem eher nach Oudemansiella mucida aus.
lg björn
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Mal langsam
nicht zuviel auf einmal.
Wie kommt eigentlich eine Spore an den Ort ihres Wirkens?Dazu braucht es eine Definition für "Ort des Wirkens". Pilze benötigen unterschiedliche Medien zum wachsen: Erdboden oder pflanzliches Material. Selbst die Mykorrhizapilze kommen bekanntlich nicht ohne Erdboden aus. Nun gibt es relativ viele Pilzarten mit sehr vielfältigen Substraten. Beispiel: ein parasitischer Porling.
Dessen Sporen werden mit dem Wind verstreut und gelangen genau dort in einen Baum, wo dieser verletzt ist. Hat der Baum eine intakte Rinde, bleibt er von den Sporen verschont. Das ist in etwa so, als würde man sich einen Virus einfangen. Schonmal überlegt, wie sowas vonstatten geht? Beim Baum ist es genauso. Einmal infiziert, breitet sich das Myzel im Baum aus. Da der Porling ein Ständerpilz ist, braucht er noch eine zweite Spore, um ein Zweikernmyzel zu bilden. In einem Wald, in dem sämtliche abgestorbene Bäume bereits von oben bis unten mit Porlingsfruchtkörpern besetzt sind, ist es relativ wahrscheinlich, dass dieser Prozess genauso abläuft, denn die Luft innerhalb des Waldes ist durchsetzt mit den Porlingssporen. Dies ist, biologisch betrachtet, ein Selbstheilungsprozess des Ökosystems "Wald xy" (z.B. ein Erlen-Weiden-Auenwald). Fallen die Sporen des Porlings dagegen auf den Boden, oder ins Wasser, auf Blätter usw. passiert erstmal nichts. Das heißt aber noch nicht, dass sie nicht doch noch durch Insekten, aufgewirbeltes Wasser oder andere Umwelteinflüsse an ihren gewünschten Standort gelangen. Bei den geschätzten >1 Billion Sporen, die überall rumfliegen, ist ein Verlust von 10-20% gar nichts.
Ist sie fein genug, um vom Wasser durch die Erde zu den Wurzeln gespült zu werden?
Denn ansonsten müsste doch auch eine Mykorrhiza-Spore erst mal saprobiotisch leben.
Von der Evolution her ist das Leben mit einem Wirt auch eine Höherentwicklung. Die alte Lebensweise muss also irgendwo noch angelegt sein.Hier weiß ich jetzt nicht genau, worauf du hinauswillst. Du meinst, die auf den Boden fallenden Sporen müssten durch Wasser zu (welchen?) Wurzeln gespült werden?
Es gibt doch garantiert Versuche z.B. den Steinpilz zu kultivieren. Wäre interessant zu erfahren, wo es immer scheitert. Nimmt der Pilz das Substrat nicht an oder produizert das durchwachsene Substrat einfach nichts?Ich zitiere McCoy von der Enterpreis: "Ich bin Arzt, Jim, kein Mechaniker!"

lg björn
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Bin gespannt auf deine Post. Mir fällt nämlich grad was auf, auch wenns auf den Bildern nicht erkennbar ist: Haben die Fk einen Stielteil? Mich erinnert das ganze nämlich auch schwer an Neottiella vivida. Da bin ich jetzt echt mal gespannt auf die Mikro-Untersuchung.
lg björn
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Jo, da weiß ich was:
Physisporinus sanguinolentusDie Fruchtkörper wachsen 'resupinat', das heißt, sie liegen flächig dem Untergrund (Holz, Rinde, Erde) auf und bilden entsprechend keine Hüte oder Hutkanten. Falls dies der Fall sein sollte, würde man dies 'effuso-reflex' nennen (resupinat mit abgebogenen Hutkanten). Fruchtkörper mit Hutteil, jedoch am Substrat mehr oder weniger herablaufenden Poren nennt man 'semi-pileat' und schließlich konsolenförmige Fruchtkörper ohne am Substrat herablaufende Poren nennt man 'pileat'. [kleine Porlingskunde:D]
Der andere Porling ist eine Tramete, ich würd da mal auf Schmetterlingstramete (T. versicolor) tippen, obwohl die Fruchtkörper von oben mehr Braun- als Graublautöne haben. Ich sagte ja schon anderswo: weg mit den Trameten

