Also die beiden aktuellen Bilder erinnern mich ebenfalls an Suillus collinitus. Eine letzte Frage: Das ist eine zweinadelige Kiefer oder?
lg björn
Also die beiden aktuellen Bilder erinnern mich ebenfalls an Suillus collinitus. Eine letzte Frage: Das ist eine zweinadelige Kiefer oder?
lg björn
Der zweite ist noch nicht geklärt. Das ist weder Clitocybe nebularis noch Lactarius vellereus. Sehr wahrscheinlich ist es auch nicht Infundibulicybe geotropa (Mönchskopf). Könntest du vielleicht auch den Stiel mit abbilden (anstatt deiner Finger?). Das wäre toll^^
lg björn
"Faszinierend", würde Mr Spock sagen. Ich finde dein Wissen über diese beiden Arten bemerkenswert, du hast deinen eigenen Weg gefunden, wie du die Arten auseinanderhalten kannst. Finde ich gut.
lg björn
Das mit dem Wasserrand ist aber kein Unterscheidungsmerkmal. Tatsache ist: Sowohl Stockschwämmchen als auch Gifthäubling haben 'hygrophane' Hüte, d.h. im feuchten Zustand sind sie kräftiger und dunkler gefärbt als im trockenen Zustand. Beim Eintrocknen blasst der Hut von der Mitte an konzentrisch nach außen aus, dadurch bleibt in einem bestimmten Zustand ein dunklerer Rand zurück.
lg björn
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Aha.
Stimmt, diese Art ist hier sehr häufig zu finden.
Kann es sein, dass der Gifthäubling in manchen Regionen ganz fehlt?
Hier am Bodensee habe ich noch keinen gefunden, was aber nichts zu bedeuten hat.
kulkum
Jo, das könnte für meine Theorie, dass der Gifthäubling eine unregelmäßige Verbreitung hat, sprechen. Da die Art bedeutend ist bezüglich der Bestimmung (zur Unterscheidung zum Stockschwämmchen), dürfte er auch eigentlich immer wieder von Speisepilzsammlern gefunden werden. Andererseits gibt es viele, die von beiden Arten die Finger lassen, weil sie sich nicht trauen, den richtigen zu sammeln.
Kannst du ein Bild des Stiels (anstatt der Finger) nachreichen und uns noch die Baumart sagen, bei der diese Art wächst? Führe bestenfalls alle Bäume mit auf, die im Umkreis von ~40 m stehen.
Bis jetzt geht die Art morphologisch gegen Suillus sp.
Vllt sag ich heut abend nochmal was dazu wenn ich zuhause bin, wenn bis dahin niemand ne Erleuchtung hat ![]()
lg björn
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Unterseite erinnert mich bis jetzt auch an Boletinus cavipes, Hohlfußröhrling. Der bräuchte aber Lärchen als Begleitbäume.
Hi,
ich würde hier in Richtung Lepista flaccida (var. gilva = Wasserfleckiger Röteltrichterling) denken. Es handelt sich dabei um eine durch die dunkelfleckige Hutoberfläche von der Hauptart L. flaccida abweichende Varietät, deren Rang jedoch umstritten ist. Aktuell sagt man zu solchen Funden einfach nur Lepista flaccida.
lg björn
Ich glaub eher, da hast du einen Geflecktblättrigen Flämmling (Gymnopilus penetrans) erwischt. Der ist im Herbst in Nadelwäldern Massenware. Ganz im Gegensatz zum Gifthäubling, der nicht so häufig und scheinbar unregelmäßig verbreitet ist.
lg björn
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Völlig richtig, glückwunsch
edit: ne quatsch, der Pilz heißt Plicaturopsis crispa. Wie oft muss ich dir noch sagen, dass du auf die aktuellen Namen gucken sollst?
:nana:
Auf den Glückwunsch bin ich stolz - den Tadel nehme ich entgegen. Ich gelobe eine spärliche Besserung - wenn denn meine Bücher mir dabei helfen.
Gr Dryocopus
Nicht die Bücher werden dir helfen, sondern vielmehr indexfungorum.org. Da gibst du den botanischen Namen einfach ein und guckst, ob er gültig oder ein Synonym eines gültigen Namens ist. Ich gehe zu fast 80% nach indexfungorum, zu 10% nach Spezialliteratur und den Rest nach Erfahrung und gesundem Menschenverstand. Soviel Informationen kriegst du selbst aus einer guten Pilzbuchsammlung nicht raus.
lg björn
Hallo,
abgesehen davon, dass man die Fruchtkörper nicht so genau erkennen kann, dürften das schon Horngraue Rüblinge sein, die aufgrund der Trockenheit allerdings relativ blasse Hüte haben (=hygrophan). Relativ typisch ist der faserige Stiel. Der Habitus ist vor allem aber dann erkennbar, wenn man den Fruchtkörper selbst in der Hand hat, von daher bleiben bei sowas immer Restzweifel. Allerdings sind die meiner Meinung nach hier relativ gering.
lg björn
Lieber Björn!
Also auf Grund der von Reticulatus gelieferten Merkmalsangaben (Farbe: grau, Milch: weiß, Vorkommen: im Wald) hätte ich von einem Pilzgott zumindest eine Einschränkung der Anzahl der möglichen Arten erwartet
!
Gruß, Fredy
Ich hab die Möglichkeiten offen gelassen, da ich immer einkalkuliere, dass der Finder die Farbe grau falsch interpretiert oder die Milch nicht richtig weiß, sondern vielleicht sogar gelb geworden ist, er es nur nicht bemerkt hat. Somit dürften weit mehr Arten möglich sein, bis auf die Reizker vielleicht (deren Milch bekanntlich rot ist).
So gesehen hätte ich etwas mehr "rechnen" müssen, welche Arten dann noch in Frage kommen. Angenommen, wir legen ne Lochschablone "grauer Hut" und ne Lochschablone "weiße Milch" auf die 80 Arten, ich denke, dann bleiben noch etwa 15 Arten übrig, die diese Merkmalskombination haben. Davon würde ich dann Lactarius pyrogalus aufgrund seiner Häufigkeit auswählen.
Zufrieden? ![]()
lg björn
Ne, falls es denn Pholiota lenta ist (die Möglichkeit besteht durchaus), dann wäre er weitgehend uninteressant für meine Zwecke. (wobei man sagen muss, für mich ist nichts, was mykologischen Ursprungs ist, uninteressant) ![]()
Müsste Lepista flaccida, Flattriger Röteltrichterling, sein. Von denen findet man öfters solche eingefrorenen Fruchtkörper, weil die Art bis in den Winter rein wächst ![]()
lg björn
Ich tippe mal auf Plicatura crispa, den Buchen-Aderzähling. Es wäre gut, Fotos von oben zu bekommen - und natürlich von unten aus größerer Nähe.
Gr Dryocopus
Völlig richtig, glückwunsch ![]()
edit: ne quatsch, der Pilz heißt Plicaturopsis crispa. Wie oft muss ich dir noch sagen, dass du auf die aktuellen Namen gucken sollst?
:nana:![]()
[1] Grünblättriger Schwefelkopf, Hypholoma fasciculare (ganz klar ist das für mich allerdings auch nicht, da muss man schon genauer hingucken!)
[2] Nebelkappe, Clitocybe nebularis
[3] Rotfußröhrling, Xerocomus chrysenteron, evtl. ganz rechts: Xerocomus porosporus.
[4] Xerocomus badius
[5] Pholiota squarrosa
[6] Stropharia aeruginosa (Finger aus dem Bild!)
[7] Tricholomopsis rutilans
[8] Entoloma conferendum
[9] definitiv ein Milchling (Lactarius), evtl. Lactarius subdulcis
[10] Rhodocollybia butyracea (f. asema)
[11] Geflecktblättriger Flämmling, Gymnopilus penetrans
[12] Ein Tintling (Coprinellus), möglw. der Glimmertintling (Coprinellus micaceus s.l.).
lg björn
Genauso wie Jorge es geschrieben hat, ist die Abgrenzung der beiden Arten korrekt. Nur: Galerina marginata hat vor allem bei älteren Fruchtkörpern einen eng anliegenden, fast wie ein Gürtel aussehenden Stielring. Müsst ihr mal drauf achten, wenn ihr den Pilz das nächste Mal seht.
Nach unzähligen 'privaten' Studien der beiden Arten ist mir zudem aufgefallen, dass
(a) die Hutfarbe von Galerina marginata im feuchten Zustand kräftig orangebraun ist, während beim Stockschwämmchen diese Farbe eher blasser oder weniger kräftig ist.
(b) Galerina marginata bildet zudem Hüte in einer Breite zwischen 10 und 40 mm. Das Stockschwämmchen kommt darüber oft hinaus.
(c) Galerina marginata tendiert zudem dazu, einzeln zu wachsen, die Fk sind weniger büschelig zusammengefasst, während das Stockschwämmchen eher büschelig wächst.
Soweit zu den Detailinfos, die ich dann anwende, wenn die Haupttrennmerkmale nicht erkennbar sind.
lg björn
Also ich sehe bis jetzt kein Bild. Vielleicht solltest du nochmal gucken, was schief gegangen sein könnte ![]()
lg björn
Au ja, das könnte passen. Wäre ein persönlicher Neufund.
Mal sehen obs noch weitere Meinungen gibt.
Danke Dir.
War/ist das denn überhaupt Pappelholz? Pholiota populnea wächst meistens an Schnittflächen von größeren Stämmen und weniger an völlig verrottetem Holz. Natürlich schließt das diese Art nicht aus, aber es lohnt sich vielleicht, sich diesen nochmal genauer anzugucken.
lg björn
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zunächst nochmals:
ihr seid super, danke für die schnellen Reaktionen !!!
Vielleicht sollte ich direkt morgen die Fruchtkörper entfernen, um das Risiko zu verringern, dass sich Sporen verbreiten.
Ich würde dann so vorgehen: die Pilze mit einem Messer so nah wie möglich an der Wand abschneiden und sofort entsorgen. Was meint ihr dazu?
Das Problem liegt auch darin, dass ich das Haus gerade erst in den letzten knapp 3 Jahren sehr aufwändig saniert habe (konnte es fast umsonst bekommen, musste aber Elektrik, Heizung usw. reingesteckt werden) und daher logischerweise auch ne ganze Menge dafür ausgeben musste, so dass mir grad für eine teure Kellersanierung auch das Budget fehlt...
Daher denke ich an Lösungen, möglichst viel selbst zu machen, die Wände zu kälken usw.
Björn, hast du mal bei mir in der Nähe zu tun ? (komme aus Hagen, 25 km von Dortmund)
Vielleicht wäre es im Moment für mich das Schlaueste, einen Pilzsachverständigen zu Rate zu ziehen, der mit mir zusammen die Maßnahmen plant.
Hagen liegt in NRW und ist demzufolge für mich kostenlos mit dem Zug erreichbar. Problem nur: Das wäre ein erheblicher Zeitaufwand, und ich wäre sicherlich nicht der richtige Mann für eine solche Aktion. Ich kann dich gerne vor Ort beraten. Problem ist auch: Die Fruchtkörper abschneiden bringt nicht viel, du hast den 'Apfelbaum' da unten im Keller drin und da nützt es nichts, die Äpfel abzuschneiden, denn davon stirbt der Apfelbaum nicht ab. Und bedenke auch: Sporen sind sehr effektive Verbreitungskörper, ich glaube nicht, dass du durch das Entfernen einiger Fruchtkörper deren Aufgabe verhinderst.
lg björn
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Also erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten.
Ich finde manche Bilder im Netz, auf denen der Hallimasch so aussieht wie die Pilze bei mir, auf anderen Bilder siehst er wieder ganz anders aus. Im Keller wächst er derzeit aber definitv aus den Zwischenräumen der Mauersteine und nicht auf Holz.
Dennoch passt eure Diagnose gut, denn der Pilz ist entstanden in dem Loch, wo früher ein Birnbaum stand. (Bild aussen mit Steinplatte drauf). Sicher wird es nötig sein, dieses Loch mit Kalk z.B. zu befüllen. Also gehe ich davon aus, dass der Pilz sich durch den Boden hindurch in den Keller ausgebreitet hat. Inwieweit kann er das Gebäude schädigen? Holz gibt es im Keller nur unter der Decke (Deckenbalken). Muss ich befürchten, dass er diese befällt?
Und wer ist mein Ansprechpartner zur Planung des weiteren Vorgehens, ein Pilzsachverständiger?
Viele Grüße
Martin
Hi,
also der Hallimasch ist erstmal recht variabel, nicht nur die Größe und Form, sondern auch was die Farbe angeht. Daher gibt es in der Gattung Armillaria gleich mehrere Arten (mind. 6), die nur durch genaues Hingucken oder sogar erst durchs Mikroskop (Pigment der Huthauthyphen) unterschieden werden können. Ganz egal welcher Hallimasch das jetzt ist (H. mellea), er schädigt das Holz, denn das braucht er definitiv als "Nahrungsgrundlage". Von Steinen alleine kann er nicht leben, auch wenn an seinem Standort kein Holz sichtbar ist, so wird das Myzel irgendwo mit Holz in Verbindung stehen.
Ansprechpartner in solchen Fällen sind in gewisser Weise Bauinspektoren oder Schädlingsbekämpfer, genaueres kann ich dir in diesem Fall aber nicht sagen, es gibt zwischen Menschen und Pilzen die dollsten Konfrontationen, für die es eigentlich kaum ausgebildete Fachleute gibt. Ein Pilzsachverständiger bestimmt dir in den meisten Fällen den Pilz, und kann dir auch Tips geben, was man dagegen machen könnte, aber lösen kann er dein Problem in den meisten Fällen nicht.
lg björn
Er sitzt auf Holz: Hallimasch (Armillaria mellea). Dabei handelt es sich um einen holzzersetzenden Lamellenpilz, der ähnlich wie ein von dir bezeichneter "Schwamm" (= Porling) Weißfäule erzeugt.
lg björn
Scheint so...er IST ein Pilz!?
Genau, der erste entdeckte und beschriebene extraterrestrische Pilz mit grünen Punkten auf dem violetten Hut und roten Lamellen (erinnert mich komischerweise an Asproinocybe russuloides...vergesst es). Speisewert: giftig oder essbar, je nach Sinneslage ![]()
![]()
achso, der seinen Entdecker sucht...der sollte aber nicht so häufig werden, sonst bekommen die armen Pilzsammler noch Verfolgungswahn ![]()
Könnte schon in Richtung Macrolepiota mastoidea (Zitzen-Riesenschirmling) gehen.
lg björn
Ich habe das Foto heruntergeladen und nachgeschärft. Es wird dadurch zwar nicht viel besser, aber die Zitze wird immer deutlicher. Es ist also wohl wirklich Macrolepiota mastoidea. - Björn sieht so etwas intuitiv!
Nö, 40 Jahre Erfahrung mit Pilzen
:shy:
