Super, das könnte ja tatsächlich sein!! Dankeschön!!!!!!
Ne, es ist noch nicht aller Tage abend hier, für mich ist das alles andere als Amanita fulva oder zumindest Amanitopsis (Untergattung von Amanita). Das hat folgende Gründe:
Wir sehen die Art ja auf zwei verschiedenen Bildern. Auf dem zweiten Bild sehen wir Fruchtkörper, deren Hutrand überhaupt nicht gerieft ist. Sie sind zudem schon im mittleren Stadium und dennoch anscheinend nicht sehr hochstielig, wie dies sehr! typisch für Amanitopsis-Arten ist. Eine Stielscheide ist bei KEINEM der Fruchtkörper erkennbar. Etwas, das nicht vorhanden ist, kann nicht als Indiz für eine Art oder eine Untergattung behandelt werden.
Dazu kommt der abrupt helle Hutrand, was für mich ein Zeichen dafür ist, dass der Hut möglicherweise sogar hygrophan ist. Auch das widerspricht dem Argument "Scheidenstreifling".
Der Stiel ist außerdem viel zu glatt, bei Amanita-Arten, auch bei Scheidenstreiflingen, ist dieser meist irgendwo etwas gefasert oder rillig. Das spricht eigentlich mehr für einen Rüblings- oder Helmlingshabitus.
Der Pilz als Gesamtkonstrukt macht außerdem einen eher zähen, kompakten Eindruck, wohingegen die Scheidenstreiflinge weithin als zerbrechlich bekannt sein sollten.
Ich bin immer noch der Auffassung, dass dies möglicherweise Rhodocollybia butyracea (besser gesagt, die Form f. asema, Horngrauer Rübling) ist, auch wenn man die Unterseite leider nicht erkennen kann (DANN wäre es sicher klarer). Einen Vertreter der Helmlinge kann man auch in Betracht ziehen, müsste diesen aber beschränken auf die M. pura-Gruppe (Mycena rosea, Mycena pura, Mycena pelianthina, Mycena diosma usw.), da alle anderen Helmlinge nicht derartige Habitusbilder von sich geben (meist kleiner, Hut kegeliger, Stiel sehr dünn).
lg björn
