Beiträge von bwergen

    Hi nobi,


    N. albocincta kenne ich, sie wurde im Tintling von F. Kasparek portraitiert. Schöner Fund. Vielleicht sollten Rada und ich dieses Moos mal aufsuchen. Moosbecherlinge (Octospora, Lamprospora und Ramsbottomia) haben wir ja reichlich gefunden. Neottiella fehlt uns sozusagen noch.


    lg björn

    So, die Ausarbeitung der Funde war von meiner Seite diesmal nicht so umfangreich, ich hätte auch schon vorgestern alles hochladen können, allerdings habe ich gestern Abend im Sinne der Pilzarbeitsgemeinschaft Kleve einen Vortrag gehalten. Daher war ich auch 2 Tage nicht hier.


    Es gab viele Nebenfruchtformen, und auch bei mehreren Präparaten und Abkratzen großer Teile der Stiele von Brombeere oder Rosen gab es nichts bemerkenswertes.


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    24. Fibulomyces mutabilis, Veränderlicher Vliesschwamm (= Leptosporomyces m.)
    An stehendem Stamm von ?Lärche/Fichte.


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    25. Hysterographium fraxini, Eschen-Spaltkugelpilz [pers. Erstfund]


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    26. Eutypa lata, Dickwandiger Krustenkugelpilz
    An Rosenstängeln.


    27. Hyphodontia arguta, Ledergelber Zähnchenrindenpilz an Nadelholz.


    Der resupinate Porling (Ceriporia) habe ich bis jetzt nicht genauer untersucht, mir ist diese Gattung gerade noch ein Gräuel, weil man die Fk nur schwer untersuchen kann (ziemlich zähfleischig). Die werden aber später auch noch drankommen.


    lg björn


    Björn, Du alter Angeber ;) Du willst doch nicht behaupten, als zarter Jüngling SOLCHE Bilder gemacht zu haben?! :D :evil:


    Aber überhaupt dieser Link *Kopfschüttel*, was muss ich da schon wieder für skurrile Bilder entdecken?! Seht Ihr auch was ich sehe, oder habe ich schon wieder zuviel Phantasie?? :D


    LG,
    Kuschel


    Och, angefangen mit dem Fotografieren hab ich mit 16. Im Alter von knapp 18 hatte ich dann aber sicher schon ~ 1000 verschiedene Arten bestimmt und fotografiert, darunter bei weitem nicht nur Ständerpilze, sondern auch Schlauchpilze (Becherlinge aller Art). Von Kernpilzen und Rindenpilzen habe ich mich allerdings damals noch ferngehalten. Wohlgemerkt: Das Mikroskop hab ich erst seit 2004. Also hab ich bis dahin alles noch allein makroskopisch bestimmt.


    lg björn

    Hi nobi,


    freut mich sehr, dass du hier bist und gerne diskutieren wir hier über die coprophilen Pilze, ich werd von Zeit zu Zeit sowieso noch einige reinstellen, da ich fleißig "Kulturen" angelegt habe, auf denen sicher noch vieles zu erwarten ist :)


    Ich lade die Bilder zuerst mit imageshack.us hoch, kopiere den Link und klammer dann diesen mit dem entsprechenden BB-Code ein.


    lg björn


    Ich rieche ein Opfer der Mykologie :D


    S. dubia würd ich als sicher ansehen.


    A. roseopurpurascens ist zuerstmal nicht zu melden, ich werd an dieser Stelle eigene Untersuchungen machen. Sollten sich klare Trennmerkmale herauskristallisieren, wird es eine Art mit Namen A. roseopurpurascens, ansonsten A. sacchariferus, falls die Trennmerkmale zu dieser Art verschwimmen.


    lg björn

    Hi nobi,


    vielen Dank für deine Kommentare.


    Erstmal kriegt aber Ralf einen auf den Deckel, der nämlich meine Bestimmung "Rehdung" im Feld abgeschlagen hatte... :D


    Naja egal, zu Ascobolus ciliatus:


    Du sprichst mir aus der Seele. Ich hab gestern während meines Vortrags noch gesagt, dass es eigentlich nicht Ascobolus, sondern Lasiobolus sein sollte...schließlich unterscheiden sich die Arten beider Gattungen doch deutlich :(


    Zu A. roseopurpurascens:
    Makroskopisch hat die Art die Form eines großen A. sacchariferus, aber vor allem im Alter mit Rosaton. Die Sporen beider Aufsammlungen lagen zwischen 19-21x10-11 µm und damit über den Maßen von A. sacchariferus und deutlich unter denen von A. albidus. Im Gegensatz zu A. sacchariferus sind die Rillen auch nicht so weit und weisen winzige Unebenheiten auf, die ich schon bei meinem Fund von 2011 beobachten konnte. Insgesamt doch einige Merkmale, bei deren Auftauchen ich weder mit A. sacchariferus, noch mit A. albidus zufrieden wäre!


    Danke auch für die Hinweise zur Sporormiella. Die Arten dieser Gattung sind für mich etwas schwierig bestimmbar, wahrscheinlich bedarf es einfach erstmal einer Erfahrung, um auf Einzelheiten zu achten. Ich hefte die Art als S. dubia ab und werd spätere Funde damit vergleichen.


    lg björn


    Wenn keiner der Reibeisenpilze was denn dann? :shy:


    Gespannt - das Ohr


    Radulomyces molaris ist ziemlich aus der Luft gegriffen oder? :D


    Den hatten wir übrigens während einer der Pilzfestival-Exkursionen. Da könnt ihr aber selbst nochmal suchen und vergleichen, wenn ihr wollt.


    Ich halte das für Schizopora paradoxa, eine Art, die je nach Lage eine porige oder sogar fast stachelige Oberfläche haben kann. Zudem sind die Poren, werden sie denn halbwegs gut ausgebildet, typisch labyrinthartig. Der ganze Pilz sollte mehr oder weniger blass (weißlich) sein und an der Unterseite liegender Äste und Stämme wachsen, meist von Laubholz.


    lg björn


    Hallo Nord- Pilz
    Von der Form (kein Hut, keine Kante) und Dicke würde ich auch auf den Polsterförmigen Feuerschwamm / Punktförmigen Feuerschwamm (Phellinus punctatus) tippen. Eigentlich ein ganz typisches Bild von dem Pilz.


    Ich finde, Uwe hat durchaus nicht unrecht. Typisch für P.punctatus ist, dass sie an der Unterseite (Schrägseite) stehender Stämme wächst, auch oft bis 2-3 m über dem Boden.


    Es gibt neben der Art noch P. ferruginosus, P. ferreus, P. nigrolimitatus, P. ferrugineofuscus und P. contiguus. Viele von denen wachsen meistens aber an liegendem Substrat, davon P. ferreus zumeist an Eiche. Bei P. punctatus sollten mindestens ab dem 2jährigen Zustand am Rand alte Porenschichten erkennbar sein, weil die neue Porenschicht die alte nicht komplett bedeckt. P. punctatus ist ein häufiger Bewohner alter Haselsträucher, aber auch Salix und sogar Flieder (natürlich wurde auch der Flieder im Garten meiner Großeltern besiedelt...jaja man kann meinen, die betreiben eine Feuerschwammfarm :D ) werden besiedelt.


    lg björn

    Hi,


    das ist eine Art der Gattung Annulohypoxylon (Kohlenbeere), ein Schlauchpilz. Es liegt nahe, dass es A. multiforme ist, aber um es genau herauszufinden, braucht es schon ein Mikroskop.


    lg björn


    Hallo Fredy
    Das wird sich wohl nicht sicher klären lassen. Phellinus pomaceus kenne ich eigentlich nur unterkriechend wachsend. Aber Ausnahmen kennzeichnen die Regel, besonders bei Pilzen. Wenn Chris im Frühjahr den Baum näher bestimmen kann, dann könnte er doch noch mal fragen ???


    P. pomaceus bildet auch solche Hüte. Genauso hatte ich ihn jahrelang an den Pfirsischbäumen bei meinen Großeltern antreffen können. Teilweise unterhalb der Äste, ABER an der Basis der Bäume mit abstehenden Hüten, und zwar bis max. ~ 3-5 cm abstehend.


    Die Oberfläche ist weithin zu rissig für P. igniarius. Der Pflaumen-Feuerschwamm bildet, sofern denn Oberseiten da sind, ganz auffallend oft solche rissigen Hüte...


    lg björn

    Das ist keine Weide. Die Rinde müsste viel zerfurchter sein. Ich kann aber leider nicht sagen, was es stattdessen ist, dazu müsste ich den Rest von dem Baum sehen. Allein anhand der Rinde ist das zumindest für mich schwierig.


    Die Fk. sehen außerdem so aus, als würden sie sich ablösen lassen. Und zwar mit puren Händen. Versuch das mal mit Phellinus igniarius :D


    Weidenrinde hab ich ja oben gezeigt.


    lg björn[hr]


    Bedenkt bitte auch, dass Ph. pomaceus wie auch Ph. igniarius sehr engstehende Poren (4 - 6 pro mm) haben!
    Ohne eine definitive Angabe zur Porengröße halte ich Bilder hinsichtlich der Beurteilung der Porengröße für relativ verfänglich!


    Ändert aber nix. P. pomaceus hat größere Poren als P. igniarius. Das reicht aus, um sie bereits mit einer normalen Kamera sichtbar zu machen.

    Für mich eher Phellinus pomaceus.


    => Porengröße passt nicht zu P.igniarius (siehe Foto 4!)
    => Form der Fk. + das unregelmäßige Zusammenwachsen + die wenig abstehenden, aber trotzdem breiten Hüte passen auch nicht zu P. igniarius.
    => einige Fk mit deutlich sichtbarem, rostbraunem bis nahezu orangebraunem Rand, der dazu auch extrem abgestumpft ist (bei P. igniarius ist der Rand nicht ganz so stumpf).
    => Substrat wahrscheinlich ein Obstbaum, jedenfalls nicht Weide. Dazu wäre eine Auskunft von naturgucker von Relevanz.


    = nene, das ist NICHT P. igniarius. Auch nach 10mal Angucken der Bilder nicht.


    lg björn

    Ich hab heute nochmal die Kaninchenhinterlassenschaften untersucht und doch tatsächlich einen verdächtig weißen, unförmigen Becherling mit stark hervorstehenden Sporenschläuchen entdecken können, dessen äußeres Erscheinungsbild mich sehr an den Fund des Ascozonus woolhopensis von 2011 erinnerte. Mit dem Gefühl, genau diese Art vorliegen zu haben, hab ich das Teil dann auch mikroskopiert.


    Naja, herausgekommen ist natürlich was anderes, nämlich was NEUES, und das ist mal wieder sehr überraschend:


    coprotussexdecimsporus1.jpg


    coprotussexdecimsporus1.jpg


    coprotussexdecimsporus1.jpg
    Coprotus sexdecimsporus, 16sporiges Dungbecherchen


    Nr. 10 für NRW aus der Exkursion vom 28.1.2012.


    lg björn


    Ja würde Sinn machen, weil es vielleicht Anfängern zeigen würde, die das Programm arbeitet und WAS es genau abspeichert. Hab mich nämlich gewundert, dass ich nichts speichern musste, sondern dass die Bilder inkl. der Graphen direkt gespeichert wurden.


    lg björn

    [1] sollte wohl Bjerkandera adusta, Angebrannter Rauchporling sein.


    [2] gibt mehrere Möglichkeiten, u.a. Peniophora incarnata, Phanerochaete sp. sowie auch Cylindrobasidium laeve oder die bereits genannte Meruliopsis taxicola (diese würde ich allerdings eher für nicht wahrscheinlich halten).


    [3] ist für mich nicht erkennbar.


    lg björn