Man, ihr sollt zum Vortrag erscheinen, und nicht niederknien oder dergleichen ![]()
[/offtopic, schluss jetzt]
Man, ihr sollt zum Vortrag erscheinen, und nicht niederknien oder dergleichen ![]()
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Leptosphaeria, nobi, Leptosphaeria...Lasiosphaeria ist was gaaaaaaaaanz anderes ![]()
lg björn
Danke, für mich bedeutet es aber nicht ganz so viel, die Prüfungen waren keine Herausforderung und ehrlich gesagt, bis jetzt brauchte ich den Ausweis überhaupt nicht. Wichtiger finde ich, dass ich bei den Giftnotrufzentralen gemeldet bin, ganz egal, ob ich jetzt PSV bin oder nicht.
lg björn
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Hallo,
ist zwar gerade völlig off-topic, aber sag mal Björn, bist du mit 16 Jahren schon PSV geworden?
oder habe ich mich verrechnet?
beste Grüsse,
matze
Ne, du hast dich nicht verrechnet. Ich hätte es auch schon mit 15 gemacht, wenn die in Bad Laasphe damals nicht gesagt hätten, dass ich lieber noch ein Jahr warten soll weil mir das nicht zugetraut wurde.
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Okay, der Antrag auf Eingemeindung des bergischen Landes nach Hamburg ist soeben raus.
Nur eine Festplatte ? Nicht mal ´ne Sicherungsplatte ???
Ohoh ...
Ich glaube, dir oder euch, täte bibliothekarische Unterstützung gut Björn.
Eine, die das alles digitalisiert. Dann wird der Stapel daumennagelgroß und mitunter ein Nachschlagen zur Sekundensache. Copy & Paste ist dann auch schnell zur Hand.
Hätte was, oder ? Okay, bin ja schon still.
Ja wenn ich im Lotto gewinne, dann wirst DU nach HIER eingemeindet und kannst meine digitale Sammlung sortieren und listen. Da hast du Arbeit bis zur Rente. ![]()
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Danke für die Aufklärung!
Daß so etwas intensiver Arbeit bedarf ist verständlich.
Und die gemachte Arbeit ist lobenswert.
[hr]
Fakt ist, dass viele Gebiete Deutschlands unterkartiert sind. Das liegt zum Einen an der damit verbundenen Arbeit, zum anderen natürlich auch am Mangel an Leuten, die sich damit intensiv beschäftigen.
Björn und ich bilden da eine hilfreiche Symbiose.
Ich finde ja ihr solltet umziehen in den Norden.
Hier in HH und drumrum ist sicherlich die Pilzwüste schlechthin.
Da könntet ihr ordentlich die Felder bestellen.
Gerne, wenn wir mit dem Bergischen Land fertig sind, kartieren wir Deutschland...und dann die ganze Welt
(das Zitat kommt mir von irgendwoher bekannt vor
)
Bei mir Stapeln sich Berge von Literatur. Meine Festplatte hat seit neuem konvexe Oberflächen...
Literatur:
Shoemaker, R.A. (1976): Canadian and some extralimital Ophiobolus species. Can. J. Bot. 54, p. 2365-2404.
Danke an Chris Yeates für die Beschaffung dieses Dokuments.
lg björn
Das erstaunlichste für mich ist allerdings Dein Portrait der Leptospharia acuta. Ich hätte nie geglaubt, dass ein "Allerweltspilz" so fotogen ist. Ganz großes Kino
Danke nobi, deine Kommentare sind mir sehr wichtig und verleiten dazu, so weiter zu machen wie bisher, bzw. es noch besser zu versuchen. Ich hab bei dem Kugelpilz genau dasselbe gedacht, es kommt wohl drauf an, wie man es anstellt. Mittlerweile habe ich ja etwas Erfahrung mit dem Fotografieren solch kleiner Pilze. Insbesondere ist es für das Makrofoto wichtig, dass man die Fruchtkörper nicht von oben fotografiert, da schlägt nämlich dann die Tiefenschärfe ein. Also hab ich mir angewöhnt, seitlich zu fotografieren. Das wiederum führt unter Umständen dazu, dass das Substrat auf eine ganz bestimmte Seite gelegt werden muss, leider manchmal ziemlich kompliziert. Ich hab mir überlegt, Knetgummi zu holen, um es besser fixieren zu können.
Mikroskopisch suche ich so lange Sporen, bis ich welche finde, die komplett in "gerade" in einer Ebene liegen, sodass jeder Teil scharf dargestellt werden kann. Das ist eine zeitaufwändige Sache.
Ich hab gestern den Kugelpilz quergeschnitten, das hier ist dabei rausgekommen:
lg björn
Hallo,
Fichtenzapfenrüblinge haben ihre Hauptsaison eigentlich zwischen November und April, ich denke also, dass du vor allem aufgrund der warmen Witterung etwas zu spät kommst mit den Rüblingen. Die gab es nämlich Ende 2011 und in diesem Jahr eigentlich relativ häufig zu sehen.
Da es in Nadelwäldern derzeit auch noch recht trocken sein sollte, sind die Ausbeuten wohl eher klein. Kommt aber drauf an, wo du herkommst, und wie sich in deiner Gegend die Temperaturen in den letzten 4-5 Wochen verhalten haben (sozusagen nach dem Frost).
lg björn
OK. Dann ist es wurscht, von welchem Standort ? Da reicht dann eine Probe von dem Stamm bei mir unten im Tal?
Genau.
Ja Kleve liegt leider nicht gerade zentral, deutschlandmäßig. Da muss man zwangsweise weit fahren (ich fahre selber mehr als 150km bis dahin, allerdings relativ kostenfrei mit dem Studententicket).
lg björn
Hast du es aufgegeben, mich nach Literatur zu fragen? ![]()
eigentlich liegst du erschreckend nahe an einer überaus umfangreichen Literaturquelle, nämlich genau dann, wenn sich mein Laptop in deiner Wohnung befindet.
Beim nächsten Mal können wir die Zeit auch gerne mal nutzen, um solche Dinge ausführlicher zu besprechen.
lg björn
Hm das heißt dann wohl, dass ich am Sonntag ein Messokular mitbringen müsste, um die Sporen abzumessen, oder aber ich hol mir das Teil zu mir und ich fertige wie immer Makro- und Mikrofotos davon an, dann wird sich schon rausstellen, was es genau ist ![]()
Ob ich Sonntag aber kann, muss ich noch abklären.
lg björn
Also ich würde sagen, Fichtenwälder sind bis auf wenige Arten (früh erscheinende Risspilze, Täublinge, einige kleine Becherlinge) relativ leer, sofern man nicht gezielt bestimmte Arten sucht.
Kiefernwälder haben einige Arten, z.B. bei Zedern der Zedern-Sandborstling (Geopora sumneriana). Lorcheln der Gattung Gyromitra (Frühjahrs-Lorchel, Riesen-Lorchel) könnten hier auch zu erwarten sein. Von Morcheln in Kiefernwäldern kann ich dir leider nicht viel berichten, da hab ich sie noch nicht antreffen können (zumal meine bisherigen Morchelfunde an einer Hand abzuzählen sind).
lg björn
Hallo,
bei Kleve findet am Montag, den 2. April 2012, ein Vortrag mit dem Titel "Even more interesting fungi" statt. Dieser wird von meiner Wenigkeit in einer Gaststätte (Räumlichkeit für etwa 40 Personen) im Sinne des Pilzvereins Kleve gehalten (genauer Ort wird noch bekannt gegeben).
lg björn[hr]
Achja, natürlich sei jeder eingeladen, dort auch hinzukommen ![]()
Hallo,
dafür muss man erstmal wissen, welche Frühlingspilze es so gibt, dann wo diese zu erwarten sind.
Relativ große Arten sind z.B. Mairitterlinge (Calocybe gambosa), Spitz- und Speisemorcheln (Morchella esculenta s.l.), Flatschmorchel (Disciotis venosa) und der Blasige Becherling (Peziza vesiculosa).
Diese alle sind relativ leicht kenntlich. Man findet Morcheln der Gattung Morchella gerne an Holzlagerplätzen, an frisch gemulchten Stellen, hinter alten Fabrikanlagen und dergleichen Standorte. Bisweilen werden auch Auenwälder (Erlen, Weiden, Ulmen) als Standorte von Morcheln beschrieben (Flatschmorchel, Speisemorchel).
Der Blasige Becherling wächst an Rindenmulch- und Misthaufen, bisweilen auch an Wegrändern in Laub- und Mischwäldern.
Alle genannten Arten bewegen sich im Speisewert zwischen eher wertlos und sehr schmackhaft (hab aber selbst noch keinen davon probiert, ist nur eine durchschnittliche Literaturangabe).
Giftige Arten gibt es im Frühling allerdings auch einige, insbesondere der Ziegelrote Risspilz (Inocybe erubescens). Dieser Pilz wächst auch an Wegrändern, unter Brennnesseln, in Laub- und Mischwäldern und ist erkennbar an vor allem alt rotbräunlich verfärbenden Fruchtkörpern mit braunen Lamellen (unbedingt auf die Lamellenfarbe achten, beim Mairitterling ist diese immer weiß bzw. weißlich).
Die Hochgerippte Lorchel (Helvella acetabulum) findest du auch an Waldwegrändern (meist Laubwald), und wenn du Glück hast, kannst du sogar die Schwarzweiße Becherlorchel (Helvella leucomelaena) bei Kiefern oder Douglasien antreffen.
Der Kiefernwald birgt im Frühling auch ganz kleine Spezialisten, einer davon ist der Kiefernnadel-Becherling (Desmazierella acicola) an feuchtliegenden Kiefernnadeln.
Weitere Frühlingsarten sind der Frühe Mürbling (Psathyrella spadiceogrisea), der Frühlings-Weichritterling (Melanoleuca cognata), der Raustielige Weichritterling (Melanoleuca verrucipes, an zusammengekehrten Laubhaufen), das Frühlings-Samthäubchen (Conocybe aporos), der Frühlings-Giftrötling (Entoloma vernum), der Rosastielige Gürtelfuß (Cortinarius vernus), der Frühe Ackerling (Agrocybe praecox), der Schildrötling (Entoloma clypeatum), der April-Rötling (Entoloma aprile) und der Voreilende Helmling (Mycena abramsii, an Laubholz).
Weiterhin gibt es unzählige Schlauchpilze, die oft sehr klein sind sowie Rindenpilze aller Art, sofern man abgestorbenes Laub- oder Nadelholz umdreht und sich näher anguckt.
Reicht das fürs erste?
Du kannst zu einzelnen Arten gerne nähere Infos und auch Fotos von mir erhalten, wenn du möchtest.
lg björn
Ne ich mein die Nectria ditissima an liegenden Eschenstämmen, meist zwischen der stark zerklüfteten Rinde. Haben wir bis jetzt zweimal an solchen Standorten gefunden.
Sehr schöne Doku von dir.
Wie man auf den Namen Flockenblumen-Schlangenwerferkugelpilz zurückgreifen kann ist mir ein Rätsel. Aber geil finde ich den schon.
Zu diesem Fund dann auch noch mal meinen ausdrücklichen Glückwunsch.
Macht mal weiter so.
Danke mausmann. Flockenblume ist einfach das Substrat, und Schlangenwerfer ist meine Übersetzung von "Ophiobolus". Daraus hab ich dann diesen Namen gebastelt.
Safari kommt aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie "Reise". Die komplette "Reise", die ich mittels meines Mikroskops gemacht habe, kann ich euch gar nicht zeigen, da ich in den letzten Tagen soviele Nebenfruchtformen und abgestorbene Kernpilzarten gefunden und untersucht habe, dass es ineffektiv wäre, sie alle hier zu zeigen.
Der rein makroskopische Unterschied zwischen Konidien- und Hauptfruchtformen ist nach wie vor fließend und führt immer wieder dazu, dass der Fokus auf die für uns relevanten Arten Irritationen unterliegt.
Wenn zudem noch Arten gefunden werden, deren Bestimmung trotz intensiver Nachforschungen nicht gelingen mag, dann könnte man meinen, dass "Kernpilzforscher" deprimierte Zeitgenossen sind.
Deprimiert bin ich aber nicht, im Gegenteil, angesichts der Erfolge, die man immer wieder macht und der Fortschritte, derer wir (Ralf und ich) uns erfreuen, blicken wir sicher in eine effiziente Zukunft, in der "irrelevante" Funde seltener werden sollten.
Leptosphaeria acuta, Zugespitzter Kugelpilz
Die "Mutter aller Kugelpilze". Für Sucher ein absolutes Muss, denn die Art fehlt im Frühling an keinem abgestorbenen Brennnesselstängel. Und zwar am besten an deren Basis. Einfach die alten Halme rauszupfen und absuchen. Finden sich schwarze Kügelchen mit etwas hervorstehender Spitze, dann ist es mit ziemlicher Sicherheit diese Art.
Acrospermum graminum, Gras-Flachkeulchen [Erstfund für NRW]
Eigentlich eine recht häufige Art, wer gezielt alte, abgestorbene Grashalme oder sogar die Blätter von Gräsern (wie in diesem Fall) absucht, wird schnell fündig. Allerdings sind die Fruchtkörper gerade mal etwa 1 mm hoch.
Gnomonia gnomon, Flacher Schnabelkugelpilz [pers. Erstfund, Erstfund für NRW]
An abgestorbenen, auch völlig trocken liegenden Blättern, gerne von Erlen, Hasel usw. Fruchtkörper bis etwa 0,5 mm hoch und bestehend aus einem winzigen, flachen Perithezium, aus welchem eine bis 0,5 mm lange Mündung heraussticht. Absolut typisch für ein Vertreter der sog. "Diaporthales": Die Sporenschlauchspitze (hier: in Kongorot gefärbt).
Ophiobolus ponticus, Flockenblumen-Schlangenwerferkugelpilz [pers. Erstfund, Erstfund für NRW, Erstfund für Deutschland]
Wie ich finde, eine überaus erfreuliche Überraschung. Wir haben also jetzt 2 Neufunde für Deutschland, beide an relativ ungewöhnlichen, sehr speziellen Standorten. Die relativ wenig bekannte Ophiobolus wächst an Wiesen-Flockenblumen (Centaurea jacea). Drei Präparate waren notwendig, ehe ich 2 reife Fruchtkörper von etwa 0,25 mm Breite gefunden habe. Hätte ich nach zwei Präparaten aufgehört, wäre es nix gewesen mit Neufund.
Phyllachora graminis, Grasbewohnender Stromakugelpilz [pers. Erstfund]
Ich hab mir an dieser Stelle gedacht, die schwarzen Flecken an Grasblättern (!) mitzunehmen, weil ich den Verdacht hatte, dass da ein Kernpilz dahintersteckt. Und in der Tat. Mit seinen 0,3 mm breiten Perithezien passt er so grade in das Blatt rein. Die Perithezien sind in ein schwarzes Stroma eingebettet, welches von beiden Blattseiten deutlich sichtbar ist. Arten der Gattung Phyllachora befallen ihre Substrate bereits im lebenden Zustand (hier allerdings war das Gras abgestorben).
Amphisphaeria aff. umbrina
Bis jetzt gibt es hierfür keinen anderen als den oben genannten Namen. Amphisphaeria umbrina kommt nach Barr (1994) am nächsten, insbesondere was die Sporengröße betrifft. Es gab an dieser Stelle das Konzept, alle didymosporen, unitunikaten Kernpilze in die Gattung Amphisphaeria zu stecken.
Ophiobolus ponticus ist für das Bergische Land zu listen. Alle anderen Arten wurden bei mir heute gemacht.
lg björn
[hr]
Ich muss natürlich korrigieren: Amphisphaeria aff. umbrina wurde auch im Bergischen Land gefunden, und zwar an Kirsche (Prunus). Ich hab soeben im Ascofrance-Forum den Hinweis erhalten, dass es vielleicht Amphisphaeria vibratilis sein könnte, der von Wang (2004) auch tatsächlich an Prunus beschrieben wird. Allerdings enthielten alle Perithezien nur unzureichend Asci und Sporen in reifem Zustand...daher lässt sich weder eine Aussage über die Hülle, noch über eventuelle Reaktionen mit Melzer oder Lugol machen, oder gar ob die Sporen bei endgültiger Reife nicht doch fein warzig punktiert erscheinen. Beim nächsten Mal vielleicht, Standort unbedingt im Auge behalten.
Ich schließe mich Jürgen voll und ganz an, ich sehe auf den Bildern die gleichen Arten.
lg björn
Gut geschnitten. Die beiden letzten Fotos sind so schon sehr gut brauchbar, sollten aber vielleicht noch etwas heller sein, damit die unterschiedlichen Farben rauskommen.
Wenn wir das jetzt bei der N. ditissima machen, schicken wir dem Christian ein Bild davon.
Die Nectria an Kernpilzen dürfte N. magnusiana sein. Die ist von der Farbe her eigentlich oft mehr braunrot als rot.
lg björn
Teste mal die Ascusspitzen auf Lugol oder Melzer. Wenn die sich blau färben, ist das eine Art der Gattung Amphisphaeria.
lg björn
Psathyrella spadiceogrisea, der Frühe Mürbling. Ein schöner Fund, das zeigt wohl, dass jetzt bald größere Pilze kommen werden ![]()
gruß björn
