Beiträge von bwergen

    Hallo Björn,


    du musst dein Bild hochladen, und zwar z.B. hier: http://www.picr.de


    Am besten auf 800x600 verkleinern und den Link zum Foto einfach hier reinkopieren.


    Willkommen im Forum ;)


    Ich komm mir vor, als würd ich jetzt schon Selbstgespräche führen...


    lg björn


    Das Ohr sieht nicht mehr richtig...Hypholoma capnoides, im Nadelwald.


    H. capnoides wächst nahezu ganzjährig, wenn die Witterung stimmt. Und momentan haben wir ein novemberartiges Wetter, das mag die Art eigentlich ganz gerne.


    lg björn


    edit: Du kannst ja mal eine kleine Geschmacksprobe machen. Einzig in Frage käme noch der Ziegelrote Schwefelkopf (H. lateritium), dessen Hut aber weit mehr rötlich sein sollte und der sehr bitter schmeckt. Falls der Pilz mild schmeckt: definitiv H. capnoides.

    Das ist Lasiosphaeria ovina, hier relativ eindeutig. Vorsicht aber, falls du solche Fruchtkörper an Dung findest. Dann handelt es sich nämlich um Cercophora coprophila. Die sehen sich makroskopisch sehr ähnlich.


    Lasiosphaeria ovina ist ein typischer, häufiger Holzpilz (meistens entrindetes Laubholz in Auwäldern), der an den schwarzen Perithezien mit der weißlich wolligen Oberfläche gut erkennbar ist. Einzig die Perithezienmündung zeigt die eigentlich dunkle Farbe des Fruchtkörpers.


    Mikroskopisch fallen Lasiosphaeria bzw. Lasiosphaeris und Ruzenia-Arten durch mehr oder weniger stark abgewinkelte Sporen auf. Die ähnliche Lasiosphaeria lanuginosa unterscheidet sich makroskopisch durch weniger wollige Perithezien und mikroskopisch durch oft einseitig verdickte und mehrfach gekrümmte (nicht einfach abgewinkelte) Sporen.


    lg björn

    Ne die gleiche war es wohl eher nicht, aber ich denke mal, dass die Teile ein paar Monate alt werden können (wachsen etwa zwischen März und Juli). Genauere Beobachtungen habe ich da allerdings nicht gemacht, ich habe lediglich den Fruchtkörper genauer untersucht, eben diesmal auch mikroskopisch (konnte ich damals noch nicht).


    Mikroskopisch fällt die Ähnlichkeit zu Nectria auf. Die einfach mittig septierten, hyalinen Sporen erinnern an N. ditissima, eher noch als denn an eine Hypocrea, deren Sporen erstmal meist grünlich und dann auch noch eher kugelig sind und bei Reife in zwei Einzelsporen zerfallen können. Trotzdem: Der Pilz gehört in die Familie Hypocreaceae, nicht Nectriaceae.


    Die Trollhand auf dem ersten Bild habe ich übrigens nicht abgeschnitten, die war unten rechts etwas angefressen, denke ich mal. Vielleicht von der bösen Trollschnecke?


    lg björn

    Gegen P. stipticus spricht nichts. Du kannst den Pilz relativ gut an dem seitlichen oder mindestens "exzentrischen", oft büscheligen Wachstum, den braunen Lamellen sowie dem Standort (überwiegend, wenn nicht fast ausschließlich Eiche) erkennen.


    Falls du weiße, ähnlich große Pilze mit weißen Lamellen an Nadelholz findest, kannst du mal Richtung Panellus mitis gucken. Den lernst du sicher auch noch kennen.


    lg björn


    Björn: Ja es handelt sich genau wie Du sagst, um Mikrometer (ich kann das "Mü" auf meiner Tastatur nicht finden) Die Sporen sind elyptisch und es handelt sich um Länge und Breite, und natürlich nicht um einen Durchmesser (der ist ja nur beim Kreis). Die Menge der Sporen habe ich nicht gezählt, es sind aber sehr viele. Leider kann ich kein Foto machen davon, muss zuerst noch ein Fototubus ergattern oder ein fotookular für Digifotos. Ausserdem habe ich die Grösse geschätzt und nicht mit der Messskala abgeglichen. Und ausserdem habe ich ja gesagt, dass ich hier mit der mikroskopischen Bestimmung der Arten erst am Anfang bin...Danke und Gruss


    Ok ok, immer ruhig, ich werd auch nicht weiter bohren :D


    cool bleiben.


    lg björn

    Ich hab zwar T. aurantia noch nicht selbst beobachtet, mir fallen aber immer wieder die gut sichtbaren Schichtpilze der Gattung Stereum auf, während T. mesenterica oft von unscheinbaren Zystidenrindenpilzen (Peniophora) umgeben ist. Ich denke mal, das wird hier auch der Fall sein.


    Zur Gallertträne lässt sich nur soviel sagen, dass an Laubholz eher mit D. capitatus zu rechnen ist. Könnte allerdings regional wieder unterschiedlich sein, bei mir jedenfalls findet sich diese Kopfige Gallertträne regelmäßig an Buchenästen ein, während D. stillatus nahezu auf Nadelholz begrenzt zu sein scheint. Mikroskopisch wäre man wie so oft auf der sicheren Seite.


    lg björn

    Gyromitra ancilis wird schon ok sein. Du kannst den Fruchtkörper ja mal beobachten, im Alter dürfte er ziemlich abflachen...deshalb auch der Name "Scheibling, Scheibenlorchel".


    Der botanische Name verrät die Verwandtschaft mit der Frühjahrslorchel, obwohl diese morphologisch ganz anders aussieht. Grob gesagt: Evolutionstechnisch hat hier der Übergang von becherförmigen Pilzen zu gestielt becherförmigen und schließlich zu gestielt "gehüteten" (Hut: kraus, wellig oder mit wabenartigen Vertiefungen) Fruchtkörpern stattgefunden. Ein Vorgang wie dieser hat parallel in verschiedenen anderen Pilzgruppen stattgefunden, auf ähnliche Weise mit demselben Ziel.


    lg björn

    L. macrotrichus hätte ich auch gerne. Vielleicht ergibt sich demnächst was, hab diese Woche wieder viel zu tun, deshalb könnte es nächstes WE nicht klappen.


    lg björn

    Hallo,


    der heutige Osterausflug führte mich in das Moosbrucher Moor, gelegen mitten in der tiefsten Eifel auf etwa 500m Höhe. Das Gebiet ist recht groß und besetzt mit Weiden, Birken, vereinzelten, uralten Kiefern und jede Menge Binsen, Seggen, Rohrkolben usw.


    Heute waren es dort etwa um die 10 Grad bei leichtem Nieselregen, also durchaus für gute 4 Stunden auszuhalten.


    Das Moosbrucher Moor ist eines der sogenannten Maare, Reste von erloschenen Vulkanen, die heute meistens als kreisrunde Seen zu bestaunen sind (z.B. Pulvermaar). Dieses "Maar" jedoch ist versumpft und liegt brach.


    Schon 2004 konnte ich dort zusammen mit einer Exkursionsgruppe von der Uni Bonn aus einige persönliche Erstfunde verzeichnen, darunter auch die Trollhand, die von Andreas in Norddeutschland ausgiebig gesucht wurde. Mir ist im Westen Deutschlands nur diese eine Stelle in Rheinland-Pfalz in diesem Moor bekannt.


    Ich hab mich natürlich umgesehen und euch ein paar Eindrücke es Moosbrucher Moor mitgebracht:






    Ein Paradies für Flechten





    8 Jahre später...


    ...sie ist immer noch da :D


    Hypocreopsis lichenoides, Trollhand







    YEAH, Frohe Ostern!


    Hallo Björn !
    Danke für die Bestimmungshilfe
    Was ist denn besonderes am Skleotienporling , den finde ich als öfters mal dieser hier stand auf dem Boden hätte ich da vielleicht mal buddeln sollen um das Skerotium zu betrachten ?
    Gruss Hary


    Hättest du machen können. Der Sklerotienporling ist relativ selten, ich hab ein Exemplar bei mir im "Herbarium" liegen, hab den aber nicht selbst gefunden.


    Interessant, dass der bei dir öfter vorkommt.


    Also bei einer 400 fachen Vergrösserung habe ich die Sporen wie folgt festgestellt: ca. 3-4 Mm und Durchm ca 2.5 Mm. Daraus entnehme ich den Angaben aus Deinem Link, dass es sich um F.vel. handelt.



    Sind die 3-4 Mm jetzt Mikrometer als Maßeinheit oder sind das die Striche, die du gezählt hast? Und meinst du mit Durchmesser die Breite?


    lg björn

    Ja ich glaub, einen Fruchtkörper der Nebenfruchtform habe ich auch gesehen, der sah merkwürdig "biscogniauxia-artig" platt aus...werd ich morgen mal nachgucken.


    Danke für den Hinweis, das motiviert zusätzlich, auch noch die Nebenfruchtform aufzusuchen :D[hr]
    Achja, die Mikrodaten. Das wird es immer mal mit, und immer mal ohne geben. Letztlich bekommen aber ALLE "Hauptmikrofotos" auch die Messungen verpasst, darüber solltest du dir keine Sorgen machen, insbesondere, falls ich irgendwann mal die Bilder für etwas wichtigeres als dieses Forum hier benutze (sorry Forum) :D

    Ich dachte mir, bevor ich mich auf die Suche nach der Cucurbitaria an Berberitze mache, schaue ich nochmal kurz bei den Birken vorbei. Dabei ist mir ein kleiner Kernpilz aufgefallen, der geschnitten seltsam abgestorben aussah, jedoch trotzdem vereinzelte, schwarze Perithezien enthielt. Je nach dem, wie man schneidet, sieht man nur die dunkelgraue Stromamasse, in welche die 0,2 mm breiten Perithezien eingebettet sind.


    Die Art fällt vor allem durch ihre Sporen auf, und erinnert dadurch etwas an Dictyoporthe bipapillata (der Pilz aus der Schweiz). Die "Zellen" innerhalb der Sporen können nämlich auch noch durch eine Längsteilung getrennt sein.


    Pseudovalsa lanciformis [pers. Erstfund]




    nobi_†: ich werde deine anderen "Birkenpilze" noch aufsuchen...einen nach dem anderen :evil:


    Sehr hübsch.:thumbup:


    Bringt mich sofort zu der Frage ob das "nur" was für ´s Auge ist, oder ob man damit auch Bestimmungsmerkmale hervorheben, bzw. herbeiführen kann.


    Die Blaufärbung von (operculaten) Ascusspitzen oder auch ganzen Ascuswänden ist ein Merkmal für eine ganze Familie: Pezizaceae. Nur: Thecotheus ist keine Pezizaceae, sondern eine Art der Familie Ascobolaceae.


    lg björn

    Hallo,


    Ralf hatte ja vor ein paar Tagen die Thecotheus pelletieri gefunden. Was er nicht wusste: Der sonst unscheinbar weißliche Pilz mit den durchsichtigen Strukturen verwandelt sich bei Zugabe von Lugol zu einem Feuerwerk aus regenbogenfarbenen Sporenschläuchen :D