Beiträge von bwergen

    Hallo,


    die Mollisia würde ich erstmal in Richtung M. benesuada vermuten, da sie AUF der Rinde drauf wächst anstatt nur auf bloßem Holz (bzw. aus der Rinde herausbricht). Für gewöhnlich besiedelt M. benesuada Salix oder Alnus. Nochmal: Das sind MUTMAßUNGEN, keine Bestimmungen :P


    Ne Bestimmung ist z.B. wenn ich dir sage, dass du da Phaeolus schweinitzii gefunden hast.


    Und evtl. Laccaria tetraspora (L. laccata ist in vielen Gegenden eher selten).


    lg björn


    Ein Perl oder Pantherpilz tippe ich mal


    Der Pilz rötet, hat nur eine knollige Stielbasis ohne "Blumentopf" und die Hutoberfläche hat wohl mehr rötlichbraun als mausgrau. Ich würd sagen, dass das ein Perlpilz wird, wenngleich man bei ganz jungen Exemplaren vorsichtig sein sollte.


    Pantherpilz ist es aber sicher nicht.


    lg björn

    Hallo,


    ich würd am ehesten eine Art der Gattung Lepiota oder Leucoagaricus vermuten. Nicht wenige von denen wachsen in Blumentöpfen und sogar in geschlossenen Räumen (z.B. im Terrarium).


    Ohne weiteres lässt sich dieser hier nicht bestimmen. Evtl. muss er gar mikroskopiert werden.


    lg björn

    Also Ralf, der Fund sieht doch nicht aus wie P. sepiatra, guck dir doch die Form und die Farbe an :D


    Ich hab mal in die Nachbargattung Pachyella geguckt, aber ich glaub nicht, dass da eine passende Art drin ist. Ich glaub schon, dass das hier wieder eine Peziza ist. Müsste ich mir am Donnerstag angucken.


    lg björn


    Tremella mesenterica ist der Gelbe Zitterling, Kristall-Zitterling wäre mir als deutscher Name ziemlich fremd und unlogisch. Vielleicht ist damit eher der Myxarium nucleatum (Körnchen-Drüsenpilz) gemeint?


    Damit es weniger unlogisch wird: Kristall-Zitterling ist der deutsche Name für die hyaline Form des Gelben Zitterlings (T. mesenterica).


    lg björn[hr]
    Achja, Ditiola peziziformis kannst du ausschließen, Mausmann, dieser hat mindestens jung eine weißliche Außenseite und ist zudem etwas größer.


    Werd ich bei der nächsten email erwähnen ja, ich habs mir aufgeschrieben.


    Für mich macht es den Eindruck als ob zu stark gequetscht worden wäre. Das hab ich bei scolecosporen Ascomyceten des öfteren, nur da sind die Sporen oft fädig dünn und daher zerbrechlich. Hier scheint ein größerer Druck vonnöten gewesen zu sein.


    Eine andere Erklärung fällt mir gerade dazu nicht ein.


    lg björn

    Die hier dargestellte Art, L. ogilviensis, ist Leptosphaeria maculans. Dieses habe ich erst nach weiteren Funden dieser Art durch genauere Studien herausfinden können (da hatten sich gleich mehrere Experten im ascofrance-Forum geirrt, ehe ich sie darauf hingewiesen hab, dass die Bestimmung falsch ist).


    Somit die Bitte an Ralf, dieses in der Liste zu ändern.


    lg björn

    Hallo,


    Beschreibungen können bisweilen beträchtlich variieren. Ich denke dass dein Pilz Calvatia utriformis, Hasenstäubling, ist. Es gibt noch 2 weitere Calvatia-Arten, C. cyathiformis mit reif violettlichem Beiton im Sporenpulver und C. booniana welche vorwiegend im Mittelmeerraum auf Sandboden erscheint und eine gröber strukturierte Oberfläche hat.


    lg björn

    Für mich einer der erstaunlichsten Funde, ist diese Art normalerweise doch tieforange. Wie ich von Björn erfuhr, gibt es aber auch eine rein weiße Farbvariante. Wie nach Björns Worten zu erwarten, bestätigte sich das unter dem Mikroskop.


    Sagen wir es mal so: Ich hatte eine weiße Form bis jetzt nur auf Fotos gesehen, aber von Scutellinia scutellata. Eine weiße Form von crucipila gab es meines Wissens bis jetzt nicht bzw. davon hab ich noch nie gehört.


    Jetzt gibt es sie :D

    Also


    1-2 dürfte wieder die violette, von mir provisorisch als "P. subviolacea" bezeichnete Art sein


    4, 9, 10 und mögl. auch 5 ist Peziza sepiatra


    6-8 könnte was neues sein, obwohl ich eher auch an ältere P. subviolacea denke. Dürfte aber mikroskopisch schnell zu klären sein, was das ist.


    Bei solchen violetten oder violettbraunen sollte man immer auch in Richtung Boudiera oder Marcelleina schielen. Und vor allem sollte man jede Kollektion untersuchen, auch wenn jedes Mal Pezizarauskommt. Irgendwann hat man dann einen Treffer, und der kann ein Neufund sein.


    Boudiera areolata hatte ich einmal in der Drover Heide auf etwas lehmig-sandigem Boden (Heideboden). Die Grube Cox ist stellenweise recht gut geeignet dafür, an manchen Stellen aber auch etwas zu sandig (z.B. an dem Mountainbike-Hügel), sodass dort andere Arten auftreten wie etwa Leucoscypha patavina.


    Hinter den Seltenheiten aus den Gattungen Boudiera, Marcelleina, Spooneromyces, Boubovia, Scabropezia oder Moravecia bin ich natürlich ganz besonders her. Da werd ich kommenden Donnerstag auch nochmal was drüber erzählen und dir eine Zusammenstellung für die Bestimmung machen, falls du sowas mal ohne mich vorfindest.


    lg björn


    Ja 11. dürfte auch dein Fund sein, nur war diese Kollektion leider unbrauchbar, ich konnte sie nicht mehr untersuchen. Ralf wird sich aber evtl. dransetzen, einen Neufund zu machen, bzw. ich werde nächste Woche weitere Exemplare einsammeln (hoffentlich), um diese dann sofort zu untersuchen.


    lg björn

    Hallo,


    die Bilder sind etwas "unpraktisch". Aber zu sehen ist ein recht groß gewachsener, stark vertrockneter Pilz, der wohl ein Echter Hausschwamm sein sollte. Hier kommt es insbesondere auf die Dicke der Fruchtkörper an, was natürlich bei solchen Exemplaren nicht leicht messbar ist (besser frische Fk).


    lg björn

    B. fusispora ist neu in der Gattung, die mittlerweile noch durch B. tetraspora (= Octospora t.) erweitert wurde. Byssonectria fusispora war bislang unter "Inermisia fusispora" bekannt. Ich weiß den Nordic Macromycetes nicht auswendig aber sehr wahrscheinlich wirst du ihn unter diesem Namen finden.


    Literatur:
    Bestimmung der Gattung: Benkert (1988), 55/56; Dennis (1981), S.
    2, 32 u. 50; Hansen u. Knudsen (2000), 55, 86 u. 92; Korf (1973), 277 u. 276 (Pseudocollema).


    Abbildungen: BC 21/1027; BK 1/102; Boud 340 u. 394; Brummelen (1995), 8 (nebenbei mit abgebildet); C 2931; Cooke, Mycographia 29, 32, 33, 46, 230 u. 360; Fungi non delineati 18, 31-33, 2002; Gulden, G. et al., Arctic and Alpine Fungi 4, Oslo 1992, 29; Medardi, 98 u. 119; RH 631; Schmid 1/2; BGMB 47(1), 43, 2004 (als Leucoscypha); BKPM 14, 104, 2005; Mycol. Bavar. 1, 54, 1996; 11, 45, 2010; Riv. Micol. 48(3), 259, 2005 (als Leucoscypha); Svampe 41, 42, 2000; Tintling 8(4), 19, 2003; 10(4), 25, 2005; 14(1), 22-23, 2009


    Erstbeschreibung (ersatzweise): Zur Definition der Gattung nehme man die moderne Literatur über Inermisia: Rifai (1968), 198 (Inermisia)
    Lit.: Benkert, D. (1988), Bemerkenswerte Ascomyceten, Gleditschia 15, 173-187
    Caillet, M. u. G. Moyne ("1989", p. 1991), Clé de détermination du genre Octospora et des genres voisins, Bull. Soc. Hist. Nat. Doubs 84, 9-24 (Schlüssel; als Inermisia)
    Chmiel (2006), 23
    Dennis, R.W.G. u. H. Itzerott (1973), Octospora and Inermisia in Western Europe, Kew Bull. 28, 5-23
    Hohmeyer, H.H. (1988), Die Gattungen der Tribus Aleuriae, Mitt. APN 6(1), 11-31
    Kullman, B. (1998), Two sibling species of the genus Byssonectria, Mycotaxon 69, 199-207
    Maas Geesteranus (1969), 23
    Pfister, D.H. (1993), A synopsis of the North American species of Byssonectria, Mycologia 85, 952-962; Pfister, D.H. (1995), A further note on Byssonectria, Mycotaxon 53, 431-432
    Yao, Y.J. u. B.M. Spooner (1996), Notes on British species of Byssonectria, MR 100, 881-882.


    lg björn