Beiträge von bwergen

    Sieht nach Nebenfruchtform aus, ein Kernpilz hätte sichtbare Perithezien im Querschnitt.


    Welche, weiß ich aber ohne genauere Untersuchung nicht.


    Müsste man übers Jahr mal beobachten, ob da ne Hauptfruchtform rauskommt.


    lg björn

    Isaria umbrina ist zusammen mit Hypoxylon fragiforme sehr häufig zu finden, und zwar zwischen März und Juni. Danach verschwindet das Konidienstadium allmählich und geht in ein reines Ascusstadium über.


    lg björn

    Hallo Ralf,


    schöne Präsentation. Bei den unsicheren Arten wie Entoloma cf conferendum (von dir als E. cetratum bezeichnet) würde ich jeweils ein cf dazwischen schreiben. Das gilt auch für Melastiza, Mycena cf silvae-nigrae (von der wir ja mittlerweile wissen, dass es M. stipata sein dürfte) usw.


    lg björn

    Also einen Risspilz würde ich schonmal ausschließen. Es gibt diverse Rötlinge (Entoloma) mit solchen Hutfarben und vor allem mit der eingewachsen faserigen Oberfläche (die dann auch entsprechend aufreißt). Die Lamellen scheinen zudem eher hell zu sein.


    Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Pilz giftig ist, liegt nach meiner Schätzung bei ~ 10%. Trotzdem: lieber nicht essen, Pilze können vielfach auch roh giftig sein.


    Ich würd mal Entoloma lividoalbum sagen, aber eine Festlegung geht gar nicht weil zuwenig Merkmale gezeigt werden.




    lg björn

    Hallo,


    dein Pilz sieht insgesamt aus wie Xerocomus pruinatus, eine verwandte Art des Rotfußröhrlings. Sowas ist bisweilen nur mikroskopisch bestimmbar, sofern man die verschiedenen Varianten nicht schon hunderte Male gesehen und bestimmt hat ;)


    lg björn


    PS: Marone würde beim Überschneiden ziemlich schnell blau werden. Der "normale" Rotfußröhrling auch, aber wesentlich schwächer. Diese Variante hier tut das nicht, sie wird aber von der Stielbasis her rötlich.

    Hallo Jorge,


    ist gar nicht so einfach mit S. heterosphaera, weil so genaueres weiß ich darüber auch noch nicht, außer eben den eigenen Daten. Momentan sitzen da ein Franzose und ein Kroate an der genetischen Untersuchung. Ich geh mal bis jetzt davon aus, dass die Funde aus dem Bergischen Land sowie der aktuelle Fund aus der Nordeifel zu genau dieser Art passen.


    Grund: Es gibt nicht ganz soviele rundsporige Scutellinia-Arten. Darunter S. trechispora, S. legaliae, S. barlae.


    S. barlae hat Randhaare bis etwa 350 µm Länge und ein mehr hügeliges Sporenornament. Die Sporen sind glaub ich zudem meist über 20 µm groß.


    S. legaliae hat ein spitzstacheliges Ornament mit vereinzelt längeren Stacheln, welche auffallend hakenartig gekrümmt sind. Dadurch erinnern die Sporen schon etwas an die Protuberanzen der Sonne. Die Haarlänge ist mir nicht bekannt, da ich die Art noch nicht nachweisen konnte. Sie ist aber anhand der Sporen kenntlich.


    S. trechispora haben wir hier im Forum bereits gezeigt (Pilzfestivals durchgucken). Diese hat ein zahnradartiges Ornament und wesentlich längere Haare (bis 1000 µm).


    So und schließlich gibt es demnächst eben die S. heterosphaera mit recht variablem, aber nie zahnradartigem oder "protuberanzoidem" Ornament, einer Größe zwischen 16 und 20 µm (damit also kleiner als S. barlae) sowie einer Haarlänge zwischen 300 und 600 µm. Das von uns/mir untersuchte Ornament reicht von markant hügelig/warzig bishin zu spitzstachelig.


    lg björn

    Hallo,


    ich arbeite gerade an einer kleinen Testreihe mit dem Stacken von Bildern und der maximal möglichen Vergrößerung, um Sporenoberflächenornamente besser sichtbar zu machen.


    Als Versuchspilz musste Scutellinia heterosphaera nom. prov. herhalten. Diese ist eine noch nicht offiziell beschriebene Art.


    Scutellinia heterosphaera, Makrodarstellung



    Mikro, etwa x1800


    Mikro, etwa x4150


    Mikro, etwa x9500


    Die Sporen sind 16-19,5 µm groß und zumeist kugelrund.


    lg björn

    Bei dem Tintling bin ich neugierig. Es wird momentan aufgerufen, auf Brandstellen den Tintling Coprinopsis piepenbroekorum zu suchen, der erst neulich beschrieben und nur 3 mal überhaupt gefunden wurde.


    lg björn

    Ästchen-Schwindling ist völlig korrekt. Gerade auf Lärchenzweigen ist diese Art ein Massenpilz.


    Der erste unbekannte da ist Entoloma cetratum.


    Die Scutellinia hat makroskopisch deutlich sichtbare, abstehende Randhaare, und mikroskopisch würd ich es immer noch nicht glauben, dass sie nur 300 µm sind. Für mich ist das keine barlae. Die sieht makroskopisch schon anders aus. Es gibt ja auch noch armatospora (von manchen Autoren mit trechispora synonymisiert).


    lg björn

    Ich möchte nur kurz die Bilder von den Pilzchen zeigen, die Malone mir zugeschickt hat. Davon ist die Mollisia übrigens noch unbearbeitet, da diese noch "haltbar" ist.


    Bestimmbar, bzw. sicher bestimmbar waren die Arten aufgrund ihres Zustandes leider nicht mehr. Daher lasse ich hier nur die Bilder wirken, ich denke mal alles andere wäre auch nicht sinnvoll.






    Zuletzt habe ich hier noch die kleine Peziza subisabellina aus dem Bergischen Land. Verblüffend erscheint hier der Unterschied zu dem größeren Fk aus Pilzfestival 21. Dennoch: SO wie hier abgebildet hatte ich mit P. subisabellina eigentlich vorgestellt, denn so kenne ich ihn von diversen Bildern aus der Literatur.




    lg björn[hr]
    Übrigens: Die Spore oben rechts auf dem vorletzten Mikrofoto keimt aus. Die insgesamt sehr unregelmäßig geformten Sporen und die überwiegend deformierten Paraphysen ohne vakuolären Inhalt sprechen eine deutliche Sprache, nämlich dass der Fk mehr als überreif war :D


    Die Untergattung kann ich dir verraten: Inocibium. Das ist sozusagen Kopfrechnen, braucht man nicht groß aufschreiben.


    Danach Zystiden gucken. Das wird der Bestimmung einen erheblichen Sprung nach vorne verschaffen.


    Begrenzt, ALLES ist nicht möglich, Pholiotina ist keine eigene Gattung, wohl aber eine mittlerweile anerkannte Untergattung von Conocybe. ;)


    Dein beringter Pilz könnte entweder C. blattaria oder C. arrhenii sein. Der andere Pilz, den du da umgelegt hast, hatte der auch einen Stielring? Der sieht von der Form und der Stieloberfläche anders aus (eher wie z.B. Conocybe tenera).


    lg björn

    Wenn es denn ein Risspilz ist, dann würde ich doch als erstes mal nach Zystiden schauen. Diese sind extrem wichtige Bestimmungsmerkmale, ohne die bei den Risspilzen fast nix geht, sofern man nicht häufige Arten schon makroskopisch erkennen kann.


    Also: Cheilozystiden an der Lamellenschneide, Pleurozystiden auf der Lamellenfläche und Kaulozystiden auf der Stieloberfläche suchen und zeigen. Dann helfe ich dir gerne weiter ;)


    Auch wenn die Hoffnung auf Erfolg bei diesem hier bei 0 liegt, nach meiner Einschätzung. Es geht auch kaum etwas ohne frische Exemplare in sämtlichen Altersstufen.


    lg björn

    Hallo,


    Korfu wird um diese Jahreszeit ziemlich trocken sein oder?


    Du kannst z.B. folgende Arten finden:


    Wetterstern (Astraeus hygrometricus)
    Gitterling (Clathrus ruber)
    Bellin's Schmierröhrling (Suillus bellinii)
    Amanita codinae
    Amanita vittadinii


    usw


    Als Literatur könnte man z.B. CETTO empfehlen, da sind zahlreiche mediterrane Arten drin.


    lg björn[hr]
    Ich würd dir weiterhin empfehlen, Fotos von den Pilzen zu machen, die ihr da unten findet. Die würden mich nämlich interessieren, vllt kann man da einige von bestimmen ;)

    Zufälligerweise habe ich im Moment etwas über die Gattung "Amanita" gelesen und es scheint tatsächlich so zu sein, dass der Begriff "Knollenblätterpilz" (mancherorts?) das gleiche bedeutet wie "Wulstling", nämlich die Gattung Amanita.


    Eigentlich ist es ganz einfach: Gerhardt (1997) aufschlagen, S. 16 gucken ;)