Beiträge von Uwe58


    Da ich sehr vorsichtig bin möchte ich jetzt gerne eure Meinung hören(lesen).
    Anbei die Bilder und danke im Voraus für eure Hilfe.
    Gruß
    Hans


    Hallo Hans
    Vorsicht ist immer gut. Im milden Winter wachsen ja auch Trompetenschnitzlinge, Flämmlinge, Gifthäublinge und noch einige mehr.
    Deine Funde sind aber Samtfußrüblinge. Sogar im besten Alter! :thumbup: Es sind an solchem Holz mehrere fast identische Arten möglich. Aber die sind alle zum Essen, darum kann dir die genaue Art egal sein.
    Ganz wichtig ist immer das Vorhandensein eines samtigen Stieles ohne Ring. Jung ist er hell und im Alter fast schwarz. Natürlich mußt du auch alle weiteren Merkmale beachten.
    Ganz gefährlich wird es bei einem silberigfaserigem Stiel mit Ring. Das wäre dann der tödlich giftige Gifthäubling.

    Grundkurs Pilzbestimmung
    Rita Lüder; Quelle & Meyer Verlag, 4. Auflage (2015), 470 Seiten, ca. 24.95 €
    ISBN 978-3-494-01667-2


    Angaben zu ca. 400 Pilzen, gute Beschreibungen, Photos im Schlüsselteil teils rel. klein, im Artenteil hervorragend; Register d / lat.
    Leichtfassliche Einführung in alle Themen rund um Pilze, im hinteren Teil Portraits der beliebtesten Speisepilze und giftiger Verwechslungskandidaten. Im Zentrum steht der Schlüssel, dem Gabelschlüssel wird man nach Beantwortung der Fragen zur richtigen Gattung geführt; da nur ca. 400 Pilze erfasst sind, gelingt die Bestimmung öfters nicht bis zur Art. Für Einsteiger ist die Klärung der Fragen zu den Bestimmungsmerkmalen im Schlüssel oft herausfordernd (Sporenpulverfarbe, Gesamt-/Teilhülle, auf Holz wachsend...) und man läuft Gefahr, eine falsche Fährte zu verfolgen.
    Einsteiger :thumbup: :thumbup: :thumbup: / Fortgeschrittene :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Hallo


    So wirklich gefällt mir die Auflistung nicht.
    Du gibst Punkte für Anfänger und Fortgeschrittene. Wann ist jemand "Fortgeschrittener"? Jeder wie er sich fühlt? Mit 50 oder 100 sicher bestimmbaren Pilzen bist du noch kein wirklich Fortgeschrittener. Früher gab es mal 5000 bis 6000 Großpilzarten (wie auch immer die definiert sind). Wie viele genau, kann heute keiner sagen. Selbst die wahren Spezialisten nicht.


    Aber was an geballtem, leicht verständlichem Wissen in dem kleinen Buch von Rita Lüder steht, das ist schon genial. Ein Anfänger braucht Grundwissen und nicht zuerst "Schlüssel". Das ist das ideale Anfängerbuch.


    Viele gelistete Bücher sind nur noch gebraucht zu erwerben, teilweise mit Wucherpreisen.
    Besser wäre die Auflistung danach zu sortieren. In den aktuellen Büchern für Anfänger fehlt unbedingt noch das: https://www.amazon.de/grosse-K…%C3%A4ngern/dp/3440084574
    Bei den Gebrauchten sollte man die Bücher von Rose Marie Dähncke nicht vergessen.


    Für richtig Fortgeschrittene gibt es dann noch andere Bücher, aber nicht zu den Preisen wie die Obigen (außer Pilze der Schweiz).

    Hallo
    Nach Weihnachtseinkäufen und üppigem Mittagessen war ich mal an die Ostsee gefahren. Dort war es so langweilig, daß mir nichts anderes übrig geblieben ist, als mal in die Dünen zu schauen. Der erste Schnee und Frost ist schon wieder Vergangenheit. Mal sehen was so wächst.
    Die Dünenstielboviste stehen immer noch.



    Die Grauen Stäublinge sind auch schwer vergänglich.



    Auf kleinem Kiefernzapfen ein paar kleine Rüblinge.



    Häublinge im Moos findet man immer in milden Wintern.



    Die Amiant- Körnchenschirmlinge haben den Frost auch überstanden.



    Aber jetzt ein Porling.
    Größe 4 cm
    Vermutlich alter Kiefernstubben
    Geruch kräftig nach Marzipan
    Der Pilz ist weich, elastisch und einfach zu schneiden.
    Das Fleisch ist braun wie bei Harzporlingen
    Die Poren sind winzig aber haben verschiedenste Formen
    Das Umwachsen von Nadeln und Gräsern ist kein Problem
    Farben von oben wie bei Harzporlingen




    Das ist ein super Angebot, dann dürfte ich mal nicht im Herbst nach Bornholm fahren.

    In den Lärchenforsten der Mittel- und Hochgebirge ist der Lärchenschneckling eine Charakterart und, wenn man ihn kennt, unverwechselbar.


    Liebe Grüße vom Nobi


    Danke Nobi
    Dann muß ich wohl mal einen Urlaub in den Bergen machen ....

    Hallo

    Mal eine Frage, weil ich noch nie einen Lärchenschneckling finden durfte. Woran macht ihr die Bestimmung fest. Warum kann es nicht auch ein Goldgelber Frostschneckling[font="Arial"] (Hygrophorus hypothejus var. aureus[/font] ) sein?


    Dieser Pilz scheint auch interessant zu sein, mit möglicherweise immunstabilisierender Wirkung. Ein Goldgelber Zitterling?


    Hallo,


    da kann ich nichts zu sagen.
    Das beste für Dein Immunsystem ist, wenn Du stundenlang draußen unterwegs bist.


    Hallo
    Da gibt es nichts hinzu zu fügen. :thumbup: Bewegung an frischer Luft und viel Licht, dazu eine ausgewogene gesunde Ernährung (nicht vegan), das ist besser als jeder angeblich so gute Heilpilz! Wenn das nicht hilft, dann gehört es bei einem guten Arzt in Behandlung.
    Jetzt zu den Pilzen:
    Bei den ersten Bildern sehe ich einen Schiefen Schillerporling. Aber nicht jeder schwarze "Gnubbel" ist ein Chaga.
    Aber was ist das "Aufgeschittene"? Werden das dort ganz hinten "Holzlöffel?
    Der Zweite ist definitiv kein Chaga. Der Seitling wächst auf Holz und nicht auf Pilz. Auch sieht Chaga anders aus.
    Der Dritte könnte ein Goldgelber Zitterling sein, weil er auf Laubholz wächst.


    Hallo
    Pablo hat schon alles beantwortet. Ergänzend kann man noch erwähnen, das in milden Wintern Gifthäublinge auch wachsen können. Darum jeden einzelnen Stiel anschauen.

    Wie hilfreich ein Ausschluss von Arten nach Jahreszeit bei der Bestimmung ist, sieht man ja auch an den Hautköpfen oben: Tyische Spätsommer- / Herbstpilze, die kommen im Winter ja gar nicht vor. ;)



    LG, Pablo.


    Hallo Pablo
    Nach den nachgereichten Bildern wird allerdings ein Trompetenschnitzling unwahrscheinlicher.
    Aber Hautköpfe kann man in milden Wintern auch in unseren Küstenwäldern finden. Das ist kein typischer Spätsommer/ Herbstpilz, jedenfalls bei uns nicht. Nur Frost vertragen die dann doch nicht. Ich gehe seit einigen Jahren auch gerne im Winter nach Pilzen schauen. Das mit dem Ausschlußverfahren funktioniert eigentlich recht gut. Allerdings braucht man für solche Bestimmungen bessere Bilder und mehr Informationen zum Pilz und zum Biotop und Substrat. Wenn aber der Frost den Pilz richtig geschädigt hat, kann eine genaue Bestimmung auch unmöglich werden.


    Hallo Pablo
    Den halte ich für einen hell geratenen, nicht ganz typischen Trompetenschnitzling, oder das Bild stimmt nicht richtig mit der Realität überein?
    Ob Claudia noch mehr Bilder hat und ein paar weitere Infos (z.B. Substrat ......) So groß ist die Auswahl an Pilzen um die Jahreszeit auch nicht. Der sollte jedenfalls eingrenzbar sein.


    Hallo Maria
    Wer Samtfußrüblinge sammelt, sollte auch Flämmlinge kennen. Die können zur gleichen Zeit am gleichen Ort wachsen.


    Hallo Maria
    Jetzt muß ich mal Ingo zitieren:


    Echt?


    Bringt man das wirklich fertig?


    Den interessantesten Pilz nicht weiter untersuchen? 8|

    Oder ist das Ganze eine Schnapsidee und man geht besser weiterhin in den Wald?


    Hallo
    Schnapsidee würde ich nicht sagen. Also der Ast braucht Feuchtigkeit, das ist bei liegenden Ästen manchmal besser. Aber die Ohren werden auch dreckiger. Sonne und Wind sind ganz schädlich. Also feucht halten und sonst nichts mit Löcher und so.
    Aber gesünder sind die aus der freien Natur!
    Man kann z. B. eine Winterwanderung mit Ohrensuche verbinden. Bewegung an frischer Luft ist bekanntlich gesund. Ich nehme dann noch eine Thermoskanne mit Glühwein mit ....................
    Wenn der Fundort sehr matschig ist, dann wartet man bis zum Bodenfrost. Gefrorene Judasohren lassen sich auch nach dem Auftauen gut weiterverarbeiten und sogar trocknen.

    Hallo,


    Werde wohl die Lauge probieren. Obwohl "mein" Pilz doch relativ hart war. Was mir aufgefallen ist, das mein Pilz in Bereichen kurz unter Schnittkanten wächst. Aber das Holz sieht nicht wie Todholz aus, es gibt noch Triebe darüber.


    Jens


    Hallo
    Was ist bei dir "relativ hart"? Kannst du den Fruchtkörper mit Daumen und Zeigefinger leicht hin und her biegen oder nicht?


    Nö, einmal anfassen reicht schon! Die Chemikalien können im Labor bleiben. ;)


    Hallo
    Ich glaube, Speck ist besser als Mehl. Aber Mehl mögen die auch. Ich kannte mal eine Bäckerei, die hatten einen Raum als Lager für loses Mehl. Dort gingen die Mäuse ein und aus. Manchmal auch Hühner. Hühner fressen übrigens auch kleine Mäuse. Manchmal hatten die Hühner hinten etwas "verloren", dann gab es "Rosinenkuchen"! :D <X