Beiträge von Rada

    Melanie


    Weißt ja wo mein Haus wohnt.;)


    Und ja, nass ist es in den letzten Tagen immer. Man muss die Zeit zwischen zwei Gewittern nutzen.



    Malone


    Der Eichenzipfelfalter war anscheinend frisch geschlüpft und noch nicht eingeflogen. Als ich ihn dann aber angestupst habe, um die hübsche Flügeloberseite zu fotografieren, isser abgeschwirrt. :D

    Hallo Lara,


    ich lese sehr gerne solche Geschichten aus anderen Kulturen. Vieles ist unterschiedlich, aber in manchem findet man doch auch Gemeinsamkeiten.
    Insbesondere das tiefe Naturverständnis der "Alten", welches vielen der jüngeren Generationen verloren gegangen ist.


    Bauernregeln haben wir auch eine ganze Menge, aber über Pilze ist mir keine bekannt. Zeugnis dafür, dass diese in unserem Kulturkreis nicht die große Rolle gespielt haben.

    Hab mich die letzten Tage etwas rar gemacht. Die Sicherung des Lebensunterhaltes stört doch bei der Ausübung des Hobbys ungemein. :)


    Nun, ich war natürlich trotzdem unterwegs, das lasse ich mir nicht nehmen. Hier nun ein paar der letzten Funde.


    Der Hainbuchen-Rauhfuß (Leccinellum griseum).







    Geselliger Braunhaarborstling (Trichophaea hybrida)





    Grünblättriger Schwefelkopf(Hypholoma fasciculare)





    Tintenfischpilz (Clathrus archeri)





    Narzissengelber Wulstling (Amanita gemmata)






    Pfifferling
    (Cantharellus cibarius)





    Unbekannter Winzling
    (Nanus anonymus):D





    Ein Waldfreundrübling
    (Gymnopus sp.) ????





    Die Hundsrute
    (Mutinus caninus) braucht dringend Viagra.






    Frauen-Täubling (Russula cyanoxantha)








    Der Holz-Schildborstling ( Scutellinia scutellata) hat es sich in einer Kastanienschale gemütlich gemacht.








    Tja, da bin ich wieder ins Schleudern gekommen. Auf Nadelholz kommt zuerst mal Panellus mitis in Verdacht. Aber der Stiel, der Stiel.... ich weiß nicht.







    Massenhaft auf dem gleichen Fichtenstamm.





    [hr]
    Und nun meine erste selbstständige Bestimmung eines Rißpilzes. Uiuiuiuiui....:/ Ob datt jut jeht ?


    Gerandetknolliger Rißpilz (Inocybe mixtilis)













    Keine Kieselsteinchen, sondern Woolhop'scher Borstling (Trichophaea woolhopeia)








    Gelbes Harzbecherchen (Sarea resinae)






    Violetter Lacktrichterling (Laccaria amethystea)





    Dachpilze ( Pluteus sp.)





    Gelber Scheidenstreifling (Amanita flavescens)





    Kastanienbrauner Becherling (Peziza badia)







    Grubiger Wurzelrübling (Xerula radicata)





    Und was flatterhaftes.



    Blauer Eichenzipfelfalter
    (Favonius quercus)





    Waldbrettspiel (Pararge aegeria)






    Und tschüß...........;)

    Die Kartierung ist eine ebenso notwendige, wie personell hoffnungslos unterbesetzte Sache. Die Kartierung hat auch nicht den Sinn, die Fundstellen von Speisepilzen zu erfassen, sondern dient zur Erarbeitung der roten Listen und damit vor allem dem Schutz von Arten und - noch wichtiger - indirekt von Biotopen.


    Heute werden Kleinbiotope leider viel schneller überbaut, mit Monokulturen bepflanzt oder sonstwie zerstört, als dass erfasst werden kann, welche Arten dort wachsen und ob eine Veränderung überhaupt zugelassen werden dürfte.


    Aus diesem Grund sind auch GPS-Koordinaten wichtig, denn die Angabe eines Quadranten auf einer topografischen Karte erfasst immer noch ein viel zu großes Gebiet, als das man daraus Rückschlüsse auf wichtige Kleinbiotope ziehen könnte.


    Bezogen auf die üblichen Speisepilze, die beliebtesten Sammelarten, kann man wohl feststellen, dass eben diese in der Regel keinen besonderen Schutzstatus benötigen. Um es mal ganz grob zu sagen: Wenn die " Horden" eine Fichtenschonung stürmen und dort die Steinpilzvorkommen plündern, ist das zwar unschön, aus Sicht der Arterhaltung und Biodiversität aber unerheblich.


    Viel fataler wäre es, wenn sich Fachleute der Kartierung verweigern, weil sie Pilgerfahrten zu solchen, oder auch zu Vorkommen extrem seltener Arten, verhindern wollen. Denn letzteres ist vielleicht noch viel kritischer anzusehen, als die Plünderung von Speisepilzvorkommen.


    Als Fazit kann man festhalten, dass die Kartierung eine extrem wichtige und Gute Sache ist, dass GPS-Daten jedoch nicht öffentlich und für jedermann einsehbar sein sollten.


    Ehrlich gesagt, ich krieg so ne leichte Gänsehaut.:/


    Also, Du möchtest Pilze besser kennenlernen. Das ist richtig und gut.:thumbup:


    Um das zu lernen, musst Du aber doch die artspezifischen Merkmale abprüfen. Beim Perlpilz wäre das der geriefte Ring, der ungeriefte Hutrand, die Rötung des Fleisches und die Knolle. Und genau diese Merkmale wären dann doch auch hier vorzustellen, am besten im Bild, noch besser zusätzlich schriftlich beschrieben.


    Wie sonst willst Du die Pilze besser kennenlernen?



    Und die Gänsehaut bezieht sich auf den letzten Satz des Zitates, denn das dürfte eine der häufigsten Aussagen nach einer Pilzvergiftung sein, so eine solche noch gemacht werden kann.


    Die Farbe des Hutes ist hier absolut kein Bestimmungsmerkmal.


    Also, stürz Dich auf die einzelnen Merkmale und prüfe die ab, lass die Hutfarbe als Merkmal völlig weg, dann wirst Du mit der Zeit auch Sicherheit in der Bestimmung bekommen. ;)

    Im Bergischen Land kommen die ersten winzigen Pfifferling. Den ersten Mini-Steinpilz konnte ich gestern auch finden. Perlpilze gibt es schon reichlich, aber keinen ohne Maden.


    Noch etwas Geduld, es wird schon. Heute ist es wesentlich kühler geworden und mit der nächsten Warmfront gehts los.

    Hallo Fredy,


    ok, das hatte ich falsch verstanden. Ich weiß nicht, in welcher Beziehung oder Abhängigkeit die voneinander sind. Juckt mich auch nicht, genauso wie MycoBank oder sonstige Datensammlungen.


    Bei der Kartierung gilt das Highlander-Prinzip und damit hab ich mehr als genug zu tun.


    Also kann ich leider nicht helfen.



    Fredy, vielleicht kann ich etwas aufklären, denn Index Fungorum ist auch mein Standard in Sachen Nomenklatur.


    Bekanntermaßen gibt es bei den Pilzen keine übergeordnete Institution, schon gar nicht international, die uneingeschränkte Gültigkeit in Sachen Nomenklatur hat. Das "Maß aller Dinge" fehlt also.


    Index fungorum ist für die Kartierungsarbeiten (zumindest in NRW) als Basis genommen worden. Nicht von Björn der mir, sondern von den für die Kartierung verantwortlichen.


    Da muss man sich auf einen Standard einigen, ansonsten geht alles drunter und drüber. Man kann nicht zwei- oder mehrgleisig fahren.


    Index fungorum ist nicht immer aktuell, kann auch nur so aktuell sein, wie Änderungen an Paul Kirk gemeldet werden. Aber es ist auf jeden Fall eine gute Basis, auf der man sich verständigen kann.

    Wozu habe ich dir eine Handschlaufe an die Kamera gefrickelt??? Genau für solch wahrscheinlichen Fälle!
    Es könnte auch ein Blitz direkt neben dir in einen Baum fahren und der Baum kracht nur wenige Zentimeter neben dir (man könnte auch sagen haarscharf an dir vorbei) auf die Erde und durch die Erschütterung fliegt deine Kamera in hohem Bogen in den Bach. Dafür gibt ´s die Handschlaufe!!!


    kopfschüttelnde grüße,
    Melanie


    Nicht nur das. Der Baum könnte ihn auch komplett unter sich begraben und nur die Kamera schaut noch raus. Dann kann man ihn, zumindest teilweise, an der Handschlaufe drunter wegziehen.


    Ich musste mir meine Handschlaufe ja selber kaufen, aber ist echt gut, so ´n Ding.


    Ach so, worum gings hier nochmal ?? Ach ja, Pilze.


    Schöne Funde Björn. Der Adernabeling fehlt mir auch noch.


    Das hier ist keine "Tuber"-Trüffel, sondern eine ungenießbare Art der Gattung Hydnotrya (= Discinaceae). Viele Trüffelarten, egal ob sie nun Asco- oder Basidiomyceten sind, kommen bei Reife an die Oberfläche, zumindest teilweise, sodass man sie wie in diesem Fall hier bei aufmerksamem Suchen finden kann. Problem nur, die hier war anscheinend sogar noch unreif.


    Ja, die ist noch unreif. Ich könnte mir denken dass der mehrfache Starkregen der letzten Tage die oberste Erdschicht an der steilen Böschung weggewaschen hat.


    Zum Thema geschützt, ich hab einen "Darf-Schein". Ich darf einige Fruchtkörper jedweder Art zu Bestimmungszwecken entnehmen, auch in Naturschutzgebieten. Zur Bestimmung gehört nicht die ausführliche Geschmacksprobe zubereiteter Pilzgerichte.:)

    Bergische Waffeln sind ja bekannt, Bergische Trüffel (mir jedenfalls) eher nicht.


    Beim Becherlingssuchen an einer steilen Schotterböschung mit lichtem Moosbewuchs fiel mir dieser Gnubbel auf.




    Ein wenig gescharrt......



    Durchgesägt.....




    Und mal schnell mikroskopiert






    Jetzt frag ich mich, was ich da gefunden habe. Trüffelliteratur Fehlanzeige.


    Hab noch keine Sporenmaße gemessen, denn ich bin noch nicht sicher ob reife Sporen dabei sind.


    Die Trüffel sind bis 2 cm im Durchmesser und ca. 1,5 cm hoch. Geruch nicht vorhanden. Fundort war eine steinige Schotterböschung in Bachnähe. Dort wachsen Hainbuchen, Weiden und Erlen.


    Vielleicht hat ja jemand einen Verdacht.

    Eine wirklich brauchbare Doku mit hervorragenden Bildern. Dokumentationen sollten dem Betrachter dienen, die eigenen Beobachtungen im Feld nachzuvollziehen und einordnen zu können. Das ist Dir ganz hervorragend gelungen. :thumbup:

    Hallo Martha,


    das sind eindeutig Pfifferlinge. Es gibt einige Varianten oder Unterarten. Solche finde ich manchmal in Laubwäldern und an Wegböschungen.


    Auch wenn die Farbe unterschiedlich ist, verrät die Nase im Zweifel die Zugehörigkeit. Pfifferlinge haben einen ganz charakteristischen Geruch.


    Trotzdem finde ich es gut und richtig, dass Du nachfragst.:thumbup: