Beiträge von Rada

    Hallo Matthias,


    sehr schöne Fotos, die "kleinen" haben eine ganz eigene Faszination.


    Allerdings halte ich die gezeigte Exidia saccharina eher für Tremella foliacea o.ä.
    E. saccarina sollte auf Nadelholz wachsen und ist auch nicht so blättrig ausgebildet.


    Ja nee, der Björn....:D


    Tagelang hört man nix und dann ist er einen Wimpernschlag schneller.:)

    Hier mal zwei nicht ganz so häufige, bzw. oft übersehene oder nicht erkannte Arten.


    Wurzelnder Fälbling (Hebeloma radicosum)


    Nicht wirklich selten, wird aber vermutlich oft nicht erkannt weil sein hervorstechendes Merkmal halt unter der Erde liegt. Ich finde es faszinierend, wie ausgeprägt die Wurzel ist.




    Und hier der Samtige Pfifferling (Cantharellus friesii). Der ist schon seltener, auch wenn ich ihn schon öfter habe finden können. Diesmal untypisch im Buchen-Hochwald. Er ist zwar weder giftig noch ungenießbar, sollte aber wegen seiner Seltenheit nicht als Speisepilz gehandelt werden. Auch ein Grund, warum ich ihn nochmal vorstelle ist die Frage, ob er denn wirklich so selten ist. Dieser Pilz sollte jedem Pfifferlingssammler eigentlich auffallen und so könnte ja eine etwas flächendeckendere Erfassung zu Stande kommen.
    Er unterscheidet sich vom Echten Pfifferling (Cantharellus cibarius) durch eine mehr rosa-rotorange Farbe, und eine sehr helle, fast weiße Hutunterseite, die mit dem auslaufen der Leisten wieder in ein helles rosa-rotorange wechselt. Der Echte Pfifferling ist eher gleichmäßig gefärbt.




    Hallo Holger,


    ich hab mir fast gedacht, dass das zwei verschiedene Arten sind.
    Jetzt wäre natürlich ein Sporenfoto von einem aus der oberen Reihe interessant. Ich nehme an, dass zuerst gezeigte stammte von einem aus der unteren Reihe.


    Und ja, Bilder aus dem nternet sind tatsächlich für den Popo. Zumindest muss man immer dem jeweiligen Link folgen. Wenn jemand ein Foto vom Fliegenpilz in einem Forum einstellt und dazu fragt, ob es sich um Stockschwämmchen handelt, liefert Google beim Suchbegriff "Stockschwämmchen" das Foto vom Fliegenpilz.;)

    Ohne diese Art bestimmen zu können, würde ich G. marginata ausschließen. Deren Sporen sollten granuliert sein, die Form ist anders und, wenn der Maßstab stimmt, sollten sie auch größer sein.
    Zusätzlich wachsen die abgebildeten Pilze auf einem alten Eichenstamm, was für G.marginata eine Ausnahme sein dürfte.
    Ich würde mal in Richtung Mycena schauen, ohne zu wissen ob man da fündig wird.


    Nachtrag:


    Ich bin auch gar nicht sicher, ob da nicht zwei Arten gemeinsam gewachsen sind.

    Aber irgendwas ist hier komisch...
    Klar, ich freue mich schon auch über die Pilzmassen, natürlich auch über die so noch nie gesehenen Mengen an Steinpilzen allerorts. Von denen ich übrigens auch nur einen Bruchteil mitgenommen habe! 8| Sonst hätte ich bald einen Unimog zum Abtransport gebraucht.


    Nach meinen Funden von gestern und den Berichten anderer Members, habe ich aber fast schon das Gefühl, daß hier irgendwas nicht stimmt. :/ Das ist doch einfach zu viel.


    Nö, das ist nix komisch dran. Mancherorts sind jetzt ganz einfach die Umstände optimal. Bei mir ist es bezüglich Speisepilze eher mager, Steinpilze sind völlige Fehlanzeige. Aber wir hatten auch schon Jahre, in denen man ganz plötzlich die Steinpilze waschbüttenweise aus dem Wald hätte tragen können.

    Hallo Beorn,


    gleich zwei echte Knaller, die beiden "Albinos". :) Sowas will ich auch.:D






    Zitat

    Auch Steinpilze können Steinpilze anzeigen


    Meine Verehrung Beorn. Du läßt hier erkennen, daß Du tief in die Geheinisse der Pilzwelten eingedrungen bist und auch noch die Freundlichkeit besitzt uns an Deine Weisheiten teilnehmen zu lassen. :cool:


    Beorn hat trotzdem nur die halbe Wahrheit geschrieben. Steinpilze können nämlich auch Fliegenpilze anzeigen. :cool:

    Hallo Nobi,


    Danke für die Bestimmungen. C. brasiliense ist ja sehr schön.:)


    Bei P.setosa war ich mir eigentlich sicher.


    Die nicht-dakotense hatte null Haare. Da warte ich mal, ob nochwas nachkommt.:)


    Und dann kommt gleich noch der zweite Ziegenfund. Mit dem kann ich gar nix anfangen.:([hr]
    Das sind winzig kleine FK. Sie scheinen im Auflicht leicht violett, aber das kann ich auf den Fotos nicht einfangen.


    Kann das in Richtung Ascozonus gehen ?








    Auf Rehdung.


    Schizothecium dakotense ?


    Leider nur 1 nicht ganz reifer Fk bisher und leider keine kompletten Asci. Sicher aber vielsporig. Reicht das für eine Bestimmung ?






    Und, im Bergischen Land noch nicht gefunden.

    Chaetomium bostrychodes
    ?







    Hallo Andy,


    eine wunderschöne Aufnahme, von einem wunderschönen Pilz! :thumbup:


    lg,
    Melanie


    Jo, das ist wohl wahr.


    Und ich weiß aus sicherer Quelle, dass der Andy sagenhafte Naturfotos macht. Er hat sicher nur noch nicht mitbekommen, dass wir dafür sogar einen eigenen Thread haben.;)


    Und auch ob die essbar sind, wobei ich mir da eigentlich sicher bin, das sie es sind ;)


    Und woher nimmst Du diese Sicherheit?


    An abgestorbenen Holzstubben wächst der lebensgefährlich giftige Gifthäubling (Galerina marginata). Dazu noch einige, für den Laien Deinem Fund recht ähnliche, leicht giftig oder ungenießbare Arten.


    Ich bin zwar ziemlich sicher, dass es sich bei den abgebildeten Pilzen nicht um den Gifthäubling handelt. Ich denke sogar, Du zeigst uns eine sehr bekannte und einfach zu bestimmende Art.
    Dass Du diese nicht selber erkennst, ist keine Schande, jeder fängt mal an. Aber das erzeugt hinsichtlich Deiner "eigentlichen" Sicherheit doch heftigstes Stirnrunzeln. "Eigentlich sicher" kann Krankenhaus oder schlimmeres bedeuten.;)


    Freigaben zum Verzehr bekommst Du hier jedoch grundsätzlich nicht. Da bleibt nur der Weg zum nächsten Pilzberater.


    Ahoi, Pablo,


    wäre ich auf hoher See in einer Nebelbank
    und hätte Pilzhalluzinationen,
    sähe ich bei Pilz 1 Lepista nuda. Violetter Rötelritterling.


    Damit könntest Du gar nicht mal so richtig liegen.:D


    Ich phantasiere mir da eine Cortinarius sp. zusammen.:/


    @Pablo.


    Wie meine Vorschreiber schon bemerkten, mit den Fotos ist eine Bestimmung nicht möglich.

    Schön, dass Du mich mit Deinem Beitrag erinnerst, dass Rada mir noch einen Spruch auf den Anrufbeantworter schuldet, seht selber,


    Kräschkweraulti-i, is doch ganz einfach :D[hr]


    Der Hauptunterschied dürfte aber in der nicht bryoparasitischen Lebensweise von Ramsbottomia liegen. Oder um es mal auf deutsch zu sagen: Diese kleinen Becherlinge sind keine Moosparasiten!


    Nichts liegt mir ferner, als Dir oder Herrn Benkert zu widersprechen.


    Aber komisch ist es schon, was ich da beim vorletzten Fund dieser Art durch Zufall gesehen habe.




    Danke für die Bestätigung, Nobi. Kommt das öfter vor, dass man sich ein Wölfchen nach diesen Anhängseln suchen muss? Reif waren die Sporen ja und auch bei den unreifen war nix zu sehen.


    @ Björn


    Mi caca es su caca. :)

    Ja nee, manchmal.....


    jetzt hab ich fünf von den Dingern mikroskopiert. Keine Spur von Anhängseln. Weder in blauer Tusche, noch in schwarzer. Aber sonst stimmt einfach alles, auch die Behaarung.
    Um das zu zeigen, hab ich noch die Nummer 6 in Wasser ohne zu quetschen gelegt. Foto gemacht, dann doch nochmal gequetscht, wenns schon unter dem Mikro liegt..


    Und dann das hier. Aber auch nur bei drei oder vier Sporen, der Rest ist Anhängselfrei.



    Ach so, der Schafdung liegt schon drei Wochen in der Kammer.


    Hallo Markus,


    kuckst Du hier


    http://www.natur-in-nrw.de/HTML/Pilze/Agaricales/PA-416.html
    [hr]

    ne ich denke wirklich, dass die abgebildeten Fk C. batschiana sind. R. firma wächst immer an größeren Stämmen und Ästen, die sogar noch berindet sind. Die "Holzreste" dürften Reste von Eicheln sein. Die Erscheinungszeit ist übrigens auch absolut typisch für die Art (Herbst).


    lg björn


    Nun gut, dass die Dinger nicht auf Eicheln wuchsen, hat mich irritiert. Waren wirklich keine Eicheln, hab ich genau betrachtet. Allerdings standen die rund um einen morschen Eichenstubben. Wird aber jetzt als C.batschiana abgelegt. Gabor hat Proben mitgenommen und kann das ja nochmal bestätigen.


    Hallo Ralf,


    super Fotos ;)


    welcher Otto hat denn die Rutstroemia bestimmt? Das is nämlich Ciboria batschiana an Eichelresten :D:D:D[hr]
    Wie siehts jetzt aus mit Sonntag? Ich brauch nämlich evtl. auch ne Planung...


    Der Otto war ich.:D


    Allerdings wuchsen die Dinger nicht auf Eichelresten, sondern teils auf nackter Erde, teils auf Totholzbrocken. Trotzdem ?


    Sonntag gehts mir leider so wie Dir heute. Also erst nächste Woche wieder.

    Es wird mal wieder Zeit für eine Ausgabe des Pilzfestivals.
    Heute war ich mit Gabor (der hier meist nur mitliest, obwohl der Sack Superfotos macht;) ) in der Grube Cox und im angrenzenden Kalk-Buchenwald. Björn hat erstmals bei einem Pilzfestival gefehlt, Leider. Er hat ein bisschen was verpasst.:)


    Los ging es im Hochwald, der uns mit erstaunlicher Trockenheit überraschte. Obwohl es hier zuletzt nicht wenig geregnet hat, sah man schon die ersten Trockenmumien beim Violetten Lacktrichterling (Laccaria amethystea), die deswegen auch nicht mit aufs Foto durften.


    Allerdings war das Totholz noch voll im Saft, und da stolperten wir dann auch sofort über den Rosablättrigen Helmling (Mycena galericulata)



    Als nächstes fiel uns der Fuchsige Rötelritterling (Lepista flaccida) auf.



    An einer alten Eiche am Wegrand hing der Leberreischling (Fistulina hepatica)




    Nicht weit davon ein ziemlich fetter Rehbrauner Dachpilz (Pluteus cervinus)




    Ziemlich gewöhlich, aber immer wieder hübsch, der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare)




    An einem morschen Stamm dann der von mir schon lange ersehnte, leider nicht mehr ganz so frische Löwengelbe Dachpilz (Pluteus leoninus)




    neben dem immer wieder hübschen Blut-Helmling (Mycena haematopus)




    Und dann der Hammer. Den hatten wir zunächst für den Schwarzschneidigen Dachpilz (Pluteus atromarginatus) gehalten, was ja schon ein guter Fund gewesen wäre. Doch zu Hause war schnell klar, das ist noch was besseres und auch noch in ganz hervorragenden Exemplaren.
    Der Schwarzflockige Dachpilz (Pluteus umbrosus).











    Mehr durch Zufall, beim bücken nach einem ganz anderen Pilz, fanden wir den Zähen Stromabecherling (Rudstroemia firma)




    Eine weitere Überraschung, der Ringlose Butterpilz (Suillus collinitus). Das zartrosa Myzel an der Wurzel ist auf den Fotos leider kaum zu erkennen.





    [hr]


    In handtellergroßen Exemplaren gab es den Schwarz-roten Stielporling (Polyporus badius)





    Der Flaumige Milchling (Lactarius pubescens) war unter Birken am Seeufer recht häufig zu finden.



    Auch nix besonderes, aber ein schönes Duo, Der Gemeine Birkenpilz (Leccinum scabrum)



    Dann nochmal ein Knaller. Wunderschön rote Saftlinge. Vermutlich der Kegelige Saftling (Hygrocybe conica cf.). Vielleicht sind es sogar zwei verschiedene Arten, das wird sich noch unter dem Mikroskop zeigen.







    Und zuletzt noch der Butter-Röhrling (Suillus luteus)




    Es waren noch einige andere Funde, die aber nur dokumentiert wurden, oder noch bestimmt werden müssen. Alles in allem war es mal wieder eine sehr schöne und interessante Exkursion.

    Ich bin hier noch die Auflösung zur Bestimmung des ersten Pilzes schuldig.


    Um die Pilzausstellung letztes Wochenende in Jülich ein wenig zu unterstützen, bin ich durch die Wälder um Exponate zu sammeln. Dabei bin ich auch wieder zu den hier vorgestellten Exemplaren gekommen.
    Dummerweise ohne Kamera, hab ich einfach nicht dran gedacht.


    Nun, anhand der mittlerweile reifen Exemplare kam mir sofort ein Verdacht, den Björn dann auf der Ausstellung bestätigt hat.


    Gefleckter Rübling (Collybia maculata) !


    Ich sollte mich und Euch doch nicht mit Bestimmungsversuchen an Babys belästigen.:/


    Trotzdem nochmal Danke für Eure Mühe.