Beiträge von Rada

    Hallo Nobi,


    die Tatsache, dass manches nicht bestimmbar ist, hat mich schon bei Käfern, Schmetterlingen und Mineralien immer extrem gestört.:D


    Dennoch ist es leider so.


    Allerdings lege ich mit meinem begrenzten Mykowissen noch nix in diese Schublade. Das musst Du dann schon machen.;)


    An australis hatte ich auch gedacht, aber die hat - soweit ich das beurteilen kann - auch eine ganz andere Gelhülle.

    Abrupt kurzstieliger Asci, Sporen und Asci ein wenig zu groß und gedrungen für S.minima, Keimspalte weder richtig parallel, noch voll schräg, aber mit leichtem Knick (stimmt ganz gut mit der Zeichnung von S. minimoides im Doveri überein), Gelhülle passt auch, ja das könnte doch die minimoides sein, oder ?


    Gefunden auf Wildschweindung aus dem Depot.







    Hallo Sven,


    Sporen und Asci kann man mit der Päpariernadel bei der Probenentnahme verschleppen. Vielleicht werden sie auf dem Deckgläschen durch das Wasser zufällig dorthin verfrachtet.
    Who knows.:)


    Was die Gebilde angeht, keine Ahnung. Vielleicht wird mal ein Coprinus draus.


    Ich ändere den Threadtitel in den Artnamen, wenn Du einverstanden bist. Dann findet man sowas leichter wieder.

    Eigentlich sollte es den Trompetenpfifferlingen an den Kragen gehen.
    Doch gleich beim Einstieg in den Fichtenwald traf ich auf den Zitterzahn (Pseudohydnum gelatinosum). Schnell ein paar Fotos gemacht und weiter gehts.


    Der Fichtenwald ist groß und eintönig. Also geht man kreuz und quer, sucht nach Moospolstern und schaut, ob es da trompetet.


    Aber nix war. So zog es mich dann gut zwei Kilometer kreuz und quer durch den Wald.
    Schließlich, fast am Ende des Waldes, nochmal Zitterzähne. Auch sehr hübsch und ein oder zwei Fotos wert.


    Der Griff zur Jackentasche.......siedendheiß durchfährt es mich....die Kamera ist weg. Ach Du Scheixxe.


    Es folgt das übliche Prozedere, alle Taschen abfühlen, alles abklopfen.
    Taschen ausleeren, was totaler Blödsinn ist, denn die Kamera ist groß genug um sie auch durch abfühlen finden zu können, wenn sie denn da wäre.


    Jetzt bloß nicht in Panik geraten. Wo hab ich sie zuletzt benutzt? Klar, ganz am Anfang, beim ersten Zitterzahn. Hab ich danach nochmal irgendwo irgendwas aus den Taschen genommen?


    Nein, definitiv nicht.


    Verloren ? Der Reißverschluß der Innentasche, in der ich die Kamera aufbewahre, war geschlossen. Ist vielleicht ein Loch in der Tasche ?
    Nein, alles in Ordnung.


    Nun wird mir etwas leichter, denn dann kann sie ja nur dort liegen, wo ich den Zitterzahn fotografiert habe. Ich hab sie vermutlich da abgelegt und nicht eingesteckt.


    OK, den Stumpen mit dem Zitterzahn finde ich wieder.


    Also auf den Weg und die kürzeste Strecke zurück. Den Stumpen samt Zitterzahn zu finden war kein Problem. Doch da lag sie nicht.


    Päng, sofort war die Panik wieder da.


    Dann kann ich sie nur auf unerklärliche Weise unterwegs verloren haben. Irgendwo in einem 3 x 3 Kilometer großen Fichtenwald.


    Ich vermute, ich habe die Kamera nicht in die Innentasche der Jacke gesteckt, sondern daran vorbei, zwischen Jacke und Pullover. Da es kalt, und ich recht dick angezogen war, hab ich das nicht bemerkt und den Reißverschluß der Tasche zugemacht. Zudem ist die Jacke über dem dicken Pullover recht eng, so dass die Kamera dort quasi eingeklemmt war. Und beim laufen und über Äste und Stämme klettern, ist sie irgendwo rausgerutscht.


    Dummerweise steckt die Kamera auch noch in einem schwarzen Futteral. Hervorragend getarnt zwischen alten Moosen, Stubben, Stämmen und Ästen.


    Herrje, das wird wohl ein Abschied für immer gewesen sein.


    Aber einfach aufgeben ist nicht. Ich versuche, den zuvor zurückgelegten Weg anhand meiner eigenen Fußspuren zurück zu verfolgen. Das ist schwierig, denn auf dem Nadelteppich bleibt nicht viel an Spuren zurück. Nur wenn der Fuß abgerutscht ist, verkantet aufgesetzt wurde, oder Moos von einem Stamm geratscht hat, sieht man was.
    Ich taste mich so vor, dass ich an der letzten erkennbaren Spur den Korb ablege, und dann in vermuteter Gehrichtung nach einer weiteren Spur suche. Hab ich die, lege ich da meine Probendose ab und gehe zurück den Korb holen. Dann geht es weiter zur nächsten Spur.


    So schleiche ich mich wie ein Indianischer Fährtensucher durch den Wald.


    Nach fast zwei Stunden, knapp 500m vor der Stelle wo ich den Verlust bemerkt habe, liegt sie hinter einem dickeren Stamm auf der Erde.


    Puhhhh, Glück gehabt. Da ist sie wohl beim überklettern des Stammes unter der Jacke weggerutscht.


    Sicher einer meiner schönsten und wertvollsten Funde.:D



    Jo, anzumerken sei noch, dass ich bei der Fährtensuche so manches Büschel Trompeten gesehen habe, aber keinen Sinn dafür, die einzusammeln. Aber da kann man mal sehen, was man so alles übersieht wenn man nicht grade den Boden zentimeterweise nach einer Kamera absucht.:D


    Die Belohnung der Mühe war, neben dem Wiederfund natürlich, noch ein sehr schönes Foto.


    Siehst, hab ich wieder was gelesen, was da gar nicht steht.:)


    Ich dachte, Sven hat nur einen Ascus pro Fruchtkörper gefunden.


    Aber es scheint sich ja um "eingeschleppte" zu handeln.

    Hier komme ich erneut nicht klar. Auf den ersten Blick erinnert das an P. fimiseda, auch makroskopisch kam schon der Verdacht auf.
    Aber die Sporenmaße, die zentral aufgesetzte, apikale Caudae, und das sehr kleine Pedicell passen gar nicht. Doveri weiß da auch nix zu.
    Gefunden auf Pferdedung aus dem Depot.





    Hallo Daggi,


    das erste Bild ist aus ca. 1m rangezoomt und in Originalgröße.
    Bild 2 ist ein Ausschnitt davon, um die Auflösung zu erkennen.


    Aber wie gesagt, Björns TZ 25 ist noch einen Ticken besser.

    Ich bin zwar nicht Nobi:), aber den Büschelrasling findet man an allen möglichen Standorten. Auch völlig ohne Gras.;)


    Bilder sagen mehr als tausend Worte.


    Bin mal eben in den Garten gegangen.


    Magnolienknospen, ca. 2 cm groß.


    Aus ca. 1m Entfernung mit "intelligenter Automatik", ohne irgendwelche Einstellungen freihändig geknipst. Ohne Nachbearbeitung mit Photoshop.



    Bildausschnitt



    Mit Programmautomatik und Makrofunktion ohne Feineinstellung aus ca. 5 cm freihändig geknipst.



    Bildausschnitt



    Zeitaufwand für die zwei Fotos, keine 30 Sekunden.


    Mit entsprechender Feineinstellung und Stativ, sowie Nachbearbeitung lässt sich das Ergebnis noch verbessern, wenn man das denn möchte.


    Also ich bin von dieser Kamera sowas von überzeugt....

    Hallo Daggi,


    schau Dir die Fotos von Björn (bwergen) an. Der hat die Panasonic DMC-TZ 25. Kompakt und Klasse.
    Ich habe die TZ 22, die ist nicht viel schlechter, hat aber bei extremen Nahaufnahmen ein lästiges Rauschen. Da Du nicht durch ein Mikroskop fotografierst ist das aber wurscht.


    Ich bin, was Fotografie angeht, ein Depp. Aber mit der Kamera kommt man spielend zurecht.

    Ich sag trotzdem "Flechte". Irgendeine Lungenflechte oder sowas.


    Sven hatte sich ja für den kleinen orangenen angesagt. Wenn er den Lappen nicht will, kannst Du mir gerne die "Flechte" schicken. Ich kann sie zwar nicht bestimmen, wenn ich Recht behalte, aber dann wissen wir wenigstens, wo das Dingen hingehört.


    PS. Bei dem kleinen Moosbecherchen tippe ich mal auf Octospora musci-muralis.

    Hallo Nobi,
    ich hatte es mir schon gedacht.


    Nee, für heute keine Frage mehr. Dungis im Regal verstaut, Mikroskop ausgeschaltet, habe fertig für heute.


    9 Arten untersucht und bestimmt, das ist für mich noch Schwerstarbeit.:D


    Jetzt brauche ich nur noch einen Fernseher mit rundem Bildschirm, denn die Augen haben sich an das Format gewöhnt.
    Dann noch Super RTL eingeschaltet und der Scheixx ist auch im Bild.


    Passt doch.

    Hallo Christian,


    bei den beiden ersten gebe ich meinen Vorschreibern Recht. L. connatum kann im alter durchaus so aussehen.


    Bei E. aspera hab ich allerdings auch Bedenken. Zu wenig und zu unscheinbare Schuppen. Auch ist der Stiel für die Größe des Fruchtkörpers eigentlich zu dick. Ich weiß allerdings auch nichts besseres. Auch dass Du den Geruch als unauffällig beschreibst, passt m.E. nicht auf E.aspera. Der stinkt. :), aber frag mich nicht wonach.

    Wieder auf Pferdedung aus dem Depot.


    Leider nur diese Fotos, weil ich beim einstellen an die Klemme des Objektträgers gerasselt bin und die Probe zerschellt ist.;(
    Coniochaeta sollte doch Haare haben. Hat diese hier aber nicht, also keine Coniochaeta, oder ist das im Rahmen der Variabilität möglich ?


    Für C. leucoplaca sind die Sporen recht klein, aber ich konnte auch nur einmal messen bevor ich es zerrissen habe.


    Drum bleibt die eigentliche Frage,bis zu einem hoffentlichen Wiederfund, darf eine Coniochaeta eine Glatze haben ?