Beiträge von nochn Pilz

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Wir sind mittlerweile im 10. PPC-Jahr! In den letzten Monaten nahm die Zahl der Beiträge sehr erfreulich zu, es wäre schön, wenn das so bliebe. Es gab es im laufenden Jahr schon viele, schöne Gedichte zu lesen. Das ist sehr erfreulich, ich danke für die treue Teilnahme. Gerne sind auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten! Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.


    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: PPC-Poesiealbum


    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.


    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.


    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind


    Waldbaden- skeptisch- Dürre

    Abgabeschluss ist der 25.08.22 24:00 Uhr.

    Juli 2022

    Schonung - frohgemut - Morgengrauen

    von Suku



    Optimiststück


    Schonungslos klingelt der Wecker zu früh.

    Die alten Knochen knarzen und schmerzen,

    Der Traum lockert Stück für Stück seine Klauen.

    Schon Augen zu öffnen bereitet viel Müh'.

    Im Radio meint einer, er müsse schon scherzen.

    Dazu passt ein Wort nur: das Morgengrauen.


    Gleich endlich Pause, das Telefon läutet:

    Verflixt, noch 'ne Sitzung mittags um eins.

    Schon wieder nicht raus, um nach Pilzen zu schauen.

    Nicht mal ein Häppchen im Kiosk erbeutet.

    Vielleicht noch ein Brötchen? Nein, gibt es heut' keins.

    Dazu passt ein Wort nur: das Mittagsgrauen.


    Später um sechs schließlich doch Feierabend,

    Auf heißem Autositz ab in den Stau.

    Das Lämpchen im Cockpit, kann man dem trauen?

    Im Kühlerraum qualmt es, Pläne begrabend.

    Der Pannendienst wird aus dem Ganzen nicht schlau.

    Dazu passt ein Wort nur: das Abendgrauen.


    Ach, das alles ist zu pessimistisch,

    Ab morgen ist Urlaub, Ruhe und Schlaf.

    Radelnd zum See, dem wunderschön blauen.

    Mit Körbchen und Messer, fast schon touristisch,

    Die Knipse dabei wie ein Fotograf.

    Wer hörte denn jemals vom Feriengrauen?

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.


    Die Abstimmung zum Pilzgedicht des Monats Juli ist äußerst knapp ausgefallen.

    Zwei Gedichte konnten mit 3 Stimmen gemeinsam in Führung gehen und stehen nun in einer Stichwahl.


    Bitte stimmt in einer Entscheidungswahl ab:

    Welches der beiden Gedichte soll das Pilzgedicht des Monats Juli werden?

    Ihr könnt abstimmen bis Donnerstag, den 04.08.2022 23:59 Uhr





    Und hier die beiden zur Abstimmung stehenden Gedichte:


    Schmerzhafte Erfahrung


    Vor langer Zeit zog es mich hin

    zu einer großen Schonung.

    Im Morgengrauen, frohgemut

    verließ ich meine Wohnung.

    Dort angekommen krabbelt‘ ich

    da auch sogleich hinein

    um Steinpilze dort abzuschneiden,

    ein Kilo wäre fein!

    Doch was war das, ein lauter Knall,

    mein Po fing an zu brennen.

    Und voller Angst und Schmerzen pur

    begann ich fortzurennen.

    Das Schrot des Jägers hatte mich

    zum Glück nur leicht gestriffen.

    Das hatte ich, nach erstem Schock

    dann auch sehr schnell begriffen.

    Drum lasst die Schonungen in Ruhe,

    die Rehe und die Kitzen!

    Sonst kann es Euch passier‘n wie mir

    und Ihr könnt nicht mehr sitzen!



    Optimiststück


    Schonungslos klingelt der Wecker zu früh.

    Die alten Knochen knarzen und schmerzen,

    Der Traum lockert Stück für Stück seine Klauen.

    Schon Augen zu öffnen bereitet viel Müh'.

    Im Radio meint einer, er müsse schon scherzen.

    Dazu passt ein Wort nur: das Morgengrauen.


    Gleich endlich Pause, das Telefon läutet:

    Verflixt, noch 'ne Sitzung mittags um eins.

    Schon wieder nicht raus, um nach Pilzen zu schauen.

    Nicht mal ein Häppchen im Kiosk erbeutet.

    Vielleicht noch ein Brötchen? Nein, gibt es heut' keins.

    Dazu passt ein Wort nur: das Mittagsgrauen.


    Später um sechs schließlich doch Feierabend,

    Auf heißem Autositz ab in den Stau.

    Das Lämpchen im Cockpit, kann man dem trauen?

    Im Kühlerraum qualmt es, Pläne begrabend.

    Der Pannendienst wird aus dem Ganzen nicht schlau.

    Dazu passt ein Wort nur: das Abendgrauen.


    Ach, das alles ist zu pessimistisch,

    Ab morgen ist Urlaub, Ruhe und Schlaf.

    Radelnd zum See, dem wunderschön blauen.

    Mit Körbchen und Messer, fast schon touristisch,

    Die Knipse dabei wie ein Fotograf.

    Wer hörte denn jemals vom Feriengrauen?

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 31. Juli.








    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren Schonung - frohgemut - Morgengrauen.

    Und hier nochmal die Beiträge:



    Inspiriert durch das Onlinetreffen ;)


    Bolet:Innen stehen endlich da,

    Lactar:Innen, ach wie wunderbar.

    HebelGroßeltern lassen noch auf sich warten,

    EntolGroßeltern sind drüben schon im Garten.


    Russul:Innen sind gebrochen,

    Gastropod:Innen kommen angekrochen.

    Cortinar:Innen finden es ganz schleierhaft,

    Limax:Innen hatten auch noch mitgemacht.


    Suill:Innen schleimen auch noch rum,

    Paxill:Innen wird es nun zu dumm!


    Schonung von dem Gendern bitte!

    Sonst hau,n wir ab gleich durch die Mitte!




    Internationaler Frühschoppen?


    Der Tag ganz neu, die Sonne frisch,

    das nennt der Gentleman dann "dawn".

    Und ist er noch nicht richtig wach

    dann sagt er deutlich hörbar "YAAAWN"


    Der Tag noch jung, g`rad eben hell

    nennt Don Felipe "madrugada".

    Und fröhlich die Musik erklingt

    von Köln bis Yokohama.*


    Der Tag kaum da, noch beinah` Nacht,

    das heißt in Frankreich "aube".

    Pierre raucht und trinkt Café al lait

    und liest sein Horoskop.


    Der Tag erwacht, die Sonne steigt

    da sagt der Deutsche "Morgengrau`n".

    Ein Wort, was gut in`s Kintopp passt,

    wenn Monster sich mit Zombies hau`n.

    Für mich ist das die "Morgenstund`",

    ich packe Korb und Zeckenspray.

    Denn Morgenstund hat Pilz im Mund.

    (Gold tut nun mal beim Kauen weh)




    Schmerzhafte Erfahrung


    Vor langer Zeit zog es mich hin

    zu einer großen Schonung.

    Im Morgengrauen, frohgemut

    verließ ich meine Wohnung.

    Dort angekommen krabbelt‘ ich

    da auch sogleich hinein

    um Steinpilze dort abzuschneiden,

    ein Kilo wäre fein!

    Doch was war das, ein lauter Knall,

    mein Po fing an zu brennen.

    Und voller Angst und Schmerzen pur

    begann ich fortzurennen.

    Das Schrot des Jägers hatte mich

    zum Glück nur leicht gestriffen.

    Das hatte ich, nach erstem Schock

    dann auch sehr schnell begriffen.

    Drum lasst die Schonungen in Ruhe,

    die Rehe und die Kitzen!

    Sonst kann es Euch passier‘n wie mir

    und Ihr könnt nicht mehr sitzen!



    Optimiststück


    Schonungslos klingelt der Wecker zu früh.

    Die alten Knochen knarzen und schmerzen,

    Der Traum lockert Stück für Stück seine Klauen.

    Schon Augen zu öffnen bereitet viel Müh'.

    Im Radio meint einer, er müsse schon scherzen.

    Dazu passt ein Wort nur: das Morgengrauen.


    Gleich endlich Pause, das Telefon läutet:

    Verflixt, noch 'ne Sitzung mittags um eins.

    Schon wieder nicht raus, um nach Pilzen zu schauen.

    Nicht mal ein Häppchen im Kiosk erbeutet.

    Vielleicht noch ein Brötchen? Nein, gibt es heut' keins.

    Dazu passt ein Wort nur: das Mittagsgrauen.


    Später um sechs schließlich doch Feierabend,

    Auf heißem Autositz ab in den Stau.

    Das Lämpchen im Cockpit, kann man dem trauen?

    Im Kühlerraum qualmt es, Pläne begrabend.

    Der Pannendienst wird aus dem Ganzen nicht schlau.

    Dazu passt ein Wort nur: das Abendgrauen.


    Ach, das alles ist zu pessimistisch,

    Ab morgen ist Urlaub, Ruhe und Schlaf.

    Radelnd zum See, dem wunderschön blauen.

    Mit Körbchen und Messer, fast schon touristisch,

    Die Knipse dabei wie ein Fotograf.

    Wer hörte denn jemals vom Feriengrauen?

    ...Jetzt muß ich nur noch sehen, wie ich die ...möglichst gewinnbringend anlege...


    LG Christine

    Hallo Christine, na da empfehle ich Dir das legendäre APR.

    Schau mal in die "Rätselecke". Das gibt es seit zehn Jahren immer im Dezember. Ist eigentlich nicht zu verpassen. :gwinken:

    Du musst mir mal bei einer schönen Flasche Rotwein erzählen, wie Du in dem damals so eingeschränkten Umfeld überhaupt von dieser Musik erfahren hast, das war doch bestimmt echte Detektivarbeit, Nobi. Da bin ich wirklich gespannt drauf.


    Heute will ich auch mal wieder etwas einstellen. Eine meiner absoluten Lieblingskünstlerinnen hat ein neues Album herausgebracht. Hier der Titeltrack:

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    Zumindest gibt es schon mal keine zwei mit voller Punktzahl - oder so.

    Also, mir fehlen immer noch zwei, die muss ich dann halt mit Lücke abgeben.

    Ein Fragezeichen steht bei mir bei der 10 und zwei große Fragezeichen stehen bei der 3 und der 13.

    Schwester im Geiste. Bei mir sind die Fragezeichen anders sortiert, 3 und 13 kann ich zumindest was hinschreiben, wackelt aber sehr; 10 nada! :gheulen:

    Internationaler Frühschoppen?


    Der Tag ganz neu, die Sonne frisch,

    das nennt der Gentleman dann "dawn".

    Und ist er noch nicht richtig wach

    dann sagt er deutlich hörbar "YAAAWN"


    Der Tag noch jung, g`rad eben hell

    nennt Don Felipe "madrugada".

    Und fröhlich die Musik erklingt

    von Köln bis Yokohama.*


    Der Tag kaum da, noch beinah` Nacht,

    das heißt in Frankreich "aube".

    Pierre raucht und trinkt Café al lait

    und liest sein Horoskop.


    Der Tag erwacht, die Sonne steigt

    da sagt der Deutsche "Morgengrau`n".

    Ein Wort, was gut in`s Kintopp passt,

    wenn Monster sich mit Zombies hau`n.

    Für mich ist das die "Morgenstund`",

    ich packe Korb und Zeckenspray.

    Denn Morgenstund hat Pilz im Mund.

    (Gold tut nun mal beim Kauen weh)


    Madrugada = Indie-Rockband aus Norwegen; meine Empfehlung: "Chimes At Midnight" aus 2022 :gbravo::gnicken:

    Lieber Alis,

    auch von mir einen Gruss zu Deinem Jubeltag.

    Glück, Gesundheit und Schöne Pilzfotos wünsche ich Dir im neuen Lebensjahr.

    Und viel Spass bei der Vorbereitung und Durchführung Eures diesjährigen Treffens.

    Schade, dass ich nicht dabei sein kann.

    Hoffentlich bei anderer Gelegenheit im nächsten Jahr.

    Beste Grüsse aus Bremen,

    Hans.

    Kurz vor Toressschluss noch einen ganz Herzlichen Geburtstagsgruß aus dem Nordwesten.

    Dir wünsche ich Glück, Gesundheit und ein Gutes Neues Lebensjahr

    und mir wünsche ich, dass wir uns bald mal wieder persönlich treffen.

    Es würde mich sehr freuen.

    :gwinken:

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Wir sind mittlerweile im 10. PPC-Jahr! Im letzten Monat nahm die Zahl der Beiträge sehr erfreulich zu, es wäre schön, wenn das so bliebe. Es gab es im laufenden Jahr schon viele, schöne Gedichte zu lesen. Das ist sehr erfreulich, ich danke für die treue Teilnahme. Gerne sind auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten! Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.


    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: PPC-Poesiealbum


    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.


    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.


    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind


    Schonung - frohgemut - Morgengrauen

    Abgabeschluss ist der 24.07.22 24:00 Uhr.

    Juni 2022

    Fichte- vertrackt- PC

    von Wildschwaiger



    Glück gehabt


    Das Jahr ist bisher wirklich nass

    es treibt mich in den Wald.

    Pilze suchen das macht Spaß

    auch wenn schon wieder Donner hallt.


    Pilze heuer überall.

    Die Brombeerranke wehrt sich.

    Schnell bringt sie mich hier zu Fall.

    Sie wollte es ganz sicherlich!


    Bin sowiso schon schlecht gelaunt.

    In den Pilzen viel Getier!

    Das hat mir meine Frau posaunt,

    die Quittung krieg ich hier.


    Ich stolper über Stock und Stein,

    das Dickicht kratzt mich blutig.

    Heute ist der Wald gemein,

    das macht mich etwas wutig.


    Nun fängt es wieder an zu regnen,

    der Wind braust durchs Gebüsch!

    Ich möchte keinem Tier begegnen,

    vor Schweinen grausts mich fürchterlich!


    Dunkel wirds, ein Blitz der zuckt!

    Wohin soll ich mich verkriechen?

    Ich hab wohl zuviel aufgemuckt

    und Gott kann mich nicht riechen!


    Die Fichte hier ist ziemlich dicht,

    drum stell ich mich dort unter.

    Doch plötzlich ist ein grelles Licht

    ich geh in Donner unter!


    Rinde spritzt! Ein Stamm gespalten!

    Der Schock kann gar nicht größer sein.

    Ach hab ich mich doch dumm verhalten,

    erleide nun die größte Pein.


    Zum Glück wars nur der Nachbarbaum.

    Er war wohl etwas größer.

    Eigentlich begreif ichs kaum

    Natur kann noch viel bößer.