...o.k., der erste Ansatzpunkt ist das Bild selber und der Artikel, in dem ich es gefunden habe: Der Artikel
Das Bild habe ich hier mal mit ein paar Hervorhebungen versehen:
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Aus dem Artikel erfahren wir, dass ein Fünfzehnjähriger, nachdem er zur Arbeit gefahren ist, sein "Moped" abgestellt hat. Unter "Moped" wird im österreischichen Sprachgebrauch ein ein- oder mehrspuriges Motorfahrrad verstanden, mit bis zu 50 cm ³ und einer maximalen Bauart-Geschwindigkeit von 45 km/h. (umgangssprachlich: "eine Fünfziger"). Ein Fünfzehnjähriger, der zur Arbeit fährt, ist mutmaßlich Auszubildender, hat also die Schule abgeschlossen. In Österreich ist das frühestens mit 15 möglich. Der junge Mann wollte also schnellstmöglich aus der Schule. Warum? Weil er nicht gerne hingegangen ist! Warum? Weil er schlechte Noten hatte! Warum? Weil er ein fauler Hund war! Warum? Weil Papa nie Zeit hatte, um die Hausaufgaben zu kontrollieren! Warum? Weil Papa einen selbständigen Handwerkerbetrieb hat![hr]
Der Filius, quasi Schulabbrecher, hat also eine Anstellung im "Ritzlerhof" gefunden, ein Etablissement, in dem das Doppelzimmer im Sommer zwischen 78 und 219 EUR/Nacht kostet. Gehobener Standard. Da wird Papa wohl geholfen haben. Auch darf der Knabe mit 15 noch gar keinen Führerschein machen, es sei denn, er macht eine zusätzliche Prüfung nach praktischem Fahrtraining und mit schriftlicher Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Kein billiger Spaß, aber Papa hats ja...[hr]
Stellt sich die nächste Frage: "wie kommt der Junge zur Arbeit?". Ein "Moped" muss her. Junior lässt durchblicken, dass China-Schrott oder japanische Einheitsware gar nicht erst erwägt zu werden braucht.
Aus Jungarbeiter-Sicht muss das Fahrzeug einen gewissen Coolness-Faktor haben, mindestens also Niederquerschnittsreifen (vgl. Foto).
Senior lässt sich schließlich breitschlagen (das schlechte Gewissen!) und kauft dem Jungen das Spitzenmodell vom führenden Rollerhersteller, einen Piaggio NRG Power

Da Vater aber arbeiten muss für sein Geld, und auch nicht auf den Kopf gefallen ist, kauft er ein Vorjahres-Vorführ/Auslaufmodell (minus 30% netto).
Junior ist stolz und glücklich und fotografiert ein paar Details von seinem neuen Roller:
Schalldämpfer mit dickem zylindrischen Topf und kleinem Auslassschnorchel

Federbein (nur links!)-Anlenkung unmittelbar an der Triebsatzschwinge

Seitenständer (selten!)

Keine durchgehende Telegabel, sondern aufgebaut wie am Fahrrad
