Beiträge von Lothar Monshausen

    Hallo Pilzfreunde,


    auf dem Friedhof habe ich gestern einen relativ großen Baumpilz gefunden. Er ist auf einer alten Wurzel gewachsen, die heutige Hecke wurde etwa vor 6 Jahren gepflanzt. An dieser Stelle war früher ein größerer Baum, ich glaube ein Nadelbaum.
    Der Baumpilz hat eine fast weiße, samtige, klebrige und schwammartige Oberfläche. Seitlich erkennt man sehr feine Poren. Nach dem Durchschnitt erkennt man nur eine dünne weiße (Oberfläche) und den dunklen Kern mit einer Art "Jahresringstruktur", die aber erst dunkelrotbraun ist, nach dem Trocknen ocker- bis rotbraun. Es besteht eine große Ähnlichkeit mit einem geräucherten Schinken mit Speckschicht (siehe Detailaufnahmen).
    Der Geruch ist mild, nicht unangenehm - leicht holzig. Auch nach einem Tag ist der Kern noch weich.
    Andere mir bekannte Pilzsammler konnten mir keine ausreichende Antwort zur Pilzart liefern, daher meine Anfrage an das Forum: Um welche Baumpilzart kann es sich handeln?


    Gruß: Lothar





    Hallo Pilzfreunde,
    diese Pilzart habe ich heute am Rand eines Buchenwaldes fotografiert. Nach meinen Recherchen könnte es sich um den Wollstielschirmling (Lepiota magnispora) handeln. Ich bin mir aber da nicht sicher, daher diese Anfrage.
    Die Pilzart habe ich am Rand eines Buchenwaldes gefunden. In der Natur ist der Hut mit Stiel schneeweis, wird aber nach Mitnahme leicht braun am Stiel.
    Der Hut hat bei dem größten Fund einen Durchmesser von 7 cm und hat eine Höhe von etwa 8 cm; ist reinweiß und gewölbt. Das Zentrum ist ockerbraun, erbsenförmig erhöht. Insgesamt sehr weich und zerbrechlich.
    Der Geruch ist frisch chemisch bis unangenehm, danach neutral.
    Das Sporenpulver ist fast weiß, die mikroskopische Untersuchung erfolgt etwas später.


    Ist meine Bestimmung des Wollstiel-Schirmlings korrekt?
    Ist es, wenn die Bestimmung korrekt ist, ein Giftpilz?


    Gruß: Lothar


    Hallo Fenrir,


    besten Dank für die zeitnahe Info. Dass es hier um Nostoc-Bakterienkolonie handelt war mir bislang unbekannt!
    Nostoc ist also eine Gattung von Cyanobakterien, die kugelige oder hautartige Kolonien aus langen, unverzweigten Zellschnüren in einer gelatinösen Hülle bilden. Es hat aber auch mit einer Symbiose mit Pflanzen und Pilzen zu tuen, wie ich gelesen habe.
    Leider habe ich keine Mikroskopaufnahmen machen können.


    Gruß:


    Lothar

    Hallo Pilzfreunde,


    nach einem Tag Dauerregen hatte ich in meinem Garten zwischen zwei "Fetten Hennen" dieses gallertartige Objekt gefunden. Da ich das Gewächs nicht kenne, weiß ich nicht, ob es sich hier um eine Pilzart oder Pflanzenart handelt.
    Der "Pilz" wächst auf kalkhaltigem Boden, der im Sommer sehr hart wird. Die Größe beträgt etwa 5 - 10 cm. Die Fruchtschicht ist gallertartig und wellenförmig, oft auch überlappt und die Farbe ist dunkelgrün bis hellgrün am Rand. Wenn man das Gewächs auf Papier ausbreitet, ist es "durchsichtig".
    Der Geruch ist neutral, Geschmack: das habe ich nicht getestet - solche gallertartigen Sachen sind nicht mein Fall.
    Auf den Fotos kann man das Objekt wohl besser Beurteilen.


    Auf Eure Einschätzung bin ich gespannt....


    Gruß:
    Lothar


    Hallo Ralph und Pablo,
    vielen Dank für Eure Informationen. Ich habe mal in meiner Literatur nachgeschaut und festgestellt, dass der Bleiweiße Firnis-Trichterling (Clitocybe phyllophila, syn. Clitocybe cerussata, Clitocybe pithyophila) vom Geruch her nicht passt. Mein Fund hat einen sehr intensiven stechenden unangenehmen Geruch (halt wie der Starkriechende Körnchenschirmling). Auch das Sporenpulver ist auf dem Glasträger weiss, ohne Rosatöne. Der Weisse Anistrichterling (Clitocybe fragans) hat auch einen leichten angenehmen Anis-Geruch.
    Ich werde dann mal alle Clitocybe Arten durchlesen.


    Gruß:
    Lothar





    lothar

    Hallo Pilzfreunde,


    in einem von überwiegend Fichten bewachsenen Waldstück habe ich diese mittelgroßen weißen Pilze mit starkem unangenehmen Geruch gefunden. Man erkennt deutlich kleinere Hexenringe (Durchmesser etwa 2m). Die Pilze sind in dem relativ dunklen Fichtenwald auffallend als "weiße Pilze" sichtbar.
    [font="Courier"]
    Beschreibung Hut: Der Hut ist etwa 2 bis 6 cm breit, ausgebreitet und niedergedrückt. Die Oberfläche ist feinkörnig bis mehlig und schmutzig weiß, die Hutmitte ist im Trichter etwas dunkler.
    Lamellen: Die gedrängt stehenden Lamellen sind untermischt und am Stiel herablaufend.
    Stiel: dünn, zerbrechlich, zur Basis hin ockergelb gefärbt.
    Verfärbungen im Schnitt nicht erkennbar.
    Geruch: unangenehm streng, lange anhaltend, sozusagen "raumfüllend".
    Bäume und Boden: Fichten, vollkommen mit Moos bewachsener Waldboden der mit wasserführenden Gräben durchtrennt ist.
    Bodensäuregehalt: kalkhaltig
    Sporenpulver: weiß
    Sporen: breitelliptisch, fast rund, ohne Zystiden
    [/font]


    Vom Geruch her erinnert mich mein Fund an den Starkriechenden Körnchenschirmling, allerdings passt dieser nicht zur Beschreibung.


    Um welche Art kann es sich hier handeln?


    Gruß:
    Lothar



    Hallo zusammen,


    Mönchsköpfe wachsen hier in der Eifel (sogar im Stadtwald) in großen Hexenringen von 20 m Durchmesser. Man hätte schnell den ganzen Kofferraum voll, aber essen werde ich diese Art trotzdem nicht.


    Gruß:
    Lothar

    Hallo p85,
    nun, die Vermutung für eine Bauchweh-Koralle (Ramaria maireiist) ist gar nicht so schlecht!
    Kann es sein, dass Deine Aufnahmen nicht die reale Färbungen des Pilzes darstellen?
    Hattest Du den Pilz auch durchgeschnitten? - Wohl nicht - Da könnte man die relativ große "Knolle" sehen. Ich hatte vor einer Woche auch solche Pilze fotografiert, da war allerdings die Farbe des Fruchtkörpers hellockerfarben. Diese Korallen-Pilze gehören alle zur Schweinsohrverwandten oder werden alle auch zu den "Ziegenbärten".


    Gruß:
    Lothar

    Hallo zusammen,
    es handelt sich hier um einen im jungen Wachstumsstadium befindlichen "Ziegelgelben Schleimkopf" (Cortinarius varius). Ich habe diesen Pilz schon oft in Buchenwäldern gefunden.


    Die Beschreibung der Anfrage ist allerdings sehr dürftig!


    Auch das wichtigste Attribut hat hier keiner erwähnt: Das die sehr schleimige und klebrige Oberfläche des Hutes.... hat dem Pilz auch den Namen gegeben, aber das scheint wohl nicht so wichtig zu sein.
    Auch die keulenartige Basis sieht man erst bei älteren Exemplaren dieser Art.


    Aber natürlich werden jetzt alle Super-"Experten" dies alles in Frage stellen (eventuell doch ein Schleimpilz? :-)


    Gruß:
    Lothar

    Hallo zusammen,


    ich bin echt beeindruckt!!!, da Ihr auch die sehr unscharfen Aufnahmen so eindeutig zuordnen konntet. Ihr hatte echt den "Klapperschwamm" erkannt?, Respekt! - man könnte auch was anderes erkennen, wenn es mal richtig beschrieben würde.....


    L. Monsh.

    Hallo Heiner,
    die Pilze sind zweifellos Pilze der Gattung Hallimasch (Armillaria mellea), aber wenn Du mir nicht glaubst, esse doch mal eine Pfanne dieser Art... Dann weißt Du auch woher der Name kommt..
    Ich esse allerdings nur Pilze, welche ich selbst finde.


    Gruß:
    Lothar

    Hallo Beorn,
    ich bin wirklich nicht frustriert über "Null" Antworten im Pilzforum.eu, ich bin eher froh überhaupt eine zu bekommen, was nicht immer der Fall war. Dafür vielen Dank noch, dass einige sich dieses Themas mit den "Cortinarius-Arten" angenommen haben. Ich persönlich finde, dass diese Art von Farbe und Form sehr schön ist, aber sehr schwer zu bestimmen ist.
    Ich hatte bereits vor einigen Jahren Fotobücher über Eifelpilze erstellt (bisher 3 - mit Fotos, Schnittbildern, Sporenaufnahmen usw -vom Forum.EU auch bestätigt).
    Natürlich habe auch in meiner nicht so kleinen Literatur nachgelesen, um welche Pilzarte es sich handeln kann. Eine Bestätigung von anderen Personen ist mir da auch wichtig, (als Techniker von Beruf) kann ich das nicht so bei Gerüchen beurteilen.


    Insbesondere:
    Das Leitmotiv des Pilzforum ist doch die Bestimmung von allen Pilzarten in Deutschland.


    Daher ist doch eine "Nullantwort" der "Experten" sicherlich nicht förderlich. Ich werde auch in Zukunft "schwierig bestimmbare Pilzarten" vorstellen.
    Liegt da nicht auch Reitz einem etwas Wissen weiterzugeben, wenn es stimmt??? Nun, würde es gerne machen!


    Gruß für alle aus dem Regen:


    Lothar

    Hallo Oehling,


    ich freue mich außerordentlich über Deine fachkundliche Aussage über meinen Pilzfund. Die Hutoberfläche war wegen Regens etwas feucht aber nicht schleimig. Meist waren die nur Oberflächen im Buchenlaub zu sehen, aber das ist ja normal.
    Die Fotos zeigen die Pilze mit entferntem Laub in verschiedenen Zuständen. Die Sporen hatte ich mit meiner Mikroskop-Kamera nach einer Stunde fotografiert. Untersuchungen mit Kaliumhydroxid mache ich nur in Ausnahmefällen, da dieses Verfahren auch nicht immer zu eindeutigen Bestimmungen führt.
    Ich benötige die Bestätigungen von Bestimmungen der Pilze übrigens nur für ein Buch über die "Eifeler Pilze" im Bitburger-und Luxemburger-Land.


    Ich freue mich immer noch auf Antworten von Euch, auch für Kritiken oder Aussagen für meine fehlenden Angaben sind willkommen!


    Anm.:
    Übrigens hatte ich alle Anforderungen bzgl. Beschreibung usw. vom Forum erfüllt!
    Gruß aus dem schönen Regen in der Eifel.


    Gruß:


    Lothar



    [hr]
    Um diese sehr leidige Thema mit den verhassten Schleierlingen zu schließen werde ich dann nur noch Steinpilze sammeln, oder ist noch Interesse an außergewöhnlichen Pilzen???


    Gruß:
    Lothar

    Hallo Lothar,


    zu Bild 9 kann ich Dir nur sagen, dass Du schon etwas mehr zu den Pilzattributen bringen musst. Bei Schleierlingen ist die Bestimmung immer schwierig.
    Zum Beispiel solltest Du einen Durchschnitt machen, Verfärbungen am Stiel, Geruch, Velumreste am Stiel usw. erklären. So bleibt der Name des Fundes wohl für Dich für immer "unbekannt".
    Es ist halt kein Speisepilz!


    Gruß:
    Lothar

    Hallo Franc,
    Dein Fund ist sicherlich kein Mönchskopf! Diese Pilze haben auch jung einen sehr dicken Stiel im Verhältnis zum Hut. Der kleine "Buckel" kann man nur in jüngerem Wachstumsstadium sehen.
    Auch die ausgewachsenen Exemplare werden sehr groß und haben einen tiefen "Hut-Trichter", der oft mit Wasser oder Blättern gefüllt ist.
    Ich kenne gewisse Stellen, an denen massenhaft "Mönchsköpfe" in großen Hexenringen bis 15 m Duchmesser wachsen.
    Dein Fund könnte durchaus ein Nebelgrauer Trichterling (Clitocybe nebularis) sein, der auch in bei Mönchsköpfen oft zu finden ist.


    Gruß:
    Lothar

    Hallo Ingo,
    vielen Dank für Deinen Mut eine Antwort zu senden! Viele Experten trauen sich wohl nicht....
    Ich denke allerdings, dass es ein Weißvioletter Dickfuß ist! Ganz sicher bin ich mir noch nicht, aber die Eingrenzung der Art geht sicher dahin.


    Gruß:
    Lothar

    Ich bin überrascht, das von den vielen "Experten" niemand diese Cortinarius-Art bestimmen kann! Sehr viele Attribute hatte ich hier mitgeteilt, mehr geht nicht!
    Scheinbar sind nur noch Steinpilze, Riesenboviste und Pfifferlinge interessant, oder sind "Schleierlinge" für Euch uninteressant..............
    [hr]
    Der Name des Pilzes ist mir mittlerweile bekannt....
    Ihr kommt wohl nie darauf, obwohl man es sehen kann ......

    Hallo Mario,


    vielen Dank für Deinen Hinweis auf Fälblinge. Eventuell käme der Tonblasse Fälbling (Hebeloma crustuliniforme) in Frage. Allerdings ist bei meinem Fund eine keulige Verdickung an der in der Literatur beschrieben, was hier nicht zutrifft.


    Gruß:
    Lothar

    Hallo Pilzfreunde,
    ich hatte gestern in einem Waldstück mit alten Buchen diese ockergelben Pilze gefunden. Die Pilze wachsen einzeln oder sind zusammengewachsen. Möglicherweise kann es sich hier auch um eine Schleierlingsart handeln, es spricht aber vieles dagegen.


    Hier die Merkmale in Kurzfassung:
    Hut: bis 7,5 cm breit, feucht, scharfer Rand,
    jung: halbkugelförmig, Schleierreste zwischen Hutrand und Stiel
    älter: ausgebreitet, stumpf gebuckelt, Farbe: beige oder hellocker
    Stiel: 8 cm lang und 1,6 cm dick, zur Basis hin etwas verdickt.
    Lamellen: am Stiel ausgebuchtet angewachsen, ockerfarben, nicht eng stehend, untermischt.
    Fleisch: weiß, im Hutbereich leichte ockertöne
    Verfärbungen im Schnitt: keine Verfärbung (auch nicht nach einem Tag)
    Geruch: mild, unauffällig (kein "Cortinarius-Geruch")
    Geschmack: neutral
    Begleitbäume: alte Buchen und Büsche
    Bodensäuregehalt: kalkhaltig
    Sporenpulver: zimtbraun (oder etwas heller)
    Sporen: oval mit einer seitlicher "Spitze", glatte Oberfläche


    Um welche Pilzart kann es sich hier handeln?


    Gruß:
    Lothar