Beiträge von Gerd

    Hallo Rübezahl,



    Träuschlinge hatte ich noch nie. Da muss ich mir doch gleich die Gattung mal genauer anschauen, damit ich sie demnächst nicht mehr als Champignon anrede.


    - Ich stimme natürlich Pablo zu.


    - Und gib dir einen Tipp: Stropharia-Arten haben "violett-braunes, lila, violettschwarzes, violettgraues" Sporenpulver und bereits darüber recht gut von "Egerlingen" zu trennen. Und die Lamellen sind +-breit am Stiel angewachsen und keineswegs frei wie bei Champignons.


    Nachtrag:
    "Bei der Sporenpulverfarbe fällt mir eine Ausnahme ein:


    "S. caerulea = S. cyanea" (Braunsporiger Träuschling) hat mittelbraunes Sporenpulver ohne Violettanteile.


    Grüße
    Gerd


    Oh ja, Ganoderma lucidum und resinaceum...
    Beide einjährig, harzhaltig und farblich sehr ähnlich. Vielleicht geht's mit der Neigung zur Stielbildung bei G. lucidum?
    Ich glaube, Gerd hat dazu schon einiges geschrieben, aber ich habe gerade nicht mehr im Kopf, wo.


    - Schau einmal HIER
    ---> Da wurden mehrere Generationen lang "Ganoderma resinaceum" in unterschiedlichen Altersstufen gezeigt, diskutiert und gegen andere Arten verglichen.
    ---> Und zusätzlich gibt es noch einige Literatur-Links.


    Grüße
    Gerd


    Gerd: Die Farbverfälschung würde ich anzweifeln. Die Pilze hatten in etwa diese Farbe, sowie sie auch auf den Bildern (besonders 2+3) zur Geltung kommt.


    - Richtig, bei den Bildern 2+3 ist der Weißabgleich zwar nicht optimal, aber noch ok.


    ---> Aber, die Bilder 1 +4 sind farblich völlig daneben.

    Hallo Stefan,



    ich hab die Erfahrung gemacht, dass das Bestimmen junger Schwefeköpfe echt schwer sein kann. Gerade die Grünblättrigen H. faciculare können jung sehr wohl so eine rote Huthaut haben...
    Einer von beiden ist es aber mit Sicherheit. H. lateritium oder H. fasciculare.


    - Deiner Schlussfolgerung stimme ich nicht zu:


    ---> Für mich (achte einmal auf die Stielfarbe) ist das "Hypholoma lateritium" (Ziegelroter Schwefelkopf)


    Grüße
    Gerd

    Hallo,



    das sieht nach Grauer Lärchenröhrling aus.Also nochmal nachsehen ob eine Lärche in der Nähe steht,kann auch 10m entfernt sein.


    - Ich sehe das (beachte Bild 2 und insbesondere Bild 3) auch so:


    ---> "Suillus viscidus" (Grauer Lärchen-Röhrling), obwohl die Bilder arg farbverfälscht (darauf solltest du bei Anfragen hinweisen !!!) sind!


    Grüße
    Gerd

    Hallo Margit,



    Ich hab den Hut zum aussporen auf Papier gelegt. Lese gerade im Laux ein bei Leucoagaricus, aber was 100%ig passendes hab ich noch nicht gefunden, weil sich mein Pilz nicht verfärbt.


    Mein Rat:


    - Vergiss (a) Laux: Der große Kosmos Pilzführer, (b) Gerhardt: Der große BLV Pilzführer, (c) Bon: Pareys Buch der Pilze, (d) Dähncke: 1200 Pilze oder ähnliche Populärliteratur. Sa wirst du deiner Fund nicht finden.


    - Hake deinen Fund einfach als "Leucoagaricus subcretaceus" (Bräunender Egerlingsschirmling) ab.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Pablo,



    Mich musst du nicht mehr überzeugen, ich war ja schon nach deinem ersten Beitrag zu der Art auf deinen Zug aufgesprungen.
    Ein wenig geblättert hatte ich auch und bin zu dem Schluss gekommen, daß es zumindest in Mittelwuropa keine sinnvollen Alternativen zu geben scheint.
    Aber dennoch dankeschön für die weiteren Ausführungen und die Literaturliste.


    - :alright:
    - Aber dennoch schade, dass ich dich nicht um ein paar Chips (hier 30) erleichtern kann :veryannoyed:
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    - Übrigens, die von mir eingesehenen Autoren sind der Meinung, dass diese Art deutlich unterkartiert ist.


    Und noch was:
    ---> Warum habe ich mich mit dieser Anfrage so ins Zeug gelegt?


    - Ganz einfach: Ich bin u.A. ein Fan von "hellsporenden" Blätterpilzen mit freien oder angehefteten Lamellen und wollte meine "spontane Vermutung" durch Literaturrecherche auffrischen, da ich diese Art bisher nur selten in der Hand hatte.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Pablo,



    Ein kleiner Nachtrag zur Verfärbung:
    Zu sehen ist hier ein bräunlich überlaufener unterer Stielteil.


    ---> Genau dies ist ein Merkmal, auf das alle von mir eingesehenen Autoren (bei "Leucoagaricus subcretaceus :D ), hatte ich übrigens schon in der Hand, hinweisen. :cool:
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    Ich hoffe, ich kann dich von meiner Bestimmung überzeugen, und zitiere wenige Artikel aus meinem Regal:


    [1]ID 02373: M. Enderle (1987): Bemerkenswerte Agaricales-Funde V; in Festschrift 25 Jahre Schwarzwälder Pilzlehrschau 1(1):S.31


    –žDie herausragenden Merkmale dieser Art sind die sich im Laufe der Entwicklung bildenden bräunlichen, konzentrischen Schüppchen, das bräunlich verfärbende Fleisch und die Sporen, –¦–œ[i]
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    [2] M. Enderle (1992): Bemerkenswerte Agaricales-Funde IX; Ulmer Pilzflora III:28-29


    [i]"Hut: jung halbkuglig, mit oder ohne abgeflachte Mitte, alt flach konvex, weißlich bis cremefarben, in der Mitte etwas dunkler, alt oder nach Berührung blass bräunlich verfärbend, Hutoberfläche glatt bis deutlich feinschuppig aufreißend, –¦
    Lamellen: frei, gedrängt, untermischt, schwach bis deutlich bauchig, –¦
    Stiel: –¦, im oberen Drittel mit nach oben abziehbarem, weißlichen Ring(*); weißlich, auf Druck langsam gilbend, später bzw. im Alter bräunend, –¦ –ž


    (*) Auf der gezeigten Strichzeichnung erkenne ich allerdings, wie auch in [3] gezeigt, einen nach oben abstehenden Ring. Und den bezeichnet man üblicherweise als –žnach unten abziehend."
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    [3] Ich habe bereits in meinem vorherigen Beitrag auf die verblüffende, übereinstimmende Ähnlichkeit aller Details ([3]Abbildung 54) hingewiesen. Und um Nägel mit Köpfen zu machen versuche ich mir wichtig erscheinende Merkmale (hoffentlich korrekt aus dem Ital. übersetzt) zusammen zu fassen:


    Hut: Zuerst halbkuglig, subtrapezartig (bezieht sich wohl auf den abgeplatteten Hutscheitel), –¦, robust, weißlich bis grauweißlich, schließlich bräunlich. –¦ , Hutscheitel glatt und Hut später insbesondere zur Peripherie hin –žschuppig–œ aufreißend.


    Lamellen: engstehend frei, –¦
    Fleisch: weißlich, Stielbasis leicht bräunend.
    ---> Ich betone nochmals: Es gibt in [3] keine weitere Abbildung mit annähernd so guter Detailübereinstimmung mit dem bei der Anfrage gezeigten Bild.
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    [4] Ich habe bereits auf die gute Beschreibung hingewiesen und verzichte die zu zitieren.


    Nur noch eine kleine Ergänzung:
    - Die Abbildung zeigt jüngere Fruchtkörper mit (a) abgeplatteter Hutmitte, (b) typisch weder knollig verdickter noch wurzender Stielbasis, (c) einem auch nach oben zeigendem Ring, der unterseits (wie auch bei [3] gezeigt) am Rand eine deutlich braun gefärbt ist.
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    [5] Da mache ich es mir einfach und zitiere:
    –žMorphologie: Vgl. Schlüssel. Aufgrund der deutlichen Hutschuppung, die durch das Bräunen der Basidiocarpien (Anmerkung Gerd: Fruchtkörper) noch verstärkt wird, vom nahe verwandten L. leucothites und anderen Arten abgrenzbar–œ
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    Mein Fazit:


    (1) Natürlich gibt es noch weitere Leucoagaricus-Arten, bei denen die Huthaut schuppig aufreißen kann.
    - Doch bei allen andern von mir überprüften Arten gibt es Merkmale, die einfach nicht passen.


    (2) Wenn ein Fruchtkörper verfügbar ist und Jemand bereit ist den Fund zu bestimmen, dann lehne ich mich aus dem Fenster und setzte –ž30Chips–œ auf –žLeucoagaricus subcretaceus = L. leucothites var. subcretaceus–œ



    Grüße
    Gerd


    Literatur:


    [3] M. Candusso –“ G. Lanzoni (1990): Lepiota s.l.; Fungi Europaei vol. 4:


    [4] J. Breitenbach –“ F. Kränzlin: (1995): Pilze der Schweiz, Band 4:#243


    [5] G.J. Krieglsteiner (): Die Großpilze Baden-Württembergs Band 4:S. 108

    Hallo Rudi,



    vergleich mal mit Agaricus bennesii


    - "Agaricus benesii (Weißschuppiger Egerling), kenne ich gut und schließe ich ohne Restzweifel aus.


    - "A. benesii" zu überprüfen ist einfach: Rötet intensiv bereits beim "Ärgern" der Stielrinde und riecht übrigens nur recht schwach. Habituell (beachte die schlanke Form) am ehesten mit dem "dünnfleischigen Anisegerling" zu verwechseln.


    Grüße
    Gerd
    [hr]
    Hallo Pablo,



    Aber warum soll das nicht einfach eine Art aus dem Agaricus - arvensis - Schwarm sein (also Schafchampignon)?
    Passt doch alles: Starkes Gilben, Anisgeruch, Standort, Stielform, Stielbasis, Stieloberfläche, Hutoberfläche...


    - Mein klarer Favorit "Agaricus arvensis" :alright:


    Grüße
    Gerd

    Hallo Pablo, Hallo Margit,



    Wahrscheinlich kommst du dann rasch zu Leucoagaricus (Egerlingsschirmlinge). Am naheliegendsten wäre hier - zumal ohne erkennbare Verfärbungen - der Gemeine Egerlingsschirmling (Leucoagaricus leucothites). Allerdings passt mir dazu die Struktur der Hutoberfläche nicht.


    (1) Für mich ist das zweifelsfrei "Leucoagaricus sp." (Egerlingsschirmling).


    (2) "Leucoagaricus subcretaceus" = L. cretaceus = "Leucoagaricus leucothites var. subcretatus" passt m.E., wenn man sich die Abb. in [1] anschaut, wie die Faust aufs Auge zu diesem Fund:


    (a) Kompakter Habitus, (b) Huttextur, (c) aufsteigender Ring.


    ---> Eine gute, deutsche Beschreibung dieser Art (nicht Var.) findet man in [2]. Und auch [3], [4] führen diese Sippe auf Artrang.



    Literatur:


    [1] M. Candusso - G. Lanzoni (): Lepiota s.l.; FUNGI EUROPAEI vol. 4.


    [2] J. Breitenbach/ F. Kränzlin (1995): Pilze der Schweiz Band 4:#243


    [3] G.J. Krieglsteiner (2003): Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 4:108.


    [4] MykoBank

    Hallo Dieter,



    Es müsste der Flockenstielige Dachpilz (PLUTEUS PODOSPILEUS) sein, denke ich. Was meint Ihr?


    (1) Ja, es ist ein "Dachpilz" (Pluteus spec.)


    (2) Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass er auf Holz wächst. Das würde ich nur dokumentieren, wenn ich es überprüft hätte.


    (3) Vergiss deinen Bestimmungsversuch.
    ---> Mit "Bildvergleich" (vermutlich über Internet :rolleyes: :crying: ) kann man "Dachpilze" nicht mehr bestimmen.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Eva,



    Letzte Frage: Wollen das alle mal Birkenporlinge werden? Momentan sind sie grad fingernagelgroß.


    - Dass dies keine Birkenporlinge sind wurde dir bereits bestätigt.


    ---> Bisher wurden leider keine mich überzeugende Bestimmungsversuche vorgelegt.


    - Da kann ich dir auch erst dienen, wenn du die Pilze von der Unterseite zeigst.


    ---> Wichtig dabei wäre noch eine Größenangabe der Fruchtkörper und ob die Unterseite Poren (kleine Löcher) hat oder glatt ist. Und optimal, wenn du (a) noch ein Schnittbild zeigst, (b) beschreibst, ob die Feuchtkörper breit oder schmal am Substrat angewachsen sind.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Mirko,



    - Danke für deine Mühe und ich bin davon überzeugt, dass man deinen Fund auch ohne Mikroskop einiges abgewinnen kann.


    - Ich habe deine ausführlichen Zusatzerläuterungen bewusst auf wenige mich besonders interessierende Infos gekürzt und auch nur eines deiner Bilder eingeblendet.


    Ich kann mich auch nach Überprüfung meiner "Lepiota-Monografie" und weiterer Literatur kurz fassen und feststellen, dass ich (na ja, eigentlich meine Kristallkugel :D ) bereits in Beitrag #8 trotz Farbverfälschung deiner Bilder und fehlender Größe-/Geruchsangabe die "Kuh fast vom Eis gezerrt habe":


    Dein Zitat:
    [i]"Kandidat 2, gefunden auf einem Friedhof.


    [i]


    Mein Kommentar:


    - Ich sehe das etwas anders als du und stimme dir nur in den von mir ausgewählten Kommentaren zu.


    Warum:
    - Auch die für eine Gattung nicht so bestimmungsrelevante Angaben sind nicht überflüssig sondern bei einer Bestimmung durchaus hilfreich.


    - Ich habe übrigens auch kein Problem mit


    (a) redundanten Angaben (hier: Hutdurchmesser und zusätzlich noch Umfang, den man ja auch über D x Pi = D x ca. 3 Berechnen kann.)


    (b) falsche Angabe des Lamellenansatzes, da man den über die gezeigten Schnittbilder hervorragend beurteilen kann .


    (c) Evtl. Geruchsangabe, die eh sehr individuell beurteilt wird. Hier hat mir die Angabe nicht unangenehm gereicht.


    (d) Bodensäuregehalt:
    ---> Der ist meist sehr wichtig und ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Oder behauptest du im Ernst, dass "Lepioten" der "Säuregehalt" des Bodens völlig schnuppe ist?????


    etc.


    Grüße
    Gerd


    Mirko:
    - Mach weiter so und ignoriere die in weiten Teilen überflüssige Kritik von Öhrling.

    Hallo Manu,


    Zitat:
    Das ich Bilder bisher leider nur mit meinem Handy schiessen kann, da ich im Moment weder die Zeit noch das Geld auf der hohen Kante habe mir eine gute Kamera zu kaufen soll natürlich keine Entschuldigung für lieblose Fotos sein.


    - Mit keinem Wort wurde die Qualität deiner Bilder bemängelt, obwohl ich mir natürlich den Pilz etwas größer abgebildet gewünscht hätte.


    - Aber, einen Pilz, bei dem man nur den Hut sieht kann man meist nicht sicher bestimmen.
    ---> Und genau deshalb habe ich dich auf den Link mit den wünschenswerten Minimalmerkmalen hingewiesen.
    ---> Und ich habe kein Problem damit, wenn du anfangs nicht alle Merkmale beantworten kannst.
    --> Ich habe allerdings ein Problem damit, wenn du schnell im Vorbeigehen Bilder nur von oben knippst und erwartest, dass wir dir diesen Fund belastbar bestimmen können.


    Zitat:
    Von einer Anfrage hier im Forum habe ich mir natürlich auch nur eine Tendenz erhofft bzw. dachte ich mir bei diesem Pilz, das aufgrund der Farbe und Form evtl schon eine sichere Bestimmung möglich ist...


    - Eine unverbindliche Tendenz kann ich gerne nachliefern:
    ---> Vermutlich ein "Hautkopf". Spekulationen auf Artniveau lehne ich (ohne Sicht auf alle Teile des Fruchtkörpers) ab.


    Zitat:
    Ich verstehe das solche Beiträge einige hier mit den Augen rollen lassen, nur ist es doch so das man das auch anders rüberbringen kann. Mich aus dem Forum 'auszuladen' und die Anfrage gleich so abzuwerten finde ich schrecklich. Es steht jedem frei zu Antworten oder nicht. Ich habe auch niemanden persönlich gebeten mir 5 DIN A4 Seiten Bericht zu erstatten, sprich ich wollte wirklich niemanden belästigen.


    (1) Ich kann nicht erkennen, dass du aus dem Forum ausgeladen wurdest


    (2) Und wenn du meinen gutgemeinten, konstruktiven Beitrag derartig mimosenhaft kommentierst, dann solltest du dir ein dickeres Fell zulegen.


    Zitat:
    Da ich nun über den Ernst der Lage bescheid weiß und darüber informiert bin das dem Gerd der Kittel brennt, werde ich mich wieder aus diesem Forum verabschieden und mein Profil löschen.


    - Nimm bitte zur Kenntnis:


    (1) Ich bin nur ein Mitglied dieses Forums. Und wenn dir meine Beiträge nicht passen, kannst du mich gerne auf die "Ignorliste" setzen !!!!!
    ---> Hat für mich den Vorteil, dass ich in Zukunft deine Beiträge nicht mehr kommentieren kann.


    (2) Ich bin der Letzte, der dich aus diesem Forum vertreiben möchte.


    ---> Denn dafür bin ich viel zu scharf darauf "Neulinge" mit einem unheilbaren Pilzvirus zu infizieren.


    (3) Ansonsten empfehle ich dir noch, die Nachfolgebeiträge zu meinem Beitrag zu lesen. Da erfährst du etwas über meine Einstellung/Mentalität.


    (4) Bei einem Neueinsteiger mit einer ersten Anfrage hätte ich völlig anders geantwortet.
    ---> Aber bei dir, wenn ich mir die Anzahl deiner Beiträge anschaue, wird es Zeit, dich auf unverzichtbare Infos bei Bestimmungsanfragen hinzuweisen.


    (5) Sich aufgrund meines Beitrags aus dem Forum zu verabschieden, halte ich definitiv für falsch.
    ---> Da tummeln sich weitere Pilzkenner, die dich etwas vorsichtiger als ich beraten.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Ulla,



    - Tut mir leid, ich kann deiner Argumentation nicht folgen.


    ---> Denn jeder, der "Geastrum quadrifidum" (Kleiner Nesterdstern) schon einmal in der Hand hatte, wird dir widersprechen, wenn ich ihm diese Bilder zeige und das letzte Bild ausklammere.


    ---> Ich kann da nicht einmal ansatzweise "G. quadrifidium" (hatte ich mehrfach in der Hand) erkennen.


    - Auch deine Argumente gegen "G. minimum" können mich nicht überzeugen:


    (1) Deine "Kristalle" kannst du vergessen:
    ---> In meiner im Regal stehenden Literatur (kein Internet-Schrott) wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies kein konstantes Merkmal ist.


    (2) Auch was den Standort angeht (hatten wir vor Kurzem bei einer anderen Geastrum spec.) siehst du das m.E. auch hier zu eng.


    (3) Auch bei (fast allen) späteren Bildern kann man m.E. "G. quadrifidium" definitiv ausschließen.


    (4) Ich habe übrigens erwähnt, dass mehr als eine Art gezeigt wird.


    ---> Aber, auch in Fällen, wo ich mir nicht sicher bin, schließe ich "G. quadrifidium" aus.
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    OK, mach einmal einen besseren, mich überzeugenden Vorschlag.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Pablo,



    Das Gelände ist durchaus anthropogen beeinflusst. Zuletzt war es ein Übungsgelände der US-Army, liegt aber seit etlichen Jahren brach. Die Dünenlandschaften werden ein bis zwei mal im Jahr von Schafen beweidet, um das Gelände offen zu halten.
    Die Ökologie ähnelt teilweise stark der Sandhauser Düne (dürfte auch ein Standort von G. coronatum sein, obwohl ich da bisher nur Myriostoma coliforme gefunden habe ;) ), ist aber noch etwas trockener im Kernbereich.


    Ich habe zwei Fruchtkörper: Eben den hier gezeigten, den ich im Frühjahr 2013 eingesammelt habe. Und den, den ich in diesem Frühjahr eingesammelt habe. Er stammt vom selben Standort, ist aber deutlich größer. Die restlichen Merkmale scheinen für mein Auge identisch zu sein (ist auch ein Naturexsikat).
    Ich stelle morgen noch ein paar Bilder von beiden ein (muss ich bei Tageslicht knipsen).


    - Dein von dir detailliert beschriebenes Habitat passt.


    ---> Jetzt lasse ich von deinen weiteren Bildern überraschen, obwohl ich überzeugt bin, dass ich meine Bestimmung nicht korrigieren muss.


    Grüße
    Gedrd

    Hallo nobi,


    Zitat:
    "Zur Amanita (Knollenblätterpilz).
    Da bin ich ganz Gerds Meinung, wobei das wegen der Fotoqualität eher ein Vorschlag als eine Bestimmung sein kann!
    Gerd hat auch erkannt, dass das Habitat nicht so recht zu A. phalloides bzw. citrina passt! Sehr schön beobachtet! :alright:
    Vom Habitus her könnte ich mir durchaus Amanita virosa, den Kegligen Knollenblätterpilz vorstellen.
    Der Hut des ausgewachsenen Pilzes darf auch mal flach sein."


    - Einverstanden: Aber ich bewerte meinen Vorschlag als Bestimmung und nicht nur als Vorschlag.
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    Zitat:
    "Bei dem kleinen Schirmling sollte man die gezeigten Farben tatsächlich ignorieren!
    Oder kennt ihr Schirmlinge mit sattrosa Lamellen?
    Auch am Laub erkenne ich einen deutlichen Rotstich.
    Ich habe versucht, das dezent zu korrigieren und gelange zu folgendem Bild.



    Wenn ich lese, dass die Pilze auf Wiese wuchsen und mir vorstelle, dass die Hüte etwas von ihrer ursprünglichen Frische verloren haben, komme ich wieder zum Stink-Schirmling (Lepiota cristata).
    Auch das ist natürlich nur ein Vorschlag."


    - Das sehe ich etwas anders. Denn ich kann mir durchaus vorstellen, dass hier nicht "L. cristata" sondern eine von mir favorisierte Lepiota-Ecke zutrifft.


    ---> Aber, ich habe einfach keine Lust mit den angebotenen Infos meine "Lepiota-Monografie" zu belästigen. Denn ohne klare Hinweise des Anfragenden zu der von ihm gezeigten Farbtreue seiner Bilder ist das eh nur pure Spekulation.


    Grüße
    Gerd


    Bitte entschuldigt die schlechten Bilder. Ich mache die Fotos immer nur schnell für mich selber mit meinem Handy, um sie irgendwann mal wieder vorzukramen. Schnittbild gibt es auch keines weil ich keinen Fruchtkörper für so 'halbe Aktionen' die ich auf die schnelle, im vorbei gehen starte ausrupfen möchte.:hmmm: Hingerochen habe ich folgedem auch nicht. Währe dank Grippe im fortgeschrittenem Stadium eh sinnlos gewesen.


    - Deine hier geäußerte Einstellung kann ich definitiv nicht akzeptieren.


    ---> Ich stelle fest: Wenn du nicht wenigstens versuchst, einen Teil der HIER gelisteten Minimal-Merkmale bei Anfragen zu liefern, solltest du in Zukunft keine Anfragen mehr stellen.


    - Denn, irgendwelche nicht belastbare Vermutungen (auch bei m.E. nicht verwertbarem Schrott bei derartigen Anfragen) gibt es immer.


    ---> Wenn du damit zufrieden bist, habe ich damit kein Problem.


    Von derartigen Anfragen genervt


    Gerd

    Hallo Mirko,


    nach diesen doch widersprüchlichen Bestimmungsversuchen äußere ich noch meine Einschätzung und füge dabei jeweils nur eines deiner Bilder ein:


    Zitat:
    "Kandidat 1, für mich der Knollenblätterpilz (nur welcher genau..?..)


    Fundort im Fichtenwald, allein stehend, scheint ein recht junger Fruchtkörper zu sein.



    Der Stiel ist dezent genattert und trägt einen gerieften, lappigen Stielring. Die Stielbasis ist deutlich knollig und weist eine abstehende Scheide auf.


    Eventuell die weiße Form des Grünen Knollenblätterpilzes (A. phalloides)?"


    - Nee, das ist ganz sicher nicht "Amanita phalloides fm. alba"
    ---> Denn den "Grünen Knolli" kenne ich (und bekomm den jedes Jahr in die Hand) seit ca. 40 Jahren und immer nur aus Buchenwälder mit eingestreuten Eichen auf +-basischen (kalkhaltigen Böden).


    - Aber eine Amanita spec. ist es gewiss. Ich tendiere mit Vorbehalt auf einen "weißen Knolli", den ich bisher meist in dem von dir gezeigten Habitat gefunden habe.


    Und auch den "Gelben Knolli" kann man wegen der auf anderen Bildern erkennbaren Stielnatterung ausschließen.


    Und übrigens: Die Feststellung "Bild der Knolle von Amanita phalloides ist wirklich unschön geworden" lehne ich als nicht zutreffend ab. :nana:
    -------------------------------


    Zitat:
    "Kandidat 2, gefunden auf einem Friedhof.



    Wuchs zahlreich, viele Fruchtkörper von jung bis alt, auf Wiese.


    Da ich sonst nichts Ähnliches in meinen Büchern fand, gab ich diesen hübschen Pilzen den Namen Kamm-Schirmling (Lepiota cristata)."


    - "Lepiota cristata" (Stink-Schirmling" ist das, wenn ich die gezeigten Farben nicht völlig ignoriere, definitiv nicht.


    ---> Ich kann deinen Fund nicht belastbar bestimmen. Aber, ich würde mir hier vorrangig "Lepiota josserandii, L. subincrsnata. L. subincarnata oder ähnlich gefärbte" Lepioten anschauen.
    -------------------------------


    Zitat:


    "Kandidat 3, ebenso auf dem Friedhof, diesmal direkt an einem Grabrand.


    Es waren nur zwei Fruchtkörper zu sehen, ein junger und ein wohl älterer ausgewachsener.



    Aufgrund des so schön kräftig gezeichneten Hutes meinte ich, diesen Pilz alsbald bestimmen zu können und verzichtete auf einen Querschnitt (und leider auch auf genaueres Beachten weiterer Details).


    Da ich am Stiel nur eventuelle Reste eines womöglich mal vorhandenen Stielringes fand, aber dafür keine Schüppchen am längsfaserigen Stiel, endete mein Bestimmungsversuch beim Fleischbräunlichen Schirmling (Lepiota brunneoincarnata)."


    - Deine Bestimmung bestätige ich nicht, da es einige ähnliche "Lepioten" gibt.


    ---> Aber ich verneine ganz entschieden, dass es sich um "Echinoderma aspersum" (Stachelschuppiger (Stachel-)Schirmling handelt.


    - Reicht m.E. bereits Hutgröße und Lamellenabstand zu bewerten.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Christoph,



    den hast Du richtig bestimmt. Aufgrund der Halskrause einer der wenigen gut makroskopisch ansprechbaren Erdsterne.


    - Schau dir diese Bilder an. Da siehst du, dass sich die Halskrause nach der Krümmung der Exoperidie (Außenhülle) ausbildet.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Tom,



    ich hab vorgestern zum ersten Mal einen Baumpilz bestimmt und wollte mal nachfragen, ob ich da richtig liege.


    Zuerst einmal danke für diese mich beindruckende detailreiche Anfrage.


    ---> So macht Pilzbestimmung Spass :alright: :alright: :alright:


    Zitat:
    Bin mir zwar recht sicher dass es sich um einen Birkenporling handelt, aber da ich mich mit Baumpilzen eben nicht so auskenne frag ich lieber bei euch (und ggf. beim PSV meines Vertrauens) noch mal nach.


    - Bereits folgendes Bild entlarvt deinen Bild (m.E eindeutig) als "Birkenporling" (Piptoporus betulinus (Bull: Fr.)Kartst.
    ---> Und wenn du den Fruchtkörper nicht an Birke gefunden hast, dann behaupte ich, dass du das Substrat fehl bestimmt hast. Ok, du hast das Substrat (hab's erst später gelesen) korrekt bestimmt.


    So nebenbei:


    - Der Birken-Porling ist eine einjährige Pilzart, die durchaus 20 (30)cm breitwerden kann. Insofern ist dein Fund mit 30cm ein Prachtexemplar!!!


    - Und zusätzlich ein noch untypischer (missgebildeter) Fruchtkörper.
    ---> Details dazu liefere ich dir, wenn du dieses Bild im [URL=http://www.pilzfotopage.de/Forum3/viewforum.php?f=34&sid=a232a67ab686547bd3e7c310799841d3]"Gruselforum"[URL], dort sammeln/bewerten wir derartige untypische Fruchtkörper.



    Zitat:
    "Hab ich noch irgendwelche entscheidenden Merkmale vergessen bzw. auf welche Merkmale achtet man bei Baumpilzen sonst noch?"


    Gibt es denn einen Pilz, den man mit dem Birkenporling verwechseln könnte, der also sehr ähnliche Merkmale hat?"


    - Nee, mir hat bereits das von mir ausgewählte Bild ausgereicht, um deinen Fund m.E. korrekt zu bestimmen. Und ich habe bereits darauf hingewiesen, dass du bei anderer Substratangabe als "Birke" das Substrat fehlbestimmt hättest.


    - Aber bitte liefere auch in Zukunft derartige Zusatzinfos/Sicht auf Hutoberseite/Schnittbild/Sicht auf Hutunterseite.


    ---> Denn nicht alle Baumpilze sind so leicht zu bestimmen, wie ein Birkenporling.


    Zitat:
    "Wäre der gezeigte Pilz theoretisch noch verwendbar wenn man ihn als Tee/Sud probieren möchte, oder ist der schon zu alt?"


    - Diese Frage beantworte ich nur und unter Vorbehalt. :shy:


    ---> Aber alles was ich erkennen kann, deutet m.E. darauf hin, dass dein Fruchtkörper noch vital und verwertbar ist.


    Grüße
    Gerd
    [hr]
    Hallo Tom.



    Auf Madengänge werde ich mal besonders schauen, beim Zerschneiden. Ich hoffe dass zumindest noch brauchbare Teile dran sind.


    Entfernt Ihr die Porenschicht, oder lasst Ihr die dran? Gerade wegen der Madengänge tendier ich eher zum Entfernen...


    - Mein Eindruck ist:


    (1) In deinem Fruchtkörper sind noch keine sichtbare bewegliche Proteine und auch keine Spuren davon (Madengänge) sichtbar. Und eine creme-Verfärbung liegt ich Spektrum dieser Art und hat nix mit Maden zu tun.


    (2) Wenn du dein "Trockenmaterial" mehr als 2 (5) Jahre lagern möchtest, dann empfehle ich dir 3 Tage Tiefkühltruhe (-18 °C).


    ---> Das überstehen diese Viecher im Gegensatz zu einer empfehlenswerten Trocknung (<60 °C) nicht.


    (3) Nicht beurteilen kann ich, ob du nach dem Trocknen und zerkleinern zu Pilzpulver alle "bewegliche Proteine" vernichtest.


    Grüße
    Gerd