Beiträge von Gerd

    Hallo Frenchy,



    Heute gefunden, bin mir nicht sicher ob geniesbar oder nicht?
    Danke


    (1) Ob dein Fund geniesbar ist kann ich nicht beurteilen.
    ---> Denn dazu müsste ich
    (a) alle Fruchtkörper sehen und beurteilen, ob die nicht bereits vergammelt sind
    (b) wissen, wie du die lagerst und wann du die zu verspeisen gedenkst.


    (2) Na ja, nachdem alle unisono deinen Fund als "Boletus erythropus" (Flockenstieligen Hexenröhrling) bestimmt haben, muss ich mich mit der Variabilität" dieser Art wohl noch etwas intensiver beschäftigen und frage mich allerdings beim Betrachten der Bilder:


    (a) bin ich plötzlich farbenblind und erkenne deshalb bei einem derart alten Fruchtkörper in der Poren keine Spur von Rot


    (b) brauche ich eine neue Brille, um die namensgebenden "Flocken (auch rötlich gefärbt!)" im Stiel zu erkennen .


    (c) Warum ist die "Blauverfärbung" rel. schwach für diese Art?
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    Kurz, meine Meinung:


    - Bevor man eine Pilzart nach derartigen Bildern bestimmt oder eine Vermutung dazu äußert, sollte man m.E. einige Forderungen (wurden bereits vorbebracht) stellen:


    (a) Bilder sollte man am Standort oder wenigsten auf "weißer Unterlage" (damit man den "Weißabgleich" beurteilen kann) aufnehmen.


    (b) Anfragen, ohne ein Minimum an Details sind wertlos und m.E. auch meist nicht beurteilbar.


    (c) Und na klar doch:
    ---> Fruchtkörper mit abgeschnittener "Stielbasis" sind oft gar nicht nach Bild sicher zu beurteilen.



    Grüße
    Gerd

    Hallo Ohr,


    So und jetzt hake ich das Thema ab und werde (was immer du mir mitteilen wirst) nicht darauf reagieren.


    Das wird eine Prüfung für Dich lieber Gerd! :evil:


    DEFINITIV NEIN:
    ---> Ich weiß, wann ich eine weitere Diskussion abbrechen muss.



    Das findet deine Worte gut und angemessen, aber danach wurde ich nicht gefragt. :shy:


    :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Grüße
    Gerd

    Hallo MorchellaClancularius,



    Zuerst mal danke für die Bestimmungen. Ich gelobe Besserung beim zur Verfügung stellen von aussagekräftigerem Fotomaterial. Wachstum auf Holz kann ich bestätigen sowie eine leicht verdickte verbreiterte Stielbasis.


    Weitere Fotos habe ich leider nicht und eine Rückkehr zum Pilz ist relativ aufwendig :snail:


    Schade:
    ---> dann empfehle ich dir, deine Bilder zu entsorgen oder als nicht sicher bestimmbar (UMO= Unbekanntes mykologisches Objekt) zu kennzeichnen.


    Grüße
    Ger


    Außerdem suche ich eher andere Dinge wie Rehschädel, Zähne, Geweihe, Knochen und dergleichen. :evil:


    Na sowas:
    --> ich hoffe, du kennst die einschlägigen Gesetze und dir ist bekannt, dass in der BRD die Mitnahme derartiger Funde (wenn sie von einem jagdbaren Wild stammen) als WILDEREI geahndet/bestraft wird.


    Grüße
    Gerd

    ---> Nur glaube ich einfach nicht ALLES, was du an Merkmalen von dir gibst


    Das ist nicht mein Problem, jeder kann glauben, was er will. :D


    Falsch, das ist DEIN PROBLEM :D


    (1) Du hast (obwohl ein "alter Hase") wohl immer noch nicht kapiert, dass "Sporenpulverfarbe, Lamellenansatz am Stiel" die EINSTIEGSMERKMALE in jedem mir bekannten "Blätterpilz-Schlüssel" sind.
    ---> Angaben dazu hast du nicht gemacht. Und auf deinen "völlig überbelichteten" Bildern muss man m.E. "die Kristallkugel oder sein Bauchgefühl" befragen, ob das ein "Blätterpilz" ist.
    ---> Ich kann da nicht einmal bei Vergrößerung erkennen, ob dein Fund (a) dickfleischig ist, der Lamellenansatz (b1) frei, (b2) angeheftet oder (b3) ausgebuchtet ist. (b3) schließe ich aus und verwerfe deshalb definitiv "Tricholoma spec."


    (2) Und dann wunderst du dich, dass


    - ich deinen Angaben nicht traue???


    - Ich habe ernsthaft (auch wenn du das unseriös findest ---> bestätigt nur meine Einschätzung deiner "begrenzten" Pilzkenntnisse) eine "Amanita spec." zur Diskussion gestellt habe. X(


    Meine Empfehlung (auch wenn ich mich sinngemäß wiederhole):


    - "Steig von deinem hohen Ross ab" und akzeptiere einfach gut gemeinte Ratschläge, die m.E. für eine einigermaßen belastbare Bestimmung zwingend erforderlich sind:


    ---> Wenn nicht: Dann werde ich mich mit dir solange duellieren, bis einer von uns entnervt dieses Forum (*) verläßt (oder rausgeschmissen wird)


    (*) Ein anderes Forum, in dem du aufgegeben hast, läßt grüßen.


    Grüße
    Gerd


    So und jetzt hake ich das Thema ab und werde (was immer du mir mitteilen wirst) nicht darauf reagieren.

    Hallo Ohr,


    Gelber Dachpilz (Pluteus leoninus) vs. "Hydropus subalpinus" (Buchenwald-Wasserfuß) stehen derzeit zur Diskussion.


    Hmm, ich wollte das nicht kompliziert machen und habe (wegen Habitus, Hutfarbe und hellen, etwas glasig wirkendem Stiel) einfach eine mir spontan eingefallene Alternative zur Diskussion gestellt.


    :D Und wenn du meinen Vorschlag gebracht hättest
    ---> hätte ich als Alternative deinen Vorschlag in den Ring geworfen.


    [quote='Ohr']
    Naja, MorchellaClancularius, jetzt bist du dran; entweder aus dem Gedächtnis mehr Merkmale ins Spiel bringen, oder nochmal gucken gehen. ;)
    [quote]


    Keine Bange:
    ---> Die derzeit zur Diskussion stehenden Arten sind grundverschieden und kann man nicht verwechseln, wenn man die Sporenstaubfarbe (ersatzweise die Lamellenfarbe im Alter) kennt.


    ---> Beiden Arten gemeinsam ist nur "Wachstum auf Holz", das du bestätigen solltest.


    ---> Wenn du weitere Bilder zum Fund einstellst, dann bitte
    (a) eine verwertbare Ansicht des Lamellenansatzes am Stiel
    ---> würde mir bereits reichen, um mich festzulegen.


    (b) Stielbasis mit Substrat (notfalls ausbuddeln!)
    ---> da interessiert mich das Basismyzel


    (c) einen bildfüllenden Fruchkörper
    ---> bei dem du auf evtl. Farbabweichungen hinweisen solltest



    Grüße
    Gerd


    Ich dachte, ich wäre in einem seriösen Pilzforum ???


    - Keine Bange, du bist in einem seriösem Pilzforum.


    ---> Nur glaube ich einfach nicht ALLES, was du an Merkmalen von dir gibst und mache mir meine eigenen Gedanken über vorgestellte Funde. :P

    Hallo Rada, hallo Beorn,


    freut mich, dass ihr meinen Foliensatz positiv beurteilt.



    Zitat von Rada


    Etwas skeptisch bin ich hinsichtlich des von Dir eingeschätzten Einfluß der Speisepilzsammler auf die Bestände. Da scheint auch ein gerüttelt Maß an Ideologie enthalten zu sein.;)


    - Meine Einstellung hat nix mit Ideologie zu tun, sondern ist das Ergebnis langjähriger Studien. Voilà :



    Literatur


    [1] Pilzsammeln schadet den Pilzen nicht


    [2] Egli et al. (2006): Mushroom picking does not impair future harvests –“ results of a long-term study in Switzerland


    [3]ID01768, die Vorgängerversion aus meinem Regal:
    Egli et al. (1990): Der Einfluss des Pilzsammelns auf die Pilzflora. Zwischenergebnisse einer Untersuchung im Pilzreservat –œLa Chanéaz", Montagny-les-Monts, FR.; Mycologia Helvetica3(4):417-428


    Zusammenfassung:
    Erste Ergebnisse einer experimentellen Untersuchung über den Einfluss der Pilzernte auf die Pilzflora werden vorgestellt und diskutiert. Bei den bisher ausgewerteten 15 Pilzarten konnte keine signifikante Beeinflussung nachgewiesen werden - weder durch die Ernte als solche noch durch die Erntemethodik (Pflücken, Abschneiden). Bei zwei Pilzarten ist dagegen eine deutliche Reaktion auf andere anthropogene Einflüsse zu beobachten: bei Cantharellus lutescens führte intensive Trittbelastung zu einer deutlichen, aber reversiblen Beeinträchtigung der Fruchtkörperbildung, und eine langjährig beobachtete Kolonie von Cantharellus cibarius fruktifizierte nach einem waldbaulichen Eingriff (Verjüngungsschlag) nicht mehr. Die Untersuchungen werden bis 1999 weitergeführt.
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    (1) Die von mir zitierte Literatur zeigt klar, dass man "vernünftige Speisepilzsammler" ("Babies und Leichen" werden nicht geschändet) :thumbup: kaum für den Artenrückgang verantwortlich machen kann.


    ---> Und das gilt auch für "Rote Liste"-Arten.


    (2) Als Ursache für den Pilzrückgang kann ich nur wenige Gründe anerkennen:


    (a) Klimaveränderung, (b) Biotopzerstörung (z.B. durch Baumaßnahmen, Entwässerung von Feuchtgebieten), (c) Biotopveränderung (z.B. Kalkdüngung, Nitrat-Eintrag; Ausrottung von bei Forstleuten unbeliebter Baumarten, z.B. Birke etc.) und (d) fehlen von weiteren potentiell geeigneten Standorte.


    ---> Immer daran denken: Pilze brauchen (im Gegensatz zu Pflanzen/Tieren) keine Minimal-Areale mit Standortvernetzung.
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    Zitat von Rada


    Wobei selbstverständlich einzugestehen ist, dass es lokal und bei exzessivem und/oder gewerblichem Sammeln durchaus zu negativen Auswirkungen kommen kann.


    - Auch bei "exzessiver" Fruchtkörperentnahme wird die lokale Fruktifikation (außer evtl. durch Begehung/Bodenverdichtung) eher kaum beeinträchtigt.
    ---> Aber man kann da wohl davon ausgehen, dass (wegen verringerter Sporenverbreitung) evtl. die Eroberung neuer geeigneter Standorte gestört/erschwert wird.



    [u]Weitere Literatur:[/url]


    [4] http://www.fungimag.com/spring-2012-articles/LR_Agaricidal.pdf]Britt A. Bunyard (2012) Agaricidal Tendencies:settling the debate over cutting vs. picking, and the sustainability of wild mushroom collecting


    [5] Meine Gedanken zu Abschneiden vs. Raushebeln [url]



    [6] [url=http://www.pilzreservat.ch/de/publikationen/Thinning.pdf]Is forest mushroom productivity driven by tree growth?


    [7] Effects of Thinning Young Forests
    on Chanterelle Mushroom
    Production



    Grüße
    Gerd

    Hallo Dirk,



    - Ich kann hier auch nur 3) erkennen :thumbup:


    Grüße
    Gerd


    das sind vertrocknete Grünblättrige Schwefelköpfe (Hypholoma fasciculare).


    - Damit kann ich mich nicht anfreunden, wenn ich mir die "braue Lamellenfarbe" und die brauen Sporenpulverablagerungen auf den Hüten anschaue.


    ---> Mein Favorit ist "Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)


    Grüße
    Gerd

    Hallo Kuschel,



    Ich beiß' hier gleich in meinen Schreibtisch ;(
    Warum zum Teufel könnte es nicht auch eine Ziegenlippe sein?


    Die Poren sehen so groß aus und der Stiel nur rötlich angehaucht wie auch eben bei Xerocomus subtomentosus *schnüff*


    -Ich lehne mich aus dem Fenster und schließe den "Ziegenlippen-Komplex" völlig aus. Da erwarte ich


    (a) intensivere Gelbtöne in den "Poren"
    (b) keine (nicht einmal schwache) Rottöne im Stiel und eine andere Stieltextur
    (c) einen noch samtigeren Hut
    (d) und speziell bei der Ziegenlippe eine deutliche grünlich-olivfarbigen Hut.
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    - Ich würde diesen Fund ohne Zweifel dem "Rotfusskomplex" zuordnen.


    Grüße
    Gerd

    Hallo björn,


    Zitat von bwergen


    für mich kommen die Lamellen aber recht gedrängt rüber, also durchaus typisch für R. maculata. ;)


    - Für mich keineswegs typisch, wenn ich beide von mir gezeigte Bilder miteinander vergleiche.


    ---> Erneut ein Beispiel dafür, dass "Pilzbestimmung" nach Bild oft problematisch ist. Auch dann, wenn die Bestimmung dieser Art im Feld (für dich und mich) eine leichte Übung wäre.


    Fazit:


    (1) Mich hast du mit deiner Argumentation keineswegs überzeugt


    (2) den Fund könnten wir rel. leicht (auch ohne Mikroskop) klären, wenn "komodo37" einem von uns einer Fruchtkörper zur Begutachtung zuschicken würde.
    ---> Wem wäre mir schnuppe und ich würde natürlich auch deine "Bestimmung" akzeptieren.
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    Zitat von bwergen


    Ich hatte dir eine email geschickt (vorgestern glaub ich). Ist die angekommen?


    - Ja, ist angekommen und ich arbeite daran.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Uwe,



    Ich habe keine Ahnung, wo ich den suchen soll!


    - Wenn ich da mitwürfeln darf, vertraue ich meiner "Kristallkugel" und werfe (beachte Stielbasis auf Bild 1 und Teilvelum (!?) auf Bild 2) noch "Amanita spec." in den Ring.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Daggi,



    gerd ich hab dir eine pn geschickt!


    - Hmm, ist bei mir bisher nicht angekommen.


    - Meine letzte in diesem Forum empfangene PN stammt von Freeze (30-11-2010, 20:48).


    Also:
    - Versuch es bitte erneut oder sende mir eine Email.


    Grüße
    Gerd

    Hallo hübchen,



    das ist Leucoagaricus bresadolae, Büscheliger Egerlingsschirmling. Typisch sind das büschelige Wachstum und die spindeligen Stiele.


    - Sehe ich auch so.
    ---> nur schade, dass du nicht auf die Farbreaktion beim Ärgern hingewiesen hast.


    Grüße
    Gerd

    Hallo zusammen,


    durch Zufall bin ich über diese Diskussion gestolpert:


    - Über dieses Thema habe ich mir vor Jahren auch einmal Gedanken gemacht und einen AMU-Vortrag (Anlage) zusammengestellt, den ich aktuell nur wenig (Sammeln <---> Pilzrückgang; neuere Ausgaben von zitierten Veröffentlichungen; Hinweis auf internation übliche "Gefährdunngskriterien") änden/erweitern würde.


    - Und wenn ich die von mir nur quergelesenen Beiträge zum Thema bewerte, dann stelle ich folgendes fest:


    (1) Das "große" Interesse an diesem Thema hat mich überrascht. :thumbup:


    (2) In den Beiträgen werden nur "Teilaspekte" des Themas (meist für mich zufriedenstellend korrekt dargestellt) diskutiert.


    (3) Aber völlig absurd sind Beiträge, die folgendes postulieren:


    (a) Pilzrückgang hat nix mit "Biotopveränderung" zu tun.
    - Kurz und schmerzlos:
    ---> Wer so etwas behauptet sollte sich einmal mit ökologioschen Ansprüchen von Pilzen/Pflanzen beschäftigen. :thumbup: :thumbup:


    (b) Der "Waldbesitzer" ist ein "Naturschützer"
    ---> Völlig falsch: Forstwirtschaft ist ein Wirtschaftsbetrieb und auf "Profit" (Stichworte: Kalkdüngung, Monokulturen auf ungeeignetem Gelände, Anbau schnellwüchsiger Exoten, Harvester etc.) ausgerichtet und akzeptiert jeden dem Profit dienenden "Kolateralschaden".


    (c) Der normale "Speisepilzsammler" kann m.E. nichts zur Verbreitung der Pilzarten beitragen, da er (wenn überhaupt?) eh nur "Sammelarten" kennt, die zwischenzeitlich gesplittet wurden.


    (4) Wichtig ist, dass man bei diesem Thema streng zwischen "Roten Listen" (ein unverbindlicher nicht ahndungsfähiger Papiertiger) und der "Bundesartenschutzverordnung (eine "stumpfe Waffe", bei der ich keine Korrelation zu der "Roten Liste (BRD)" erkennen kann.
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    So, jetzt hoffe ich, dass mein Anhang einige Denkanstöße zum Thema bringt.
    ---> Und vermittelt, dass Pilze keine Lobby, weder in der Bevölkerung noch bei Naturschützern, haben.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Fredy,


    Zitat

    Oo, fast wäre es passiert ist der Amanita virosa doch der Kegelhütige Knollenblätterpilz und nicht der Weiße Knollenblätterpilz dieser nennt sich Amanita phalloides var. alba, oder?


    --> :thumbup: (wenn man Albinos als Varietät akzeptiert)!


    - M.E. werden die "Albinos" aktuell nur noch unter der Rangstufe "forma" gehandelt, da sie sich nur durch Fehlen der Farbpigmente von der Art unterscheiden.


    Grüße
    Gerd
    [hr]
    Hallo Buliz,



    Oo, fast wäre es passiert ist der Amanita virosa doch der Kegelhütige Knollenblätterpilz und nicht der Weiße Knollenblätterpilz dieser nennt sich Amanita phalloides var. alba, oder?


    So einfach ist das m.E. nicht. Denn genau hier gibt es für mich immer wieder Missverständnisse. Was bezeichnet man als "Weißen Knollenblätterpilz"? Der eine sagt zu virosa "weißer Knollenblätterpilz", ein anderer zu phalloides var. alba und wiederrum ein anderer spricht unter dieser Bezeichnung von var. verna. Vielleicht kann mich mal jemand aufklären.



    Wo hast du da ein Problem???


    - Du kannst einem Fund einen beliebigen (sogar regional verschiedenen) "deiutschen Volks-Namen" verpassen, unter dem du ihn ansprichst und wieder erkennst.


    ---> Für mich (das Thema haben wir bereits bis zum Erbrechen diskutiert) ist das allerdings oft wertlos, wenn du nicht gleichzeitig einen "wissenschaftlichen Namen" (auch dann, wenn der zwischenzeitlich nur noch als Synonym gehandelt wird) angibst.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Freddy,



    Bei Täublingen wirst Du insbesondere ohne Angaben zur Sporenpulverfarbe, zum Geschmack (mild? scharf? sauscharf?) und zum Geruch sowie zum Standort (konkreter Baumpartner?) in den allermeisten Fällen keinen sicheren Bestimmungsversuch landen können!


    Aus meiner Sicht (obwohl ich kein "Russula-/Täublings-Experte" bin
    --->perfekt formuliert.


    - Und auch die Reihenfolge (1) Sporenpulverfarbe, (2) Geschmack sind m.E. unverzichtbare Angabe, ohne deren Kenntnis (sind die beiden entscheidenden, am Anfang gestellte Schlüssel-Fragen kann man m.E. eine unbek. Russula-Art nicht sicher bestimmen.


    ---> Der Rest (z.B. Habitus, Farben, Symbiose-Partner, Huthaut abziehen etc.) kommt dann im Schlüssel später oder muss evtl. sogar über Detailbeschreibungen (gelegentlich sogar mikroskopisch) überprüft werden.
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    - Und noch etwas:



    Zur Umgebung kann ich nur das oben gesagte wiederholen. Der Pilz stand in einem wilden Mix aus Buchen, Eichen und Tannen.


    ---> Man sollte die Begleitdaten bei einer Anfrage nicht so "bierernst nehmen" und sich hier einmal den Standort der Bilder (ich nehme hier frech an ---> am Standort aufgenommen) anschauen:



    - Da sehe ich "2-nadlige Kiefern-Nadeln" und eine gefällte "Birke" :thumbup:
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    Mein Fazit:
    ---> Ich weigere mich ohne weitere Angaben (insbesondere "Geschmack"; die Sporenpulverfarbe kann man in etwa abschätzen) eine Artdiagnose zu stellen.


    - Aber ohne das näher zu überprüfen/zu bestätigen gefällt mir die Idee von TAPSY besser, da das wenigstens ein eindeutiger "Kiefern-Begleider" (hat sie leider nicht angegeben :rolleyes: ) ist.


    ---> Übrigens: Gefühlsmäßig (allerdings leider nur Bauchgefühl) kann ich mich mit "R. atropurpurea" nicht so recht anfreunden.
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    Ok, auch wenn ich mich wiederhole:


    (1) Es ist m.E. (von wenigen Ausnahmen abgesehen) nach Bild (ohne entsprechende Zusatzinfos, evtl. sogar mikroskopische) nicht möglich einen "Täubling" (Russula spec:) zu bestimmen.


    (2) Für einen "Speisepilzsammler", der ALLES (auch wenn er die Art nicht sicher kennt), was nachweislich nicht "giftig" oder "letal" ist verwertet, ist diese Gattung natürlich durchaus interessant.
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    Weitere interessante Détails zur makroskopischen Bestimmung von Täublingen findest Du HIER!


    - Danke:
    ---> Freut mich natürlich, dass du mich zitierst, auch wenn ich da auf Details eingehe, die verm. die Mehrheit dieses Forums (*) eher frustieren wird.


    (*) Insbesondere die, die glauben, man kann Pilze nach Bildern bestimmen.


    Grüße
    Gerd

    Hallo Jorge,



    agaricus osecanus gilbt IMHO nicht, also auszuschließen.


    - Na klar gibt es "Agaricus osecanus Pilát (1951)" (kurzsporiger Anis-Egerling), eine "A. arvensis" nahestehende Art ;)


    @Stephen,


    - Ich bin mir bereits nach dem Betrachtet der ersten beiden Bildern sehr sicher:


    ---> "Agaricus xandodermus" (Karbol-Egerling)
    ----------------


    Was macht mich so sicher?


    ---> Hutform mit etwas klobig wirkender (abgeflachter) Hutmitte, fast kreideweiße Hutfärbung (5%-ige Bildaufhellung zeigt die Farbe noch besser), stellenweise (bei dir Hutmitte) rissige, graue/bräunliche Flecken, im Jugenzustand intensiv rosa gefärbte Lamellen, und die "Chromgelb-Färbung" beim Schnitt durch die Stielbasis.
    ---> Letzteres Merkmal (obwohl für einen Anfänger das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zu ähnlichen "essbaren", allerdings "Cadmium-belasteten Arten) überprüfe ich meist nicht einmal
    ----------------


    - Du kannst meine Bestimmung leicht überprüfen, wenn du Geruchsprobleme hast oder der Pilz rel. trocken ist:
    ---> Ab damit in den Topf. Da wird der "unangenehme Geruch" drastisch verstärkt und übrigens das Kochwasser Chromgelb.


    - Zum Speisewert (kann man nachlesen) äußere ich mich meist nicht:
    ---> Kann hier aber versichert, das diese Art "teilweise sogar drastisch" den "Magen-Darmtrakt" testet und ich Fälle kenne, bei denen sogar ein mehrtägiger Krankenhausaiufenthalt erforderlich war.


    Grüße
    Gerd


    Hallo, kann mir jemand einen Tip geben was für ein Objekt ich vorigen Sommer in parkähnlicher Umgebung abgelichtet habe. Es war wohl ein Porling aber was für einer. Wuchs aber nicht an einem Baum. Vielleicht an einer Wurzel? Der nächste Baum war ca. 10 m entfernt und ein Spitz-Ahorn.


    - "Rieseporling", wie bereits mehrfach fetgestellt, gefällt mir.
    ---> Doch um das endgültig zu bestätigen, würde mich das Substrat und die Bestätigung einer Porenschwärzung beim Ärgern interessieren


    Grüße
    Gerd

    Hallo,



    Hallo, habe heute im Wald ne Glucke gefunden und mitgenommen, jetzt wollt ich kurz frage, obs die krause oder Breitblättrige ist.
    Wo genau liegt der Unterschied? (Habe nur die Krause in meiner Lek.)
    Gibts giftige Glucken, oder gibts dafür Verzehr erlaubnis?


    - Ich tippe da (fast sicher) auf "Breitblättrige" und nehme an, dass du die auf Laubholz gefunden hast.


    - Nimm bitte zur Kenntnis: Essensfreigabe im Internet gibt es nicht.


    Grüße
    Gerd