Beiträge von Toffel

    Hallo Carolin!



    das ist interessant. Könnte man dieses Enzym nicht irgendwie chemisch nachahmen und gegen Vergiftungserscheinungen einsetzen? :/


    Hm. Ich weiß nicht, wie die Arzneimittel gegen Pilzvergiftungen hergestellt werden. Eventuell sind die Enzyme nicht schnell genug, um eine bereits erfolgte Vergiftung wirksam zu stoppen (wie bei Alkoholkonsum, da gelangt es auch erst mal ins Blut, bevor es allmählich abgebaut wird). Andererseits wären die Schnecken dann ja auch erst mal vergiftet. Es könnte auch sein, dass man einige Gegenmittel auch aus Tieren gewinnt. Bei Wikipedia steht z. B. beim Grünen KBP: "Ironischerweise liefert der grüne Knollenblätterpilz das Gegengift Antanamid selbst, allerdings in zu geringen Mengen, um die Giftwirkung auszugleichen." Wahrscheinlich ist es dieser Stoff, der isoliert wird, um ihn gegen den Pilz einzusetzen. So gibt es wohl meist andere Stoffe, die besser wirken oder einfacher herzustellen sind (bei etwa gleicher Wirksamkeit).


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Julius!


    Weil du die Maronen ansprichst: Die habe ich auch schon auf Speisekarten gesehen, aber damit sind wahrscheinlich die gleichnamigen Früchte der Esskastanie gemeint. Oder bist du dir sicher, dass es um die Pilze geht?


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Julius!


    Das ist ja schon allerhand, was du da beobachtet hast. Was mich aber wundert, ist, dass einfach irgend welche Leute für die Gastronomie sammeln können. Haben die denn alle die PSV-Prüfung abgelegt oder wer prüft die Funde?


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Carolin!



    Den Schnecken scheinen die Bitterstoffe des Pilzes ja wenig anzuhaben... Mir ist schon klar, dass was für uns ungenießbar oder giftig ist, es für Tiere nicht sein muss. Trotzdem: Wenn eigentlich jeder rohe Pilz für uns problematisch ist (sieht man einmal von Champignon oder Steinpilz ab) - warum wird er von den waldbewohnenden Kriechtieren so gut vertragen?


    Schnecken haben Enzyme, die die Gifte zersetzen können. Mehr weiß ich dazu nicht (Vertragen die wirklich alles und wie ist das bei anderen Tieren?).


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Eva!


    Im Fernsehen habe ich mal Rüdiger Nehberg gesehen, der mit einer Unbeholfenen einige Tage in der Wildnis verbracht hat. Einmal hat ein Wildschwein (ich glaube, es war ein Eber) deren Unterschlupf aufgesucht. Nehberg ist aufgesprungen, hat die Arme ausgestreckt und laut geschrien. Nachdem das Wildschwein kurz irritiert schien, konnte er es schließlich in die Flucht schlagen. Auch eine Möglichkeit, klappt aber bei Bachen mit Jungen bestimmt nicht so gut.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo ChampiGnom, hallo Marc!


    Ich denke, der Tintling geht eher in Richtung Haustintling (Coprinus domesticus) wegen der eher flockigen und nicht glimmrigen Velumreste.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Andi!


    Auch von mir ein herzliches Willkommen. Die Fotos sind echt toll.


    Endlich mal jemand aus meiner unmittelbaren Umgebung. Warst du dort zufällig unterwegs oder wohnst du in der Nähe?


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Carolin!


    Ich habe gerade zufällig die von Andreas Gminder publizierte Abhandlung "Pigmentverlust bei Hexenröhrlingen". Südwestdt. Pilzrundschau 26(2): 32-33 gefunden. Ich dachte mir, dass dich das vielleicht interessieren könnte. Ich komme da allerdings nicht ran. Vielleicht jemand aus dem Forum...?


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Fredy!


    Zitat


    So wie es für mich aussieht, hat die Natur hier unten den Sommer-Steinpilz gleich übersprungen und ist direkt zum Fichten-Steinpilz übergegangen (Belehrungen willkommen!):


    Für mich sieht das nach Sommersteinpilzen aus (blasser Hut, ausgeprägtes Stielnetz). Was hat dich auf den Fichtensteinpilz gebracht?


    Zitat


    Nun, ich traue mich dennoch zu vermuten, dass es sich hierbei um den Roßhaar-Schwindling (Marasmius androsaceus) handeln könnte (Substrat, dunklere Mitte). Wie stark ich das vermuten darf, wird mir sicher der eine oder andere von Euch sagen können...


    Ist auch meine Vermutung, aber ich kenne mich da auch nicht aus.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo nochmal!


    Dem Schlüssel (der für Ceratiomyxa äußerst übersichtlich ist) in dem von fedi genannten Link zufolge, muss es sich um diese Unterart handeln. Anscheinend ist diese Gattung in der Tat sehr einfach.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Andreas!


    Die Wulstlinge kann man auch an den flockigen Velumresten und den meist lebhaften Farben erkennen, oder? Die Stielknolle macht es natürlich eindeutig und man sieht dann den Pilz in seiner vollen Pracht. :)


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Bernhard!


    Das erinnert mich sehr stark an die Wabenform des Geweihförmigen Schleimpilzes (Ceratiomyxa fruticulosa var. poroides), auch Weißes Netzpolster genannt, die ich kürzlich im Internet gesehen habe (siehe hier). Ich halte es für wahrscheinlich, dass er es ist, absolut sicher bin ich jedoch nicht.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Charleston!


    Da würde für mich auch eine Welt zusammenbrechen. Wenn sie das wirklich abholzen wollen, kannst du denen ja erzählen, dass du seit Jahren dort Pilze sammelst und einen geschützten Pilz entdeckt hast. Hehe :) Aber das werden die wohl überprüfen. :(


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Carolin!


    Ich bin mal als Kind mit meinem Vater einem Ehepaar begegnet. Als sie unsere (wohl eher noch leeren, tut aber nichts zur Sache) Pilzkörbe sahen, meinte der Mann: "Meine Frau kennt sich aus mit Pilzen. Sie weiß fast alles." Sie hat erstmal gelacht und fing dann an, mir etwas zu erzählen: dass es nicht nur den roten Fliegenpilz gibt, sondern noch einen braunen und einen gelben und dass man sie an dem schmalen gelben Streifen unter der Huthaut erkennen kann. Ich glaube, sie hat noch etwas zur Rotfärbung des Perlpilzes erzählt, bin mir aber nicht sicher. Das Gespräch war sehr aufschlussreich.


    Ach ja, als ich noch die gesammelten Pilze unserer Nachbarin zum Verzehr gebracht habe, hatte ich mit einem Freund einen Tag eine Recht magere Ausbeute. Bis auf einen schönen, wohlgeformten, großen Röhrling, den wir ihr dann auch brachten. Sie lachte nur und meinte, es handele sich um einen Gallenröhrling, der wider unserer Erwartungen überhaupt nicht schmecken würde. So habe ich einen weiteren Pilz kennengelernt. :)


    So, das wär's.


    @ Carolin:
    Also ich muss schon sagen, das ist ziemlich unverantwortlich von dem Hundebesitzer, und sowas ist meines Wissens auch verboten.


    Zu deinem anderen Erlebnis kann ich dich nur beglückwünschen, dass du widerstehen konntest. Wie die Beiden wohl reagiert hätten, wenn du gesagt hättest: "Dann muss ich ihn ja unbedingt wegwerfen und zertrampeln, damit ihn nicht der Nächste mitnimmt."? :D


    @ Nando:
    Ich kann mich nur an ein Mal erinnern, dass ich solch eine imposante Gruppe gefunden habe, sonst habe ich weniger Glück.


    Ich ärgere mich auch immer, wenn ich Müll im Wald finde. Vor allem große Plastik- oder Glasabfälle, die nicht oder nur sehr schwer verrotten sind am schlimmsten.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Marcus!



    Toffel ich als Pilzbestimmungsversucheranfänger, der erst im Juli seinen Kurs hat kann mit dem Schlüssel grad gar nix anfangen, glaube ich, weil mir der Schlüssel fehlt, den Schlüssel zu lesen ? - Oder i stell mi grad ä bissle dumm a. ich versuch ´s nacher nochmal. trotzdem danke.


    Der Netzstielige hat einen roten Röhrenboden - der ist es garantiert nicht.
    gibt es andere Kandidaten ?


    Der eigentliche Schlüssel nützt dir in diesem Fall hier nicht viel, weil viel nach der Stieloberfläche gefragt wird, vor allem am Anfang. Es gibt dort aber viele Beschreibungen, die vielleicht weiterhelfen könnten.


    Wenn man nach deinen Merkmalen auswählt, bleiben eigentlich nur die folgenden Arten für die Kombination brauner Hut und sehr starkes Blauen:
    B. erythropus (Flockenstieliger Hexenröhrling)
    B. queletii (Glattstieliger Hexenröhrling)
    B. permagnificus (Büscheliger Hexenröhrling)
    B. poychylochromus (Duftender Hexenröhrling)
    Es gibt nicht viele rotporige Röhrlinge mit braunem Hut. Wenn der Hut keine roten oder gelblichen Töne enthielt, sondern richtig dunkelbraun war, bleibt nur noch der Flockenstielige. Es gibt aber auch andere Arten mit richtig braunen Hüten, sie z. B. hier. Die Tabelle am Ende des pdf scheint nicht alle Farbtöne abzudecken. Es ist nur mal ein Anhaltspunkt, was man in die engere Wahl nehmen könnte.


    Viele Grüße
    Toffel

    Guten Abend Fredy!


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    Was Deine Programme anbelangt kann ich nur sagen, dass es bekanntermaßen einige Verkleinerer gibt, die es einem mit der Verringerung der KB's nicht so einfach machen. Ein kleines Programm, mit dem das echt kontrollierbar funktioniert, ist der JPGCompressor, den Du hier herunterladen kannst: Downloaden, extrahieren wohin Du willst (die meisten wählen "C:\Programme") und Verknüpfung auf den Desktop ziehen. Vor dem Verkleinern mußt Du noch angeben, wohin Du Deine verkleinertern Bilder abgespeichert haben willst (einfach Pfad eingeben, oder auch neuen Ordner (z. B."Forum") anlegen, Pfad kopieren und einsetzen - fertig! Als Alternative kannst Du die Verkleinerungen auch in den gleichen Ordner verfrachten lassen wie die Originale, dazu einfach entsprechendes Kreuz setzen.


    Danke für den Tipp. Das werde ich mal ausprobieren.


    Zitat


    Was das Schneiden von Bildern anbelangt, so ist das immer ein Verlust und sollte sich auf jeden Fall in Grenzen halten! Détails per Croppen zu vergrößern funktioniert nur bis zu einem gewissen Grad und ersetzt niemals eine gute Aufnahme! Ebensowenig zahlt sich übrigens eine schlechte Nachbearbeitung aus, bei der beispielsweise die Farben verfälscht werden. Aber das ist eine andere Geschichte...


    Ok, das lasse ich. Ich habe oben ein neues Bild von dem Holzbewohner eingestellt.


    Vielen Dank, dass du dich meinem Problem angenommen hast. Ich glaube, es ist jetzt gelöst. :)


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Harald!



    Ohne das momentan weiter auszuführen, aber die Antwort ist nein. Wahrscheinlicher ist Laccaria tetraspora (= laccata var. pallidifolia).
    Aber das geht wirklich nur mit Mikroskop...


    Diesem Beitrag von Eric zufolge hat L. tetraspora runde Sporen. Das gibt Gerhardt für L. laccata an. Offenbar ist die Problematik noch nicht geklärt, wie auch Eric schreibt, oder hat sich inzwischen eine Systematik durchgesetzt?


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Ingo!


    Danke für deine Ausführungen.


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    Vielleicht würde ein kleines Stativ helfen?


    Ja, mal sehen. Ich glaube aber, es liegt vor allem an dem eher einfachen Fotoapparat.


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    Schildborstlinge (Scutellinia) sind eine schwierige Gattung. Auch mit sämtlichen mikroskopischen Angaben ist eine Bestimmung manchmal nicht sicher, aber ohne ganz unmöglich.
    Wichtigste Kriterien sind Haarlänge, Sporengröße und Ornamentation der Sporen, gepaart mit Wurzeligkeit der Haare, Paraphysen und Ökologie.


    Makroskopisch verhältnismäßig langhaarige Schildborstlinge schließen halt die kurzhaarigen aus, das ist neben dem Wissen um die ökologischen Ansprüche so ziemlich der einzige Anhaltspunkt, um ohne Mikrodaten zu spekulieren.


    Oha, das ist ja kompliziert und es gibt sehr viele Arten, wie ich gesehen habe. Da komme ich mit meinen Mitteln nicht weiter. Hatte gedacht, es gibt nur fünf bis zehn, bei denen man einige schon über die Haarlänge bestimmen kann.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Ingo!


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    Der erste Lacktrichterling ist wahrscheinlich auf Holz gewachsen, richtig? Geht in Richtung Xeromphalina (Glöckchen-Nabeling).


    Ja, du hast Recht, habe ich vergessen. Ich glaube, du hast es an den Querverbindungen der Lamellen erkannt (Fällt mir jetzt auf, wo ich bei dem Glöckchen-Nabeling nachschaue). Da es meines Wissens Fichte war, ist es wohl der Gesellige Glöckchen-Nabeling (X. campanella).


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    Der 2.: Laccaria (Lacktrichterling) kommt gut hin, proxima erkenne ich nicht.


    Dann bleibt nur L. laccata, oder?


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    Und der Standort wäre?


    Im Gras neben dem Fußweg unter einem Laubbaum in der Stadt. Mehr kann ich leider nicht sagen.


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    Möchtest du wirklich Pilze nach solchen Bildern mit solchen Infos bestimmt haben?


    Nimm ´s nicht Krumm, will dich bestimmt nicht irgendwie runterdrücken in deiner Pilzneugierde, aber so wird das nichts.
    Oder ist das ein Test?


    Wenn du mit Test meinst: "Ich gebe euch jetzt mal irgendwelche schlechten Bilder und die Experten sollen mal herumrätseln", dann nein. ;) Wenn du meinst "Ich versuche es mal mit den wenig sagenden Bildern, mal sehen, was sich machen lässt", dann ja. Aber vermutlich lässt sich nicht mal die Gattung eingrenzen (das hätte mir auch gereicht). Es könnten wohl genauso gut Champignons sein...


    Die Gruppe, zu denen die ersten beiden gehörten, habe ich entdeckt, als ich nicht viel Zeit hatte. Mir kam der Ackerling in den Sinn und ich wollte ihn nur schnell festhalten...


    Vom letzten habe ich noch zwei Bilder angehängt. Er roch nach nichts und wuchs neben einem Lebensbaum.


    Viele Grüße
    Toffel

    Hallo Ingo!


    Danke für deine Antwort.


    Zitat


    Schätze, du hast Probleme mit deinem Fotoapparat. Hat der nur Autofokus? Oder sind die Bilder mit einem alten Handy gemacht?


    Ja, mein Fotoapparat hat nur Autofokus. Zudem ist die Bildqualität bei kleinen Objekten auch bei "Nahaufnahme" nicht gut.


    Welche Arten müsste man denn bei dem Schildborstling in Betracht ziehen und welche Haarlängen haben sie?


    Viele Grüße
    Toffel