Beiträge von Johannes_EU

    Der Erste ist natürlich ein absoluter Traum. Hätte ich auch gerne mal wieder.


    Wir hatten letztes Jahr, ich glaube sogar zum ersten Mal, das Problem, dass selbst die Kleinen schon komplett vermadet waren. Das war teilweise wirklich sehr enttäuschend.

    Unverhofft kommt oft. Eigentlich wollten wir nur den aktuellen Stand unserer Gefilde im Norden von Brandenburg erkunden und sind dementsprechend mit relativ geringen Erwartungen losgefahren. Wir wurden dann aber sehr schnell eines Besseren belehrt. Offensichtlich haben die gelegentlichen Schauer bzw. Gewitter der letzten 2-3 Wochen doch ausgereicht, um bei uns den ersten ernstzunehmenden Schub von Pfifferlingen auszulösen. Wir hatten nach ca. einer Stunde ungefähr ein Kilo zusammen und haben dann abgebrochen, bevor es zu viel wird.

    Wir waren am Sonntag auch mal nachsehen, ob sich vielleicht schon die ersten kleinen gelben Erbsen zeigen. Es war aber leider noch nichts zu sehen. Nach Steinpilzen oder Hexen haben wir auch gar nicht erst geguckt. Der Boden, insbesondere auch unterm Laub, war aber feucht. Deswegen hab ich Hoffnung, dass dieses Wochenende vielleicht mehr zu sehen sein wird.

    Hallöchen,


    ich hab noch nicht nachgesehen. Zum einen waren mir die Nächte noch zu kalt, oftmals um die 0°C, zum anderen gab es im März auch keinen nennenswerten Niederschlag. Laut Vorhersage sollen die Nächte jetzt aber ein wenig wärmer werden und mit ein bisschen Glück kommt auch noch etwas Regen dazu. Eventuell könnte man dann in 2 Wochen das erste Mal angreifen.


    LG, Johannes

    Josef-08


    Vielen Dank für deine Einschätzung!


    Vielleicht gehe ich das Thema Bodenkarten dieses Jahr nochmal genauer an und versuche mich weiter einzuarbeiten.


    Zu deinem Tipp mit den Streuobstwiesen fällt mir auch noch was ein. Da kann man z.B. auch Seiten wie Mundraub nutzen, um solche Wiesen ausfindig zu machen oder auch Vorkommen von Bärlauch zu finden. Ich selber habe mich bisher noch nicht auf Streuobstwiesen umgesehen. Wir haben hier aber auch einige in der Umgebung und vielleicht ist es doch mal einen Ausflug wert.

    Hallo Jan,

    ich bin selber kein Morchelexperte, aber ich habe im letzten Jahr auch zum ersten Mal Morcheln gesucht und nach langer und aufwendiger Suche auch tatsächlich welche gefunden. Deswegen wollte ich es mal aus Sicht eines Anfängers beschreiben und kurz zusammenfassen, was mir geholfen hat und was nicht so hilfreich war. Ich beziehe mich hierbei auch nur auf die Speisemorchel, da ich die anderen Arten bisher nicht gefunden habe.

    Bäume anhand der Rinde erkennen:

    Wenn du schon zeitig anfängst nach geeigneten Stellen zu suchen, werden die meisten Bäume noch keine Blätter tragen. Eschen und Ulmen werden auch zur besten Morchelzeit höchstwahrscheinlich noch keine Blätter tragen, da sie erst sehr spät austreiben. Deswegen ist es sehr hilfreich, wenn man die gängigsten Baumarten und insbesondere Esche und Ulme gut anhand der Rinde bestimmen kann. Für jemanden mit jahrelanger Erfahrung vermutlich ein Kinderspiel, aber wenn man das zum ersten Mal macht, ist das gar nicht so einfach.

    Verhältnis aus Anzeigerpflanzen und sichtbarem Boden:

    Wenn du anfängst nach den Anzeigerpflanzen Ausschau zu halten, wirst du relativ schnell merken, dass die teilweise wirklich an jeder Ecke stehen. Du wirst dann auch Stellen finden, welche komplett von Anzeigerpflanzen übersät sind. Ich habe zum Anfang den Fehler gemacht, dass ich mich zu sehr auf solche Stellen konzentriert habe. Meine Logik war, umso mehr Anzeigerpflanzen, umso höher die Chance Speisemorcheln zu finden. Ich denke aber, dass das falsch ist. Gefunden habe ich sie dann schließlich in einem Waldstück, wo der Anteil aus sichtbarem Boden eher groß war und der Anteil der Zeigerpflanzen eher gering war.

    Brennesseln:

    Keine Angst vor Brennnesseln! Brennnesseln werden gelegentlich auch als Anti-Zeiger für Speisemorcheln genannt, weil sie auf einen hohen Stickstoffgehalt hindeuten. Das kann ich aber nicht bestätigen. An meinem Platz stehen größere Ansammlungen von Brennnesseln in unmittelbarer Umgebung.

    Webseiten:

    Oftmals ist es so, dass Tourismusseiten oder Seiten von Hotels und Ferienwohnung ihre nähere Umgebung detailliert beschreiben. So kann man mit Hilfe von einfachen Google-Suchen schon Gebiete finden, welche man sich potentiell mal ansehen könnte. Typische Suchanfragen könnten wie folgt aussehen:

    deine Region + Esche

    dein Bundesland + Ulme

    dein Landkreis + Lerchensporn

    Beeinflussung durch die Düngung in der Landwirtschaft:

    In meiner Region haben wir viele kleinere Waldgebiete, welche ringsherum von landwirtschaftlichen Flächen umgeben sind. Was mich daran besonders interessiert ist, wie groß ein Wald sein muss, um davon ausgehen zu können, dass der Boden im Kern des Gebietes nicht durch die Düngung der umliegenden Felder beeinträchtigt wird. Das ist eine Frage, welche ich bisher nicht beantworten konnte, weil sich auch mit aufwendiger Recherche kaum brauchbares Material zu dem Thema finden lässt. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich zu diesem Thema vielleicht jemand äußern könnte, der sich damit auskennt. Generell vermute ich aber, dass größere Waldgebiete mit möglichst wenig angrenzender Landwirtschaft besser geeignet sind.

    Bodenkarten:

    Ein Tipp, den man auch häufig hört, ist das Benutzen von Bodenkarten. Das hat mir persönlich aber gar nicht geholfen. Bei den Bodenkarten meiner Region gibt es teilweise bis zu 50 verschiedene Böden mit unterschiedlichen Zusammensetzungen der einzelnen Schichten. Als Laie habe ich es nicht geschafft daraus wirklich sinnvoll Gebiete abzuleiten, welche potentiell gut für Morcheln sind. Falls jemand wirklich ernsthaft mit Bodenkarten nach Morcheln sucht, würde es mich brennend interessieren, wonach man auf den Karten genau Suchen muss bzw. mit welcher Strategie man da vorgeht.

    Zeit und Ausdauer:

    Wenn du super viel Glück hast, findest du vielleicht schon beim ersten Anlauf welche, aber wenn es dir so wie mir geht, dann plane auf jeden Fall viel Zeit dafür ein. Ich hab schon im Februar / März angefangen mir potentielle Plätze anzusehen, um dann eine genauere Vorstellung zu haben, wenn es losgeht. Da kann schonmal das ein oder andere Wochenende für draufgehen. Und wenn es dann erstmal losgeht und man nicht sofort beim ersten Mal Glück hat, nicht entmutigen lassen, sondern sich einfach andere potentielle Plätze ansehen. Irgendwann klappt es dann schon.

    Hallo ihr Lieben,


    ich war heute auch nochmal nördlich von Berlin unterwegs.


    Als erstes habe ich meine Maronenstelle angesteuert. Dort war die Ausbeute aber relativ gering. Insgesamt habe ich vielleicht zehn Stück gefunden, wovon die Hälfte entweder zu alt oder vermadet war. Aus lauter Verzweiflung habe ich dann noch einen Sandröhrling und eine Ziegenlippe mitgenommen, welche sonst immer stehen bleiben. Nach einer halben Stunde habe ich aber abgebrochen, um noch meine Pfifferlingestellen aufzusuchen.


    Dort sah es deutlich besser aus. Sie standen nicht mehr in Massen, aber ich konnte mir trotzdem innerhalb kürzester Zeit 2-3 Portionen zusammensammeln. Ein Teil war schon etwas zu alt und nicht mehr brauchbar, aber der Rest war absolut in Ordnung. Am Ende kamen vielleicht 300-500 Gramm zusammen.


    Ansonsten habe ich schon die ersten Grünlinge gefunden. Ich persönlich traue mich da nicht ran, aber ich weiß, dass es bei mir im Umkreis auch Leute aus dem älteren Semester gibt, welche die gerne sammeln.


    Insgesamt merkt man aber, dass es jetzt langsam dem Ende zu geht. Es gab auch schon Jahre, wo ich im November noch Maronen gefunden habe, aber ich glaube dieses Jahr wird das nichts.