Beiträge von christian_ap

    Liebe Risspilz-Spezialisten,


    ich habe versucht einen Risspilz aus dem Wienerwald (Buche, Eiche, Hainbuche) zu bestimmen.

    Am ehesten könnte Inocybe albomarginata passen. Inocbye flocculosa scheint auch sehr ähnlich zu sein. Bei der Fülle an ähnlichen und neu beschriebenen Risspilzen und der wenigen zur Verfügung stehenden Literatur bleiben aber so einige Zweifel und vielleicht kann mir jemand genaueres sagen oder es sieht sogar Ditte Bandini den Beitrag.


    Die Pilze sind eher klein mit bis zu 3cm Hutdurchmesser. Geruch leicht spermatisch-erdig. An einer Wegböschung mit Laub auf Sandsteinuntergrund gewachsen.

    Die Stielbasis ist etwas verdickt. Das Fleisch weißlich, in der längsfasrigen Stielrinde etwas bräunlich.


    Sporen im Mittel 8x5,5ym

    Cheilozystiden variabel lageniform 50-70x10-16ym, z.T. mit schwachen kristallschopfartigen Anhaftungen, unterschiedlich bauchig

    Pleurozystiden 50-60x10-15ym

    siehe Fotos


    Schöne Grüße,


    Christian






    Vielen Dank Alexander,


    Lyophyllum tomentellum könnte passen.


    Ich werde den Pilz in den nächsten Tagen jedenfalls nochmals mit einem besseren Mikroskop ansehen.

    Am Bild 7 könnte eine Schnalle zu sehen sein.

    Die in der Beschreibung von Ludwig erwähnten tröpfchenhaltigen Hyphen sind auf folgendem Foto zu sehen:



    LG Christian

    Guten Morgen,


    folgende kleine Pilze wuchsen im Magerrasen auf saurem Untergrund in einem Talboden auf ca. 700 m Seehöhe im Wechselgebiet in Niederösterreich. Die sehr vereinzelt wachsenden Pilzchen beobachte ich schon über mehrere Jahre. Da ich mich bisher mehr mit den Saftlingen befasste habe ich sie bisher weggelassen, aber nun ist es Zeit auch sie zu bestimmen.


    Ich komme in Bestimmung aber einfach nicht weiter und bin mir nicht einmal sicher welcher Gattung sie zugehörig sind.

    Was könnte es sein? Ich bin über jegliche Hinweise sehr dankbar.


    Leider ist es nicht gelungen einen Sporenabdruck zu erhalten. Die weissen Lamellen frischen Pilze haben sich beim Trocknen so wie auch die restlichen Teile der Pilze etwas gräulichbraun verfärbt.


    Die elliptischen Sporen messen um die 6-7x3-3,5ym und neigen zum Agluttinieren im Wasser. Sie sind leicht gräulich im Wasser und nicht amyloid. Es könnte sein, dass die Sporen leicht warzig sind, ev. ist aber auch der Inhalt leicht körnig.


    An den Lamellenscheiden sind gelegentlich zylindrische Auswüchse zu sehen bis über 10ym Breite. Ev. sind es Parazystiden.

    Im Moment habe ich leider keine besseren Mikrobilder zur Verfügung. Ev. kann ich, wenn ich wieder In Wien bin, bessere Mikrofotos nachreichen.


    Die seidig wirkende Huthaut besteht aus bis zu 8ym breiten Hyphen ohne Schnallen.


    Geruch und Geschmack sind unauffällig.


    Danke im Voraus für jegliche Expertenunterstützung!


    LG Christian



    Bilder:



    Sporen:


    Parazystiden? und Basidien:


    Huthaut:

    Hallo Raphael und Wolfgang,


    danke für eure Unterstützung. Rhodocybe hirneola dürfte passen auch wenn die Sporen im unteren Randbereich der Literaturabgaben liegen..

    Ich sah beim Mikroskopieren tatsächlich die länglichen septierten Zystiden, dachte aber an verirrte Hyphen.
    Einige eckige und gerillte Sporen sah ich auch und dachte mir ich hätte zu stark gequetscht.......


    Super, dass es hier so erfahrene Mykologen gibt um den Pilz zu entschlüsseln. Er wird getrocknet fürs Herbar der ÖMG. Da gibt es nur ganz wenige Fundmeldungen und Belege. Vielleicht kann auch eine Sequenz gemacht werden.


    LG Christian

    Liebe Pilzgemeinde,


    ich beobachte schon seit mehreren Jahren ein Myzelium mit kleinen weißlichen Firnis-Trichterlingen, die im Moos einer Magerwiese am Waldrand einer nordseitigen Wiese in 800 m sH auf saurem Gesteinsuntergrund in Niederösterreich wachsen. Diesmal habe ich mir die Pilzchen genauer angesehen, komme aber zu keinem Ergebnis. Makroskopisch erinnern die Pilze an C. candicans. Aufgrund der graubeigerosa Sporenpulverfarbe muss es aber etwas anderes sein. Gegen C. phyllophila sprechen die Kleinwüchsigkeit und die herablaufenden Lamellen.
    Auffällig sind die subglobosen Sporen und dass keine Schallen zu finden sind. Vielleicht suche ich auch in der falschen Gattung und es gibt sicher noch andere Arten, die nicht in meiner Bestimmungsliteratur (Funga Nordica, Ludwig) enthalten sind.


    Ich freue mich über alle Hinweise, die weiterhelfen können!


    Beschreibung:


    Hut 1-3 cm, dünnfleischig, vollflächig befirnist, glimmrig glänzend, tw. rillig aufgerissen, Hutrand bei jungen Pilzen eingerollt, später unregelmäßig bis leicht aufgewölbt, weißlich, leicht gräulichbeige, Hygrophanität nicht zu beobachten


    Lamellen: weisslich/hellgrau/hellbeige, Lamellen dicht stehend, herablaufend


    Stiel: 0,15-0,25 cm dick, 2,5-4 cm lang, nach unten dünner werdend, biegsam und gebogen, stellenweise weißlich bereift, Basis mit weissem Myzelfilz


    Geruch: schwach und unspezifisch

    Geschmack mild


    Sporenpulverfarbe gräulich-beige mit Rosastich

    Sporen subglobos 5-6x4-5ym, Apikulus deutlich ausgeprägt, tw. mit einem großen Tropfen oder körnigem Inhalt


    Basidien 4-sporig


    Huthauthyphen bis max. 7ym Durchmesser, keine Schnallen gefunden


    Fotos:










    Mit besten Grüßen und danke für die Mithilfe!


    Christian

    Hallo Florian,


    ich war heute gemeinsam mit Romana in Raxgebiet unterwegs und wir haben ganz etwas ähnliches erlebt.
    Auf einer grasigen von kleinen Fichten und vereinzelt auch von ein paar von Föhren und Buchen bewachsenen SO-exponierten sonnenbeschienenen relativ trockenen Wegböschung und oberhalb davon auch noch im Wald (auf Kalkuntergrund) wuchsen immer wieder ganz typische hellgelbe Morchella esculenta. Weit und breit keine Esche in Sicht, ein Standort an dem man nie nach Speisemorcheln suchen würde. Nachdem wir auch zahlreiche Eschen abgesucht haben, hätten wir unserer Tour hätten wir zum Schluss kommen, dass Speisemorcheln ausschließlich bei Fichten und nicht bei Eschen wachsen...


    Schöne Grüße,

    Christian

    Hallo in die Diskussionsrunde,


    wenn das Sporenpulver rosa ist (worauf die Flecken auf den Lamellenflächen hinweisen), dann wäre Entoloma cetratum ein heißer Tip. Diesen Rötling finde ich meist sehr früh im Jahr im sauren Nadelwald unter Kiefern.


    Schöne Grüße,


    Christian

    Hallo Sebastian,

    ich bin kein Psathyrella-Spezialist, aber die Bilder erinneren mich vom Aussehen sehr stark an P. panaeoloides, wie sie rund um Wien auf Sandboden immer wieder zu finden ist. Sporenform und Zystiden könnten auch hinkommen.


    LG Christian

    Liebe Pilzgemeinde,


    heute fand ich im Wiener Prater in einer feuchten Geländemulde recht nah zusammen zwei schön gelb gefärbte corticioide Pilze auf Holz.

    Der erste dünnhäutige Pilz fand sich auf der Unterseite eines dicken Astes und ließ mich an die Gattung Tomentella denken. Zur Bestimmung folgte ich dem sehr klaren Schlüssel von Frank Dämmrich.

    Aufgrund der schnallenlosen Hyphen und der nicht gefärbten stachligen Sporen komme ich zur Gattung Tomentellopsis und hier wiederum aufgrund der kleinen rundlichen Sporen um die 4ym Durchmesser zu Tomentellopsis pulchella. Da diese Art nur zwei Eintragungen in die ÖMG-Pilzdatenbank hat möchte ich die Bestimmung zur Absicherung hier zur Diskussion stellen. Leider sind meine Mikrobilder recht unscharf. Mikroskopiert in 3% KOH.


    Den zweiten gelben Pilz, der auf einem großen liegenden Stamm wuchs (Weide?) konnte ich dank des Beitrages von Romana (Phlebia subochracea??), die den Pilz dort schon vor ein paar Jahren fand recht eindeutig als Phlebia (Phlebiodontia) subochracea bestimmen.


    Tomentellopsis puchella








    Phlebiodontia subchracea


    a




    Schöne Grüße!


    Christian

    Hallo Frank,


    ich denke Nr. 1 ist Panaeolus semiovatus, Ring-Düngerling

    Nr. 2 Hygrocybe conica, Schwärzender Saftling

    Nr. 4 Guepinia helveloides, Fleischroter Gallerttrichterling


    Hoch in den Bergen wachsen doch ein paar Pilze....


    LG Christian


    ,

    Hallo Adrich,


    ich denke, um diesen Täubling zu sicher zu bestimmen würde es einige weitere Angaben brauchen, wie Sporenpulver, Begleitbäume, Geruch u. ev. auch chem. Reaktionen. Ohne die Expertenmeinungen vorwegzunehmen würde ich am ehesten an Russula paludosa (Apfel-Täubling) tippen. Für R. vesca passt der Hutrand und der Farbton nicht.


    LG Christian

    Hallo Andreas,


    auch ich habe eine Olympus TG5 und ärgere mich wie du siehst mit dem rosa Spot herum. Hab mir mal die Fotos durchgesehen und festgestellt, dass der Kreis vor allem (aber nicht nur) bei niedrigen ISO-Werten zu sehen ist. Tw. sind man den Fleck aber auch bei Fotos mit größeren Entfernungen. Hinzu kommt noch, dass meine Kamera die leuchtend metallizé rote Farbe hat, die sich bei Nahaufnahmen je nach Lichtverhältnissen mehr oder weniger auf die fotografierten Objekte reflektiert. Weisse Objekte zeigen dann rosa Farben. Habe die Kamera zum Glück recht billig um 150euro gebraucht gekauft. Würde sie jedenfalls zumindest niemanden für Nahaufnahmen weiterempfehlen


    Falls du brauchbare Infos vom Kundendienst bekommst, wäre super wenn du die Info hier teilen könntest.


    Schönen Gruß!


    Christian

    Hallo Hias,


    vielen Dank!

    Mit deinem Hinweis habe ich nochmals Literatur und Schlüssel für Pholiotina durchstudiert. Die Huthaut war nicht verschleimt.


    Es müsste sich wie von dir angesprochen ziemlich sicher um Pholiotina nemoralis handeln. Die Sporen passen exakt und in den Schlüsseln ist auch erwähnt, dass die Form der Cheilozystiden sehr variabel ist (wie in den Mikrofotos zu sehen). Bleibt glaube ich nur fraglich ob es sich um Pholiotina nemoralis var. dentatomarginata oder var. nemoralis handelt. Nachdem die Abgrenzung der beiden Varietäten ist in den Schlüsseln (Hausknecht/Vesterhold in Funga Nordica bzw. Mörsers 1996) unterschiedlich beschrieben ist bzw. im Gröger gar nicht vorgenommen wird bleibe ich mal bei Pholiotina nemoralis sofern es keine weiteren Einwendungen gibt.


    Herzliche Grüße!


    Christian

    Hallo Stefan,


    danke für Unterstützung!


    An Galerina habe ich irgendwie nicht geglaubt, weil ich die Gattung als typischen Spätherbstpilz kenne.

    Mit Galerina pumila bestehen viele Ähnlichkeiten. Wird irgendetwas Verwandtes sein. Mehr wird sich nicht mehr sagen lassen, aber immerhin scheint die Gattung realistisch.


    LG Christian

    Hallo Thiemo,


    vielem Dank für den Input!


    Mit welchen KOH-Konzentrationen müsste die Reaktion erfolgen? Ich habe an der Stilbasis 3%KOH probiert ohne nennenswerte Verfärbung. Die Fundregion liegt im submontanen Nadelwald. Eiche kann ich also ausschließen. Wenn ich den Pilz wiederfinde werde ich auch die Huthaut mikroskopieren. Leider habe ich kein Ekksikat, weil kein Trockner und kein Sonnenschein....Es hat immer wieder geregnet vor ca. 10 Tagen als ich die Pilze fand.


    LG Christian

    Liebe Forumsgemeinde,


    bereits Ende Mai 2021 fand ich im Wechselgebiet (Niederösterreich) im Gras am Wegrand zwischen Alm und Nadelwald in eine Seehöhe von ca. 1400m Seehöhe folgenden Pilz, den ich nicht zuordnen konnte. Vielleicht lässt sich das Rätsel aufgrund der Fotos und Mikro-Bilder noch klären.


    Ich dachte ursprünglich an Tubaria furfuracea, eine ringlose Pholiotina apropos oder an eine Conocybe. Aufgrund der Mikroskopie fallen diese Möglichkeiten allerdings weg. Ich bin dann aber mit der mir zur Verfügung stehenden Literatur zu keinem Ergebnis gekommen.

    Aus meinen leider nicht sehr professionellen Mikro-Bildern ist zu sehen, dass die Sporen dickwandig sind und einen Keimporus haben.

    Am Hutrand eines Pilzes sind winzige weisse Velumsreste zu erkennen.


    Sporengröße im Mittel: 11,0x5,5ym, gelbbraun, in KOH3% rotbraun

    Zystiden sehr formvariabel von lageniform, utriform ballonartig, tw. auch mit langzogenen Schnäbeln.
    Basidien 4-sporig


    Danke für die Unterstützung! Ich würde mich freuen, wenn der Pilz noch eine Namen bekommen würde.


    Schöne Grüße!


    Christian















    Liebe Täublings-Spezialisten,


    diesen Täubling beobachte ich nun schon das dritte Jahr. Er wächst im Nadelwald am Wegrand im Moos/Gras auf saurem Boden in einer Seehöhe von ca. 750m im Wechselgebiet (Niederösterreich) und erscheint immer recht früh im Jahr.


    Geruch: frisch unbedeutend, alt unangehm, etwas säuerlich
    Geschmack mild, Fleisch sehr brüchig

    Sporenpulverfarbe in etwa III a

    Sporengröße im Mittel ca. 8,5x6,25ym


    Meine Vermutung lag ursprünglich bei einem Kamm-Täubling, Russula insignis.

    Dieses Jahr habe ich den Pilz nun etwas genauer angesehen. Nach den Sporen würde eigentlich Russula nauseosa genau passen, vor allem wegen den groben einzeln stehenden Warzen ohne Verbindungslinien und den deutlich sichtbaren schattigen Flecken (Hilarflecken).

    Russula nauseosa sollte nun aber aber dunkleres Sporenpulver haben und ich habe ihn auch noch nicht mit diesen Farben gesehen. R. nauseosa soll ja anderseits aber auch ein Artenaggragat mit großer Bandbreite sein. Und ansonsten finde ich in der Literatur kaum andere Arten die in Frage kommen.


    Was würdet ihr aufgrund der Bilder meinen?


    Danke im Voraus für eure Fachmeinungen!


    Schöne Grüße! Christian






    Liebe Romana,


    ich bin wieder in Wien und habe einen ersten Blick in mein neues Porlingsbuch von Rivoire geworfen:


    Phellopilus nigrolimatus kommt mal nicht in Frage, der hat andere Sporen.


    Wenn ich den englischsprachigen Schlüssel des Buches für die Gattung Porodaedalea verwende, dann käme ich nicht nur aufgrund des Substates zu P. laricis.


    Die Sporengrößen sind bei P. pini, P. chrysoloma und P. laricis recht ähnlich. Was aber klar für P. laricis spräche ist die Asymmetrie der Sporen, die deine Fotos zeigen (straigth or slightly convex ventral face). Die gibt es im Schlüssel und in den Abbildungen in Rivoire nur bei P. laricis. P. chrysomola sollte außerdem auf totem Holz wachsen. P. pini und P. laricis wachsen auch auf lebenden Bäumen. P. pini sollte weiters eher daedaleoide Poren haben, während bei P. laricis die Poren mehr regelmäßig und weniger daedaleoid sein müssten.


    Hab mal mein Porenfoto unseres Pilzes angehängt. Interessant, dass deine Fotos diese Gelbgrünfärbung haben. Die Fotos mit meiner Einfachkamera zeigen das nicht.


    Bin schon gespannt was die Experten sagen!


    LG Christian


    Danke St3M3 für den tipp! Microdochium nivale könnte durchaus passen.


    Viele BestimmungsInfos findet man nicht im web. In diesem paper sind Sporen und Konidien von Microdochium abgebildet: https://www.mdpi.com/2076-2607/8/3/340/htm

    Die länglichen sichelförmigen hyalinen Sporen sowie die bräunlichen septierten Konidien sind auch auf meinen Fotos zu sehen und dann haben sich wahrscheinlich noch ein paar Fremdsporen aus dem geschmolzenen Schnee hinzugesellt.

    Liebe Forumsmitglieder,


    da ich in der Natur aufgewachsen bin ist mir schon als Kind immer wieder aufgefallen, dass kurz nach der Schneeschmelze so lange der Boden noch feucht und nicht abgetrocknet ist, vor allem an der Stellen wo der der Schnee dick lag oder zusammengeweht war ein weisser Film zu sehen war. Am vergangenen Wochenende habe ich nun dieses Phänomen wiederentdeckt und mir die Frage gestellt ob diese Strukturen eventuell einen lebendigen Pilz darstellen oder ob da Rückstände aus dem geschmolzenen Schnee eine Art Film bilden.


    Jedenfalls habe ich mal eine Probe mitgenommen und unter dem Mikroskop angesehen. Es sind jede Menge verschiedenartiger Sporen/Konidien sowie Hyphen zu sehen, sodass ich eher davon ausgehe, dass der Film kein lebendiger eigener Pilz ist.


    Nun wollte ich mal um eure Meinung fragen. Vielleicht hat sich jemand schon mit dieser Frage befasst, sodass sie ganz leicht zu beantworten ist.









    Herzliche Grüße!

    Christian

    Hallo in die Runde,


    nun habe ich nochmals mit KOH und Baumwollblau mikroskopiert und kann folgende Infos nachliefern:


    Die für Crustomyces subabruptus typischen blasigen Gloeozystiden sind nicht zu finden. Auch wären die Sporen nach den Angaben von Jülich etwas zu groß. Jülich schreibt auch, dass der Fruchtkörper relativ dick und krustenförmig sein sollte. Hier war er aber eher dünn und häutig (das habe ich in meinem ersten posting nicht erwähnt). Ich glaube daher auch fast, dass die vermeintlichen Skeletthyphen doch dickwandige generative Hyphen sind. Crustomyces ist daher sehr unwahrscheinlich.


    Die Sporen, Basidien und die Wände der dickwandigen Hyphen färben sich mit Baumwollblau stark an, sind also cyanophil.


    Die Mikroskopie ist durch einen Brei von kristallinen/amorphen Elemente sehr erschwert.


    Basidienmaße: meist 15-22 x 3-5 ym


    Die Sporengröße liegt zwischen 4,0-5,5 x 2,5-3,5ym. Ellipsoid bzw. tropfenförmig


    Die dickwandigen Hyphen sind häufig zu finden und enden meist verjüngend, vereinzelt aber am Ende verdickt (siehe Fotos). Sie sind nicht inkrustiert. Ob hier Schallen vorhanden sind, konnte ich nicht erkennen, die dickwandige Hyphen scheinen nicht/kaum septiert zu sein. Die restlichen Hyphen sowie die Basis der Basidien besitzen großteils Schnallen.


    Irgendwie würde die fehlende Inkrustierierung an den Hyphenenden/Zystiden in Richtung Xylodon deuten und nicht auf Hyphodontia?


    In der Literatur habe ich zwei Arten gefunden, die in den Merkmalen recht ähnlich wären:

    Xylodon crustosus und X. borealis

    Für Xylodon crustosus würden die Hyphenenden gut passen, nicht aber die Sporenmaße

    Für X. borealis ist es genau umgekehrt

    Beide Arten hätten nach den Abbildungen in Ryvarden bzw. Berniccia auch diese flächigen Inkrustierungen.


    Insgesamt aber alles sehr spekulativ, da mir hier einfach noch die nötige Vorerfahrung fehlt und die Mikromerkmale nicht eindeutig genug sind, um mit den Schlüsseln sicher voranzukommen.


    Ich denke ich werde es mal so belassen. Was meint ihr?


    Liebe Grüße! Christian