Beiträge von Schrumz

    Übrigens bleiben manche sonst häufige Arten trotz augenscheinlich guter Witterung bisher völlig aus. A. phalloides und A. pantherina finde ich dort jedes Jahr und selbst nach dem total verregneten Juli nach dem sie oft auftauchen, gab es nicht einen Fruchtkörper.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    ein komisches Pilzjahr ist es aktuell. Vor allem in meinem Hauswald, ein sehr bunt gemischter Laubwald mit eingestreuten Tannen, tauchen dieses Jahr lauter Pilze auf, die ich dort in 4 Jahren noch nie gesehen habe. Promimente Beispiele waren im Sommer Butyriboletus appendiculatus und Amanita franchetii, heute dann im Wald unter einer Monstereiche mein erster Fund von Hemileccinum impolitum in Deutschland.

    Die gelten allesamt als wärmeliebende Eichenbegleiter und die letzten beiden kenne ich nur als Parkpilze, habe sie sogar in Deutschland davor noch nie gesehen. Außerdem gabs noch zum Ersten Mal die Hundsrute, auch noch nie gesehen hier

    Ist es einfach nur ein außergewöhnliches Jahr (wobei es eigentlich gar nicht so heiß und trocken war)? Oder breiten sich die wärmeliebenden tatsächlich aus?

    Viele Grüße

    Danke dir,

    Mist, Porlinge sind echt noch so überhaupt nicht mein Ding. Mycena aurantiomarginata scheint sehr gut zu passen, Galerina marginata wahrscheinlich auch, auch wenn der Ring und Stiel fand ich etwas merkwürdig aussahen. beli 1 ja das sind schon Nebelkappen, ich habe zwar keine weiteren Bilder aber daran gerochen.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    im Schwäbischen Wald rollt langsam die Hauptsaison an aber es geht eher verhalten los.

    1. Die Steinpilze sind da, größtenteils selbst jung schon gottlos madig

    2. Auf die Flockis ist hier immer Verlass, die stehen überall in Riesenmengen. Zwar von Schnecken meist übel zugerichtet aber dank der schieren Masse habe ich mir ein schönes Körbchen knackiger Exemplare mitgenonmen

    Dieser Koloss bei einer der mächtigsten Weißtannen die ich je gesehen habe übrigens noch komplett fest


    3. Maronen sind okay im Wachstum

    4. Und - ohje - die Nebelkappen sind schon da

    5. Die abge(fressene)stutzte Keule kommt schön

    6. Am gleichen Standort wie der Fichtenhabicht

    8. Noch in der Kinderstube die Fliegenpilze, oft mit Begleiter

    9. Und ebenfalls noch ganz jung die Trompetenpfifferlinge

    10. Schön war mal wieder ein Eselsöhrchen in diesem Wald

    11. Ebenfalls nach Jahren mal wieder zu sehen war der Porphyrwulstling

    12. Jedes Jahr dagegen recht spät erscheinend sind die Lachsreizker

    13. Auch jedes Jahr da sind die Kuhmäuler, ich finde das sind richtig ästhetische Pilze

    14. Auch immer da sind die violetten Lackis

    15. Und die Schopftintlinge an den Wegrändern

    16. Schön war heute Ganoderma carnosum, den sehe ich trotz durchaus vorhandener Tannen nicht oft

    17. Schnecklinge sind noch gar keine da, die Schleierlinge zieren sich etwas.

    C. varius war schon vorhanden, hier mit wirklich astreinem Steinpilzhabitus

    18. C. venetus taucht oft schon früher auf

    19. C. laniger ist meistens der als erstes erscheinende

    20. Und C. aureopulverulentus war heute ein netter Erstfund

    21. Das ist denke ich ein etwas komisch geratener C. rubellus

    22. Und zum Schluss zeige ich noch diese herrliche Koralle

    Die zig Fälblinge, Helmlinge und gelbe Knollis erspare ich euch mal.

    Es gab auch noch interessanten unbestimmten Beifang den ich Morgen genauer anschauen werde, wenn dazu schon jemand eine Idee hat gerne her damit.

    Als erstes dieses komische, sehr angenehm riechende Wegrandpilzchen, bei dem ich hoffe aus der Sporenpulverfarbe schlauer zu werden

    Dann dieses Pilzchen mit unglaublich auffälligen Lamellen und Stielbasis bei dem ich noch völlig ratlos bin

    Und noch das hier, bei dem ich zuerst an Gifthäublinge dachte, was aber vielleicht auch Kuehneromyces lignicola sein könnte

    Ganz nett aber für die Hauptsaison noch etwas mager. Ich denke die verschiebt sich einfach immer weiter in den Oktober hinein.

    Viele Grüße

    Hallo,

    würde ich auch so nennen. Das Blauen/Grünen ist extrem unterschiedlich ausgeprägt bei denen. In Amerika/Asien ist das ein ganzer Komplex an Arten, ich könnte mir vorstellen, dass es hier genauso ist.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    ich hatte heute im Fichten-/Weißtannenwald die ersten Phlegmacien, namlich C. varius und diese hier.

    Hut schick gelbbraun gefärbt.

    Lamellen und Stiel jung violett

    Fleisch im Schnitt im Stiel ebenfalls violett, Knolle gerandet.

    Die KOH Reaktion war sowohl auf dem Hut, als auch an der Basisknolle augenblicklich auffällig blutrot.

    Sorry für die scheußlichen Mikrobilder, die Sporen sind citriform, im Bereich 11,5 - 13 um x 6,5 - 7,5 um

    Cortinarius  Oehrling ich habe mir hier C. aureopulverulentus angeschaut, zu dem das Meiste zu passen scheint. Allerdings kann ich nirgends das auffällige, goldgelbe Velum erkennen, von dem überall die Rede ist. Kann er es trotzdem sein? Wäre ein toller Erstfund.

    Viele Grüße

    Bei uns geht es so ganz langsam los (Viele Hexenknubbel, ein paar ganz frische Steinpilze, Amethystpfifferlinge mit ganz okayem Wachstum) und noch dies und das anderes. Was aber wirklich faszinierend ist, ist dass manchmal trotz augenscheinlich nicht berauschendem Pilzwetter manche Pilze Massenpilze sind. Bei uns sind das aktuell der weiße Büschelrasling und der rote Gallerttrichter. Keine Ahnung wieso. Achtung Photodump, wenn jemand zu Nr.1 was sagen kann(ganz komischer Schüppling auf vergrabenem Holz) wäre interessant.

    Viele Grüße

    Hallo,

    das war auf ca 500-550 m Höhe in einem von Weißtannen dominierten, sehr feuchten Nadelmischwald im Welzheimer Wald in der Nähe gar nicht so alter Fichten. Übrigens ist das ein Phlegmacienwald mit einigen weiteren kalkliebenden Arten also scheint eine oberflächliche Versauerung fürs Wachstum ausreichend.

    Viele Grüße

    Hallo,

    Soweit ich weiß gelten tatsächlich auch manche Symbiosepilze als invasiv. Ich habe gehört der Fliegenpilz wurde in Neuseeland mit der Waldkiefer eingeführt und geht jetzt auch mit einheimischen Bäumen eine Symbiose ein, wobei er wohl einheimische Mykorrhizaarten verdrängt. Ähnlich sieht es mit dem Grünen Knollenblätterpilz in der Westlichen USA aus.

    Viele Grüße

    Hi, schicker Fund. Ich zweifle hier auch gar nicht an der Bestimmung, wundere mich aber über die deutlichen Violetttöne im Fleisch. Ich hatte letztes Jahr einen Fund, den ich ebenfalls als C. aureofulvus abgelegt habe, der kam ohne jegliches Violett daher: 2 (3?) Calonarien

    Spannend ist übrigens auch, dass die Art wohl aus Nordamerika beschrieben ist und Europäische Kollektionen wohl geringfügig in der Sequenz abweichen.

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Lange gesucht, dachte schon vielleicht gibts den in meinen Nadelwäldern gar nicht, da es dort auch viel Kalk hat. Heute an einer Stelle an der ich in den letzten 4 Jahren schon bestimmt 50 Mal vorbei bin. Amanita virosa, der Kegelhütige Knollenblätterpilz; leider nicht mit ganz intakter Stielbasis:

    Reste der Knolle im Boden:

    KOH Reaktion:

    Ein vermeintlich schöneres Exemplar in der Nähe stellte sich leider schnell als Amanita citrina heraus:

    Es scheint allgemein ein sehr gutes Amanita Jahr zu sein, allen voran für Scheidenstreiflinge.

    Viele Grüße