Hallo allerseits, interessante Ausführungen von Christoph und informativer Artikel, den Sebastian rausgesucht hat. Auch wenn klar wird, dass man eigentlich noch nicht weiß, was da passiert, wie und warum.
Kleine Anmerkung, weil es in dem Artikel ja um Kasachen geht:
vor allem Menschen mit Migrationshintergrund aus Osteuropa
-- der kleine Teil von Kasachstan, der in Europa liegt, ist dünn besiedelt. Der Rest ist Asien. Oft genug handelt es sich bei den "Kasachen" in Deutschland aber um Spätaussiedler oder Familienangehörige Wolgadeutscher. War selbst vor Jahren mal zu Gast nördlich von Taschkent - schon in Kasachstan - bei Wolgadeutschen, von denen die Alten eine Art Schwäbisch redeten und die Jungen nur Russisch. Letztere waren im Begriff auszureisen.
Bei der Haltung welche Pilze essbar sind und welche nicht greift man auf Jahrtausende "Try & Error" zurück. Dass viele Pilze gefährlich sind, kann man wohl als Allgemeinwissen der Menschheit ansehen. Jeder Fall einer Vergiftung, tödlicher Allergie, noch dazu so kurz nach dem Verzehr, würde sehr wahrscheinlich mit den fraglichen Pilzen in Verbindung gebracht werden. Entsprechend würden diese Pilze im Ranking als Speisepilze herabgestuft werden. Da dies nicht geschehen ist, würde ich davon ausgehen, dass es noch Randbedingungen gibt, die diese Allergie triggern und die es früher so nicht gab. Man sollte jedenfalls nicht unsere Vorfahren und traditionelles Wissen unterschätzen. Die ganze Ethnobiologie lebt im Prinzip davon, dass Leute mit Sprachkenntnis, Charisma und etwas biologischer Kenntnis im Auftrag der Pharma zu den "zurückgebliebenen" Völkern am Rande dieser Welt fahren, um herauszufinden, welche Pflanzen, Tiere und Pilze dort als Heilmittel verwendet werden - damit man daraus dann Stoffe isolieren und patentieren kann. So weit ist die moderne Pharmakologie nicht von Try & Error entfernt.
LG, Bernd