Hat vielleicht jemand doch noch eine Idee zum Milchling (14)? Oder einen Literaturvorschlag?
Die Farbgebung finde ich schon auffällig mit diesem schokobraunen Hut und orangebraunen Stiel..
Griaß Ogni
Hat vielleicht jemand doch noch eine Idee zum Milchling (14)? Oder einen Literaturvorschlag?
Die Farbgebung finde ich schon auffällig mit diesem schokobraunen Hut und orangebraunen Stiel..
Griaß Ogni
Ja Stefan, der passt besser! Die fast blütenblattartige Faltung hat mich bei dem auch verwundert. Und wenn man genau hinsieht ist der Rand ja auch gekerbt;)
Servus liebe Foristinger, am Wochenende hat es mich, hoffnungsvoll durch die letzwöchigen Regenfälle, auf eine erste Pilzpirsch verschlagen. Ziel waren die Hänge um das schöne Örtchen Greding. Leider hauptsächlich bekannt durch die dasselbige peinigende Autobahn. Allerdings ist es durchaus, nicht nur aus schwammerologischer Sicht, einen Besuch wert. Schluss mit dem Gedöns, seht selbst. Ps: für Korrekturen meiner grobmakroskopischen Bestimmungsversuche bin ich wie immer dankbar.
1) das Flüsschen Schwarzach
2) (M)ein Schwarm. Schön anzuschauen und beeindruckender Sound. Ich habe versucht beim Fotografieren nicht zu niesen.
3) bevors in den Wald ging fand ich noch einige Nelkenschwindlinge im Gras. Allerdings hat mich der Stiel etwas ins Zweifeln gebracht![]()
4) im Wald begrüßte mich diese Einbeere, sie sieht schon verlockend aus. Aber leider nix zum naschen...
5) und eine witzige Mumie mit Aussicht. Was die wohl in ihrem früheren Leben gewesen sein mag? Nachdem sie so gut konserviert ist glaub ich da nicht recht an einen Bröseltintling. Aber sonst fällt mir auch nix ein.
6) von diesen fand ich mehrere einzeln stehend am Wegrand im Geschütt. Ich hätte sie mit behangen Faserlingen (P. candolleana) angesprochen.
Aber ob die so einsam im Dreck wachsen wollen?
7) Dann gabs einige große Kartoffelbovisten zu bestaunen (Skleroderma citrinum)
8) Hier dachte ich von Ferne auch zuerst an Kartoffeln
aber eigentlich waren sie mir schon a weng zu groß, und zu nah an der Eiche, also verdächtig... und siehe da:
es waren "Wubis" (Wurzelnder Bitterröhrling, B. radicans), die es faustdick hinter den Ohren hatten
9) danach gings in einen Kiefernwald: Ockerbraune Trichterlinge (Cl. gibba), für mich relativ typisch? Einwände?
10) Nicht weit standen diese hier, je länger ich sie angeschaut hab umsomehr erschienen sie mir auch wie einfach reifere Cl. gibba? ich hab sie halt bisher irgendwie immer nur in sehr jung gefunden. Was meint ihr? Geruch leicht fruchtig stechend ähnlich Trompetenpfiffer aber viel schwächer. Sporenpulver weiss (ein Breitwegerich hat es aufgefangen).
Edit: aufgrund gerieftem + lappigen Hutrand: eher Cl. costata
11) Hier würde ich einen feinschuppigen Ritterling (T. imbricatum) vorschlagen, Geruch leicht gurkig. Auffallend die starke Schuppung der Huthaut und leicht wellige Lamellenschneiden.
Edit: aufgrund der dichten abstehenden Schuppen: Tricholoma vaccinum (siehe Diskussion unten)
12) es wurde etwas trockener und sandiger: hier stand ein Dauerporling (Coltricia perennis cf)
13) Dann habe ich etwas getan was ich bisher nie getan habe.
Ich habe voller Übermut einen Täubling aufgehoben.
(Aber er war soo schön rot...!)
Sollte man sich gut überlegen als absoluter Beginner.. Immerhin hab ichs dann auch durchgezogen und sogar reingebissen![]()
Zu meinen Befunden: im Kiefernwald auf einem moosigen Holzweg. Mittelgroßer Täubling ca 4-6cm Hutdurchmesser. Geruch leicht fruchtig (oh weh..) Oberfläche leicht matt, scharlach- bzw apfelrot. Huthaut nur mit größtem Gefriemel millimeterweise abziehbar s.u.. Lamellen leicht splitternd. Stiel relativ fest aber nicht beinhart, leicht rötlich überhaucht. (Das hat mir Mut für die Kostprobe gegeben, sollen die Speierlers ja angeblich nicht sein). Also Geschmack: mittelscharf und leicht bitter. Relativ schnell wieder verflogen.
Ich würde mal mit noch mehr Mut den Blutroten Täubling (R. sanguinea) ins Rennen schicken. Oder halt einen schönen Roten der zig Anderen
. Wie gesagt ohne Mikro![]()
14) Auf dem Rückweg stellten sich dann noch die hier in meinen Weg. Nebenan viele Kiefern und eine kleine Eiche (unter der Lac. quieti standen, nicht fotografiert, da in Eile auf dem Rückweg)
Erster Gedanke von oben: Wow Mohrenköpfe!
die musste ich dann doch noch fotografieren...
Zweiter Gedanke: ach nee, heller Stiel..
Dritter: vielleicht zu dunkel geratene Brätlinge?? ![]()
Dann ein hoffnungsvolles Brechen der Lamellen: und? -> klare "Milch" ...au Backe. Geruch leicht unangenehm, aber für mich unspezifisch. Stiel unten hohl. Das wars mit meinem Latein. Und dem Abendessen ![]()
Meine bescheidene Literatur zu Hause hatte da nichts sinnvolles im Angebot. Evtl. noch der wässrige Milchling, Lac. serifluus, der allerdings wohl eher selten sei?
Vermutlich hat keiner eine Idee? so rein makroskopisch![]()
Edit: Lac. serifluus scheint wohl doch ganz plausibel vergleiche: Wässriger Milchling Lactarius serifluus
So das wars, ich hoffe es hat euch auch gefallen, ich war wieder völlig euphorisch nach diesem Ausflug und hoffe zwischendrin gibts weiterhin mal das ein oder andere Gewitter!
Machtses guad,
Ogni
Natürlich lebt solch ein Forum nicht nur von den Bildern sondern v.a. auch von den Geschichten dazu... schließlich sind hier echte Menschen am Werk und keine App.
Aber möglicherweise bist du „Gofabio“ nicht so textsicher im Deutschen und hältst dich daher im Telegramm Stil?
Vielleicht magst du bei deiner nächsten Anfrage einfach einen kurzen Text zu deinen Bildern schreiben und wenn nötig mit zB „Google Translate“ übersetzen? Damit kommen wir dann schon zurecht und freuen uns über ein paar persönliche Worte;)
Schönen Abend, Ogni
edit: an die „Grantler“
von oben: klickt doch kurz mal aufs Profil bevor ihr loslegt. Ich finde es ja prinzipiell gut wenn ihr darauf achtet dass eine gewisse Form gewahrt wird, aber wenn euer Blitz den falschen trifft, könnte das auch ganz schön demotivierend sein.
In diesem Sinne wenn’s ![]()
wachsen die Schwammerl.
Da freuen wir uns schon drauf ![]()
und Gofabio bleib dran wir sind gespannt was du in Goslar noch so findest!
Servus zusammen,
die folgenden "Kleinen" habe ich unterwegs mal geknipst um den Schwammerldurst zu stillen. Liege ich mit der Bestimmung richtig?
1) Clitocybe cf gibba in einem Park unter Eichen auf Sandgrund. Ca 3cm Hutdurchmesser, noch eingrollt. Am Rand leicht flaumig, zentraler Trichter mit angedeutetem kl. Hügel. Schwach hygrophan. Lamellen rel. entferntstehend, herablaufend, mit Zwischenlamellen. Auffallend kl. Knöllchen ähnlich Sklerotium (evtl aber nur noch kl FK) Geruch etw fruchtig süßlich, leicht stechend ähnlich dem Trompetenpfifferling.
2) KBP: a) einmal auf gemähter Wiese, starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt daher recht ausgeblasst, (Hutdurchmesser 1,5cm) b) einmal in altem Autoreifen mit organischem Material (Hutdurchmesser 2-3cm) . Der Stiel war bei beiden etw bereift. Edit: Meine Vermutung d. Heudüngerlings trifft nicht zu s.u. Eher ist’s einer aus dem Bereich Agrocybe pediades Agg. Vielen Dank Werner.
a)
b)
3) an einem Seeufer unter Pappeln und Erlen. Weiter entfernt ca 40m auch Eichen. Keine Koniferen weit und breit. Noch junger Scheidenstreifling. Aufgrund der Ökologie hätte ich eher A. crocea erwartet. Aber die Scheide war deutlich rotbraun daher ists wohl doch A. fulva? Was meint ihr? (Bitte entschuldigt die schlechte Qualität der Handyfotos, ich habe zumindest versucht die entscheidenen Details scharf zu stellen..;)
Einen schönen Abend
der Ogni
Ja witzig dass der geweihfömige Schleimplilz auch Poren kann aber sonst der gleiche ist. Also sowas wie eine Nebenfruchtform anscheinend?
Das freut mich dass ihr den kleinen für eine Lichenomphalia haltet - ich habe schon lange mal gehofft eine solche Flechte zu finden
woran erkennt man denn hier die Algen Symbiose? Sind diese entfernt stehenden „Lamellen“ ein Hinweis? Oder erkennt man das nur mikroskopisch?
Liebe Grüße und vielen Dank für eure Vorschläge! Ogni
Danke Beli! Du bist ja schnell! Die guck ich mir mal an!
Ps: Sorry für die vielen Schreibfehler, fällt mir gerade auf. das lag wohl am![]()
Korrikiere ich noch!
Servus liebes Forum! wie einge Andere habe ich dieses Jahr meinen Urlaub coronabedingt in der Heimat verbracht- und es bewahrheitete sich mal wieder der Spruch "warum in die Ferne schweifen..." Los gings in eine klassische Urlaubsregion in Osten des Landes: den Elbsandstein. Mit dem Nachwuchs auf dem Rücken wanderten wir ein paar schöne Waldwege entlang der malerischen Felsformationen. Auch wenn es natürlich keine primäre Pilzpirsch gewesen ist, war ein Zusammentreffen mit der Funga doch am ein oder anderen Rastplatz oder Haltegriff nicht zu vermeiden und die Kamera im Vorbeigehen rasch gezückt. Ein paar Eindrücke nicht nur von Schwammerln, versehen mit wirren Gedanken möchte ich gerne mit Euch teilen:
1 ein Weitblick von den Schrammsteinen auf andere Steine in Richtung Süden wenn ich mich richtig erinnerne
2 die Felsen kamen auch mal farbenfroh. Als Sprayer kommt eine Schwefelflechte in Frage (Chrysotrix chlorina) oder war es doch ein Dynamo Fan?
3 Als ich einem Fichtenästchen auswich fielen mir diese Gallen auf. Die Ursache ist allerdings kein Pilz sondern eine Gallenlaus die es sich hier gemütlich und durchaus stilvoll eingerichtet hat. Nachdem auch viele Lärchen herumstanden könnte es sogar eine Bonzen-Laus sein die ein Sommer- und ein Winterdomizil bewohnt (Sacchiphantes viridis). Chic chic!
4 der Boden war stellenweise überdeckt von dieser zweiblättrigen Schattenblume. Vermutlich zeigt sie Schatten an? wäre ja sehr praktisch.
5 dieser Fussel machte sich durch seine Flugbahn verdächtig. Hat nochjemand dieses UFO gesichtet? Eine Kontaktaufnahme gelang mir nicht.
6 an einem schattigen Stumpf zeigte sich dieser hübsche Schleim gerade in der Metamorphose
7 endlich ein richtiges Schwammerl auf Nadelholz: auch wenn er nach nix roch würde ich behaupten es wäre ein Fenchelporling:
a)
b) ein paar Meter weiter tat der mir den Gefallen und roch
8 hier war ein Battalion Waldameisen aufbruchsbereit zum Junggesellenabschied. ich bin schnell weiter, die sind mir wirklich zu peinlich
9 Zwischenrast, der großer Service des Kleinen stand an. Beim Kramen im Rucksack fiel mein Blick auf ein Brandstelle neben meinem Fuß. Hatte hier tatsächlich ein Po(o)fer ein Feucherchen direkt am Fuß dieser Birke geschürt?
nein, natürlich nicht. aber andererseits kann dass wirklich wahr sein? so am Baumfuß einer eigenltlich sonst fitten von Wind und Wetter gestählten Birke?
und vor allem mitten auf dem hochfrequentierten Wanderweg - hätte den nicht längst jemand eingesackt um sich einen Zaubertrank zu köcheln?
Er soll ja gesucht sein..der schiefe schillernde Porling?
natürlich konnte ich es nicht lassen mit zittrigen Fingern mit dem Autoschlüssel zu versuchen ein Stück rauszuhebeln- und tatsächlich Mycelarige und güldene Strukturen..
War er es wirklich? ode nur irgend eine andere vergammelte Ruine? Ein Gemecker neben mir holte mich plötzlich wieder in die Realität zurück. Und schon ging es weiter.
10 bei der nächsten Rast krabbelte dieser hübsche Käfer über mein Bein. Ich fotografierte ihn da mir der Farbton sehr gut gefiel. Später konnte ich recherchieren dass er wohl auf den Namen scharlachroter Feuerkäfer hört. Aber schlarlach rot? sollte ich mir wirklich mal eine Wand scharlach rot streichen?
11 beim Abstieg ging es durch eine Klamm mit bemoosten Felstwänden. Hier fand ich viele dieser kleinen Gräle. Leider gelang es mir nicht makroskopisch eine Einordung zu treffen. Auffällig waren für mich der farblich abgesetzte dunklere und etwas ins orangerötlich tendierende Stiel mit basaler Aufquellung und teils sichtbaren Mycelfäden sowie die sehr entfernt stehenden Lamellen. Die Hutriefung war nur schwach ausgeprägt. So blieb ich bei Adermoosling oder Nabeling. kommt vielleicht eine Omphalina hin? Da sie hier wirklich massenhaft an fast allen Felsen vorkamen und die Gegend ja auch hochfrequentiert ist habe ich die Hoffnung dass sie vielleicht einer von Euch schon mal bestimmt hat und mir einen Tip geben kann in welche Richtung es geht?
So das wars fürs erste, ich hoffe es hat Euch auch gefallen. Vielleicht gibts irgendwann noch eine Fortsetzung aus der Uckermark wenn ich die Zeit dafür finde:)
Für Kommentare und Korrekturen danke ich Euch wie immer!
ein schönes Wochenende
der Ogni
Das Rätsel scheint gelöst: noch unter Vorbehalt, da die Antworten einiger Spezialisten die Bastian und ich anschrieben noch ausstehen, aber es scheint sich um Eier einer Grundel Art (Neogobius sp.) zu handeln. Seit einigen Jahren breiten sich insgesamt drei Arten dieser Neozoen invasiv in Nordeuropa aus.
Das entscheidende Bild (aus einem Privat -Archiv) das zur Bestimmung beitrug steuerte Bastian bei, vielen Dank an dieser Stelle für die tolle Recherche!
Einen verlinkbaren Artikel mit gutem Bildmaterial fand ich hier:
Danke fürs mitlesen, falls die kontaktierten Experten doch noch anderer Meinung sind werden wir nochmal nachberichten!
Einen schönen Sonntag,
Ogni
Ein Update: ich habe mal frech einen deutschen Malakozoologen kontaktiert (ja ich habe auch erst gelernt wie der berufliche Weichtierkundler akademisch genannt wird:) und von dem netten Herren sogar schon eine Antwort erhalten: er schliesst aus dass es sich um Mollusken Eier handelt. Eine weiterführende Idee hatte er leider auch nicht - aber das ist doch schon mal was!
Eine weitere Anfrage habe ich an das zuständige WWA Mittelfranken gesandt. Ich werde berichten wenn ich neue Infos habe. Schönes Wochenende!
Danke für den Tip Nobi, ich hatte nach ähnlichen Foren wie dem hiesigen für Zoologie gegoogelt aber nichts passendes gefunden.
@ Bastian: klar, darfst du gerne dort einstellen, ist ja auch möglich dass es eine eingeschleppte Art ist, die jemand ausgesetzt hat, ich freue mich wenn wir weiterkommen;)
„Am einfachsten wäre es die Eier auszubrüten“ Guter Tip! Leider habe ich kein Aquarium mehr. Aber vielleicht guck ich dort nochmal vorbei. Vll zeigt sich nach einer Woche schon mehr.
Alle Schnecken, die ich mal im Aquarium hatte legten mehr oder weniger Schnur oder Haufenförmige Gelege. Und die Eier selbst wie auch alle Süßwasser Fischeier die ich kenne waren rund.
Einzig im Hafen von Galway in Irland habe ich mal ähnliche aber mehrere Zentimeter große Gebilde gefunden. Ein Fischer erklärte mir es wären Sepia Gelege.
Die sind im Süßwasser raus.
Es bleibt wie so oft als Antwort nur Aliens übrig. Oder hat Bill Gates damit zu tun? ![]()
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Eine schöne Woche noch!
Hallo Bastian, Bitterlinge hatte ich sogar mal im Aquarium, die legen ihre Eier mit Hilfe einer Legeröhre in den Siphon der lebenden Muschel. Der Clue ist glaub ich dass die dann durch den Wasserstrom der Muschel mit allem Wichtigen versorgt werden. Wenn die tot ist haut das ja nicht mehr hin.. ![]()
Hat nix mit Pilzen zu tun, aber hier sind ja auch viele Leute unterwegs die sich auch für die Fauna interessieren- daher: in dieser leeren (Maler?)-Muschel fand ich in ca 20cm Wassertiefe eines stehenden eutrophen Gewässers das folgende Gelege aus geschätzt ca 2-3mm langen 0,8mm breiten, konischen, festgallertigen, durchscheinenden Eiern. Sie waren relativ stark festgeklebt und ließen sich nur mit dem Fingernagel lösen. Ich meine zentral einen Embryo zu erahnen. (Siehe Pfeile)
Hat jemand eine Idee von welchem Wassertier die stammen? Schnecken? Planarien? Medusen? Ich habe im Süßwasser noch nie vergleichbares gesehen.
viele Grüße Ogni
Hallo Kauz, das ist keine Flechte, ich tippe auf Nostoc. Man kann sehr gut darauf ausrutschen.. Viele Grüße Ogni
Hallo Ulla, ja schaun wir mal ob es dieses Jahr noch eine Fussballsaison gibt..? ich hab die in meiner Gegend noch nie frisch gefunden. Nur einmal auf einer Almwiese als Kind. LG ingo
Vor einigen Wochen kam ich schoneinmal an diesem Bachufer in der Nähe meiner Bushaltestelle vorbei um mir die Zeit zu vertreiben. Damals wie heute war es staubtrocken und bis auf ein paar Feuerschwämme an den Weiden kein Pilzlein in Sicht. Ich hatte bereits diese eigenartigen Maulwurfshügel oder Ameisenhaufen aus dem Augenwinkel wahrgenommen aber bin nicht näher hin, warum auch fürn Haufen Erde? Heute kam mir doch recht spanisch vor, dass Maulwürfe gerade hier in der verbuschten Wiese am Bachufer so viele Häusle bauen...
Und siehe da, sie waren gar nicht echt- nur Fassade mit Luft darin!! Und seit Monaten hatte keiner mehr geputzt: es staubte und stank nach Pipi. Ich hätte mal besser nicht mit meinem Schuh dagegen getreten. Nunja wenns bis in den Herbst doch mal wieder geregnet hat schau ich mal wieder vorbei, vielleicht schwemmt der Bach dann ja ein paar Fußbälle an?
Dank euch für die Bestätigung.
Und Super Vergleichskollektionen Beli, das sieht man schön die Variationsbreite. In frisch und jung kommt der Kontrast zwischen hellem Hut und dunklen Schuppen noch schöner raus (Bild 2), wie ein Tierfell, ein wirklich schöner Pilz! Danke fürs zeigen!
Bon soir! an einer Gruppe alter, teilsentrindeter, jedoch noch stehender Weiden, fand ich im normalerweise überschwemmten, derzeit aber trockenliegenden Stammbereich diese dicht gedrängten Gesellen. Die Trockenheit hat auch ihnen zugesetzt, daher habe ich versucht noch die frischsten Exemplare herauszusuchen. Größe ca 4-6cm Hutdurchmesser, ca 3-4cm Stiel, ca 0,5 cm dick, sehr fest verwachsen/wurzelnd. Hut und Stiel gelbbraun mit dunkel braunen faserigen Schuppen. Hut glockenförmig (Trockenheit) eingerollt, genabelt. Bei Feuchtigkeit möglicherweise trichterförmig. Die Stielbeschaffenheit ist nur zu erahnen, sie haben etwas gelitten aufgrund der rohen Gewalt, die ich ohne Messer aufwenden musste um die drögen Burschen herauszureissen. An der Basis verjüngend. Fleisch sehr zäh, vliesartig. Lamellen cremeweiss,bei alten FK bräunlich, herablaufend, leicht gesägt. Sporen jedoch weiss (auf dem dunklen Holz gut zu erkennen). Geruch pilzig, evlt im Abgang etwas mehlig, aber nicht sonderlich unangenehm. Es sollte schon ein Stielporlingsverwandter sein - ich wäre am ehesten bei L. tigrinus- gibt es Gegenvorschläge?
1) hat sich einen schönen Ausblick ausgesucht
2) wie am Stachus.. Mindestabstand??
3) Schuppendetail
4) Untenansicht
5) Interieur
Danke! Da war mein „Riecher“ ja gar nicht so schlecht ![]()
Hier ist ein Video dazu wo auch die oben sichtbare bläulich schillernde, brüchige Haut als charakteristisch beschrieben und der Geruch erklärt wird.
Zu diesem Video empfiehlt es sich einen Single Malt Whisky bereit zu halten.
Viel Vergnügen & Slàinte
Seit Jahren finde ich in Tümpeln und langsam fliessenden flachen Bächen mit viel Detritus immer wieder diese orange/rostbraunen Verfärbungen.
Teilweise ist der komplette Tümpel rostgelb verfärbt. Ich vermute Bakterienkolonien evtl. Anaerobier (aufgrund des anzunehmenden Sauerstoffmangels in diesen Biotopen) und so wie es dort meistens riecht sind es vielleicht sogar welche die Methan oder Schwefelwasserstoff nutzen oder produzieren? fällen die vielleicht Eisen aus was dann die Farbe ergibt? Oder sind es doch Algen die ein anderes Photopigment anstelle Chlorophyll verwenden? Sonderlich Eisenreich ist der Boden bei uns nämlich nicht ![]()
pilzforum.eu/attachment/312150/
Ein schönes Wochenende euer Ogni
Update: heute wollte ich ursprünglich nochmal an der obigen Stelle vorbeilaufen- aber jetzt mit dem Wissen um den Stäublingsschleimpilz entdeckte ich ihn plötzlich überall und sogar in verschiedenen Reifestadien sodass ich gar nicht bis dorthin gelaufen bin.
Die Stadien möchte ich nochmal kurz dokumentieren, denn ich finde die Metamorphose, wie aus einem Klumpfen Schleim ein Staubbeutel werden kann, wirklich toll!
a) weiss, mit fester Konsistenz
b) aufplatzende Hülle
c) Hülle komplett abgefallen (den hätte ich früher wohl eher für das Werk irgendwelcher Insekten gehalten)
d) verschiedene FK an einem Stamm, Sporenpulver freigesetzt (b rechts unten)
Servus Beli und Tuppie, danke für euere Bestimmung! Toll den kannte ich noch nicht, er ist aber wohl fast ein Frühjahrsklassiker im Auwald wenn ich das richtig gelesen habe. Ich bin sehr gespannt wie er sich entwickelt und werde auf jeden Fall dort noch mal vorbei schauen!
@Stefan- ich wusste gar nicht dass es hier sogar eine Schleimpilz Sektion gibt, danke für die Umsiedelung
Hallo und frohe Ostern liebe Pilzler,
als ich heute durch den, leider knochentrockenen, Auwald striff (natürlich nur rein zufällig
) fand ich zwar keine bodengebundenen Schwammerl aber immerhin an einem großen Erlenstumpf mehrere gelbe Ostereier! Größe ca 6cm und ca 2-3cm abstehend. Grund weisslich bis schwach gelblich, darüber mit feinen gelben Körnchen bedeckt, so dass aus der Distanz ein deutl. gelber Eindruck entsteht. Die Beschwaffenheit war interessant. Am besten beschreibt sie wohl Creme brulee... außen eine resche Kruste, innen steife gelbe Sahne. Den Geschmack habe ich nicht geprüft, obwohl es mich gereizt hätte- aber vermutlich war das besser so
. Soweit das Deskriptive. Was habe ich da gefunden? Leider fehlt mir jegliche Schleimpilz Literatur und natürlich rechne ich auch nicht mit einer makroskopischen Bestimmung. Aber vielleicht hat ja jemand ein paar Anregungen?
Leider überstrahlt, eigentlich deutl. gelb
Einen schönen Abend!
