Beiträge von umossoh

    Pilzomlette oder Rührei mit Pilzen sind absolute Klassiker, die wohl die meisten Foristen schon mal probiert haben dürften. Es geht aber auch mit gebratenen Eiern, was viel weniger bekannt ist. Spiegeleier haben einen sehr viel strengeren Geschmack und verlangen daher nach sehr würzigen Pilzen. Wir haben es mal mit Herbsttrompeten probiert und großes Lob geerntet. Herbsttrompeten harmonieren sowohl vom Geschmack als auch von der Optik sehr gut mit Spiegeleiern. Aber seht selbst:


    Portion Herbsttrompeten für 6 Personen (ca. 30 - 40 Gramm pro Person):



    Die Pilze mit oder ohne Zwiebeln braten und warm stellen. In der gleichen Pfanne die Spiegeleier zubereiten. Auf eine Scheibe kräftiges Brot geben und mit Petersilie dekorieren. Dann die gebratenen Pilze dazu geben.


    Fertig!



    umossoh


    P.S.: Herbsttrompeten heißen bei uns nur noch Spiegeleipilze.

    Hallo Claus,


    Du solltest Dein Licht nicht so unter den Scheffel stellen, für mich haben Deine Aussagen eine Menge Gewicht.


    Und ja, nachdem ich auf den den Netzflockigen Rosa-Täubling gekommen bin, war mir auch klar, dass ich die Stielspitze und den oberen Teil des Stieles etwas genauer hätte betrachten sollen. Anfängerfehler. Wird mit dem nächsten Fund nachgeholt. Was mich nur ein wenig irritiert ist, dass der Pilz bei 123Pilze als selten eingestuft wird. Hier begegnet er mir fast ständig.


    umossoh

    Liebes Forum,


    in den letzten Wochen bin ich bei mir im Buchenwald immer mal wieder über einen sehr stattlichen Täubling gestolpert. Trat einzeln oder in kleinen Trupps auf. Geschmack war mild, aber weder nussig noch süßlich, eigentlich schmeckte der nach gar nichts. Ich hab jetzt mal zwei Exemplare zur genaueren Untersuchung mitgenommen.









    Sporenpulver (und auch Lamellen) war nicht ganz rein weiß, aber schon ziemlich hell. Ich würde mal auf Ib oder IIa tippen. Weitere Mittel zur Untersuchung stehen mir nicht zur Verfügung. Ich bin nach Stöbern im Internet auf den Netzflockigen Rosa-Täubling gekommen. Könnte das hinkommen? Oder ist der makroskopisch nicht zu bestimmen?


    umossoh

    Tuppie: Wie geschrieben, ich habe keinerlei konkrete Hinweise im Internet über die Haltbarkeit gefunden. Ich vermute aber mal, dass es von der Sorgfältigkeit des Arbeitens abhängt. Bei mir alle Gläser sterilisiert, Werkzeug auch, das sollte ein paar Monate halten, ich werde berichten. Andererseits fehlt Essig (das ist ja auch der Grund, warum die konservierten Pilze nicht nur auf die Konsistenz reduziert werden), das wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit aus.


    nobi: Yep, ein Teil Pilz, zwei Teile Öl. Da die Pilze aber stark schrumpfen, kann ich mir vorstellen, bei sehr feuchtern Pilzen, den Ölanteil noch etwas zu reduzieren.

    Liebes Forum,


    vorein paar Tagen habe ich (für mich) relativ viele milde Täublinge gefunden und ein Sommersteinpilz hat sich auch noch dazu gesellt. Da wir aktuell keine Verwendung für die Pilze hatten und die Truhe auch schon gut bestückt ist, wollte ich mal das Konfieren von Pilzen ausprobieren. Konfieren ist eine sehr alte Konservierungsmethode, bei der Fleischstücke von minderer Qualität stundenlag bei niedriger Hitze im eigenen Fett weichgekocht werden. Ich habe nun auch Hinweise gefunden, dass man nicht nur Fleisch, sondern auch Gemüse (z.B. Tomaten) und aber auch Pilze konfieren kann. Allerdings habe ich nirgendwo eine detaillierte Anleitung gefunden, sondern nur eher vage Hinweise. Daher habe ich mich zu einem Selbstversuch entschlossen. Ausgangspunkt war das Folgende:



    Die Pilze mit doppeltem Gewichtsanteil an Öl übergiessen und dann Salz, Gemüsezwiebeln und Kräuter nach Geschmack hinzufügen. Das sollte dann so aussehen:



    Anfangs ragen die Pilze deutlich über das Öl hinaus. Daher als Tipp: Die Teile der Pilze, die nicht mit Öl bedeckt sind, mit einem Pinsel mit Öl bestreichen, damit nichts verbrennt. Alles in den Ofen tun und bei 90 Grad für 3,5 Stunden garen. Es gab im Internet auch abweichende Zeit- und Temperaturangaben, z.B. 80 Grad und 3 - 4 Stunden. 80 Grad erscheint mir zu wenig, aber 3 Stunden werde ich im nächsten Versuch ausprobieren.


    Nach ca. einer Stunde sind die Pilze so geschrumpft, dass sie vollständig vom Öl überdeckt werden.



    15 Minuten vor Ende der Garzeit ein Probeexemplar entnehmen und die Würzung ggf. noch korrigieren. In meinem Fall fehlte noch etwas Salz an den Pilzen. Davon mal abgesehen war das die "pilzigste" Konservierungsmethode, die ich bisher ausprobiert habe. Und selbst die Zwiebeln mit traumhaft pilzigem Geschmack. Hier empfehle ich die Verwendung von Gemüsezwiebeln.



    Dann die fertigen Pilze entweder warm servieren oder in sterilisierte Gläser abfüllen (die kamen die letzte Stunde mit in den Ofen, immer wieder Dank an Alex für den Tip) und mit Öl bedecken.



    Sieht ein wenig trübe aus, aber ich denke, dass liegt an der Öl/Wasser Emulsion. Im Rest Öl im Topf haben sich am Boden auch Wasserblasen gebildet, statt oben Fettaugen waren das unten Wasseraugen.



    Das Rest-Öl habe ich noch gefiltert und als würziges Pilzöl abgefüllt.



    Das Pilzöl sollte im Kühlschrank noch ein paar Wochen haltbar sein.


    umossoh

    Liebes Forum,


    kürzlich war ich seit langem mal wieder im (Buchen)wald in der Hoffnung, ein paar Frauentäublinge zu finden. Das hat "eigentlich" auch mit einem Bilderbuchexemplar geklappt. Stattliche Größe, reinweiße Lamellen, grün-violetter Hut, biegsame Lamellen. Um letzte Sicherheit zu haben, habe ich die Kauprobe noch gemacht. Zuerst angenehm mild-nussig, so wie ich es kannte. Dann aber im Abgang eine deutliche Bitternote. Ich war verwirrt. Dürfen Frauentäublinge bitter schmecken? Nach einigem Überlegen beschloss ich, den Pilz mitzunehmen, und im Internet nachzuforschen. Auf dem weiteren Weg durch den Wald bin ich dann mal zufällig mit der Zunge an meine Lippen gekommen. Deutlich bitter! Das war des Rätsels Lösung: Hab mich vor dem Waldspaziergang kräftig mit Autan eingesprüht und nicht bedacht, dass das den Geschmack ändern könnte. Zurück zu Hause habe ich mir das Gesicht gründlich gewaschen und die Geschmacksprobe wiederholt. Jetzt war das Ergebnis so, wie es sein sollte, kein bischen bitter oder scharf.


    umossoh

    Liebes Forum,


    gestern haben wir zwei stattliche Champignons gefunden. Fundort war ein parkähnliches Gelände auf Rasen unter Eichen. Geruch war schwach nach Anis. Lamellenfarbe eher grau statt rosa. Hut, Teilhülle und Stiel hat schwach gegilbt. Hutform trapezförmig. Normalerweise sind das dann in meiner kleinen Welt Schafchampignons. Aber hier war irgendetwas anders. Allein die schiere Größe war beeindruckend, das größere Exemplar wog 225g, obwohl die Teilhülle noch geschlossen war. Dann war da noch ein Röten in den Madenfraßgängen. Und der schuppige Stiel. Könnten das großsporige Champignons sein?


    umossoh







    Hallo Azalee,


    ich kenne das von Dir beschriebene Verhalten auch, allerdings nicht in einer so starken Ausprägung.


    Wenn es sich irgend vermeiden lässt, putze ich Pilze trocken und schabe den Dreck nur ab. Außerdem habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, mit den Fingern über den Pilzhut zu fahren, um mögliche Krümmel zu erwischen. Beim Putzen von Maipilzen ist es dann so, dass ich nach einigen Pilzen die Hände abspülen (und abtrocknen) muss, weil die so schmierig sind. Einfaches Abspülen reicht aber. Meine Beobachtung ist, dass der Schmierfilm umso größer ist, je feuchter die Pilze sind.


    Beim Putzen von Pilzen mache ich eigentlich immer noch eine finale Qualitätskontrolle. Bei Maipilzen gehört dazu, dass die Finger schmierig werden. Liegt vielleicht daran, dass ich immer mit den Fingern über den Hut streiche. Ist vielleicht ein weiteres makroskopisches Erkennungszeichen.


    umossoh

    Liebes Forum,


    ich habe in dieser Woche meine erste Speisemorchel gefunden! Prachtexemplar! Freude war riesengroß.


    Aber schon gleich vor Ort sind mir die vielen, vielen Schnecken, Asseln und Ameisen aufgefallen. Hatte den Eindruck, dass die Ameisen die Morchel als neue Heimat auserkoren haben. Vor Ort 50 Ameisen zu entfernen hat in der Küche bei weitem nicht ausgereicht. Das war schlimmer als eine Krause Glucke zu putzen. Im Internet lese ich nur die Berichte von stolzen Findern, nie hat sich jemand über das Putzen von Morcheln beschwert. Hab ich Pech gehabt? Bin ich undankbar? Gibt es eine dunkle Seite der Morchelsuche, die nicht thematisiert wird? Die Nudeln mit Morchelrahmsoße waren aber auf jeden Fall die Arbeit wert.


    umossoh

    Hallo Corne,


    interessantes Rezept, hätte wohl einen eigenen Eintrag in der "Pilze in der Küche" Sammlung verdient. Einziges Manko aus meiner Sicht sind die 800g unversehrten Pilzhüte. So viele habe ich nur an ein paar Tagen im Jahr, meistens muss man sich die Hüte ja mit den Schnecken und den Maden teilen. Kann man ja aber runterskalieren.


    umossoh

    Aus aktuellem Anlass ein kleiner Nachtrag:

    Im Moment schieben bei mir die Judasohren. Die mögen wohl den aktuellen Mix aus Nachtfrösten und Hagelschauern. Außerdem sprießt bei uns der Bärlauch. Warum nicht kombinieren? Wir haben aus dem Bärlauch (wie immer) Pesto zubereitet. Zum Füllen der Ohren viel zu streng. Daher strecken mit Frischkäse. Wir haben ein Verhältnis von 1:2 (Pesto:Frischkäse) genommen, aber je nach Geschmack kann ich mir auch 1:3 vorstellen. Und ein Schuß Tomatenmark, um eine fruchtige Komponente zu haben. Alles zusammen rühren und in die Spritze, um die Ohren zu füllen. Sieht dann so aus:


    Dann ab in den Ofen zum Überbacken. Resultat sieht so aus:



    Sehr würzige und schmackhafte Vorspeise, die auch noch nach Frühling schmeckt.


    umossoh

    Liebes Forum,


    das war eine vollkommen sinnlose Anfrage. Wer lesen kann, ist im Vorteil. Im Pilzbuch von Andreas Gminder steht, dass die Lamellen des Austernseitlings "weißlich, bald creme getönt, alt auch gelblich verfärbend ..." sind. Also dürfen die das. Und wir hatten in den letzten Tagen viel Wind, da sind die etwas ausgetrocknet. Und bei 123 Pilze habe ich gelesen, dass ein Unterschied zwischen Austernseitling und Lungenseitling die Dicke der Huthaut ist. Bei den gesammelten Exemplaren war die Huthaut so, wie ich sie von Austern kenne. Also ziemlich sicher Austern. Aber trotzdem vielen Dank ans Forum für die netten Antworten.


    Heute war ich nochmal mit Kamera am Fundort:



    umossoh

    Liebes Forum,


    auf dem heutigen Osterspaziergang sind mir ein paar Pilze aufgefallen. Fundort war ein dicker, liegender Stamm. Vermutlich Buche. Fruchtkörper waren kaskadenförmig. Hatte leider keine Kamera dabei, so dass ich die Fotos erst zu Hause machen konnte:






    Erster Impuls waren Austernseitlinge. Ich kenne die aber nur klassisch mit tauben-/stahlblauem Hut. Die Exemplare von heute waren eher bräunlich (schlechte Fotos). Was mich kollossal irritiert hat, waren die teilweise fast zitronenfarbigen Lamellen, die Farbe ist auf den Fotos auch eher zu erahnen. Die Fruchtkörper waren keinesfalls alt oder vergammelt. Dürfen Austern so was? Oder ist das was ganz anderes?


    umossoh

    Danke Euch beiden!


    Bernd: Klar, ich bin bekennender Speisepilzsammler, aber das heisst nicht, dass ich mich nicht über einen schönen grünen Knollenblätterpilz freue, der sieht wirklich wunderschön aus. Meine Fragestellung war wirklich unabhängig von Speisepilzen oder nicht. Ich bin einfach neugierig, wie weit und wie lange Ihr für Eure Lieblinge unterwegs seid.


    Claudia: Beneidenswert! Jeden Tag in den Wald! Aber da ist die Frage, ob Du Deinen Wald in jedem Winkel zu allen Jahreszeiten kennst, oder ob Du auch mal Neuland ansteuerst und wie oft. Und ob Du mal andere Wälder ausprobierst? Und wie häufig?


    umossoh

    Liebes Forum,


    da im Moment ja nicht soviel Betrieb herrscht, kann man sich ja auch mal mit generellen Fragen beschäftigen: Wo geht Ihr Pilze sammeln, durchaus ernst gemeinte Frage. Ich für meinen Teil überlege mir, wenn ich Lust auf Pilze suchen habe (meistens) und Zeit habe (schon mal sehr eingeschränkt), wohin ich gehe. Das hängt von der Jahreszeit, den Niederschlägen der letzten paar Tage und meinen bisherigen Erfahrungen ab. Meistens fahre ich dann mit dem Fahrrad in meine Hausparks, auf meinen Hausfriedhof oder in meinen Hauswald mit einer gewissen Erwartungshaltung, die auch meistens mehr oder weniger erfüllt wird. Je nach Lust und Laune versuche ich dann auch Ecken zu erkunden, in denen ich zu diesem Zeitpunkt bisher selten oder gar nicht gewesen bin. Fahrstrecke in der Regel maximal 15 Km und 1 bis 2 Stunden Dauer, in seltenen Fällen auch 4 Stunden. Ich mache solche Ausflüge auch gern als Entspannung nach der Arbeit, da kann man das aber wegen der nahender Dunkelheit nicht unendlich ausdehnen. Eher seltener nehme ich das Auto und erkunde neue Reviere in der näheren Umgebung (bisher maximal 50 km). Da ist es aber gar nicht so selten, dass ich völlig frustiert bin, weil ich nichts gefunden habe, und dann aus Trotz nochmal in meine Reviere spaziere, wo ich dann meisten deutlich bessere Funde mache.


    Wie sieht es bei Euch aus? Hier gibt es im Forum ja ein paar Verrückte (ist in keiner Weise negativ gemeint, sondern enthält eine Mischung aus Neid und Bewunderung), die in interessante Pilzreviere fliegen, um dort ihren Urlaub zu verbringen. Wie weit fahrt Ihr zum Pilze suchen? Wie lange seid Ihr unterwegs? Wie ist die Mischung zwischen bekannten und neuen Revieren?


    umossoh

    Liebes Forum,


    ich habe schon mehrfach gelesen, dass unsere Judasohren nur eine Variante der Mu-Err Pilze aus Südostasien wären. Nun habe ich vor einiger Zeit eine Packung Mu-Err vermutlich aus dem Asia-Shop geschenkt bekommen. Nachdem ich die Packung kürzlich angebrochen habe, habe ich, ordentlich wie ich nun mal bin, die restlichen Mu-Err in ein Glas gegeben, verschlossen und zu meinen anderen Trockenpilzen gestellt. Nach ein paar Tagen habe ich das Glas geöffnet und eine Geruchsprobe gemacht: Die Mu-Err riechen doch tatsächlich ein wenig nach Pilz, es ist ganz klar ein pilzspezifischer Geruch zu merken, wenn auch sehr viel weniger intensiv, als bei den anderen üblichen Trockenpilzen. Als Kontrolle habe ich mal wieder an meinen getrockneten Judasohren gerochen, absolut nichts, Nullkommanull. Da scheint es doch einen wichtigen Unterschied zwischen Judasohren und Mu-Err zu geben. Ist das bekannt im Forum? Geschmacklich und von der Konsistenz konnte ich keine Unterschiede feststellen.


    umossoh

    Ich habe jetzt am Wochenende die ersten Täublinge probiert. Fantastisch! Gar nicht zu sauer, eher hätte man noch etwas mehr Essig nehmen können. Da war sich die gesamte Essensrunde einig.


    Fazit:

    Haltbarkeit von 3 Monaten gar kein Problem. Ganz im Gegenteil, wenn man die eingelegten Pilze zu früh probiert, ist das alles noch gar nicht durchgezogen. Vermutlich sind meine Probleme mit den zu sauren Champiognons darauf zurückzuführen, dass ich zu früh probiert habe. Beim nächsten Versuch (den wird es ganz bestimmt geben) werde ich zu Wasser/Essig auf fast 1:1 zurückkehren. Wichtig ist die Konsistenz der Pilze, müssen fest, aber nicht zäh sein. Die von Alex erwähnten Steinpilze und Flockies sind ja klassisch, aber Täublinge sind auch sehr zu empfehlen. Und noch ein sehr angenehmer Nebeneffekt: Das Rest-Öl habe ich abgefüllt. Kann man super als "Pilz/Gewürzöl" zum Anmachen von Salaten nehmen.


    umossoh

    Ihr Lieben,


    ich hab mal die mir zu Verfügung stehende Info zum Braunen Filzröhling überprüft, und in der Tat, der könnte passen. An den Mährischen Filzröhrling kann auch nicht so richtig glauben, weiteres wichtiges Argument ist, dass sich der Fundort ganz im Norden von Deutschland und wärmeliebend ein wenig ausschließt.


    Vor noch gar nicht so langer Zeit bestand meine kleine Welt nur aus Maronen (alles, was blaut), Rotfüßen (die mit dem roten Stiel) und Ziegenlippen (der Rest). Mittlerweile hab ich durch das Forum viel dazu gelernt. Dafür Dank Euch allen!


    umossoh


    P.S.: Der Braune Filzröhrling ist für mich ein (bewusster) Erstfund. Kann aber sein, dass ich den früher schon mal in der Hand gehabt habe (soll ja nicht selten sein) und als Ziegenlippe eingeordnet hätte.

    Hallo Pablo,


    es mag ein wenig despektierlich klingen, aber ich habe mich sehr über Deine Antwort gefreut. Im Vorfeld habe ich mit mir ein wenig gezwängelt, ob ich überhaupt die Anfrage nach einem Allerweltspilz stellen soll und damit das halbe Forum langweile. Aber der späte Zeitpunkt des Fundes hat dann für mich den Ausschlag gegeben, ob nicht doch der eine oder andere Interesse hätte. Und wenn Du nicht sofort eine Antwort geben kannst, dann, glaube ich, ist die Anfrage berechtigt.


    Zur Frage: Fundort war wirklich reiner Buchenhallenwald, die nächsten Nadelbäume sind etwa einen Kilometer entfernt. Boden ist, soweit ich das beurteilen kann, definitiv nicht kalkhaltig. Also vermutlich eher sauer. Ich finde (bisher) Trompetenpfifferlinge nur im Buchenwald und dann bevorzugt in der Nähe von alten Stubben oder Holzablageplätzen.


    umossoh

    Hallo Tomas,


    es war hier seit etwa 10 Tagen frostfrei. Das Schnittbild sieht für mich auch völlig ok aus, keine glasigen Stellen. Der Pilz war ziemlich gut in der Blätterschicht versteckt. Hab ich nur entdeckt, weil ich im Tiefflug auf der Suche nach Trompies bei einsetzender Dämmerung unterwegs war. Röhren waren matschig, aber ich denke, das ist normal. Da war so gar kein blauen.


    umossoh

    Liebes Forum,


    ich war heute unterwegs, um eigentlich Trompetenpfifferlinge zu finden. Ausbeute war, denke ich, für Dezember mit zwei Handvoll auch ok. Aber dabei habe ich ganz überraschend auch folgenden Filzröhrling gefunden (ich bin bei deren Bestimmung immer ziemlich unsicher), der noch ziemlich knackig war:


    Fundort: Buchenwald und eigentlich keine weiteren Bäume in der Nähe





    Irgendwelche Rotfüße können es eigentlich nicht sein, weil es keine rote Schicht unter der Huthaut gab. Mein intuitiver Gedanke im Wald war Ziegenlippe, aber nach Prüfung zu Hause hätte da eigentlich eine bräunliche Färbung unten am Stiel sein müssen. Was sonst?


    umossoh

    Interessante Alternative zur gleichen Grundidee. Und sieht sehr lecker aus. Scheitert bei mir aber daran, dass meine bisherigen Reizkerfunde nach der Grillsaison statt fanden. War das in Kroatien?


    umossoh